Dienstag, 28. Januar 2020

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Eine Schicksalswahl für Europa

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Dreikönigstreffen des JU-Bezirksverband Koblenz-Montabaur in Altenkirchen

Der 26.05. ist nicht mehr fern. Und nicht nur die Kommunalwahlen, auch die Wahlen des Europaparlaments finden an diesem Tage statt. „Das wird eine Schicksalswahl für die EU“, betonen der Bezirksvorsitzende Torsten Welling und Justus Brühl, JU-Kreisvorsitzender in Altenkirchen. Und unter diesem Leitsatz tagte der Bezirksverband der Jungen Union Koblenz-Montabaur zum traditionellen Dreikönigstreffen vergangenes Wochenende in Altenkirchen. Etwa 40 junge Christdemokraten aus 11 Landkreisen des nördlichen Rheinland-Pfalz erarbeiteten zusammen ein Positionspapier mit ihren Vorstellungen für die Zukunft der Europäischen Union. Als Gastredner referierte Ralf Seekatz aus Westerburg, der als Spitzenkandidat des Bezirks auf der rheinland-pfälzischen CDU-Liste für das Europaparlament kandidiert.

Der Tenor des Papiers zeigt: Die JU-ler geben ein klares Bekenntnis zum Friedensprojekt EU ab.  Europa sei eine „einmalige Erfolgsgeschichte“ und stelle bei allen Schwierigkeiten und Herausforderungen nicht das Problem, sondern die Lösung dar.   

Trotzdem gebe es an einigen Stellen nachzurüsten. So fordert die JU eine engere internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, eine regelmäßige Überprüfung von Richtlinien und eine stärkere Kooperation bei der Migrationspolitik.
„Wir müssen auch überdenken, für was die EU zuständig ist. Die Menschen wollen von Europa die Lösung von großen Problemen und kein Klein-Klein“, gibt JU-Landesvorsitzender Jens Münster zu denken. Es gebe auch Themen, die auf nationaler Ebene einfacher zu lösen seien.  Justus Brühl gab zu bedenken, dass es immer schwieriger werde, den Leuten Europa näher zu bringen. „Und trotzdem überwiegt das Positive. Im Bereich des Friedens, der Wirtschaft und auch der Sicherheit profitieren wir jeden Tag von der EU“, stellte Ralf Seekatz fest. Besonders kritische Situationen wie der Brexit zeigten momentan ganz eindeutig, dass die EU eben doch mehr Vor- als Nachteile habe. „Genau deshalb ist es wichtig, dass wir für Europa einstehen.“

Lohnender Besuch in Mainz

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Oberbürgermeister David Langner war dieser Tage in der Landeshauptstadt zu einem Empfang der Ministerpräsidentin. Dort traf er sich unter anderem mit Innenminister Roger Lewentz, der dem OB vier Bewilligungsbescheide über fast 5,2 Mio. Euro für städtebauliche Maßnahmen in der Stadt Koblenz überreichte.

Aus dem Programm Soziale Stadt gab es zwei Bescheide über rund 2,5 Mio. Euro für die Gebietsentwicklung und zum Abbau sozialer Problembereiche in den Stadtteilen Lützel und Neuendorf. Das Geld wird etwa zur Sanierung des Kinderhorts am Pfarrer-Friesenhahn-Platz genutzt.
Aus dem Programm Stadtgrün erhielt der Stadtteil Lützel eine weitere Förderung über 2 Mio. Euro, die beispielsweise zur Herstellung eines multifunktionalen Sport- und Freizeitbereichs im Bereich des Schartwiesenweges vorgesehen ist.
Aus dem Programm Aktive Innenstädte wurde der Stadt der Betrag von 720.000 Euro bewilligt, der in die Neugestaltung der Südallee fließen wird.

„Über die ‚verspäteten Weihnachtsgeschenke‘ für die Stadt Koblenz habe ich mich sehr gefreut und dem Innenminister meinen Dank ausgesprochen“ meinte der OB augenzwinkernd „die zum Teil schon laufenden Maßnahmen sind für die jeweiligen Stadtteile ganz wichtig“.

Erfolgreicher Abschluss Tourismusmanager (IHK) im GBZ Koblenz

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Zertifikatslehrgang bietet Handwerkszeug für den Berufsalltag

Am 11. Dezember haben alle Teilnehmer die Zertifikatsprüfung zum Tourismusmanager (IHK) erfolgreich im Gastronomischen Bildungszentrum (GBZ) der Industrie- und Handelskammer Koblenz abgelegt.

„Uns ist der praktische Bezug mit vielen Übungen aus dem täglichen Berufsleben wichtig. Deshalb haben wir nun auch das Thema Moderationsmethoden neu aufgenommen. Dort geht es unter anderem um moderne Veranstaltungsformate wie Barcamp, World Café oder Open Space, weil die Tourismusbranche sehr innovativ unterwegs ist“, erklärt Yvonne Pauly, Leiterin der Hotelmanagement-Akademie. „Zudem verhilft der Tag den Teilnehmern, die Prüfungsergebnisse gut vor dem Prüfungsgremium zu präsentieren“.

Anja Zwick freut sich über ihre bestandene Prüfung. Sie ist bei der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau im Bereich Kultur, Fremdenverkehr und Öffentlichkeitsarbeit tätig. „Binnen vier Monaten wurde viel praxisnahes Wissen vermittelt, das meine bisherige Ausbildung optimal ergänzt. Insbesondere das Vernetzen mit den anderen Teilnehmern, auch über den Lehrgang hinaus, ist für uns alle ein absoluter Mehrwert“, so ihr Feedback als Tourismusmanagerin (IHK).

Der 11tägige Lehrgang ist modular aufgebaut, das bedeutet, dass die einzelnen Inhalte auch unabhängig vom Zertifikatsabschluss gebucht werden können. Die Weiterbildung richtet sich an Mitarbeiter aus der Tourismusbranche, die tiefere Einblicke in ihr Arbeitsfeld erhalten möchten und bietet das Handwerkzeug für ein professionelles und modernes Destinationsmanagement.

Der nächste Zertifikatslehrgang zum Tourismusmanager (IHK) startet am 23.09.2019. Weitere Informationen unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder 0261 30489-43.

Ehrenamtliche Dolmetscher geschult

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Weitere Qualifizierung für 2019 geplant

KREIS MYK. Mit dem Projekt „DOLMAZ-Dolmetscheranlaufzentrum Mayen-Koblenz“ bietet die Kreisverwaltung eine Vermittlung von ehrenamtlichen Dolmetschern an. Ärzte, Kliniken, Schulen, Behörden und andere öffentliche und soziale Institutionen können für Gespräche mit Ausländern, bei denen eine Verständigung schwierig ist, die Übersetzer bei der Kreisverwaltung anfragen. 19 Personen absolvierten die zweite Qualifizierung des Projektes und erhielten ihre Dolmetscher-Zertifikate.

Die ehrenamtlichen Dolmetscher wurden von der Kreisverwaltung an drei Samstagen kostenlos geschult, um für den Einsatz vorbereitet zu sein. Den Teilnehmern wurde anhand von theoretischen Inhalten und praktischen Übungen vermittelt, in welchen Situationen Dolmetscher überhaupt erforderlich sind, wie Inhalte richtig übersetzt werden und wie Missverständnisse im Gespräch behoben und vermieden werden können. Insbesondere standen dabei Gespräche bei Arzt- oder Behördengängen sowie an Kindergärten und Schulen im Fokus. „Es war eine sehr engagierte und interessierte Gruppe, mit der das Arbeiten viel Spaß gemacht hat“, sagt der Seminarleiter Prof. Dr. Bernd Meyer vom Arbeitsbereich Interkulturelle Kommunikation der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.

Aktuell kann die Kreisverwaltung auf rund 120 ehrenamtliche Dolmetscher mit 47 unterschiedlichen Sprachen zurückgreifen. Aufgrund der steigenden Zahlen an Dolmetschervermittlungen plant man im Kreishaus für 2019 eine weitere Dolmetscherqualifizierung. Interessierte Personen, die über gute Fremdsprachenkenntnisse verfügen und sich ehrenamtlich als Dolmetscher engagieren möchten, können sich bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz für die Qualifizierung anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Fortbildung findet in Kooperation mit der Arbeit & Leben gGmbH aus Mainz statt und wird durch die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt DOLMAZ sowie die Anforderung von ehrenamtlichen Dolmetschern unter der Telefonnummer 0261/108-536 oder der E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Einwohnerzahl der Stadt Koblenz hat im letzten Jahr den höchsten Stand seit 1983 erreicht

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Zum Stichtag 31.12.2018 waren im Melderegister der Stadt Koblenz 113 828 Einwohner mit Hauptwohnsitz in der Rhein-Mosel-Stadt erfasst.

Zuletzt zählte die Stadt vor 35 Jahren mehr Einwohner als gegenwärtig. Dies geht aus dem aktuell publizierten Bevölkerungsberichts der kommunalen Statistikstelle hervor.

Wie bereits im Vorjahr zu beobachten war, hat die Wachstumsdynamik jedoch weiter an Schwung verloren. Gegenüber 2017 ist die Einwohnerzahl um 242 angestiegen, das ist das niedrigste Vorjahresplus seit 2011. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der beiden letzten Jahre liegt bei 0,28 %. Zwischen 2011 und 2016 ist Koblenz um durchschnittlich 1,14 % p.a. gewachsen.
Bereits seit 2013 wird der jährliche Bevölkerungszuwachs der Stadt ausschließlich von positiven Bewegungssalden bei den Koblenzerinnen und Koblenzern mit ausländischer Staatsangehörigkeit getragen. Deren Quote liegt am 31.12.2018 bei 13,8 % und hat sich damit in den letzten 25 Jahren fast verdoppelt. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner mit deutschem Pass ist 2018 um fast 800 zurückgegangen – das ist der höchste Rückgang binnen eines Jahres seit 1995. Welche zentrale Bedeutung einer gelungenen Integration der Stadtgesellschaft für die gesamte Stadtentwicklung zukommt, verdeutlicht der Fakt, dass fast die Hälfte der Koblenzer Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren ausländische Wurzeln haben.
Auch wenn die Einwohnerzahl kaum noch gewachsen ist, lässt die weiter steigende Zahl der Privathaushalte auf ein anhaltendes Defizit im (Miet-)Wohnungsangebot in Koblenz schließen. Allein die Zahl der Einpersonenhaushalte (ohne Personenverbände in Wohnheimen oder –anstalten) ist im letzten Jahr um über 430 angestiegen.

Als weiterer Indikator der anhaltenden Anspannung auf dem Wohnungsmarkt können auch die hohen Wanderungsdezifite in der Verflechtung mit dem Nahbereich des Umlandes interpretiert werden. Fast 530 Einwohnerinnen und Einwohner hat die Stadt letztes Jahr an die Gemeinden im Saldo verloren, die sich innerhalb eines Luftlinienradius von 15 km Distanz um das Oberzentrum befinden. Dies ist das höchste Wanderungsdefizit seit dem Jahr 2005.
Der „Geburtenboom“ der letzten Jahre hat sich 2018 fortgesetzt. 1 133 Geburten wurden zwischen dem 1.1. und dem 31.12.2018 im kommunalen Melderegister erfasst. Das ist die höchste Geburtenzahl seit 1994 mit seinerzeit 1 172 Geburten. Mit Blick auf die vergleichsweise hohen Bestandszahlen von Frauen in den fertilitätsrelevanten Altersgruppen ist – unabhängig von dem nur leichten Anstieg der Fertilitätsraten – auch in den kommenden Jahren mit Geburtenzahlen mindestens auf dem aktuellen Niveau zu rechnen.

Da 2018 mit 1 466 auch ein Rekordwert an Sterbefällen registriert wurde, liegt das Geburtendefizit trotz hoher Geburtenzahl mit einem Minus von 333 deutlich über dem Niveau der Vorjahre und trägt damit auch zum abgeschwächten Gesamtwachstum des Bevölkerungsbestandes im Berichtsjahr bei.

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