Sonntag, 12. Juli 2020

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Stadtrat im Juli 2020 – Dezernat 3 umbenannt – Verschiedene Verkehrsprojekte beschlossen

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Oberbürgermeister David Langner begrüßte die Koblenzer Ratsmitglieder zur letzten Sitzung vor der Sommerpause, die wegen der bestehenden Abstandsregelungen wieder in der Rhein-Mosel-Halle stattfand.

Das Dezernat 3 der Stadtverwaltung bekommt einen neuen Namen: Dezernat für Bildung und Kultur.
Der Verwaltungsvorlage stimmte der Rat einstimmig zu, denn die Umbenennung vollzieht nach, dass in dem Dezernat verstärkt Verantwortung für Bildung übernommen worden ist, um diese nachhaltig und bedarfsorientiert (mit-)zugestalten.

Auf den Haushalt 2020 kommt eine Mehrbelastung zu, die aus Kostensteigerungen bei diversen Schulsanierungsprojekten resultiert. Die Kosten steigen um rund 4,7 Mio. Euro auf nun rund 14 Mio. Euro. Neben generellen Baukostensteigerungen ergab sich bei einigen Projekten zusätzlicher Sanierungsaufwand, der erst nach Beginn der jeweiligen Maßnahmen erkennbar wurde. So verteuert sich die Sanierung der BBS Technik um rund 2,2 Mio. und beim Eichendorff-Gymnasium um 1,8 Mio. Euro. Der Rat stimmte der Vorlage einstimmig zu.

Die Stadt Koblenz will den ÖPNV stärken. Dazu wurde im vergangenen Jahr der Nahverkehrsplan beschlossen, der zum Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres deutliche Verbesserungen vorsieht. Das verbesserte Angebot wird auch an der Nutzung der Bushaltestellen deutlich, von denen einige ausgebaut werden müssen. Die trifft auf die Bushaltestelle Gewerbepark Metternich zu, die derzeit von 2 Linien angefahren wird und nach dem Fahrplanwechsel von 8. Durch den Anstieg der Busfrequenz ist es erforderlich, die Konfliktpotenziale der Verkehre zu entzerren und für eine klare Trennung zu sorgen. Die Kosten für den Ausbau der Haltestelle belaufen sich auf rund 190.000 Euro. Die Stadt hat einen Förderantrag gestellt und erwartet mehr als 100.000 Euro. Sobald der Förderbescheid bei der Stadt vorliegt, wird mit den Bauarbeiten begonnen. Der Vorlage stimmte der Rat einstimmig zu.

Ebenfalls einstimmig befürwortete der Rat eine weitere überplanmäßige Auszahlung. Es sollen 200.000 Euro bereitgestellt werden, damit eine neue Ausschreibung für den Anschluss des Stadtteils Stolzenfels an die Breitbandinfrastruktur vorgenommen werden kann. Der kleinste Koblenzer Stadtteil gilt in Bezug auf schnelles Internet als unterversorgt. Alle bisherigen Versuche Unternehmen zum Bau und Betrieb zu animieren, blieben wegen der geringen Kundenzahl ohne Erfolg.

Koblenz ist Teil des Deutschen RegioPole-Netzwerkes, das sich für die nachhaltige Sicherung der gleichwertigen Lebensverhältnisse in ländlichen und städtischen Räumen einsetzt. Im Rahmen dieses Netzwerkes wird ein Modellvorhaben initiiert, bei dem Koblenz für den Bereich IT-Infrastruktur zur Wirtschaftsentwicklung verantwortlich zeichnet. Der Rat stimmte der Verwaltungsvorlage einstimmig zu, mit der die Verwaltung aufgefordert wird, einen Partnerschafts- und Weiterleitungsvertrag mit der federführenden Kommune Trier abzuschließen und den Eigenanteil an der Finanzierung in Höhe von rund 44.500 Euro zur Verfügung zu stellen.

Am Ende der Kurt-Schumacher-Brücke soll ein neuer Knotenpunkt in ungewöhnlicher Schleifenform entstehen. Mit dieser Form werden diverse Verkehrsbeziehungen mit einer Erhöhung der Verkehrssichert ermöglicht. Aus dem jetzigen Planungsstand lassen sich bereits Kostensteigerungen erkennen, so dass die Gesamtkosten derzeit mit rund 2,67 Mio. Euro liegen. Nach Abschluss der Planungen soll unverzüglich die Ausschreibung erfolgen. Dafür sind Verpflichtungsermächtigungen für 2021 und 2022 vorgesehen. Mehrheitlich schloss sich der Rat dieser Vorlage an.

Ferner beschloss der Rat einstimmig die Fertigstellung der Ortskernentlastungsstraße Bubenheim. Geplant ist eine Weiterführung ab dem vorhandenen Kreisverkehr vor dem Globus. Die Straße wird mit einer Gesamtbreite von 7 m geplant. Im Einmündungsbereich zur St. Sebastianer Straße wird eine 90° Kreuzung gebaut, wofür die St. Sebastianer Straße verschwenkt werden muss. Auf der kompletten Ausbaulänge wird ein abseits der Fahrbahn geführter Radweg mit einer Breite von 3 m angelegt.

Vier Koblenzer Straßennamen gelten als belastet, entweder, weil die Namensgeber eine unrühmliche Rolle im Dritten Reich gespielt haben oder weil eine Benennung auf eine NS-Propagandaaktion zurückzuführen ist. Die Verwaltung schlägt dem Rat vor, die Namen der Straßen beizubehalten aber die Entscheidungsgründe dafür bekannt zu machen und auf die historische Belastung hinzuweisen. Dieser Vorgehensweise schloss sich der Rat mehrheitlich an.

In einer nicht-öffentlichen Sitzung wurden weitere 8 Tagesordnungspunkte bearbeitet.
Daneben beschäftigte sich der Stadtrat noch 9 Anfragen aus seinen Reihen. Zu einer abschließenden Beratung der vorliegenden Anträge aus der Mitte des Rates kam es nicht mehr, weil die Sitzung wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie abgebrochen wurde.

Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. ruft zum Bündnis für die Universität Koblenz auf

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Nach Beschluss des rheinlandpfälzischen Ministerrats wird es ab dem 1. Januar 2023 die Trennung der bisherigen Doppeluniversität Koblenz-Landau und somit eine eigenständige Universität Koblenz geben. Damit wird eine zentrale Forderung aus der  Position der Initiative Koblenz-Mittelrhein e.V., umgesetzt, da hierdurch eine Stärkung des Hochschulstandortes Koblenz erreicht werden kann. Die Universität Koblenz muss im Wettbewerb der Universitäten eine ernsthafte Positionierung einnehmen können, um eine Leuchtturmfunktion für die Regiopolregion auszuüben.

Die Initiative Koblenz-Mittelrhein e.V. weist aber auch darauf hin, dass der Anspruch einer eigenständigen Universität nur erfüllt werden kann, wenn die finanzielle Ausstattung nicht nur den Status Quo absichert, sondern darüber hinaus auch neue Studiengänge geschaffen werden. Dies deckt sich mit der Notwendigkeit, die zukünftige Universität in Koblenz mit einem wettbewerbsfähigen Fächerkanon auszustatten, so der Vorsitzende der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V., Hans-Jörg Assenmacher. Die Initiative setzt sich daher dafür ein, dass bis zum Start der eigenständigen Universität am 1. Januar 2023 die finanziellen und personellen Ressourcen stufenweise erhöht werden. Nach Informationen der Initiative handelt es sich um eine Erhöhung von etwa 25 Mio. € jährlich.

Nur wenn die Region Koblenz-Mittelrhein gemeinsam für eine starke Universität Koblenz kämpft, wird es auch eine starke Universität Koblenz geben. Die Initiative Koblenz-Mittelrhein e.V. ruft daher alle Institutionen, politischen Entscheidungsträger, Bürgerinnen und Bürger zu einem Bündnis für die Universität Koblenz auf. Ziel ist ein klarer Zukunftspakt für die Universität Koblenz, für eine starke Region, über das Jahr 2023 hinaus, so Assenmacher.

Wer dem Zukunftspakt Universität Koblenz beitreten möchte, kann dies unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mitteilen.

Kurt-Schumacher-Brücke: Fahrbahnsanierung am Wochenende

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Auf der Kurt-Schumacher-Brücke haben am 22.06.2020 die Arbeiten zur Instandsetzung des Fahrbahnbelages begonnen. Zwischenzeitlich wurden die ersten beiden Bauabschnitte fertiggestellt. Dabei wurden die Randstreifen inklusive der Brückenabläufe vor den Betonkappen erneuert. Damit wurden alle Vorbereitungen geschaffen, um am kommenden Wochenende die Fahrbahndecke in Fahrtrichtung Moselweiß zu erneuern. Hierzu muss die Kurt-Schumacher-Brücke von Freitag 03.07.2020, 18:00 Uhr bis Sonntag 05.07.2020, 24:00 Uhr in Fahrtrichtung Moselweiß voll gesperrt werden. Die Umleitungstrecke über den Saarplatzkreisel und die Europabrücke wird ausgeschildert. Die ordnungsgemäße und zeitliche Abwicklung des Asphalteinbaus ist stark witterungsabhängig. Länger andauernde Niederschläge können daher zu zeitlichen Verzögerungen führen. 

Das Tiefbauamt bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die auftretenden Verkehrsbeeinträchtigungen.

Preisträger des „Ideenwettbewerbs Rheinland-Pfalz 2020“ gekürt

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Klaus Wächter aus Vallendar erhält Landesauszeichnung

KREIS MYK. Eine Idee ist die Basis einer jeden Innovation – aber nur, wenn sie auch den Weg aus der Schublade findet. Für den Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz haben ein weiteres Mal zahlreiche potenzielle Gründerinnen und Gründer den Schritt gewagt und spannende wie auch innovative Konzepte eingereicht. Die innovativsten Ideen wurden von einer Jury ausgewählt und ausgezeichnet. Unter den glücklichen Gewinnern auch Klaus Wächter aus Vallendar. Mit der Idee „VIMETRA“ erreichte er den zweiten Platz des landesweiten Wettbewerbs.

Klaus Wächter aus Vallendar erreichte mit der Idee „VIMETRA“ den zweiten Platz. „VIMETRA“ bietet eine Schulungssoftware in der virtuellen Realität für sonographische Untersuchungen an. Die Ausbildung von Medizinern im Bereich sonographischer Untersuchungen ist nicht auf einem modernen Stand. Medizinstudenten und Ärzte haben jedoch ein großes Interesse an innovativen Weiterbildungsmöglichkeiten. Ziel ist es, die Ausbildung von Medizinern bei sonographischen Untersuchungen weltweit deutlich zu verbessern. Zielgruppe sind Kliniken und Hochschulen, die sich in der Aus- und Weiterbildung von Medizinstudenten, medizinischem Personal und Ärzten im Bereich Ultraschall engagieren.

Der von der Hochschule Koblenz mitbegründete „Ideenwettbewerb“ ist Teil der Gründungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz, die mit vielen Projekten und Veranstaltungen ein attraktives Gründungsklima in Rheinland-Pfalz schafft. Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt gratulierte den diesjährigen Preisträgern des Ideenwettbewerbs Rheinland-Pfalz: „Der Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz ist geprägt von herausragenden Gründungsunternehmen. Um dies nachhaltig zu sichern, ist es wichtig, unternehmerische Ideen bereits in frühen Phasen zu entdecken und zu fördern. Das leistet der Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz seit vielen Jahren und die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrücklich den Ideenreichtum in unserem Land. Gerade in der jetzigen Zeit freut es mich sehr, dass wir mit den Preisgeldern einige Ideengeber unterstützen und deren Weg in die unternehmerische Zukunft erleichtern können. Jede Innovation und jede gute Idee helfen unserer Wirtschaft, nach der Krise wieder Fahrt aufzunehmen."

Stadion bekommt neuen Rasen

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Neues Grün für das Fußballfeld: Eine Spezialfirma aus Nordrhein-Westfahren verlegt derzeit knapp 8000 Quadratmeter neuen Rasen im Stadion Oberwerth. Die Planer des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen leiten die Arbeiten im Auftrag des Sport- und Bäderamtes. Der Rasen wurde speziell für Koblenz in den Niederlanden aufgezogen. Weil das Stadion im Wasserschutzgebiet liegt, durften die Grasnarbe zum Schluss weder gedüngt noch anderweitig behandelt werden, um Auswaschungen auszuschließen.
Der alte Belag wurde auf etwa 4 Zentimetern abgefräst und anschließend eine neue Tragschicht aus 15 Tonnen Sandsubstrat-Mischung aufgebracht. Mit Hilfe von Lasertechnik konnte die Höhe millimetergenau modelliert werden. Spezialmaschinen helfen nun dabei, die 1,20 Meter breiten Rollen mit 3 Zentimeter dicken Rasens auszurollen und auszurichten. Der Rollrasen wurde nur wenige Stunden zuvor vom Feld geschält und ist sattgrün. Das bewölkte Wetter bietet ideale Bedingungen, die Arbeiten werden voraussichtlich innerhalb von zwei Tagen beendet sein.

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