Mittwoch, 19. Dezember 2018

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Hochschule Koblenz

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Das Graduiertenzentrum der Hochschule Koblenz würdigte die Promovierten des Jahres 2017 in einer Feierstunde

KOBLENZ. Mit einer Feierstunde hat das Graduiertenzentrum der Hochschule Koblenz ihre Promovierten des vergangenen Jahres gewürdigt. Zwei Frauen und vier Männer haben 2017 im Kontext der Hochschule Koblenz ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen und führen nun den Doktortitel.

Prof. Dr. Thomas Wilhein, wissenschaftlicher Leiter des Graduiertenzentrums, gratulierte den Promovierten zu ihrer besonderen akademischen Leistung, die auf großem Engagement und viel Disziplin fuße. Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz, forderte die neuen Doktorinnen und Doktoren auf, auch über eine weitergehende wissenschaftliche Karriere nachzudenken: „Mit dem Doktortitel stehen Ihnen nun viele Wege offen – auch die Übernahme einer Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, wenn Sie über die dafür ebenfalls erforderliche fünfjährige Berufserfahrung außerhalb einer Hochschule verfügen. Verfolgen Sie gerne die entsprechenden Ausschreibungen und bewerben Sie sich, Sie werden gebraucht.“

Die Promovierten präsentierten im Rahmen der Würdigungsfeier kurz das Thema und wichtige Ergebnisse ihrer Forschungsvorhaben. Dr. Beate Feuchte und Dr. Nina Mahrt vom Graduiertenzentrum hatten zu der Feierstunde geladen: „Seit einigen Jahren verzeichnen wir einen stetigen Anstieg der im Kontext der Hochschule abgeschlossenen Promotionen. Da fanden wir es an der Zeit, dass nach der feierlichen Verteidigung an der promovierenden Universität auch eine Würdigung an der Hochschule Koblenz stattfindet.“

Die Hochschule Koblenz verfügt als Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) über kein eigenes Promotionsrecht, so dass die Promotion formal an einer kooperierenden Universität erfolgt. Die Rolle der Hochschule im Betreuungsprozess ist vielgestaltig: Von der im Wesentlichen an der Hochschule Koblenz geleisteten Betreuung über die gleichberechtigte kooperative Betreuung an der Universität und der Hochschule bis hin zur alleinigen Betreuung an der Universität. „Für unsere Absolventinnen und Absolventen oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist der Weg zum Doktortitel nicht so klar vorgezeichnet, sondern erfolgt manchmal auf verschlungenen Pfaden“, so Mahrt, „daher sehen wir die Promovierten auch als Role Models, als Vorbilder für diejenigen, die im Moment an ihrer Dissertation arbeiten oder über eine Promotion nachdenken. Vor dem Hintergrund ist es sehr erfreulich und interessant, welche anspruchsvollen Berufsfelder die Gewürdigten heute ausfüllen.“

Das Graduiertenzentrum besteht seit Herbst 2015 an der Hochschule Koblenz. Es versteht sich als Serviceeinrichtung, die die Promovierenden der Hochschule Koblenz mit Qualifizierungsangeboten, Informationen und Beratung unterstützt. Zu den weiteren Aufgaben des Graduiertenzentrums zählt die Vernetzung der Promovierenden und der betreuenden Professorinnen und Professoren  sowie die Beratung von Betreuenden und Promotionsinteressierten. Aktuell streben an der Hochschule Koblenz 81 kooperativ Promovierende die Promotion an.

Die Promovierten:

Dr. Nicola Böcker-Giannini hat an der Universität Köln und an der Hochschule Koblenz im Fach Heilpädagogik und Rehabilitationswissenschaften promoviert. Ihre hochschulseitig unter Betreuung von Prof. Dr. Wolfgang Beudels vom Fachbereich Sozialwissenschaften und von Seiten der Universität Köln bei Prof. Dr. Klaus Fischer entstandene Dissertation trägt den Titel „Bewegungserfahrungen und Doing Gender – Einfluss bewegungsbiografischer Erfahrungen und subjektiver Sichtweisen zur Bewegung und zum Doing Gender/Undoing Gender auf das professionelle Handeln frühpädagogischer Fachkräfte in der Kindertagesstätte“. Böcker-Giannini ist derzeit freiberufliche Dozentin im Bereich frühkindliche Bildung sowie Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin.

In seiner Dissertation im Fach Physik entwickelte Dr. Stefan Göckeritz ein Assistenzsystem zur präzisen Repositionierung von Femurschaftfrakturen, mit dem Operationen nach Brüchen des Oberschenkelknochens leichter durchführbar und präziser werden können. Seine Promotion erfolgte in Kooperation mit der Universität Koblenz-Landau. Von Seiten der Universität Koblenz-Landau wurde er von Prof. Dr. Karin Gruber und von Prof. Dr. Peter Quirmbach betreut, von Seiten der Hochschule Koblenz von Prof. Dr. Dietrich Holz vom Fachbereich Mathematik und Technik. Göckeritz arbeitet bei der Firma System Architekt Neways Technologies GmbH in Erfurt.

Prof. Dr. Rita Hansjürgens rekonstruierte in ihrer Dissertation im Fach Erziehungswissenschaften an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität zu Frankfurt und an der Hochschule Koblenz die Entstehung der Beziehung zwischen Fachkräften der Sozialen Arbeit und ihren Klientinnen und Klienten einer Suchtberatungsstelle. Von Seiten der Hochschule Koblenz wurde sie von Prof. Dr. Thomas Arnold vom Fachbereich Sozialwissenschaften betreut. Inzwischen ist Hansjürgens Professorin für Handlungstheorien und Methoden Sozialer Arbeit und allgemeiner Pädagogik an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin.

Dr. Timo Kachel, Absolvent der Hochschule Koblenz im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und Lehrbeauftragter der Hochschule, promovierte an der Universität Siegen zum Thema „Die Auswahl von Controlling-Instrumenten zwecks Optimierung der Strategietransmission in mittelständischen Familienunternehmen“. Derzeit leitet er das strategische Controlling der Firma Stabilus in Koblenz.

„Infants’ selective social learning. The impact of informants’ knowledge states and familiarity on infants’ reception and use of information within the second year of life” lautet der Titel der Dissertation, die Dr. Andy Schieler im Fach Entwicklungspsychologie an der Universität Erfurt verfasst hat. Darin untersuchte er das selektive soziale Lernen von Kleinkindern. Schieler arbeitet am Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit (IBEB) der Hochschule Koblenz. Dort ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zuständig für den Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs, Kita-Statistiken und andere Handlungsfelder des Instituts. Zudem leitet er das Forschungsprojekt „Qualitätsentwicklung im Diskurs mit dem Schwerpunkt Inklusion“.

In seiner Dissertation „Beitrag zur Identifizierung rheologischer Wechselwirkungen von Kaolinen in wässrigen Systemen“ im Fach Ingenieurwesen / Rheologie / Silikatische Rohstoffe untersuchte Dr. Pascal Seffern unter anderem das Fließverhalten von konzentrierten Kaolinsuspensionen. Seine Promotion erfolgte an der TU Bergakademie Freiberg in Kooperation mit der Hochschule Koblenz. An der Hochschule Koblenz wurde er von Prof. Dr. Gernot Klein vom Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe am WesterWaldCampus Höhr-Grenzhausen betreut. Heute ist Seffern als Projektingenieur für Umwelttechnologien bei Corning Inc. tätig.

Schlechte Nachrichten für Wallersheim: In 2019 steht die Schließung des Essoweges an!

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Schlechte Nachricht für Wallersheim!

Nach heutiger Information wird der „Essoweg“, der im nördlichen Wallersheim vom Kammertsweg an den Leinpfad führt, im kommenden Jahr geschlossen! Dies zum Anlass nehmend, beantragte die CDU-Fraktion in den aktuellen Haushaltsberatungen, Mittel für eine alternative Zuwendung einzuplanen. Leider ohne Erfolg. Alle anderen Parteien sprachen sich gegen die Mittelbereitstellung aus und sahen die Notwendigkeit einer alternativen Zuwegung für den Fall der Schließung des Weges nicht!

„Sehr bedauerlich, dass die anderen Parteien die Notwendigkeit dieser Maßnahme nicht erkennen wollen.“ meint CDU-Stadtrat, Ernst Knopp und führt an: „Wenn es in der Nähe zum Klärwerk keine Verbindung mehr zum Rhein gibt, wird der nördliche Teil von Wallersheim vom Rheinzugang abgeschnitten. Fußgänger wie Radfahrer müssen dann einen kilometerlangen Umweg, nämlich einmal um die komplette Kläranlage bis zur Rebengasse, in Kauf nehmen!“

Besonders ärgerlich dürfte dies im Hinblick auf das in Wallersheim vorhandene Altenheim sein, denn für ältere Menschen und Menschen mit Handicap ist der jetzt noch zugängliche Weg dort der Einzige, der auch mit einem Rollator oder Rollstuhl befahrbar, zum Rhein führt.

Koblenz aus meiner Perspektive

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KOBLENZ Zur Eröffnung ihrer Fotoausstellung unter dem Titel „Koblenz aus meiner Perspektive lädt die Foto AG Bethesda ein für Donnerstag, den 29. November um 16.00 h. Die Ausstellung findet statt in der Touristinformation im Forum Confluentes am Zentralplatz in Koblenz. Sie  ist dann bis zum 07. Dezember täglich von 10.00 bis 18.00 h geöffnet.

Mit ihren Fotos präsentieren die fünf Teilnehmer*innen der AG ihre Sicht auf Koblenz und die Region. Die Arbeiten sind  in den letzten Monaten im Rahmen gemeinsamer Unternehmungen entstanden. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen Stiftung Bethesda-St. Martin und Hochschule Koblenz und wird von Studierenden begleitet.

Nähere Information bei Melanie Schieberle unter Tel. 0261/92166-31 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Koblenzer Schülerinnen und Schüler übernehmen Patenschaften für 57 Stolpersteine

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Auf Initiative von Kultur- und Schuldezernentin Dr. Margit Theis-Scholz, unterstützt durch die Christliche-Jüdische Gesellschaft Koblenz und den Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V., haben zwölf Koblenzer Schulen Patenschaften für Stolpersteine übernommen.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit den im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der einst in den jeweiligen Häusern und Wohnungen lebenden und dann in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten, vertriebenen oder getöteten Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen Glaubens erinnert werden.

Die Schulen nehmen nun an einem durch das Bildungsbüro der Stadtverwaltung Koblenz (Kultur- und Schulverwaltungsamt) organisierten jährlichen Aktionstag in Erinnerung an die Reichspogromnacht am 9. November teil. Die Schülerinnen und Schüler führen hierbei eine symbolische Reinigung der in der Nähe ihrer Schule verlegten Stolpersteine durch.

Die Übergabe der entsprechenden Reinigungssets an die teilnehmenden Schulen erfolgte durch Kultur- und Schuldezernentin Dr. Theis-Scholz im Rathaus. Mit den Sets ausgestattet wurden die Grundschule Arenberg, Grundschule Freiherr-vom-Stein, Grundschule Güls, Grundschule Immendorf, Grundschule Pfaffendorf, Grundschule Schenkendorf, Hilda-Gymnasium, Integrierte Gesamtschule Koblenz, Clemens-Brentano-/Overberg Realschule plus Koblenz, Diesterweg-Schule, Bischöfliches Cusanus-Gymnasium und die Dr. Zimmermansche Wirtschaftsschule.

Im Rahmen dieser Übergabe zeichnete Dr. Jürgen Schumacher, der Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal Koblenz, den anwesenden Schülerinnen und Schülern die Ereignisse um die Novemberpogrome 1938 in Koblenz nach. Walter Baum von der Carl-Benz-Schule berichtete über die Patenschaft für 14 Stolpersteine, welche im Rahmen des fächerübergreifenden Unterrichts aus dem Bereich der Berufsfachschule und des Berufsvorbereitungsjahres bereits besteht.

Im Anschluss an die Übergabe der Reinigungssets wurden Schüler der Clemens-Brentano-/Overberg Realschule plus Koblenz zur symbolischen Reinigung der Stolpersteine an der Liebfrauenkirche 11 begleitet.

Kultur- und Schuldezernentin Dr. Theis-Scholz erachtet einen solchen Aktionstag als wichtigen Beitrag für eine lebendige Erinnerungskultur und hofft die Patenschaften im kommenden Jahr noch auf weitere Schulen ausweiten zu können. Sie bedankt sich insbesondere bei der Christlich-Jüdischen Gesellschaft Koblenz für die Dokumentation zu den schicksalhaften Opferbiographien, welche die Schulen entsprechend in den Unterricht integrieren können.

Die Stolpersteinpatenschaften werden u.a. vom Bildungsbüro Koblenz koordiniert. Das Bildungsbüro Koblenz wurde im Jahr 2017 mit Unterstützung von Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gegründet. Als Koordinierungsstelle für Bildungsfragen arbeitet das Bildungsbüro Koblenz primär an der Vernetzung von Bildungsangeboten und Bildungsak teuren in Koblenz.

Angebote zum Schutz von Obdachlosen bei Frost

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Mit dem beginnenden Winter verschärft sich die ohnehin schon schwierige Situation  obdachloser Menschen erheblich. In Koblenz stehen verschiedene Angebote zur Verfügung, die es obdachlosen Menschen ermöglichen, auch bei extremer Kälte Hilfe und Zuflucht zu finden.

Der AWO Kreisverband-Koblenz Stadt e.V. betreibt das städtische Übernachtungsheim in der Herberichstraße 153, Tel. 84651. Hier besteht für obdachlose Männer und Frauen eine Übernachtungsmöglichkeit mit Tagesaufenthalt.

Die Fachberatungsstelle für Menschen ohne Wohnung des Caritasverbandes Koblenz e.V., Neustadt 20, Tel. 9144078 verfügt - neben den Räumlichkeiten zur Sozialberatung - über ein angegliedertes Wohnungslosencafé, eine ärztliche Kontaktstelle mit krankenpflegerischem Angebot, eine Kleiderkammer sowie über einen ausgebauten Sanitärbereich, in dem die Betroffenen auch ihre Wäsche selbst versorgen können
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Öffnungszeiten:
Montag - Freitag (Beratung und Tagesaufenthalt) von 9.00 - 12.00 Uhr
Montag - Donnerstag (Tagesaufenthalt) von 13.00 - 15.00 Uhr; bei Frost ab 8.00 - 17.00 Uhr

„Die Schachtel“ e.V. nimmt durch Streetwork auf den Straßen und Plätzen von Koblenz den Kontakt mit Obdachlosen auf. Bei frostigem Wetter fährt der Kältebus mit warmen Getränken, Decken und Bekleidung jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von 17.30  - 21.00 Uhr durch Koblenz und versorgt Obdachlose. In den Räumlichkeiten des Vereins „Die Schachtel“ in der Gartenstraße 12, Tel.16992, angegliederten Obdachlosenrestaurant „Mampf“ haben Obdachlose von Montag - Samstag von 09.00 - 15.00 Uhr eine Aufenthaltsmöglichkeit. Dort können sie auch ein kostenloses Frühstück und ein günstiges Mittagessen einnehmen.

Im Rahmen ihrer präventiven Arbeit achten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes und der Polizeidirektion Koblenz bei eisigen Temperaturen besonders auf Obdachlose. Durch persönliche Ansprache können Hinweise auf die in Koblenz vorhandenen Hilfsangebote gegeben oder gefährliche Notlagen erkannt werden.

Aber auch die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger ist gefragt, wenn es darum geht, für obdachlose Menschen in erkennbaren Notsituationen Hilfe herbei zu rufen oder Hinweise auf die oben beschriebenen Hilfsangebote zu geben. Sollte der Obdachlose offenkundig dringend medizinischer Hilfe bedürfen, stehen die bekannten Notrufnummern zur Verfügung. Macht der Obdachlose einen psychisch verwirrten Eindruck kann auch das Ordnungsamt unter der Tel. 129-4567 (Mo-Do. 06.00 - 02.00 Uhr, Fr. 06.00 - 03.00 Uhr, Sa 08.30 - 03.00 Uhr, So 09.00 - 02.00 Uhr) verständigt  werden.

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