Sonntag, 24. Juni 2018

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„Wohnen für Hilfe“

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Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ ist nun auch in Remagen gestartet – Infoveranstaltung gut besucht – weiterhin wird auch noch Wohnraum in Koblenz gesucht

KOBLENZ/REMAGEN. Das in Koblenz vor etwa anderthalb Jahren erfolgreich gestartete Projekt „Wohnen für Hilfe“, das das Studierendenwerk Koblenz in Zusammenarbeit mit der Hochschule Koblenz ins Leben gerufen hat, wird nun auch in Remagen angeboten. Bei einer gut besuchten Informationsveranstaltung in der Galerie Rosemarie Bassi in Remagen informierten sich Interessierte über das Konzept dieser Wohnpartnerschaften. Dieses sieht vor, dass ältere Menschen, Alleinstehende oder Familien Studierenden mietfreien Wohnraum überlassen. Diese wiederum leisten dafür vereinbarte Hilfen im Alltag wie beispielsweise Unterstützung bei der Haus- und Gartenarbeit oder Kinderbetreuung. Initiatorin der Infoveranstaltung war Mechthild Haase, die das Projekt „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ koordiniert. Aber auch in Koblenz wird weiterhin Wohnraum für Studierende gesucht.

Mechthild Haase ist durch ihre Arbeit bei der Caritas bestens vertraut mit den Nöten älterer Menschen, die nach dem Auszug der Kinder oft alleine in zu großen Häusern wohnen. Gleichzeitig weiß sie um die Probleme junger Leute bei der Wohnungssuche. „Als ich von dem Projekt ‚Wohnen für Hilfe‘ in Koblenz hörte, entstand schnell der Wunsch, so etwas auch in Remagen zu etablieren“, so Haase, die damit bei Anne Dommershausen, die das Projekt „Wohnen für Hilfe“ beim Studierendenwerk Koblenz betreut, offene Türen einrannte. Anne Dommershausen nahm die Gelegenheit gerne wahr, das Konzept in der Galerie Rosemarie Bassi in Remagen vorzustellen und dafür zu werben. Begleitet wurde sie von Ursula Noll aus Remagen, die bereits mehreren Studierenden ein Zuhause bieten konnte und von ihren Erfahrungen berichtete.

Seit dem Start des Projektes in Koblenz konnte Anne Dommershausen bereits 16 Wohnpartnerschaften erfolgreich vermitteln. Als Faustformel gilt, dass die Studierenden pro Quadratmeter zur Verfügung gestellter Wohnfläche eine Stunde Hilfe pro Monat ableisten, allerdings – auch bei einem größeren  Appartment – auf maximal 25 Stunden begrenzt. „Das Studium darf natürlich nicht darunter leiden“, betont Dommershausen. Deshalb sei es auch so wichtig, dass sich die Partner einmal wöchentlich zusammensetzten und die Aufgaben und Termine für die nächsten Tage miteinander abstimmten. „Die Arten der Hilfe, die die Studierenden leisten, sind ganz vielfältig, sie kümmern sich um den Garten, erledigen kleinere Reparaturarbeiten im Haus, gehen einkaufen, passen auf die Kinder auf oder leisten alleinstehenden Menschen Gesellschaft“, so Dommershausen weiter. Pflegeleistungen seien jedoch ausgeschlossen, da dies in professionelle Hände gehöre.

Damit die beiden Wohnpartner auch menschlich miteinander harmonieren, investiert Anne Dommershausen eine Menge Zeit in die Vermittlung. Zunächst spricht sie vor Ort mit den potentiellen Wohnraumgebern, sieht sich die Räumlichkeiten an und erfragt die Wünsche und Erwartungen mit Hilfe eines Fragebogens. Auch bei den Studierenden, die sich bei ihr bewerben, ist eine umfangreiche Abfrage vonnöten, um beispielsweise sicher zu gehen, dass nicht ein Raucher in eine Nichtraucherwohnung einzieht. „Sowohl bei den Wohnraumgebern als auch bei den Studierenden ist mir wichtig, dass sie von dem Konzept überzeugt und offen für den jeweils anderen sind“, erklärt Dommershausen. Deshalb vermittle sie auch keine Studierenden, die sich nur aus purer Wohnungsnot bei ihr bewürben, die aber kein wirkliches Interesse hätten, sich auch menschlich auf die Wohnpartnerschaft einzulassen. Das gelte auch für die Wohnraumgeber: „Sie müssen auch wirklich Freude daran haben, sich mit einem jungen Menschen zu umgeben.“ Die Arbeit von Anne Dommershausen endet aber nicht mit der Vermittlung der Wohnpartnerschaft. Sie steht auch darüber hinaus als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

„Das Projekt ‚Wohnen für Hilfe‘ hat wirklich ein gutdurchdachtes Konzept“, lobte Mechthild Haase nach der Präsentation, „gut finde ich auch, dass Frau Dommershausen die Wohnpartnerschaften begleitet und auch bei eventuell auftretenden Problemen vermittelt. Das schafft Vertrauen – und genau davon hängt der Erfolg des Projektes ja auch ab.“

Die Anwesenden in der Galerie Bassi zeigten großes Interesse und stellten gezielte Fragen zur Ausgestaltung der Wohnpartnerschaft, die Anne Dommershausen und Ursula Noll gerne beantworteten. So erfuhren sie beispielsweise, dass die Studierenden zwar nichts für den Wohnraum bezahlen, aber alle für sie anfallenden Nebenkosten bezahlen. Direkt nach der Veranstaltung bewarben sich bereits vier der Anwesenden bei Anne Dommershausen um eine Wohnpartnerschaft: „Ich freue mich, dass ich nun auch Studierenden des RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz ‚Wohnen für Hilfe‘ vermitteln kann“, freut sich Dommershausen. Sie ist jedoch weiterhin auf der Suche nach Wohnraum – im Raum Remagen ebenso wie im Raum Koblenz. Weitere Informationen und Kontaktdaten sind im Internet auf der Seite www.wohnen-fuer-hilfe.de zu finden. Anne Dommershausen steht auch telefonisch unter (0261) 9528-981 für Rückfragen zur Verfügung.

Hochschule Koblenz

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Einweihung des hochauflösenden Feldemissions-Rasterelektronenmikroskops JEOL JSM-7200F am WesterWaldCampus – Großartige Rahmenbedingungen für Forschungsarbeit in Rheinland-Pfalz

KOBLENZ/HÖHR-GRENZHAUSEN. Im Rahmen eines Festaktes und im Beisein von hochrangigen Gästen aus Wirtschaft und Landespolitik hat die Hochschule Koblenz am WesterWaldCampus Höhr-Grenzhausen gemeinsam mit der Forschungsinstitut für Anorganische Werkstoffe -Glas/Keramik- GmbH (FGK) das hochauflösende Feldemissions-Rasterelektronenmikroskop JEOL JSM-7200F eingeweiht.

„Das ist eine großartige Innovation, die die wissenschaftliche Kompetenz im Bereich der Keramik in Rheinland-Pfalz maßgeblich erhöht und die Weiterentwicklung des Forschungsschwerpunktes der Hochschule Koblenz fördert und stärkt“, betonte der Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Konrad Wolf. „Das neue Gerät kommt nicht nur der Forschung und Lehre zugute, sondern hilft vor allem auch den mittelständischen Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren. Und das stärkt den Innovations- und Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.

Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „Analytische Bildgebung“ strebt die Hochschule Koblenz den Aufbau eines Mikroanalyse-Kompetenzzentrums am WesterWaldCampus an. Hierbei handelt es sich um eines von acht Projekten an sechs rheinland-pfälzischen Hochschulen, die durch die Carl-Zeiss-Stiftung im Rahmen des Programms „Carl-Zeiss-Stiftung Invest“ gefördert werden. „Wir möchten dazu beitragen, die vorhandene Stärke der Hochschule Koblenz im Bereich der analytischen Bildgebung weiter auszubauen und nachhaltig zu sichern,“ erklärt Anna Müller-Trimbusch, Leiterin des Bereichs Förderprogramme der Carl-Zeiss-Stiftung.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Olaf Krause konnte dieses Projekt in enger Kooperation mit dem FGK realisiert werden, das über das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau weitere Mittel in Höhe von 175.000 Euro zur Verfügung stellte. So war das FGK, vertreten durch den Geschäftsführer Dr. Markus Zwick, maßgeblich daran beteiligt, dass nun ein Mikroskop mit außergewöhnlichen Merkmalen zur Verfügung steht. Dieses wird im Rahmen einer langfristigen Kooperation zwischen Hochschule und FGK in aktuellen und zukünftigen Forschungsprojekten beider Einrichtungen eingesetzt.

Das neue Rasterelektronennmikroskop setzt neue analytische Maßstäbe für die Erforschung anorganisch nichtmetallischer Werkstoffe, wobei die Ergebnisse und der daraus abzuleitende Erkenntnisgewinn unmittelbar in die Entwicklung von neuen Werkstoffen und Produkten und damit in die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der kooperierenden Wirtschaftsunternehmen fließen werden. „Damit verbessert diese Investition nicht nur die forscherische Kompetenz in Rheinland-Pfalz maßgeblich, sondern kommt auch unmittelbar der ansässigen Wirtschaft zugute“, so Prof. Dr. Dietrich Holz, der Vizepräsident für Forschung an der Hochschule Koblenz.

Der wissenschaftlich-technologische Vorsprung beruht neben der hoch auflösenden Feldemissionsmikroskopie auch auf neuen analytischen Methoden: Das Soft x-Ray Emission Spectrometer (SXES) ermöglicht punktgenaue Elementaranalytik mit bisher unerreichtem Auflösungsvermögen für leichte Elemente. Es können Elementspektren von Lithium, Bor, Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff gemessen, sowie deren chemische Bindung analysiert werden. „Durch die Bewilligung der Mittel und der nun erfolgten Aufstellung werden der Forschungsstandort Höhr-Grenzhausen, der Westerwaldkreis und schließlich Rheinland-Pfalz maßgeblich gestärkt. Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Infrastruktur von Spitzenforschung in Rheinland-Pfalz“, unterstreicht Prof. Dr. rer. nat. Olaf Krause, Prodekan des Fachbereichs bauen-kunst-werkstoffe der Hochschule Koblenz.

Stadtteilbibliotheken machen Sommerferien

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Die die drei Stadtteilbüchereien Horchheim, Karthause und Pfaffendorfer Höhe machen sechs Wochen Sommerpause.
In den Sommerferien bleiben die drei Stadtteilbüchereien vom 25. Juni  bis zum 3. August 2018 geschlossen.
Ab dem 6. August stehen die dezentralen Abteilungen der StadtBibliothek Koblenz wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung.

Die Zentralbibliothek im Forum Confluentes bleibt in den Ferien ohne Einschränkung Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 19 Uhr und Samstag 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Infos auch unter www.stb.koblenz.de oder Tel. 0261/129-2626.

Lesesommer startet am 11. Juni

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Endlich kann es losgehen! Am 11. Juni startet der diesjährige Lesesommer in der StadtBibliothek Koblenz im Forum Confluentes. Bis zum 11. August können alle Clubmitglieder die neuen Lesesommerbücher ausleihen und lesen.
Wer in den Sommerferien drei oder mehr Bücher aus dem Lesesommerbestand liest erhält eine Urkunde und nimmt nach den Ferien an den Abschlusspartys der StadtBibliothek teil. Mit etwas Glück kann man auch in diesem Jahr wieder tolle Preise gewinnen. Die Lesesommerparty für die Grundschulen findet am Montag, den 27. August statt. Die Abschlussparty für die weiterführenden Schulen wird am Dienstag, den 28. August gefeiert. Also am Besten noch schnell anmelden und loslesen.

Der Lesesommer ist Teil der landesweiten Kampagne „Leselust in Rheinland-Pfalz“ und wird durch das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz koordiniert. Seit dem Start im Jahr 2008 ist die Zahl der beteiligten Bibliotheken kontinuierlich gestiegen.

Weitere Infos gibt es unter www.lesesommer.de und www.stb.koblenz.de .

Krämer Pferdesport investiert in Kettig

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Spatenstich für neuen Megastore

KREIS MYK. Der Spatenstich für einen sogenannten Megastore des Unternehmens Krämer Pferdesport ist erfolgt. Im Gewerbegebiet in Kettig entsteht auf rund 10.500 Quadratmetern ein Geschäft mit einer Verkaufsfläche von 1.300 Quadratmetern plus Reitplatz. Die Eröffnung ist für April 2019 geplant. Bei der Standortsuche wurde das Unternehmen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WFG) unterstützt.

Der Großhandel für Pferdebedarf konnte im vergangenen Jahr bereits sein 50-jähriges Jubiläum feiern. Das Unternehmen ist mit mehr als 30 Megastores europaweit tätig und versorgt über 900.000 Kunden mit Pferdebedarf jeglicher Art. Geführt wird Krämer von Frank Schmeckenbecher, der auf ein stetiges Wachstum der Firma setzt. Jedes Jahr werden maximal drei Megastores neu eröffnet, um Lücken in der Versorgung zu schließen. So auch in Kettig, wie der Geschäftsführer erklärt: „Zu den nächsten Megastores in Bonn und Mainz sind es 75 und 100 Kilometer. Der Standort in Kettig schließt diese Lücke.“ Auch vom Standort selbst ist Frank Schmeckenbecher überzeugt: „Die B9 ist mit einer Autobahn gleichzusetzen und bietet eine optimale verkehrstechnische Anbindung. Auch die Nähe zum Gewerbegebiet in Mülheim-Kärlich hat in unseren Planungen eine große Rolle gespielt.“

Auch den Landrat freuten diese Worte  und sah die Arbeit des Landkreises bestätigt: „Wir wissen um unsere hervorragenden Standortbedingungen. Wir sehen uns als Dienstleister für Unternehmen. Wirtschaftsförderung und Kreisverwaltung tragen ihren Anteil dazu bei, dass Firmen geeignete Standorte finden, zügige und unkomplizierte Genehmigungsverfahren durchlaufen und dann schnell bauen können“, so Alexander Saftig.

Unterstützt wurde das Unternehmen bei der Standortsuche von der Wirtschaftsförderung des Kreises. Wie Rita Emde, Prokuristin der WFG, erklärt, fiel die Wahl schnell auf die Fläche im Kettiger Gewerbegebiet „Im Hundel“. Das 10.500 Quadratmeter große Grundstück konnte von der Strukturentwicklungsgesellschaft am Mittelrhein erworben werden.

Wer sich an die Wirtschaftsförderer im Landkreis wenden möchte, findet alle notwendigen Informationen und Kontaktdaten unter www.wfg-myk.de. Unter www.kraemer.de findet man im Internet weitere Informationen zum Großhandel für Pferdebedarf.

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