Sunday, 26. January 2020

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Suchtprävention von Kindern und Jugendlichen im Fokus

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Haupt- und Ehrenamtler der Kinder- und Jugendarbeit tauschten sich in Vallendar aus

KREIS MYK. Trotz aller Fortschritte in der Prävention und Aufklärung, entwickeln zu viele Jugendliche immer noch einen problematischen, riskanten oder sogar süchtigen Konsum. Um die Präventionsarbeit weiter voranzutreiben, hatte der Arbeitskreis Prävention im Landkreis Mayen-Koblenz alle Haupt- und Ehrenamtler, die sich in der Jugendarbeit engagieren, zu einem Forum „Suchtprävention“ eingeladen. 70 Teilnehmer, die beruflich oder im Ehrenamt mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten waren der Einladung gefolgt.

Bereits bei der Begrüßung von Rebecca Stefula vom Kreisjugendamt Mayen-Koblenz, wurde deutlich, dass Deutschland ein Hochkonsumland ist: „Rund 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche und damit 20 Prozent aller Minderjährigen leben mit einem Elternteil zusammen, der ein missbräuchliches oder gar abhängiges Konsumverhalten aufweist“, sagt Stefula. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind eine Hochrisikogruppe und haben selbst ein sechsfach höheres Risiko für eine Suchterkrankung oder eine psychische Erkrankung.

Im einführenden Hauptvortrag stellte Dr. Dr. Andreas Bell, Medizinethiker und Balintgruppenleiter des Erzbistums Köln, den Reiz und die Logik von Sucht in den Fokus: „Verantwortlich für eine Sucht ist nicht der Stoff selbst. Vielmehr ist die seelische Beschaffenheit des Menschen ausschlaggebend, ob ein Mensch aus einer Substanz einen Genussstoff oder einen Suchtstoff macht. Ein seelisch gesunder Mensch wird nicht süchtig.“

In weiterführenden Workshops des Forums wurden suchtspezifische Vertiefungsthemen diskutiert. Andreas Bell ging in dem von ihm geleiteten Workshop darauf ein, „Wie man Kindern eine Sucht anerzieht“ und wie ein verantwortbarer Substanzkonsum im Elternhaus und im Beisein von Kindern aussehen kann. „Wenn ein Kind beispielsweise beobachtet, dass seine Mutter sich erst entspannt, nachdem sie eine Zigarette geraucht hat, dann lernt das Kind, dass es seine Emotionen nur in Verbindung mit einem Konsum regulieren kann“, betont Bell.

Angela Just von der Kommunalen Jugendarbeit der Verbandsgemeinde Weißenthurm, stellte im Workshop „Feste feiern? – aber sicher!“ den rechtlichen Rahmen zur Durchführung von Festen unter Berücksichtigung des Jugendschutzgesetz und des Gaststättengesetzes vor und bot praktische Anregungen für Festveranstalter. Ellen Meyer, Mitarbeiterin der Regionalen Fachstelle Glücksspielsucht des Caritasverbandes Koblenz, machte in ihrem Workshop „Sportwetten – Spaß ohne Risiko?“ auf Sportwetten als eine unterschätzte Sucht aufmerksam. Dabei stellte sie heraus, dass gerade diese Art der Sucht vermeintlich harmlos beginnt, ein immenses Suchtpotential in sich trage. „Horrenden Spielschulden sind nicht selten das Ergebnis“, brachte es Ellen Meyer auf den Punkt.

Im vierten Workshop ging Christoph Eichmann von Präventionsstelle der Polizeipräsidiums Koblenz, auf den rechtlichen Rahmen und Folgen im Umgang mit legalen und illegalen Suchtstoffen ein und räumte dabei einen weit verbreiteten Mythos zu einem tolerablen Eigenbedarf von Cannabis aus dem Weg, da das Gesetz dies schlichtweg nicht hergebe.

Beim begleitenden Markt der Möglichkeiten informierten sich die Teilnehmer über regionale und landesweite Programme und Angebote zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention. Unter anderem stellte sich der Kreuzbund Koblenz vor und berichtete über das unterstützende Netzwerk, das aus den Gruppenangeboten heraus entsteht. Auch der Caritasverband Koblenz, die Präventionsstelle des Polizeipräsidiums Koblenz, das Kreisjugendamt Mayen-Koblenz sowie die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz stellten im Austausch mit den Teilnehmern ihre Angebote vor. Unterstützt wurde das Forum Suchtprävention durch einen Zuschuss der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz.

Landrat ernennt Patrick Kassenbrock zum Leitenden Notarzt

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Mediziner unterstützt ehrenamtlich im Zivil- und Katastrophenschutz

KREIS MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz hält zur Aufgabenerfüllung im Zivil- und Katastrophenschutz Leitende Notärzte vor. Diese Personen agieren als ärztliche Führungskräfte bei größeren Schadenslagen und im Kata-strophenfall. Ab sofort verstärkt Patrick Kassenbrock das Team. Er erhielt aus den Händen von Landrat Dr. Alexander Saftig seine Ernennungsurkunde.

Kassenbrock ist 33 Jahre alt, wohnt in Koblenz und ist Oberarzt im Kemperhof. Im Ernstfall leitet, koordiniert und überwacht der Mediziner alle medizinischen Maßnahmen am Einsatzort. Nach Einschätzung der Lage entscheidet er über notwendige Einsatzmittel, den Bedarf an Medikamenten und medizinischem Gerät und über die Alarmierung weiterer Einsatzkräfte. Um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden, hat die Bundesärztekammer empfohlen, dass neben einer mehrjährigen Berufserfahrung als Arzt und einschlägiger Facharztanerkennung die Qualifizierung zum Leitenden Notarzt in einer fundierten Fortbildungsmaßnahme er-worben werden sollte. „Kassenbrock hat alle Voraussetzungen für dieses verantwortungs-volle  Ehrenamt erworben. Ich danke ihm für seine Bereitschaft, sich ehrenamtlich in der Freizeit im Zivil- und Katastrophenschutz zu engagieren“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig.

Gelungener Auftakt der Ausstellung

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Gelungener Auftakt der Ausstellung „Im Spiegel der Menschenrechte und der Verfassung: Realität und Anspruch der Gleichberechtigung“

KOBLENZ. Mehr als 100 interessierte Gäste besuchten die Eröffnung der Ausstellung „Im Spiegel der Menschenrechte und der Verfassung: Realität und Anspruch der Gleichberechtigung“ der Künstlerin Antje Wichtrey zum Thema Menschenrechte. Die bildlich und textlich dargestellten 30 Artikel der Menschenrechte sind noch bis zum 24. November 2019 in Koblenz im Gewölbesaal des Alten Kaufhauses, Peter-Altmeier-Ufer 44, zu sehen. Die Ausstellung und das dazugehörige Rahmenprogramm war die erste gemeinsame Veranstaltung der Universität Koblenz-Landau und der Hochschule Koblenz in Kooperation mit dem ISSO Institut.

Die öffentliche Podiumsdiskussion, für die die Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Ina Kerner (Universität Koblenz-Landau), der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Edwin Czerwick, (ehemaliger Professor der Universität Koblenz-Landau) sowie Dr. Lars Brocker (OVG), Präsident des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz, gewonnen werden konnten, besuchten zahlreiche interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer.

Nach der Begrüßung durch Beatrix Sieben, Leiterin des ISSO-Instituts, gingen die Podiumsteilnehmer aus der Perspektive ihres Fachgebietes der Frage nach, inwieweit die Artikel der Menschenrechte sich auch in der Verfassung der Bundesrepublik niederschlagen. Peter-Erwin Jansen, M.A. Philosophie (Hochschule Koblenz), moderierte die lebendige Diskussion, in der die unterschiedlichen Auffassungen und Perspektiven von Politik, Kultur, Soziologie und der Rechtsprechung in Bezug auf die Menschenrechte und deren Umsetzung durch die Verfassung behandelt wurden.

Im Anschluss an den interdisziplinären Meinungsaustausch begann mit einem Ortswechsel der zweite Teil des Abends. Bei der Vernissage im Gewölbesaal des Alten Kaufhauses sprachen nach dem Grußwort von Staatsminister Prof. Dr. Konrad Wolf, die Leitungen der beiden Hochschulen sowie der Stifter des ISSO Instituts, Martin Görlitz. Alle betonten das gelungene gemeinsame Engagement. Die Künstlerin Antje Wichtrey umriss die Idee zur Ausstellung und ihr künstlerisches Wirken. Wichtrey beschäftigt sich in ihren Werken mit der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte u.a. in Form von Holzschnitten, in einer bewusst reduzierten Gestaltung und in warmen und einladenden Farben. Prof. Dr. Daniela Braun, Vizepräsidentin der Hochschule Koblenz, hob in ihrer Ansprache hervor: „Antje Wichtrey ist eine Künstlerin, die mit feiner Empathie und kluger Analyse humanistische Themen und deren ethische Dimensionen durch Farben und sehr zierliche, ja fast fragile Formen zum Leben erweckt. Sie macht die Bedeutung der Menschenrechte fühlbar.“

Mit dem Auftakt der Veranstaltung, der insgesamt mehr als 100 Besucherinnen und Besucher anzog, waren die Organisatoren sehr zufrieden. „Wir freuen uns, dass diese Kooperationsveranstaltung der Universität Koblenz-Landau und der Hochschule Koblenz auf so reges Interesse gestoßen ist“, erklärte Dr. Inka Engel, die von Seiten der Universität Koblenz-Landau für die Organisation verantwortlich zeichnete. Mit-Organisator Peter-Erwin Jansen von der Hochschule Koblenz ergänzte: „Besonders erfreulich war es, dass diese Veranstaltung von vielen Studierenden wahrgenommen wurde.“

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm sind im Internet unter http://www.uni-ko-ld.de/menschenrechte abrufbar.

Bitte beachten: Aus organisatorischen Gründen endet die Ausstellung (entgegen der ersten Ankündigung) bereits am Sonntag, 24. November 2019.

Fotos: ISSO Institut/ Schaaf

Baukostenschätzung für Neubau der Pfaffendorfer Brücke vorgestellt

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In den Haushaltsberatungen im Haupt- und Finanzausschuss hat Baudezernent Bert Flöck die neueste Schätzung der Baukosten für den Neubau der Pfaffendorfer Brücke für die kommenden Haushalte vorgestellt.

Die reinen Baukosten werden derzeit auf 90 Mio. Euro geschätzt. Sie haben sich seit der letzten Schätzung damit etwa um ein Drittel erhöht. Dies liegt vor allem an den vom Statistischen Bundesamt ermittelten und prognostizierten Baupreissteigerungen von allein 23,3% sowie an den zusätzlichen Kosten für Radwege und Straßenbauarbeiten im Anschlussbereich der Brücke.

Hinzu kommen weitere 9,1 Mio. Euro sogenannter Baunebenkosten, die zum Teil sogar zuwendungsfähig sind. Somit betragen die geschätzten Kosten für die neue Brücke derzeit 99,1 Mio. Euro. Die Stadt hofft auf eine Förderung von Bund und Land in Höhe von 75%.

Es handelt sich beim jetzigen Planungsstand um eine Kostenschätzung, die noch eine Unsicherheit von bis zu 30% enthält. Im Verlauf der immer detaillierteren Planung werden die Kosten künftig jedoch berechnet, was die Unsicherheit deutlich auf etwa 10% reduziert. Letzte Klarheit über die aufzuwendenden Kosten ergibt sich allerdings erst nach Abschluss des europaweiten Vergabeverfahrens.

Weihnachtsmarkt in Koblenz-Arzheim - Die Buslinie 10 fährt verkürzten Linienweg

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Am Samstag, 30.11.2019 und Sonntag, 01.12.2019 findet in diesem Jahr der Weihnachtsmarkt in Koblenzer Stadtteil Arzheim statt. Dazu erfolgt eine Vollsperrung der Hinterdorfstraße an beiden Veranstaltungstagen jeweils von 12:00 Uhr – 22:00 Uhr.

Wegen der Vollsperrung fährt die Linie 10 einen verkürzten Linienweg bis zum Kreisverkehrsplatz in der Kreisstraße. Die Linienfahrten enden und starten an der Haltestelle „Am Kapellchen“.

Die Haltestellen „Im Pelzer“, „Spillesje“, „Schulplatz“, „In der Strenge“ und „Herman- Löns-Straße“ können während der Vollsperrung der Hinterdorfstraße nicht angefahren werden.

An den übrigen Zeiten können die Busse der Linie 10 den regulären Linienweg befahren.

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