Samstag, 22. Februar 2020

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Beisetzung der ehemaligen Bürgermeisterin Hammes-Rosenstein

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Zur Beisetzung der ehemaligen Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein werden viele Trauernde erwartet. Daher stellt das Sport- und Bäderamt den Sportplatz in der Lindenallee oberhalb des Friedhofes Asterstein als Parkplatz zur Verfügung. Dennoch ist eine Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu empfehlen.

Der Trauergottesdienst findet in der Liebfrauenkirche in der Altstadt statt. Ein direktes Anfahren ist wegen der Lage in der Fußgängerzone also nicht möglich. Öffentlicher Parkraum in der Alt- und Innenstadt ist ohnehin knapp, daher wird auch hier eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Für eine Anreise mit PKW stehen öffentlich zugängliche Parkhäuser im Innen- und Altstadtbereich zur Verfügung.

SPD-Ortsverein Altstadt-Mitte

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Fünf Jahre ohne Gedanken

Ein möglicher Umzug des Stadtarchivs – zur Zeit in der Alten Burg – in ein noch in Planung befindlichen Erweiterungsbau des Bundesarchivs auf der Karthause ist ein lösungswerter Ansatz für die untragbaren Zustände in dem jetzigen Standort. „Aber das dauert viel zu lange“, so die beiden Sozialdemokraten Denny Blank und Fritz Naumann.

Es muss eine Übergangslösung gefunden werden. Denn die Verschiebung um mindestens ein halbes Jahrzehnt ist nicht hinnehmbar. „Wir reden bei dieser Problematik des Archivs über die Geschichte unserer Heimatstadt und da braucht es mehr als ein Verschiebebahnhof“, so die beiden Altstadtgenossen. Es gibt zwei wichtige Ansätze: zum einen muss eine Lösung für das Haus schneller gefunden werden. Wenn es um den Umzug zum Bundesarchiv geht, will man von Seiten des Baudezernenten einkaufen. Naumann und Blank: „Das halten wir gerade bei der Alten Burg, aufgrund ihres Zustandes, für nicht angebracht.“ Zum anderen muss jetzt ein Sanierungskonzept für das Stadtarchiv gefunden werden, bis ein möglicher Umzug vollzogen ist. „Die Sanierung muss in diesem Jahr beginnen und jeder, der dieses Haus von innen einmal gesehen hat, muss zu unserem Ergebnis kommen“, führt die Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann aus. Es kann in Sachen Stadtarchiv kein Verschiebebahnhof geben. „Wir werden gerade in diesem Jahr nicht nachlassen, diese Problem anzusprechen, weil wir die Sorge haben, dass sich die Verwaltung nur ihrerseits Gedanken macht – Erst Umzug, dann Sanierung oder vielleicht sogar Verkauf?“, bekräftigen die drei Kommunalpolitiker. Dem letzterem werden die Sozialdemokraten auf keinen Fall zustimmen, weil das Beispiel Alte Münze eindeutig erkennen lässt, wo dies hinführt.

Die Geschichte unserer Heimatstadt darf nicht nachlässig behandelt werden.

Aufstehen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen – One Billion Rising

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Immer wieder schockiert und empört sein ist eine Möglichkeit, auf die anhaltende Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu reagieren. 

Man kann  auch super Schlagzeilen daraus machen, wenn wie jedes Jahr erneut berichtet wird, dass in Deutschland mehr als jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner  getötet wird.

Man kann auch die einfach nicht schrumpfende Einkommenskluft zwischen Frauen und Männern beklagen. Oder die erbärmliche finanzielle Lage von Frauenhäusern und Beratungsstellen. Das alles macht miese Gefühle und ändert nichts.

Wie wäre es also mit Aufstehen, mit Tanzen, mit einem Feiern von Lebendigkeit, mit Ermutigung und Stärkung, mit Solidarität und gemeinsamer Freude, mit gezeigter Menschlichkeit und gegenseitiger Achtung?

Das ist One Billion Rising.

One Billion Rising geht seit 2012 diesen Weg der Freude und Solidarität mit vielen Kampagnen und Aktionen. One Billion, also eine Milliarde, ist die Zahl der Frauen und Mädchen, die im Laufe ihres Lebens zu Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt werden. Eine Milliarde Menschen hält dagegen. Weltweit. Das sind viele, die aufstehen und zeigen, dass sie die Gewalt beenden und mehr Raum für liebevollen Umgang schaffen.

All das hat schon wunderbare Wirkung gezeigt. Es hat zu Gesetzesänderungen geführt, gewaltfreie Schulen geschaffen und Männer bewegt, die Selbstverständlichkeit liebevollen Umgangs miteinander öffentlich zu bekunden. Es hat viele Mädchen vor Genitalverstümmelung geschützt und die Sprache verändert.  Es hat eine Männerbewegung geschaffen, in der Raum für Selbstverantwortung und für Abgrenzung von Machogehabe ist.

Immer am 14. Februar, dem Tag der Verliebten, ist der wichtigste Aktionstag dieser Welle, die als Aktion begonnen und sich inzwischen zu einer Lebensform entwickelt hat. Rund um die Welt wird an diesem Tag der Tanz "Break the Chain" gemeinsam getanzt – und auch Koblenz erhebt sich zusammen mit seiner Umgebung von Lahnstein über Neuwied bis Puderbach.

Man kann die kraftvolle und ausdrucksstarke Choreographie zu diesem Tanz in einem der workshops, oder bei Youtube lernen. Man kann auch ohne mitzutanzen einfach dabei sein, wenn sich

am 14. Februar um 17 Uhr am Löhrrondell und gegen 18 Uhr am Forum in Koblenz

viele Menschen treffen, um die Liebe und gemeinsame Freude von Männern und Frauen, Mädchen und Jungen miteinander zu feiern. Anschließend wandern wir in einem bunten Demonstrationszug zum Forum. Auch hier wird wieder Gelegenheit zum Tanzen, für Statements und Gespräche sein.

Nähere Informationen bekommt man bei den Beteiligten des Aktionsbündnisses und bei Facebook unter "One Billion Rising Koblenz".

Hochschule Koblenz

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Gut besuchtes Symposium „Postmigration, Rechtspopulismus und Soziale Arbeit“ mit aktuellen Bezügen

KOBLENZ. Sehr gut besucht war das Symposium „Postmigration, Rechtspopulismus und Soziale Arbeit“, zu dem der Fachbereich Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz mit seinem Institut für Forschung und Weiterbildung eingeladen hatte. Die Veranstaltung befasste sich mit Fragestellungen zur postmigrantischen Gesellschaft, zu rechtspopulistischen Tendenzen sowie zu der Art und Weise, wie sich die Soziale Arbeit mit diesen Themen auseinandersetzt. Einem Eröffnungsvortrag von Naika Foroutan, Professorin an der Humboldt-Universität Berlin und Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung, schlossen sich Kommentare der Professorinnen und Professoren Daniela Braun, Stephan Bundschuh, Lena Kreck und Eric Mührel aus dem Fachbereich an.

Vor rund 70 Zuhörerinnen und Zuhörern ordnete Naika Foroutan die aktuellen Diskussionen, Beobachtungen und Erfahrungen der postmigrantischen Gesellschaft ein. Zunächst erörterte sie die Mehrschichtigkeit der deutschen Gesellschaft. Darauf beschrieb sie die Widersprüche zwischen den Versprechen der pluralen Demokratie und der tatsächlichen Realität, die sich beispielweise in der strukturellen Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund in Schulen zeige. Die Folgen dieser Widersprüche für die Demokratie stellte Naika Foroutan ebenfalls mit belegbaren Daten dar, um abschließend ihr Modell der Konfliktdynamik in der pluralen Demokratie vorzustellen und Zugänge zu einer postmigrantischen Gesellschaftsanalyse vorzuschlagen.

Daniela Braun betonte im ersten Kommentar den Auftrag der Hochschule, die freie Meinungsäußerung in polarisierten Zeiten auf wissenschaftliche Sachlichkeit zu verpflichten. Sie schloss mit der Forderung, auf der Grundlage von ethischen Grundsätzen miteinander zu kommunizieren. Dies sei als Widerstand gegen Schweigespiralen notwendig, um diskriminierende Falschmeldungen zu unterbinden.

Stephan Bundschuh schloss mit einer kritischen Diskussion des Postrassismus an Foroutans Postmigrationsanalyse an. Er appellierte an die Soziale Arbeit, schon Diskriminierungen zu berücksichtigen, die auf der individuellen Beratungsebene gesellschaftlich erzeugt worden sind, eine kritische Haltung gegenüber Rassismus zu entwickeln und strukturelle Ungleichheiten deutlich zu thematisieren.

Im dritten Kommentar erläuterte Lena Kreck kritisch die Sondergesetzgebung für Migrantinnen und Migranten und wies auf das wirkmächtige Mittel des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes hin. Hierbei sei die Unterstützung der Sozialen Arbeit notwendig, um Rechtsansprüche durchzusetzen.

Eric Mührel schloss die Runde mit einem rechtsphilosophischen Kommentar, der auf die völkerrechtliche Tradition der Freizügigkeit verwies. Migration ordnete er als einen kreativen Umgang mit nicht mehr zeitgemäßem Denken in Nationengrenzen ein und zeichnete die Vision einer weltweit freizügigen Gesellschaft.

Das Format des Symposiums und die Auseinandersetzung mit brisanten gesellschaftlichen Themen stieß auf große Resonanz, so dass die Vizepräsidentin der Hochschule Daniela Braun anregte, diesen Diskurs hochschulweit zu öffnen und weiterzuführen.

Städtebauliche Neuordnung der Pfaffendorfer Höhe

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Die Stadtverwaltung Koblenz wird im Rahmen einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Planungsstand des Bebauungsplans Nr. 201 „Städtebauliche Neuordnung der Paffendorfer Höhe“ berichten. Dabei geht es insbesondere um neue Entwicklungen, die die so genannte „Franzosen-Siedlung“ betreffen, sowie um Möglichkeiten einer alternativen Nachverdichtung.

Die Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, 30.01.2019, 18.00 Uhr, in der Balthasar-Neumann-Schule, Karl-Friedrich-Goerdeler-Straße 8, statt.

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