Dienstag, 24. September 2019

Letztes Update:05:18:29 PM GMT

region-rhein.de

Sommersonnennekrosen“ an Bäumen

Drucken
Im Stadtgebiet Koblenz lassen sich in der letzten Zeit immer häufiger mehr oder weniger starke Rindenschäden an jungen Bäumen beobachten, die vor dem Jahr 2015 gepflanzt worden sind. Hier lassen sich Besiedlungen mit kleinen Pilzfruchtkörper finden.
Aufgrund der klimatischen Veränderung kommt es zu einer starken Erhöhung von Hitzetagen (Tage mit Temperaturen von über 30 °). Dadurch kommt es an bestimmten südwestexponierten Standorten zur sogenannten „Sommersonnennekrose“ der Baumrinde.
Die abgestorbenen Bereiche der Rinde werden in der Folge durch holzzersetzende Pilze, die als Sekundärschädlinge auftreten, besiedelt. Die holzzersetzenden Pilze verringern die Festigkeit des Holzes und gefährden somit die Bruchsicherheit des Baumes.

Aktuell betroffen sind die:
- Schloßstraße mit sechs von insgesamt 35 Linden
- Karl-Tesche-Straße mit sechs von insgesamt 27 Spitzahornen

Die befallenen Bäume werden gefällt und in der Pflanzsaison im Herbst 2018 ersetzt.

Bäume, die ab dem Jahr 2015 gepflanzt worden sind, haben einen speziellen Weißanstrich erhalten, durch den die „Sommersonnennekrose“ verhindert wird. Prophylaktisch werden die verbleibenden aktuell noch nicht befallenen Bäume in der Schloßstraße sowie in der Karl-Tesche-Straße mit dem Weißanstrich versehen.

Abschließend möchte der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen darauf hinweisen, das nicht der gesamte Bestand an jungen Bäumen gefährdet ist, sondern nur Bäume an bestimmten Standorten.