Samstag, 16. Dezember 2017

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Auftragseingänge der Industrie im Oktober 2017:

Anstieg gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat

Im Oktober 2017 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vormonats. In- und Auslandsgeschäft liefen besser als im Vormonat (plus 2,3 bzw. plus 1,7 Prozent).

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen stiegen die Bestellungen. Das Ordervolumen in der Investitionsgüterindustrie war im Oktober um 3,5 Prozent höher als im Monat zuvor. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern legte um 2,1 Prozent zu. Bei den Konsumgüterherstellern gingen hingegen weniger Aufträge ein als im September (minus 3,2 Prozent).

In den drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich die Nachfrage. In der Chemieindustrie, der größten Branche, gingen im Oktober 1,5 Prozent mehr Bestellungen ein als im Monat zuvor. In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die gemessen am Umsatz unter den Industriebranchen an zweiter Stelle steht, lagen die bereinigten Auftragseingänge um 2,7 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Den größten prozentualen Zuwachs verbuchte der Maschinenbau − die drittgrößte Branche − mit einem Plus von sechs Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Nachfrage weiterhin hoch: Im Oktober 2017 gingen in der Industrie 11,8 Prozent mehr Aufträge ein als im Jahr zuvor. Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft entwickelte sich günstig (plus 8,1 bzw. plus 13,9 Prozent). In allen drei industriellen Hauptgruppen stiegen die Auftragseingänge mit zweistelliger Rate. Die drei umsatzstärksten Industriebranchen verbuchten ebenfalls kräftige Nachfragesteigerungen.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)