Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Am 15. Dezember 2019: Fahrplanwechsel bei den koveb-Buslinien

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Mobilität in Koblenz hat einen neuen Namen: Koblenzer Verkehrsbetriebe, kurz koveb. Am 1. Oktober 2019 wurde die evm Verkehrs GmbH an die Tochtergesellschaft der Stadtwerke Koblenz, Koblenzer Mobilitäts GmbH (KoMG) verkauft und wurde somit zu 100 Prozent städtisch.

Zum ersten Fahrplanwechsel der Koblenzer Verkehrsbetriebe, koveb, am 15. Dezember 2019 gibt es den neuen Fahrplan 2020 und weitere Informationen im neuen koveb-Design. Es werden im Fahrplan 2020 keine größeren Änderungen vorgenommen. Diese sind zum folgenden Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 zu erwarten: mehr Linien, bessere Taktung, mehr Komfort, mehr Informationen, bessere Werte für die Umwelt, günstigere Fahrpreise. Hierauf bereitet sich die koveb bereits heute vor!

Im Fahrplan 2020 hat sich das Fahrtenangebot im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Zur besseren Übersicht wurden die Haltestellen Brüderhaus, Hüberlingsweg, Pionierhöhe und Winninger Straße mit Steigbuchstaben versehen.

Folgende Haltestellen wurden zur besseren Information umbenannt:
Koblenz: Zeppelinstraße (stadteinwärts) zu Pionierhöhe, evm zu evm/koveb, Salierstraße zu Salierstraße/AWO.
Vallendar/Urbar: Urbar Süd zu Urbar Provinzialstraße, Urbar Kanuheim zu Urbar Am  Rheinufer, Vallendar Süd zu Vallendar Rheinauf, Vallendar Mitte zu Vallendar Kongresshalle, Vallendar Nord zu Vallendar Feuerwehr.

Alle Informationen, die aktualisierte Linienübersicht, Fahrpreise, Fahrpläne, Linienverläufe, Haltestellenübersichten, etc. können dem neuen Fahrplanheft „Fahrplan 2020“ der Koblenzer Verkehrsbetriebe entnommen werden. Das neue Fahrplanheft sowie die sog. Linienfaltpläne der Einzellinien sind in allen Verkaufsstellen der koveb, insbesondere im Bus-Infozentrum Löhr-Center, erhältlich. Darüber hinaus sind die neuen Fahrpläne und weitere Informationen auch im Internet unter www.koveb.de sowie über die VRM-App abrufbar.

IHK-Saisonumfrage Tourismus

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Gastgewerbe: Personalsituation spitzt sich zu – Förderungen werden ausgeweitet

Koblenz, 9. Dezember 2019. Die Stimmung in der Tourismusbranche ist deutlich verhaltener als im Herbst des vergangenen Jahres: Lediglich 42 Prozent der Betriebe im Hotel- und Gastgewerbe sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz hervor, bei der mehr als 300 Betriebe aus Hotellerie und Gastronomie befragt worden sind.

„Der sogenannte Klimaindex, der sich aus der Geschäftslage des Vorjahres und den Erwartungen an die nächste Saison zusammensetzt, beträgt 114 Punkte für die Beherbergungsbetriebe und 99 Punkte für Gastronomiebetriebe. Beide Werte liegen mehr als zehn Punkte unter dem Mittelwert der Zehnjahresbetrachtung“, erläutert Christian Dübner, Referent für Tourismus bei der IHK Koblenz, die Ergebnisse der Umfrage. Im Vorjahreszeitraum lagen die Werte bei 121 beziehungsweise 115 Punkten. „Die aktuelle Einschätzung ist primär auf den ausgeprägten Personalmangel zurückzuführen, der sich weiter zuspitzt. Bei rund einem Viertel der Beherbergungsbetriebe wird sich die Zahl der Beschäftigten in der kommenden Saison reduzieren. Diese Entwicklung betrifft auch rund ein Drittel der gastronomischen Betriebe“, so Dübner weiter. „Die Konsequenz sind reduzierte Öffnungszeiten und im Extremfall die Betriebsschließung.“

Unter der dem Dach der Initiative „HOGA NEXT“, die die IHK Trier 2018 ins Leben gerufen hat, wird die IHK Koblenz ab dem kommenden Februar spezielle Veranstaltungsformate rund ums Personalmanagement anbieten: „Die Zukunft des Arbeitens im Gastgewerbe“, „Azubi-Marketing“, „der heiße Kampf um Talente“, „Employer Branding“ und „Erfolgsmodelle im Gastgewerbe“ sind nur einige der Themen, die dabei auf der Agenda stehen.

Investitionen sind laut IHK-Umfrage in rund 77 Prozent der Betriebe fällig, wobei Modernisierung, Produktinnovation und Rationalisierungen im Fokus des Gastgewerbes stehen. Mitte November hat das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium ein neues Programm zur einzelbetrieblichen Förderung der Hotellerie vorgestellt, das eine Lücke in den bisherigen Fördermöglichkeiten schließt. Zur konsequenten und nachhaltigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen können Hotels, Hotel garnis, Gasthöfe, Pensionen und Ferienzentren einen Zuschuss von bis zu 750.000 Euro beantragen. Dabei erhalten kleine Unternehmen bis zu 20 Prozent und mittlere Unternehmen bis zu zehn Prozent der förderfähigen Kosten. Das Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 250.000 Euro.

„Eine weitere Fördermöglichkeit für alle gastgewerblichen Betriebe stellt die Ausweitung des Programms ‚Barrierefreiheit im Tourismus‘ dar, welches barrierefreie Maßnahmen jetzt landesweit unterstützt. Auch die LEADER-Programme für den ländlichen Raum sollten Betriebe mit einem Investitionsbedarf prüfen. Hierbei spielt die touristische Entwicklung eine maßgebliche Rolle und den Betrieben bietet sich die Möglichkeit, Fördergelder für innovative Projekte zu sichern“, betont Dübner.

Die Tourismuswirtschaft zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Rheinland-Pfalz, insbesondere auch im Bezirk der IHK Koblenz mit rund 8.000 Betrieben. Landesweit sind mehr als 150.000 Erwerbstätige in der Tourismusbranche tätig. Damit hängt jeder zehnte Arbeitsplatz in Rheinland-Pfalz am Tourismus. Die Branche erwirtschaftet landesweit einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro.

Die Umfrage kann auf www.ihk-koblenz.de unter Eingabe der Nummer 4644646 heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zum neuen Förderprogramm des Wirtschaftsministerium finden sich auf der Homepage der Investitions- und Strukturbank: www.isb.rlp.de.

Aufbaukurs für Tagespflegepersonen

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Kreisverwaltung baut Qualität der Kindertagespflege weiter aus

KREIS MYK. Die Ausbildung zur Tagespflegeperson in Mayen-Koblenz ist hochwertig und umfasst 250 Unterrichtseinheiten. Um nun auch den bereits qualifizierten Tagesmüttern und -vätern die Möglichkeit für eine Nachschulung zu geben, bietet der Landkreis einen Aufbauqualifizierungskurs an, der der landesweit erste Aufbaukurs ist. In Zusammenarbeit mit der Katholischen Familienbildungsstätte Andernach startete der erste Kurs mit 12 Teilnehmerinnen im Oktober. Aufgrund der großen Nachfrage ist bereits ein weiterer Kurs in Planung.

Mit der erweiterten Qualifizierung möchte man im Kreishaus den gestiegenen frühpädagogischen Anforderungen an Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern Rechnung tragen. „Der Aufbaukurs beinhaltet 66 Unterrichtseinheiten und soll die bereits qualifizierten Tagespflegepersonen in ihrer anspruchsvollen Betreuung von Kindern unterstützen und ihnen die Möglichkeit bieten, bereits vorhandene Fachkenntnisse in pädagogischen und rechtlichen Bereichen zu vertiefen und weiterzuentwickeln“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth. Gefördert wird der Aufbaukurs vom Landesministerium für Bildung.

Neben den Kindertagesstätten stellt die Kindertagespflege eine zusätzliche Betreuungsform dar. Die Tagespflegepersonen sind für das Kind eine feste Bezugsperson und die Eltern finden in der Tagespflegeperson einen kompetenten Ansprechpartner. Im Landkreis Mayen-Koblenz gibt es derzeit bei 70 Tagespflegepersonen 294 Betreuungsplätze für Kinder im Alter bis zu 14 Jahren. Um die Qualität der Tätigkeit sicherzustellen sind für die Ausübung der Tätigkeit im Bereich der Kindertagespflege Anforderungen zu erfüllen. Neben der persönlichen Überprüfung durch das Jugendamt ist das Absolvieren eines Qualifizierungskurses oder eine entsprechende Ausbildung erforderlich.

Informationen zur Aufbauqualifizierung oder Qualifizierung von Tagespflegepersonen  erhalten Interessierte bei Monika Vogel, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Tel. 0261/108-166 oder Dorothee Geishecker, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Tel. 0261/108-164.

Digitalisierung: Landkreis geht in die Offensive

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Bürgerportal, smarte Prozesse und Zukunftsausschuss bilden Grundlage für ein innovatives Mayen-Koblenz

KREIS MYK. Als erster Landkreis in Rheinland-Pfalz hat sich Mayen-Koblenz 1996 mit einer eigenen Homepage im Internet präsentiert. Was damals als innovativ galt, ist heute selbstverständlich – und der digitale Wandel schreitet unaufhörlich voran. „Digitalisierung ist ein gesellschaftliches Thema, sie geht uns alle an und wir können uns weder vor ihr versperren, noch sie halbherzig annehmen“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig. Eine der zentralen Herausforderungen ist es, Verwaltungsleistungen für die Bürger digital anzubieten und die gesamte Kommunikation und sämtliche Arbeitsabläufe intern ebenfalls elektronisch und papierlos abzubilden. Auch nach außen hin ist der Landkreis  mit dem neuen Zukunftsbüro der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein (WFG) sowie dem Zukunftsausschuss gut aufgestellt.

Den Pkw bequem am heimischen PC oder am eigenen Smartphone ab- oder ummelden, die Schülerfahrkarte beantragen oder Termine im Kreishaus mit einem Klick vereinbaren – es gibt viele Möglichkeiten, Verwaltungsleistungen online anzubieten. Durch ein „Bürgerportal MYK“, das aktuell gemeinsam mit den Verbandsgemeinden und Städten auf den Weg gebracht wird, sollen die Menschen bei Behördengängen entlastet werden. In einem Flächenlandkreis wie Mayen-Koblenz ist das umso wichtiger, deshalb sieht die Kreisverwaltung – über die rechtlichen Vorgaben in Form des Onlinezugangsgesetzes hinaus – einen klaren Auftrag durch die Bürger. Mit Nachdruck arbeitet die Kreisverwaltung daran, proaktiv Prozesse zu optimieren und in die digitale Welt zu transferieren und wartet nicht erst darauf, dass Land und Bund standardisierte Verwaltungsleistungen in Onlineportalen zu Verfügung stellen. Im Kreishaus gilt die Leitlinie: Organisieren vor Digitalisieren. „Schlechte interne Prozesse bleiben schlecht, auch wenn man sie in eine digitale Welt überträgt“, betont Alexander Saftig.

Froh und dankbar zeigt sich der Landrat darüber, dass der Kreistag im vergangenen Jahr den Weg frei gemacht hat, um eine Koordinierungsstelle Digitalisierung im Kreishaus aufzubauen. Diese Koordinierungsstelle begleitet und treibt alle digitalen Projekte innerhalb der Verwaltung voran. „Hier sind wir ganz nah dran und können passgenaue Lösungen für unsere regionalen Eigenheiten, unsere regionalen Besonderheiten und vielleicht auch regionalen Probleme entwickeln“, sagt Saftig.

Da sich die Digitalisierung auf alle Daseinsbereiche auswirkt, hat sich dafür auch der Landkreis Mayen-Koblenz breit aufgestellt. So wurde mit dem Zukunftsbüro bei der WFG in diesem Sommer eine weitere Institution im Kreishaus geschaffen, die an einer Digitalisierungsstrategie arbeitet und dabei den demografischen Wandel im Blick behält. Nicht zuletzt ist ein Zukunftsausschuss ins Leben gerufen worden, um auch auf politischer Ebene Weichen für die digitale Zukunft im Landkreis zu stellen. Bereits Anfang November hat der Ausschuss seine Arbeit aufgenommen.

„Der Digitalisierungsprozess ist kein Sprint, sondern ein Marathon, umso wichtiger ist es, dass einige Projekte bereits angelaufen sind“, sagt Alexander Saftig und erläutert, dass bereits im Sommer der digitale Rechnungsworkflow erfolgreich im Kreishaus eingeführt wurde. „Rund 300 Mitarbeiter wurden geschult und bearbeiten nun papierlos 42.000 Kassenanordnungen im Jahr. Das spart Ressourcen, Druckkosten, Transportwege und viel Zeit.“

Zur Erarbeitung einer innovativen und zukunftsfähigen Digitalisierungsstrategie für das gesamte Kreisgebiet werden aktuell Workshops durchgeführt. Unterstützt und gecoacht werden Führungskräfte aus dem Kreishaus, Vertreter der Verbandsgemeinden und Städte sowie politischer Gremien des Landkreises dabei durch Christian Mainka vom externen Beratungsunternehmen „City & Bits“ aus Berlin. Bereits im Januar wird dieser Prozess beendet sein. Dann soll entschieden werden, ob für den Landkreis ein Förderantrag aus dem „Smart Cities Programm“ des Bundes gestellt werden soll. Hintergrund: Bereits Anfang 2019 wurde vom Bundesinnenministerium die Ausschreibung des „Smart Cities“-Modellprojektes veröffentlicht. Die Förderkulisse sieht ein Projektvolumen bis zu 10 Millionen Euro bei einer insgesamt siebenjährigen Laufzeit vor. Für den Landkreis Mayen-Koblenz wäre eine Beteiligung an dem Wettbewerb zu diesem Zeitpunkt allerdings zu früh gewesen. Umso wichtiger ist es, nun zielorientiert die Vorbereitungen zur Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie voranzutreiben. „Ich sehe hier echte Chancen für unsere Region, insbesondere für den ländlichen Raum“, betont Landrat Saftig.

Hochschule Koblenz

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Ranga Yogeshwar und Tilman Wolff diskutierten Zukunftsfragen mit Studierenden der Hochschule Koblenz

KOBLENZ. Wie verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt? Soll künstliche Intelligenz über Leben und Tod entscheiden dürfen? Diese und andere Fragen, die sich aus der rasanten technischen Entwicklung der letzten beiden Jahrzehnte ergeben, diskutiert Peter-Erwin Jansen mit den Studierenden in seinem Ethikseminar. Der Lehrkraft für besondere Aufgaben am Fachbereich Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz ist nun gelungen, sich dazu passend zwei sehr prominente Mitstreiter an den RheinMoselCampus zu holen: Wissenschaftsjournalist und WDR-Moderator Ranga Yogeshwar sowie Autor und Regisseur Tilman Wolff haben sich zwei Stunden lang im AudiMax im Rahmen des Hochschulforums mit über 150 Studierenden zu aktuellen Fragestellungen ausgetauscht.

„Der große Umbruch - Wie Künstliche Intelligenz unsere Gesellschaft verändert“ lautet der Titel ihres zweiten gemeinsamen Filmprojektes zur Künstlichen Intelligenz, mit dem das Duo Yogeshwar und Wolff in diesem Jahr Furore gemacht hat. Im Rahmen ihrer Gastvorlesung präsentierten die beiden zu bestimmten Themenkomplexen jeweils Ausschnitte aus ihrem Film, gaben dazu ergänzende Erläuterungen und stellten sich den kritischen Fragen der Studierenden. Diese zeigten keinerlei Scheu und genossen es sichtlich, mit den bekannten Wissenschaftlern auf Augenhöhe zu diskutieren.

Ein weiteres interaktives Element stellten die Abstimmungen dar, bei denen die Studierenden per Smartphone-App in Echtzeit ihre Meinung äußern konnten. Dazu gehörte die Fragestellung, ob ein autonom fahrendes Auto bei einem unvermeidbaren Zusammenstoß eher den Erwachsenen oder das in dem Szenario ebenfalls anwesenden Kind totfahren sollte. In diesem Zusammenhang ging Yogeshwar anhand einer Weltkarte auf die geographisch-kulturellen Unterschiede ethischer Wertvorstellungen ein: Während in manchen Ländern deutlich das Kind bevorzugt werde, werde in anderen dem Leben des Erwachsenen mehr Wert zugemessen.

Der erste Themenkomplex drehte sich um die Verbreitung von falschen Nachrichten in sozialen Netzwerken. Die beiden Gastdozenten erläuterten, wie Nachrichten im Zeitalter der Netzwerke entstehen. Justin Jarnoschke, Student im 6. Semester des Studiengangs Soziale Arbeit, stellte die Frage, ob von Algorithmen zusammengestellte Nachrichten nicht emotionsloser und neutraler sein könnten als solche, die reale Reporter für die Empfänger auswählten. In diesem Zusammenhang diskutierten die Anwesenden die Rolle der Medien für die Demokratie. „Aus Massenmedien werden die Medien der Massen“, so Yogeshwar, „durch die sozialen Netzwerke und die damit verbundenen Algorithmen, die uns durch Filterblasen manipulieren, droht sich die Demokratie abzuschaffen. Wir entmündigen uns.“

Im zweiten Themenkomplex zeigten Yogeshwar und Wolff Ausschnitte ihres Films, in denen ein Supermarkt ohne Personal auskommt und Gäste eines Restaurants von Robotern bedient werden.  Oleg Emilianov, Student im 7. Semester des Studiengangs Soziale Arbeit, stellte die Frage, welche gesellschaftlichen Folgen es haben könnte, wenn sich der Lebensmittelpunkt „Arbeit“ durch die Digitalisierung verschiebt. Auch eine Neuausrichtung oder gar Neudefinition von Bildung im Zeitalter der Digitalisierung stellte er zur Diskussion. Ranga Yogeshwar betonte die Notwendigkeit eines neuen Gesellschaftsvertrages, um dem sich verschärfenden Verteilungsproblem zu begegnen: „Die Digitalisierung verstärkt die Ungleichheit, sie hilft vor allem der kleinen reichen Minderheit.“

Tobias Sohny, Doktorand im Fachbereich Ingenieurwesen und Mitarbeiter im Digitalen Produktionslabor der Hochschule Koblenz, hob mit seinen Fragen ebenfalls auf den Wandel in der Arbeitswelt ab: Wie können Roboter schwere Arbeit erleichtern? Wie arbeiten Menschen und Roboter gemeinsam? Wie beeinflusst die „Smart Factory“ die Gesellschaft und welche Wettbewerbsvorteile ergeben sich dadurch auf dem globalisierten Markt? Im abschließenden Themenkomplex Gesundheit kam Tina Vaalsen zu Wort, Studentin der Sozialen Arbeit im 7. Semester. Sie sprach über die Möglichkeit, Routineverfahren in der Diagnose von Krankheiten durch Künstliche Intelligenz effizient abzudecken. Ihr war es wichtig, den Nutzen für die Soziale Arbeit den dabei entstehenden Risiken gegenüberzustellen.

Sowohl die beiden Gastdozenten als auch die Studierenden und vor allem Initiator Peter-Erwin Jansen zogen ein sehr positives Fazit dieser Veranstaltung. „Die beiden Experten haben uns neue Perspektiven vermittelt, die wir in den kommenden Veranstaltungen des Ethikseminars sicher weiter diskutieren werden“, so Jansen.

Fotos: Hochschule Koblenz

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