Sonntag, 25. Juli 2021

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Neuerungen im Waffenrecht: Meldefrist läuft am 1. September ab

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KREIS MYK. Im Waffenrecht ist es im vergangenen September zu Neuerungen gekommen, die insbesondere Sport- und Salutschützen betreffen. Als Waffenbehörde weist die Kreisverwaltung daher noch einmal explizit darauf hin, dass aufgrund des dritten Waffenrechtsänderungsgesetz (3. WaffRÄndG) bis zum 1. September 2021 die davon betroffenen Waffen oder Magazine der Kreisverwaltung angezeigt oder der Behörde oder einer Polizeidienststelle überlassen werden müssen.

Das gilt für Sportschützen:

Neuerungen für Sportschützen haben sich aus dem Waffenrechtsänderungsgesetz bei der Bedürfnisüberprüfung und der Waffenanzahl ergeben. Konkret bedeutet das: Seit dem 1. September 2020 überprüft die Waffenbehörde alle fünf Jahre, ob bei Sportschützen das Bedürfnis für den Besitz von Schusswaffen noch fortbesteht. Dabei wird der Bedürfnisnachweis insofern erleichtert, als dass Schießnachweise nur noch für die ersten beiden Wiederholungsprüfungen des Bedürfnisses – also nach fünf beziehungsweise zehn Jahren – erbracht werden müssen. Zudem wird bei den Schießnachweisen nicht mehr auf jede einzelne Waffe, sondern nur noch auf die Waffenkategorie, also auf Kurz- oder Langwaffe abgestellt. Darüber hinaus sind pro Waffenkategorie in den 24 Monaten vor der Überprüfung nur noch ein Schießtermin pro Quartal oder sechs Schießtermine pro Zwölf-Monats-Zeitraum nachzuweisen. Erleichternd kommt hinzu: Sind mehr als zehn Jahre seit erstmaliger Erlaubniserteilung vergangen, genügt für den Nachweis des Fortbestehens des Bedürfnisses eine Mitgliedsbescheinigung des Schießsportvereins.

Die Regelungen zum Bedürfnisnachweis beim Erwerb von Waffen sind derweil unverändert geblieben. Aber: Die Zahl der auf die sogenannte Gelbe Waffenbesitzkarte zu erwerbenden Waffen wurde auf zehn Stück begrenzt. So soll verhindert werden, dass Waffen gehortet werden. Für Sportschützen, die bereits mehr als zehn Waffen auf die Gelbe Waffenbesitzkarte erworben haben, gibt es eine Besitzstandswahrung.

Das gilt für Salutschützen:

Salutwaffen sind nach Paragraf 39a des Waffengesetzes erlaubnispflichtig oder gegebenenfalls verbotenen und müssen der Waffenbehörde gemeldet werden. Erworben und besessen werden dürfen Salutwaffen von Personen und Vereinen, die ein Bedürfnis dafür vorweisen können. Das heißt, wenn der Antragsteller diese Waffen beispielsweise für Theateraufführungen, Foto-, Film- oder Fernsehaufnahmen oder für die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen oder Veranstaltungen der Brauchtumspflege benötigt. Jeder, der bereits vor Inkrafttreten des dritten Waffenrechtsänderungsgesetzes im Besitz einer entsprechenden Salutwaffe war, muss diese spätestens bis zum 1. September 2021 bei der Waffenbehörde anmelden bzw. eine Ausnahmegenehmigung gemäß Paragraf 40, Absatz 4 beim Bundeskriminalamt beantragen.

Das gilt für große Magazine:

Verboten sind seit Inkrafttreten der Gesetzesänderung Wechselmagazine für Zentralfeuermunition für Langwaffen mit einer Kapazität von mehr als zehn Schuss und für Kurzwaffen mit einer Kapazität von mehr als 20 Schuss. Gleichfalls ist der Umgang mit halbautomatischen Kurzwaffen für Zentralfeuermunition und halbautomatischen Langwaffen für Zentralfeuermunition verboten, die ein eingebautes Magazin mit der jeweils oben beschriebenen Magazinkapazität haben. Magazine, die sowohl in Lang- als auch in Kurzwaffen passen, gelten als Magazine für Kurzwaffen, es sei denn, der Besitzer verfügt auch über eine dazu passende Langwaffe. Personen, die die betroffenen Magazine vor dem 13. Juni 2017 erworben haben, dürfen diese behalten, wenn sie den Besitz bis zum 1. September der Waffenbehörde anzeigen. Entsprechende Vordrucke sind auf der Internetseite der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz unter www.kvmyk.de/formulare/. Sportschützen, die nachweisen können, dass sie die betroffenen großen Magazine für die Teilnahme an bestimmten Schießwettbewerben im Ausland benötigen, können diese nun auch mit einer Ausnahmegenehmigung des Bundeskriminalamts nutzen.

Das gilt für Besitzer von Deko-Waffen:

Bestimmter Umgang mit Dekorationswaffen ist anzeigepflichtig. Hierfür wurde ein bundeseinheitlicher Vordruck entwickelt, den es ebenfalls auf der vorgenannten Internetseite zu finden gibt.

Änderungen zu wesentlichen Waffenteilen:

Die Definitionen der wesentlichen Teile von Schusswaffen wurden ergänzt. Für Besitzer von Waffenteilen, die neu als wesentliche Teile eingestuft werden, muss bis spätestens 1. September 2021 eine Erlaubnis beantragt werden.

Mayen-Koblenz unterstützt Nachbarlandkreis Ahrweiler nach Kräften

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KREIS MYK. Die starken Regenfälle der vergangenen Tage haben in Teilen der Region, insbesondere im Kreis Ahrweiler zu katastrophalen Überflutungen geführt. Viele Menschen sind dabei ums Leben gekommen, werden nach wie vor vermisst und noch mehr haben ihr Zuhause verloren. Rund 220 Personen wurden in der Nacht auf den 16. Juli kurzfristig in Notunterkünften vom DRK Kreisverband Mayen-Koblenz im Andernacher Schulzentrum untergebracht und versorgt. „Für die Menschen in den Überschwemmungsgebieten sind es unvorstellbare Zeiten. Daher sind meine Gedanken bei den Opfern und Vermissten sowie ihren Angehörigen und allen Betroffenen. Ihnen gelten mein tiefstes Mitgefühl und meine Anteilnahme. Wir helfen, wo wir können und tun alles, um die Menschen bei uns im Landkreis bestmöglich zu versorgen“, sagte Landrat Dr. Alexander Saftig am Freitagmorgen bei einem Besuch in den Notunterkünften, die für 500 Personen ausgelegt sind.

Die dort untergebrachten Menschen sollen noch im Laufe des Tages in Andernacher Hotels sowie das leerstehende Bendorfer Krankenhaus verlegt werden. „Wir setzen alle Hebel in Bewegung und möchten möglichst viele Plätze in der Andernacher Hotellerie zu Verfügung stellen, um den Betroffenen schnellstmöglich einen Rückzugsort und Privatsphäre bieten zu können“, sagte Achim Hütten Oberbürgermeister der Stadt Andernach.

Seinen Dank und Anerkennung richtete der Landrat an alle freiwilligen Helfer und Rettungskräfte, die seit Tagen rund um die Uhr in unserem Landkreis und zunehmend auch im Nachbarlandkreis im Einsatz sind. „In solchen Extremsituationen wird uns immer wieder klar, wie sehr wir auf alle Einsatzkräfte angewiesen sind – egal ob DRK, Feuerwehr, Polizei, THW oder Rettungssanitäter“, betonte Landrat Saftig, der sich zugleich überwältigt von der Hilfs- und Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung zeigte.

Linien 3/13 und 6/16 der koveb wegen Hochwassers umgeleitet

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Einige Haltestellen werden nicht angefahren

Infolge anhaltender Niederschläge ist die Hochwassersituation in Koblenz eingetreten. Die Koblenzer Verkehrsbetriebe setzen bereits Maßnahmen für den Bus-Linienverkehr in den betroffenen Stadtteilen um. 

Linie 3/13 Koblenz-Güls
Die Busse der Linie 3/13 fahren vom Koblenzer Hauptbahnhof in Richtung Koblenz-Güls bis zur Haltestelle „Uni/Winninger Straße“. Von hier aus starten die Busse dann wieder Richtung Innenstadt.

Linie 6 Koblenz-Moselweiß/Lay
Die Linie 6/16 Richtung Moselweiß/Lay endet an der Haltestelle „Heiligenweg“. Von hier aus fahren die Busse wieder in Richtung Innenstadt.

Weitere Maßnahmen werden situationsbedingt umgesetzt. Alle aktuellen Informationen zur Hochwasserlage und den damit verbundenen Umleitungen des Bus-Linienverkehrs finden Sie auf koveb.de.

Veranstaltungsplanung in Pandemiezeiten

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Per Webseminar in vier Wochen zum virtuellen Eventprofi

Messen, Firmen-Events, Großveranstaltungen – all das ist seit der Corona-Pandemie nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Es gilt, Veranstaltungsformate sinnvoll in die digitale Welt zu übersetzen. „Bei diesen digitalen Lösungen ist ein besonderes Knowhow auf Veranstalterseite notwendig. Teilnehmende unseres Webseminars „Virtueller Eventprofi“ lernen, worauf es ankommt“, so Yvonne Pauly Leiterin der Hotelmanagement-Akademie (HMA) im Gastronomischen Bildungszentrum (GBZ) Koblenz. Bei virtuellen Events gilt es andere Schwerpunkte zu beachten.

Der Fokus ist auf die Kernbotschaften zu setzen, denn lange Reden ermüden in Onlineveranstaltung besonders schnell. Kurze Sessions und regelmäßig Pausen sind wichtig. Teilnehmende sollen zum „Mitmachen“ aktiviert werden, das gelingt beispielsweise durch Live-Umfragen, Q&A-Sessions oder sogenannte Fishbowls, eine Methode der Diskussionsführung in großen Gruppen.

In vier Online-Veranstaltungen mit jeweils vier Stunden Länge lernen Teilnehmende des Lehrgangs die Komplexität einer Online-Veranstaltung zu reduzieren und in einzelne Aufgaben zu strukturieren. Die Dozentin Susanne Siekmeier zeigt die Unterschiede in der Planung von virtuellen Events zu Präsenzveranstaltungen auf und stellt Werbestrategien für virtuelle Events dar. Eine ehemalige Teilnehmerin sagt außerdem: „Im Seminar wurden sehr gute Tipps bezüglich Tools und Hilfsmitteln gegeben“.

Die Teilnehmenden erarbeiten parallel zu den Onlinetrainings ihr persönliches Handout für eigene zukünftige Events. Gute Planung ist besonders bei virtuellen Veranstaltungen wichtig. Dazu gehört ein Projekt- und Regieplan ebenso, wie die Sicherstellung von Schnittstellen und Probeläufen.

Der Lehrgang ist für alle geeignet, die in der Eventbranche tätig sind und ihr Wissen zu virtuellen Veranstaltungen erweitern wollen. Wir starten in diesem Jahr am 01.09.2021.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.gbz-koblenz.de/kurs/H-EP/virtueller-eventprofi-web-seminar/ oder bei Yvonne Pauly unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Freibad Oberwerth kann wieder öffnen – Personenkapazität reduziert

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Das Freibad Oberwerth kann - nach kurzzeitiger Schließung wegen drohendem Wassereinbruch in die Technikräume - ab dem heutigen Nachmittag, 15.00 Uhr, wieder öffnen. Allerdings wird die Personenkapazität pro Zeitfenster bis einschließlich Sonntag, 18. Juli, auf 250 Personen gesenkt, da Teile der Liegewiesen derzeit nicht nutzbar sind.
Terminbuchungen für das Freibad Oberwerth erfolgen über https://koblenz.baeder-suite.de.

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