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Wirtschaftstag 2018 in Frankfurt:

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· Telekom-Chef Höttges verspricht Glasfaser für 80 Prozent der Betriebe

· Politische und digitale Herausforderungen für Unternehmen steigen

· Koblenzer Unternehmer waren mit dabei

(Koblenz / Frankfurt am Main, den 16.11.2018) Der Brexit-Deal, den die britische Premierministerin Theresa May am Mittwoch dem Kabinett vorgelegt hat, habe „keine Chance auf eine Mehrheit im Parlament“. Das prognostizierte Günther H. Oettinger (CDU), EU-Kommissar für Haushalt und Personal, beim Wirtschaftstag 2018 der Volksbanken und Raiffeisenbanken am Donnerstag in Frankfurt. Wenn der Ausstiegsvertrag im Parlament durchfalle, seien vorgezogene Neuwahlen in Großbritannien als „Flucht nach vorn“ gut vorstellbar, so Oettinger weiter.

Mit Blick auf die deutsche Politik machte sich Oettinger für Friedrich Merz als möglichen CDU-Nachfolger von Angela Merkel im Kanzleramt stark. „Die internationale Erfahrung von Friedrich Merz macht ihn zum besten Kandidaten“, zeigte sich Oettinger überzeugt. Eine nationale Abschottung sei gerade mit Blick auf die deutsche Wirtschaft der falsche Weg, bekräftigte der EU-Kommissar. „Wir brauchen eine stärkere europäische Union.“ Deutschland alleine stelle nur ein Prozent der Weltbevölkerung. „Mit einer 1-prozentigen Beteiligung könnten Sie keinen Aufsichtsratsposten in einem Dax-Unternehmen besetzen.“ Die EU, die sieben Prozent der Menschheit repräsentiere, habe deutlich bessere Chancen, auf der Weltbühne gehört zu werden.

Aufgrund steigender europäischer und geopolitischer Risiken müsse sich die deutsche Wirtschaft auf zunehmende Herausforderungen einstellen, warnte der EU-Kommissar. „Die besseren sechs Jahre – mit Erfolgen für alle Sektoren der Wirtschaft – liegen hinter uns. Die nächsten sechs Jahre werden schwieriger.“

Eine anhaltende Herausforderung für die deutsche Wirtschaft liegt in der digitalen Infrastruktur, wie Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen hervorhob. Aufgrund der schlechten Versorgung mit mobilem und leitungsgebundenem Internet liege Deutschland im aktuellen globalen Wettbewerbsbericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) in dieser Kategorie nur auf Platz 31 – und das, obwohl das WEF Deutschland insgesamt zum innovationsfähigsten Land der Welt kürte, wie Barkey hervorhob. „Insbesondere zur Stärkung der ländlichen Räume brauchen wir flächendeckend eine wirklich leistungsfähige digitale Infrastruktur“, unterstrich der Verbandschef. Wie Oettinger prognostizierte, wird die digitale Infrastruktur zunehmend auch für Immobilieneigentümer ein Thema: „Der Wert einer Immobilie wird sich künftig nicht nur nach dem Zugang zu attraktiven Orten wie dem Bodensee oder der Anbindung an Autobahnen und Flughäfen bemessen, sondern auch nach der Qualität des Onlinezugangs.“

Höttges: Flächendeckende Glasfaser-Versorgung unrealistisch

„Ich denke nicht, dass wir flächendeckende Glasfaser-Versorgung für alle Haushalte in Deutschland erreichen können“, goss Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, Wasser in den Wein. Ein flächendeckender Ausbau sei zu teuer und entspreche auch nicht dem Bedarf, argumentierte der Telekom-Chef. „Die Hidden Champions auf dem Land benötigen aber natürlich Glasfaser.“ Ziel der Telekom sei es daher, 80 Prozent aller deutschen Unternehmen mit Glasfaser zu versorgen. Allerdings sei es erforderlich, dass auch andere Anbieter – und nicht nur die Telekom – in den Glasfaser-Ausbau investierten.

Kritisch äußerte sich der Telekom-Chef über den von der Bundesregierung geplanten Rechtsanspruch auf schnelles Internet ab 2025. „Ein solcher Anspruch wäre rechtlich sehr schwierig umsetzbar.“ Es sei nicht sachgerecht, wenn die Politik hier eine Leistung einfordere, für deren Umsetzung die Privatwirtschaft aufkommen müsse, fügte Höttges hinzu.

Ins Hintertreffen zu geraten, drohe Europa derweil beim Aufbau von Cloud-Infrastrukturen, warnte Höttges. Nur noch fünf Prozent der europäischen Daten lägen auf Cloud-Servern von europäischen Anbietern, kritisierte der Telekom-CEO. Der Markt werde dominiert von den US-Konzernen Microsoft, Google, Amazon und Apple einerseits und chinesischen Unternehmen andererseits.

Gegen diese Kritik wehrte sich Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Auch wenn Microsoft ein US-amerikanisches Unternehmen sei, bedeute dies nicht, dass europäische Daten auf Servern in den USA gespeichert würden. „Die Daten liegen typischerweise in der Nähe der Kunden.“ In Europa seien dies insbesondere Rechenzentren in Dublin und Amsterdam sowie künftig auch in Frankfurt und Berlin.

2.500 Mittelständler kamen auf Einladung der Volksbanken und Raiffeisenbanken zum größten Unternehmertreffen Deutschlands in der Frankfurter Jahrhunderthalle zusammen. Unter dem Thema „Modernisierung Deutschlands – Made by Mittelstand“ diskutierten zudem auch Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, Philosoph Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin sowie Martin Herrenknecht, Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG, der estnische Botschafter Mart Laanemäe und Sternekoch Tim Raue.

Rheinlandpfälzische Landkreise waren in Mayen-Koblenz zu Gast

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Hauptversammlung des Landkreistages in Vallendar

KREIS MYK. Landrat Dr. Alexander Saftig (3.v.r.) freute sich sehr, dass der Landkreis Mayen-Koblenz Ausrichter der 73. Hauptversammlung des Landkreistages Rheinland-Pfalz sein durfte. In Vallendar begrüßte Landkreistagvorsitzender Landrat Günter Schartz (3.v.l.) die rund 270 Versammlungsteilnehmer aus Politik, Behörden und Verbänden des gesamten Bundeslandes. Grüße des Landes Rheinland-Pfalz übermittelten Ministerpräsidentin Malu Dreyer (Mitte) und Landtagsvizepräsident Hans-Josef Bracht. Der Bundesverfassungsrichter und ehemalige saarländische Ministerpräsident Peter Müller rückte bei seinem Festvortrag die Zukunft der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie der Kommunen in den Fokus.

Geänderte Öffnungszeiten der Wohngeldstelle

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Die Wohngeldstelle des Amtes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales der Stadtverwaltung Koblenz hat ab sofort geänderte Öffnungszeiten. Der allgemeine Publikumsbetrieb findet nun montags, dienstags und donnerstags von 08.30 - 12.00 Uhr statt.

Wenn Schüler Reifen wechseln und Strom zum fließen bringen

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HwK und Wirtschaftsministerium: Wettbewerb ermittelte die besten Handwerker in den Schulklassen

Koblenz. Wie kann man Schüler für das Handwerk gewinnen? Was wissen Jugendliche über die Berufsvielfalt, über Aufstiegsmöglichkeiten, die sich mit einer handwerklichen Ausbildung verbinden? Antworten darauf setzen praktische, individuelle Erfahrungen voraus.

Entsprechend luden Handwerkskammer (HwK) Koblenz und das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Schüler der Sekundarstufen eins und zwei zu einem „Handwerker-Wettbewerb“ in die HwK-Ausbildungswerkstätten ein. Dort konnten sich die jungen Teilnehmer im Baubereich, der Metallbearbeitung, Elektrotechnik, als Maler oder Kfz-Techniker ausprobieren. Bewertet wurde die Ausführung in ihrer schnellstmöglichen Umsetzung und hoher handwerklicher Qualität. Das hat den Teilnehmern nicht nur Spaß gemacht, sondern war auch ein interessanter Exkurs durch die Berufswelt des Handwerks.

Die Wettbewerbe fanden in zwei Phasen statt: Zunächst traten die Schüler der Sekundarstufe eins an, dann die Schüler der Gymnasien aus der Region. Für die Besten gab es nicht nur eine Urkunde, sondern auch Geldprämien im Gesamtwert von rund 2.000 Euro: 500 Euro für die Sieger, 250 für die Zweitplatzierten, 150 für die dritten und 100 Euro für die vierten Plätze. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung auf der „Nacht der Technik“ als Abschluss der landesweiten „Woche der Berufsbildung“ überreichten Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Mainzer Wirtschaftsministerium, und HwK-Präsident Kurt Krautscheid die Auszeichnungen.

Bei den Gymnasien gingen die ersten Plätze an Koblenzer Einrichtungen. Den Sieg holten Schüler der Jahrgangsstufe 13 aus dem Max-von-Laue-Gymnasium, gefolgt von Stufe 11 des Görres-Gymnasiums. Den dritten Platz erreichte das Hilda-Gymnasium, Stufe 11, Platz vier ging an eine weitere Schülergruppe des Max-von-Laue Gymnasiums, Stufe 11.

Die Bestplatzierten aus den Realschulen plus kamen aus dem ländlichen Raum. Den ersten Platz erreichte die Klasse 8c der Konrad-Adenauer-Schule aus Treis-Karden. Rang zwei belegte die Klasse 9b der IGS Maifeld in Polch. Der dritte Platz ging ebenfalls nach Treis-Karden und dort in die 8b. Den vierten Platz erreichte die Klasse 8a der Anne-Frank-Schule in Montabaur.

Weitere Informationen zum Schulwettbewerb bei der Handwerkskammer Koblenz: Manfred Schritz, Tel. 0261/398-345, manfred.schritz @hwk-koblenz.de

Ampelerneuerung am Moselufer

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Die Lichtsignalanlage im Zuge der Straße Moselufer an der Einmündung von der Kurt-Schumacher-Brücke in Moselweiß wird am Dienstag, 20.11.2018 und Mittwoch, 21.11.2018 wegen Reparaturarbeiten ausgeschaltet. Altersbedingt werden das Steuergerät und Teile der Außenanlage erneuert. Hierbei werden auch die vorhandenen Signalgeber gegen energiesparende LED-Signalgeber ausgetauscht.
Die Stadtverwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer um besondere Rücksichtnahme und Beachtung.

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