Montag, 23. Juli 2018

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Stadt verweigert demokratisch gewählter Fraktion Nutzung des Ratssaals

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Paul (AfD): Stadt verweigert demokratisch gewählter Fraktion Nutzung des Ratssaals für Bürgerinformationsveranstaltung -  AfD-Fraktion ruft Verwaltungsgericht an!

Auf Anfrage der AfD-Ratsfraktion, die den historischen Ratssaal für eine Bürgerinformationsveranstaltung nutzen wollte, teilte die Stadt Koblenz mit, dass die Fraktion ihn nicht für eine Bürgerinformationsveranstaltung nutzen dürfe. Die AfD-Fraktion hat sich nun entschieden, gegen die Weigerung der Stadt Rechtsmittel vor dem Verwaltungsgericht einzulegen. Unsere Fraktion, die seit mehr als zwei Jahren ihre Wähler im Stadtrat vertritt, stellt eine offenkundig parteipolitische motivierte Ausgrenzung fest, die angesichts der Nutzung des Saales für allgemeinpolitische Veranstaltungen und Parteiveranstaltungen in der Vergangenheit besonders fadenscheinig ist.

Joachim Paul, stellvetretender Fraktionsvorsitzender: „Wie schon bei der Auseinandersetzung um die Nutzung des Museums Ludwig für die Vorstellung unseres Kulturprogramms zeigt sich erneut, dass der Stadtvorstand noch immer nicht bereit ist, der AfD grundsätzlich die gleichen Rechte wie anderen gewählten Fraktionen einzuräumen. Damals wollte die Stadt uns ein aus Steuermitteln unterhaltenes Gebäude –  ein kommunales Museum – vorenthalten und bekam prompt einen Rüffel des Verwaltungsgerichts.

Es muss offenbar immer wieder klargestellt werden: Auch unsere Wähler sind Steuerzahler und haben das gleiche Recht auf Vertretung wie Bürger, die CDU und SPD gewählt haben!

Nur der Ratssaal ermöglicht einer Fraktion kostengünstig eine größere Veranstaltung durchzuführen. Diese planen wir für den Herbst. Im Rahmen dieser Bürgerinformationsveranstaltung möchten wir nicht nur die kommunalpolitische Arbeit der Fraktion vorstellen, sondern aufzeigen, wie sich die Bundespolitik auf Städte und Gemeinden auswirkt. Deshalb soll zusätzlich mindestens ein Mitglied des Bundestags sprechen. Welcher Ort ist dafür geeigneter als der Ratssaal, in dem hauptsächlich der demokratische Diskurs und die Vertretung der Bürger stattfindet?

Die Entscheidung ist ganz offenkundig parteipolitisch motiviert, denn erstens haben bereits Parteien den Saal regelmäßig genutzt, zweitens fand im Januar 2017 im Ratssaal eine allgemeinpolitische Veranstaltung, die sich gegen die Tagung der ENF-Fraktion in Koblenz richtete, statt. Auf ihr sprach u.a. Prof. Frank Decker – SPD-Mitglied und ständiger Berater der SPD in allgemeinen strategischen Fragen. Drittens existiert offenbar keine Nutzungsordnung, die politische Informationsveranstaltungen grundsätzlich verbietet – das wäre auch völlig widersinnig und grotesk, und kaum nachvollziehbar für Bürger und Steuerzahler.

OB Langner wollte allen Fraktionen auf Augenhöhe begegnen und ist zur Wahl ganz bewusst als unabhängiger Kandidat angetreten. Es ist schade, dass dieser Anspruch an dieser Stelle nicht durch Taten gedeckt ist. Hoffentlich war er nicht nur eine Wahlkampf-Floskel ohne innere Überzeugung.

Die Weigerung der Stadt stellt eine stures Festhalten an parteipolitischen Spielchen zu Lasten der demokratischen Kultur in Koblenz dar. Offenkundig bleibt das Rathaus eine schwarzrote Parallelwelt, in der die Rechte anderer Fraktionen, nämlich aus Steuermitteln finanzierten Räumlichkeiten für den Dialog mit Bürgern und Steuerzahlern zu nutzen, nur Beachtung finden, wenn es parteipolitisch passt.

Die AfD-Fraktion geht am Verwaltungsgericht Koblenz gegen die Entscheidung der Stadt vor.

Die Ratsfraktion der AfD

Grünschnitt- und Reinigungsarbeiten am Mittelstreifen der B 9

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Auf dem Mittelstreifen der B 9-Stadtdurchfahrt werden Grünschnitt- und Reinigungsarbeiten durchgeführt.

Von Mittwoch, 18. Juli bis Mittwoch 25. Juli finden die Arbeiten in Fahrtrichtung Bonn vom Moselring bis zur Stadtgrenze statt. Am Donnerstag 26. und Freitag 27.7.2018 werden die Arbeiten in Fahrtrichtung Boppard vom Moselring bis zur Laubach durchgeführt.

Die Reinigungskolonne ist täglich von 08.00 bis 15.30 Uhr aktiv und wird im Baustellenbereich den Verkehr auf einen Fahrstreifen verengen. Im Bereich der Baustelle wird es auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung geben.

Trotz Verlagerung in die verkehrsärmere Zeit sind Stauungen nicht ganz auszuschließen. Der Kommuale Servicebetrieb bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis und erhöhte Aufmerksamkeit.

Fachausschuss Verkehr des Fachbereichstages Bauingenieurwesen tagte an der Hochschule Koblenz

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KOBLENZ. Der Fachausschuss Verkehr des Fachbereichstages Bauingenieurwesen, ein Zusammenschluss aller Fachbereiche und Fakultäten im Bauingenieurwesen an deutschen Hochschulen, kam in diesem Jahr zu seiner 39. Tagung an der Hochschule Koblenz zusammen. Dieses Gremium ist einer von fünf Fachausschüssen des Fachbereichstages Bauingenieurwesen, der die Interessen von insgesamt 45 Hochschulinstitutionen gegenüber Politik und Gesellschaft vertritt. Hier werden Stellungnahmen zu aktuellen Themen der Lehre, der Forschung und der Hochschulpolitik diskutiert, erarbeitet und verabschiedet.

Prof. BauAss. Dipl.-Ing. Dirk Fischer, Professor für Verkehrswesen an der Hochschule Koblenz, hatte die Veranstaltung mit 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmern als stellvertretender Sprecher des Fachausschusses Verkehr organisiert und leitete auch die Tagung. Begrüßt wurden die Gäste an der Hochschule Koblenz von der Vizepräsidentin Prof. Dr. Daniela Braun sowie dem Dekan des Fachbereichs bauen-kunst-werkstoffe, Prof. Dr.-Ing. Norbert Krudewig.

In vielen Tagungspunkten tauschten die Hochschulvertreterinnen und -vertreter ihre Erfahrungen aus, beispielsweise zu den Themen Promotionsrecht, Digitalisierung oder zu neuen Studiengängen wie dem an der Hochschule Koblenz in Entwicklung befindlichen berufsintegrierten Studiengang Bauingenieurwesen. In einem Gastvortrag stellte der Vorstand der Entwicklungsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., Rainer Zeimentz, zudem die Ideen zur Bundesgartenschau 2031 vor, die in einem 67 km langen Flusstal durchgeführt werden soll und daher das Mittelrheintal in den Aspekten Mobilität und Verkehrsmanagement vor Herausforderungen stellt. Die anwesenden Professorinnen und Professoren wurden eingeladen, sich mit Ideen und Konzepten an den Planungen zu beteiligen.

Vom Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe der Hochschule Koblenz nahmen auch Prof. Dr.-Ing John Schoonbrood und Landschaftsarchitektin Prof. Dipl.-Ing. Ulrike Kirchner teil, die vor ihrer Berufung zur Professorin an die Hochschule Koblenz mehr als sieben Jahren lang als Planungsleiterin und später als Geschäftsführerin für die Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH tätig gewesen war.

In einem attraktiven Begleitprogramm konnten die Tagungsteilnehmer die Weinkultur und die Schönheit des Mittelrheintals erleben. Höhepunkt war die Fahrt mit dem über 100 Jahre alten Schaufelraddampfer „Goethe“ von Sankt Goarshausen zurück nach Koblenz.

Nachdenken über Kreativität

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Talkrunde mit Expertinnen und Experten als Vorbote des ersten Kongresses ProKreativität an der Hochschule Koblenz

KOBLENZ. Am 26. September 2018 laden die Hochschule Koblenz sowie die Wirtschafts- und Wissenschaftsallianz Koblenz zum ersten Kongress ProKreativität an den RheinMoselCampus in Koblenz in der Konrad-Zuse-Straße 1 ein. Dort werden hochkarätige Referentinnen und Referenten wie der Trendforscher Matthias Horx thematisieren, wie Kreativität entsteht und warum sie so wichtig für Unternehmen und die Zukunft Deutschlands ist. Das Interesse an diesem hochaktuellen Thema ist in der Region rund um Koblenz bereits jetzt besonders groß. Dies bewies eine interessante Talkrunde im Dreikönigenhaus des ISSO-Instituts, bei der hiesige Expertinnen und Experten sich zum Thema „Nachdenken über Kreativität“ engagiert austauschten. In dieser Talkrunde traten ganz verschiedene Aspekte von Kreativität zu Tage.

Dass Kreativität ganz verschiedene Bereiche der Gesellschaft und damit im Grunde alle betrifft, zeigte die große Bandbreite des Podiums, das Moderator Sascha Krause, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Koblenz, Pädagoge und Gründungsmitglied von Atelier mobil e.V., im Dreikönigenhaus begrüßen konnte. Von Seiten der Wirtschaft nahmen der Unternehmer, Stifter und ISSO-Gründer Martin Görlitz, Sabine Mesletzky als Expertin Fachkräfte bei der IHK Koblenz sowie Michael Denck teil, Absolvent der Hochschule, Gewinner Konrad Zuse Zukunftspreis und heute Digital Innovator DB Skydeck. Zudem konnte Teresa Höh für diese Talkrunde gewonnen werden. Sie baut das gerade in der Nähe des Stattstrandes neu entstehende Innovationscenter der DEBEKA (#DICE) mit auf, das in Zukunft ein besonderer Raum für kreatives Arbeiten sein wird.

Die Besetzung des Podiums von Seiten der Hochschule Koblenz belegte die Bedeutung von Kreativität in Forschung und Lehre quer durch ganz verschiedene Fachbereiche und Disziplinen – von Sozial- und Wirtschaftswissenschaften über Ingenieurwissenschaften bis hin zur Kunst. So gehörte Prof. Dr. Daniela Braun der Runde an, Vizepräsidentin für Lehre an der Hochschule Koblenz und renommierte Expertin im Bereich der Kindheits- und Kreativitätsforschung, ebenso wie Professor Dr. Thomas Schnick, der als Dekan den Fachbereich Ingenieurwissenschaften leitet. Ferner teilten Marketingprofessorin Dr. Nicole Krautkrämer-Merkt, Gründerin eines Start-ups für Artificial Intelligence, sowie Nele van Wieringen, Absolventin der Hochschule Koblenz und Leiterin des Keramikmuseums Höhr-Grenzhausen, ihre Ansichten und Gedanken zum Thema Kreativität.

Moderator Sascha Krause ist Gründungsmitglied von Atelier mobil e.V., einem gemeinnützigen Verein, der sich der ganzheitlichen Bildung von Kindern und Jugendlichen und deren Förderung kreativer und sozialer Kompetenzen verpflichtet hat, verfügt also selbst über eine große Expertise und viel Erfahrung in Sachen Kreativität. Vor diesem Hintergrund  gelang es immer wieder mit gezielten Fragen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Talkrunde auf interessante Weise miteinander ins Gespräch zu bringen. Was ist überhaupt unter Kreativität zu verstehen und welche Tragweite hat diese Kompetenz? Wie können Bildungsinstitutionen und Unternehmen zusammen wirken, um Kreativität zu fördern und nutzbar zu machen?

Das Podium war sich einig, dass Kreativität eine Schlüsselkompetenz der Zukunft und für die Generierung von Innovationen in Unternehmen unverzichtbar ist. Dem Bildungssystem kommt dabei die Rolle zu, Kreativität abseits von statischen Lehrplänen stärker zu fördern als bislang. In diesem Zusammenhang verwies Sascha Krause auf Studien über die hohe Kreativität von Kleinkindern, die im Laufe des Lebens enorm abnehme. Dem gelte es entgegenzusteuern. Für Nele van Wieringen ist die Reizüberflutung ein Grund für den Verlust von Kreativität schon bei jungen Menschen: „Wir müssen wieder lernen uns zu langweilen – so kann Kunst, so können neue Ideen entstehen.“ Michael Denck forderte dazu auf, Kreativität nicht nur bei jungen Menschen zu suchen und zu fördern: „In Unternehmen sind es vor allem die älteren Kolleginnen und Kollegen, deren Erfahrung unerlässlich ist, um die Innovationen letztlich umsetzen zu können.“

Sabine Mesletzky von der IHK betonte, dass die Bedeutung von Kreativität in der Wirtschaft durch den Wandel im Arbeitsleben steigen wird: „Auf dem Fachkräftemarkt wird Kreativität noch nicht explizit als Ressource gehandelt. Dies wird sich ändern: Durch flachere Hierarchien und New-Work-Ansätze in Unternehmen müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur mehr kommunizieren, sondern selbst auch kreativer sein.“ – „Natürlich sind nicht alle Ideen verwertbar“, gab Prof. Dr. Daniela Braun zu bedenken, „aber es muss generell darum gehen, in Unternehmen kreative Bereitschaft zu wecken und zu unterstützen.“

ISSO-Gründer Martin Görlitz brachte den in seinem Institut gelehrten Nachhaltigkeitsgedanken in die Debatte ein: „Alle Probleme, die wir aktuell auf dem Globus haben, sind von Menschen gemacht. Wir können Kreativität einsetzen, um diese Probleme wieder aus der Welt zu schaffen und so die Umwelt zu retten.“

Beim Thema Digitalisierung diskutierte das Podium durchaus kontrovers, ob dieser Trend der Entwicklung von Kreativität eher abträglich sein oder diese vielmehr unterstützen könne. „Digitalisierung kann dazu dienen, Menschen das Arbeitsleben zu erleichtern. Aber sie kann Kreativität nicht ersetzen“, so Prof. Dr. Thomas Schnick. Als Beispiel dafür nannte Prof. Dr. Nicole Krautkrämer-Merkt das Thema Pflege, bei der trotz der Automatisierung die menschliche Zuwendung unverzichtbar sei. Diese Meinung vertrat auch Teresa Höh: „Maschinen können standardisierte Prozesse immer besser abwickeln als wir Menschen. Dadurch bleibt uns mehr Raum, um kreativ zu sein.“ Dafür müssten auch äußere Gegebenheiten wie beispielsweise eine inspirierende Arbeitsatmosphäre geschaffen werden.

Diese spannende Talkrunde gab einen schönen Vorgeschmack auf die Tagung ProKreativität, die am 26. September an der Hochschule Koblenz stattfinden wird. Unterstützt wird diese Tagung von Institutionen wie dem ISSO Institute for Social and Sustainable Oikonomics und von der Deutschen Gesellschaft für Kreativität. Redner des Kongresses sind neben Matthias Horx auch weitere Publikumsmagneten wie Prof. Dr. Michael Braungart, Gründer und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Umweltforschungs- und Beratungsinstitut EPEA, Martin Görlitz von der Martin-Görlitz-Stiftung und der Direktor für Bildung und Kompetenzen der OECD, Prof. Dr. Andreas Schleicher. Neben Vorträgen wird es auch verschiedene Workshops für den gemeinsamen Gedankenaustausch und für Studierende ein Assessment Center Training durch die Partnerunternehmen geben. Dem Thema der Tagung folgend verleiht die Deutsche Gesellschaft für Kreativität e.V. im Rahmen der Veranstaltung den CREO 2018, einen Ehrenpreis für kreative Leistung. Moderiert wird der Kongress von SWR-Moderatorin Ulrike Nehrbaß. Weitere Informationen zum Tagungsprogramm sowie zur Anmeldung sind unter www.pro-kreativitaet.de abrufbar.

DONNERSTAGSVORTRAG „Stärke zeigen“

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Der DONNERSTAGSVORTRAG „Stärke zeigen“ von Dr. Yvonne Borchert (www.institut-borchert.de) am 2. August beschäftigt sich mit Schwächen und Stärken der eigenen Persönlichkeit. In der Werbung sehen wir nur optimale Modelle, mit denen wir in der Regel nicht mithalten können. Studien weisen uns auf unsere Defizite hin. Doch wir Menschen haben nicht nur Schwachstellen? Wo liegen die Stärken unserer Persönlichkeit und können andere diese sehen? Was können wir tun, um das klassische Schwarz-Weiß-Denken zu stoppen? In ihrem Vortrag führt Dr. Yvonne Borchert die Zuhörerinnen und Zuhörer von der Außen- zur Innensicht und zeigt, wie Sie Ihre persönlichen Stärken entdecken und sichtbar machen können.

Der Vortrag beginnt um 17 Uhr in der StadtBibliothek Koblenz im Forum Confluentes, Einlass ist ab 16:30 Uhr. Die Eintrittskarten kosten 3 Euro und sind in der StadtBibliothek im Vorverkauf zu erwerben. Bitte beachten Sie, dass für diesen Vortrag nur noch wenige Karten erhältlich sind.

Ausführliche Informationen zu diesem und allen anderen DONNERSTAGSVORTRÄGEN finden Sie im Internet unter www.frauen.koblenz.de und www.stb.koblenz.de oder in den Flyern, die u.a. in der Stadtverwaltung und in der StadtBibliothek zur Mitnahme ausliegen.

Gerne können Sie sich mit Ihren Fragen auch direkt an die Gleichstellungsstelle wenden: Fon 0261/ 129 1051 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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