Montag, 18. November 2019

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SGD Nord: Literarische Mittagspause – Ein Zeichen gegen das Vergessen

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Aktuell lud die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Koblenz und der Buchhandlung Heimes zur Literarischen Mittagspause ein. Anlässlich des historischen Datums 9. November, das im kollektiven Gedächtnis an die Reichspogromnacht im Jahr 1938 erinnert, las der Koblenzer Autor Ernst Heimes aus seinen Büchern „Ich habe immer nur den Zaun gesehen – Suche nach dem KZ-Außenlager Cochem“ sowie der Neuerscheinung „Bevor das Vergessen beginnt“.

Im Rahmen der politischen und kulturellen Bildung nahmen viele geladene Gäste an der Lesung in der SGD Nord teil. Begrüßt wurden sie vom SGD Nord Präsidenten Dr. Ulrich Kleemann sowie von Frau PD Dr. Margit Theis-Scholz, Beigeordnete, Schul- und Kulturdezernentin der Stadt Koblenz.

Ernst Heimes berichtete aus seiner Arbeit zu dem Thema, das ihn seit Mitte der 1980er-Jahre begleitet. Dazu hat er in Archiven geforscht sowie Gespräche mit Zeitzeugen und deren Angehörigen geführt. Sie vermittelten ihm Eindrücke von dem, was im KZ Außenlager Cochem und im Tunnel Bruttig-Treis 1944 geschah und wie damit in der Nachkriegszeit umgegangen wurde. In seinem neuen Buch erzählt er auf eindringliche Weise von seinen Ermittlungen über das KZ-Außenlager Cochem. Er wertete bisher gänzlich unbekannte Schriftstücke aus, stellte sie in den Kontext und macht ihre Inhalte hier erstmals nachlesbar.

Deutschlands bester Straßenbauer kommt aus Niederwörresbach

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Doppeltes Auswärtsspiel: 19-jähriger Marius Faller siegt beim Bundesentscheid im norddeutschen Bad Zwischenahn

KOBLENZ/BAD ZWISCHENAHN/IDAR-OBERSTEIN. Bundessieg für Straßenbauer Marius Faller aus Niederwörresbach: der 19-Jährige setzte sich mit einer makellosen Spitzenleistung im Bundesfinale der Straßenbauer in Bad Zwischenahn (bei Oldenburg) durch und verwies die acht Mitbewerber auf die Plätze. Ausgebildet wurde das Nachwuchstalent im Unternehmen „Albert Schwarz GmbH“, Idar-Oberstein. Damit krönt Faller, zu Hause in Niederwörresbach, eine lange Familientradition: „Schon der Ur-Opa, mein Vater und auch der Onkel haben mit Pflasterarbeiten geglänzt. Das Straßenbauerhandwerk ist ein Stück Familientradition!“

Dabei ist der Schwerpunkt im Ausbildungsbetrieb, der den jetzigen Bundessieger nach der Gesellenprüfung übernommen hat, ein ganz anderer als die klassischen Pflasterarbeiten: Rohrleitungsbau, Tiefbau und Erdarbeiten bestimmen den Alltag. Öffentliche Auftraggeber im Umkreis von 100 Kilometern lassen dann Straßen mit der Versorgungsinfrastruktur neu bauen oder verlegen. „Gepflastert wird bei uns tatsächlich eher selten“, erzählt Marius Faller.

Doch ausgerechnet das stand im Mittelpunkt der Aufgabenstellung beim Bundesentscheid, zu dem sich die Vertreter aus neun Bundesländern aufgrund ihrer Punktzahl qualifiziert hatten.

So wurde das Finale zum doppelten Auswärtsspiel: Marius trat im 600 Kilometer entfernten Bad Zwischenahn an in einer Disziplin, die eher selten seinen Berufsalltag bestimmt. Das spricht umso mehr für die überbetriebliche Ausbildung in den Lehrwerkstätten der Handwerkskammer Koblenz wie auch für das private Interesse von Marius an der Königsdisziplin.

Die Aufgabenstellung, die ihn schließlich zum Bundessieg führte, war dabei abwechslungsreich wie anspruchsvoll: „Wir mussten zunächst einen Rahmen aus Betonwürfeln setzen und in diesem dann unterschiedliche Pflasterarbeiten durchführen. Dabei kam auch Naturstein zum Einsatz, ein Teil wurde als Mosaikarbeit ausgeführt.“ Schweißtreibend sei das Achtstundenprogramm gewesen, „nicht nur wegen der körperlichen Anstrengung“, gesteht der glückliche Sieger am Ende. Der Vorsprung zum Zweitplatzierten aus Bayern sei knapp gewesen, der Abstand zwischen den Plätzen zwei und drei „sehr knapp“.

Für Marius, seine Familie und natürlich für den Ausbildungsbetrieb und jetzigen Arbeitgeber ein Grund mehr zum Feiern! „Da wird uns bestimmt etwas einfallen“, schmunzelt der frischgebackene Bundessieger, der mit gerade einmal 19 Jahren seinen festen Platz im 32-köpfigen Schwarz-Team gefunden hat und auch fachlich ein Vorbild für andere Jugendliche ist. Und ein bisschen ist dieser Bundessieg auch ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, das sich Marius selbst gemacht hat: In wenigen Tagen kann ein sein rundes Jubiläum feiern – als Deutschlands bester Straßenbauer!

Mehr Informationen zum Praktischen Leistungswettbewerb im Handwerk bei der HwK-Pressestelle, 0261/ 398-161, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Kanalsanierung Roonstraße

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Die Koblenzer Stadtentwässerung saniert den Mischwasserkanal der Roonstraße in geschlossener Bauweise, beginnend bei Hausnummer 40 bis zur Mainzer Straße. Der neu gebaute Kanal zwischen der Südallee und der Kurfürstenstraße wird ausgespart.

Die Umsetzung erfolgt in zwei Abschnitten. Der erste Abschnitt beginnt am 18. November und endet voraussichtlich Mitte Dezember. Der zweite Abschnitt beginnt Anfang Februar und endet voraussichtlich Anfang März 2020.

Die Sanierung erfolgt in geschlossener Bauweise durch Einzug und Aushärtung von harzgetränkten Glasfaserschläuchen. Durch dieses Verfahren sind keine Erdarbeiten erforderlich. Die Sanierung erfolgt in einzelnen Abschnitten und besteht aus Vor-, Haupt-, und Nachsanierung.

Um den Verkehr so wenig wie möglich zu belasten erfolgt die Vor- und Nachsanierung tagsüber außerhalb des Berufsverkehres. Die Hauptsanierung, in verkehrskritischen Bereichen, erfolgt in Nachtarbeit. Die Sanierungsfirma ist angehalten die Lärmbelastung auf ein Minimum zu reduzieren.

Während der Sanierungsarbeiten bleibt die Roonstraße durchgängig befahrbar. Die Arbeiten erfolgen teilweise unter halbseitiger Sperrung. In den Aufstellbereichen der Sanierungsfahrzeuge werden rechtzeitig Halteverbotsschilder aufgestellt.

Einzelne Grundstücke können in Ausnahmefällen kurzeitig (4 bis 5 Stunden) nicht direkt angefahren werden.

Verfahrensbedingt durch die Verwendung von ungesättigten Polyesterharzen kann es zu Geruchsbelästigungen kommen. Eine Gefahr für die Gesundheit besteht aber nicht.
Die Stadtentwässerung Koblenz bittet die Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Beachtung der Beschilderung.

„Im Spiegel der Menschenrechte und der Verfassung:

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Realität und Anspruch der Gleichberechtigung“

- Ein Projekt der Hochschule und Universität Koblenz-Landau in Kooperation mit dem ISSO Institut Koblenz

KOBLENZ. In diesem Jahr feiert Deutschland den 70. Geburtstag des Grundgesetzes. Doch wieviel Substanz der Menschenrechte findet sich tatsächlich in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland wieder? Und welche Werte werden wirklich gelebt und umgesetzt? „Im Spiegel der Menschenrechte und der Verfassung: Realität und Anspruch der Gleichberechtigung“ lautet der Titel der in Koblenz gezeigten Ausstellung der Künstlerin Antje Wichtrey zum Thema Menschenrechte. Die bildlich und textlich dargestellten 30 Artikel der Menschenrechte sind vom 15. bis 27. November 2019 jeweils von 13:00 bis 17:00 Uhr (montags geschlossen) in Koblenz im Gewölbesaal des Alten Kaufhauses, Peter-Altmeier-Ufer 44, zu sehen. Diese Ausstellung und das dazugehörige Programm haben die Universität Koblenz-Landau und die Hochschule Koblenz in Kooperation mit dem ISSO Institut Koblenz organisiert. Prof. Dr. Konrad Wolf, rheinland-pfälzischer Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, wird an der Vernissage am 14. November ein Grußwort sprechen.

Die Hochschule Koblenz zeigt diese in das Bundesprogramm „Demokratie leben“ eingebundene Ausstellung im Rahmen ihrer langjährig erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Hochschulforum Koblenz“ und die Universität Koblenz-Landau unter der Dachmarke „Wissenschaft trifft…“. Die Verantwortlichen beider Institutionen – an der Hochschule Peter-Erwin Jansen, M.A. Philosophie, und an der Universität Dr. Inka Engel – haben neben der Ausstellung ein ansprechendes Rahmenprogramm vorbereitet.

Den Auftakt bildet eine öffentliche Podiumsdiskussion, für die die Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Ina Kerner (Universität Koblenz-Landau), der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Edwin Czerwick, (ehemaliger Professor der Universität Koblenz-Landau) sowie Dr. Lars Brocker (OVG), Präsident des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz, gewonnen werden konnten. Moderiert von Peter-Erwin Jansen werden sie der Frage nachgehen, inwieweit die Artikel der Menschenrechte, an deren Werten sich die Weltgemeinschaft orientiert, sich auch in der bundesrepublikanischen Verfassung niederschlagen, zum Beispiel in Bezug auf die Gleichberechtigungsforderungen. Die Podiumsdiskussion findet am 14. November 2019 um 18:30 in den Räumen des ISSO in der Kornpfortstraße 15 statt. Daran schließt sich um 20:00 Uhr die Vernissage im Gewölbesaal des Alten Kaufhauses an, auf der unter anderem Minister Prof. Dr. Konrad Wolf ein Grußwort sprechen wird.

„Bei Vernissage werden auch die Leitungen der beiden Hochschulen sowie eine Vertretung der Stadt Koblenz sprechen, um ihr gemeinsames Engagement zu betonen – nicht nur bei diesem Event, sondern auch in Zukunft“, so Inka Engel. Die Künstlerin Antje Wichtrey (Granada) spricht im Anschluss daran über die Idee zur Ausstellung und über die künstlerische Umsetzung. Die Anmeldung zur Vernissage ist erforderlich und wird per eMail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. erbeten.

„Es ist uns besonders wichtig, mit dieser Ausstellung und dem Rahmenprogramm auch die jüngere Zielgruppe anzusprechen“, erklärt Peter-Erwin Jansen. So wird er während der Ausstellung mit Schulen aus der Stadt Koblenz sowie dem Projekt FUNK Workshops zum Thema „Menschenrechte-Verfassung“ anbieten. Zudem findet am 20. November 2019 um 19:30 Uhr im Circus Maximus in der Stegemannstraße 30 ein SlamContest zum Thema „70 Jahre Verfassung und Menschenrechte“ statt, der auf die Ausstellung verweist.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm sind im Internet unter http://www.uni-ko-ld.de/menschenrechte abrufbar.

(Inka Engel, P.E. Jansen)

Kreative Köpfe und gute Ideen in Rheinland-Pfalz gesucht

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Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz startet in die 10. Runde

KOBLENZ. „Das Wichtigste ist, dass man als Erster eine Idee hat und sie mit Leidenschaft umsetzt.“ Nach dieser Philosophie von Luciano Benetton werden auch dieses Jahr wieder innovative und geistreiche Ideen beim Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz gesucht. Startschuss der Bewerbungsphase für die Ideeneinreichung ist der 18. November 2019. Bis zum 29. Februar 2020 dreht sich dann alles um kreative und innovative Ideen, die jeder einfallsreiche Rheinland-Pfälzer, unabhängig vom Alter und beruflichen Status, einreichen kann. Die drei besten Ideen werden von einer Fachjury ausgewählt und mit Geld- und Sachpreisen prämiert. So bekommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Chance, ihre Ideen zu entfalten und mit Hilfe von finanziellen Mitteln sowie Coaching- und Beratungsleistungen der Netzwerkpartner zu verwirklichen.

Das Ziel des Ideenwettbewerbs ist es, innovative Geschäftsideen und Neugründungen in Rheinland-Pfalz aufzuspüren und zu unterstützen. Eine der Erfolgsstorys in diesem Jahr war die Entwicklung des TACBAG, einem innovativen Schlauch-Vornahme-System für den Einsatz bei Bränden, das mit dem zweiten, landesweiten Preis sowie Regionalpreis Kaiserslautern gleich zweimal ausgezeichnet wurde. Das System hat zum Ziel, den Alltag der Feuerwehren einfacher und sicherer zu gestalten sowie ein schnelleres Eingreifen in das Einsatzgeschehen zu ermöglichen. Seit der Preisverleihung beim Ideenwettbewerb, wurde TACBAG bereits bei weiteren rheinland-pfälzischen Wettbewerben ausgezeichnet. Das ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass das Projekt der Hochschule Koblenz durch die zahlreichen Kooperationen mit Stiftern und Partnern einen besonderen Mehrwert schafft, Gründungspotenzial in Rheinland-Pfalz sichtbar macht und die Hochschule als Schnittstelle für Innovationen positioniert.

Nähere Informationen zum Ideenwettbewerb sowie die Teilnahmebedingungen und das Online Anmeldeformular sind unter www.ideenwettbewerb-rlp.de abrufbar.

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