Bei Parkverstößen droht Abschleppen

Drucken
392 abgeschleppte Fahrzeuge. Das ist die Bilanz nur für den Monat April 2018!

„Leider hat sich die Moral der Fahrzeugführer in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert“ so Abteilungsleiter Dirk Urmersbach, zuständig für den Bereich Verkehr beim Ordnungsamt der Stadtverwaltung Koblenz. "Verwarnungen alleine reichen anscheinend nicht mehr aus, um die Falschparker zu einem ordnungsgemäßen Verhalten zu bewegen".

Aus diesem Grunde geht das Ordnungsamt jetzt neue Wege. Bereits im Jahr 2017 wurden die Grundlagen gelegt. Es erfolgte eine europaweite Ausschreibung, um ein Abschleppunternehmen zu finden, dass innerhalb bestimmter Reaktionszeiten bereitsteht, um bei gravierenden Verstößen zügig den Missstand zu beseitigen. Seit dem 01. April 2018 hat das Koblenzer Unternehmen Castell den Zuschlag hierfür erhalten.

Zu den gravierenden Verstößen zählen insbesondere

- das Zuparken einer Feuerwehrzufahrt oder von Sperrflächen
- das unbefugte Parken auf einem Behindertenparkplatz
- das Parken auf einem Geh- oder Radweg
- Parken in den Fußgängerzonen außerhalb der Anlieferzeiten
- Zuparken einer Grundstücksein- oder ausfahrt
- Parken im absoluten Haltverbot

Daneben können auch in anderen Fällen Fahrzeuge abgeschleppt werden, wenn durch parkende Fahrzeug eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer bestehen könnte.

Bevor ein Fahrzeug abgeschleppt wird, versuchen die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung immer den Halter des Fahrzeuges zu ermitteln und fordern diesen auf das Fahrzeug wegzufahren. In vielen Fällen gelingt dies auch. Kann der Halter nicht erreicht werden, wird das Fahrzeug abgeschleppt.

„Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, insbesondere der Fußgänger und Radfahrer, hat für uns oberste Priorität“ so Urmersbach abschließend.