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2018 wieder erfolgreiches Geschäftsjahr bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG:

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· Bilanzsumme erneut gesteigert

· Kreditgeschäft erneut gestärkt

· Fusion mit Volksbank RheinAhrEifel geplant

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(Koblenz, 08.03.2019) Die Volksbank Koblenz Mittelrhein eG hat auch 2018 wieder ein hervorragendes Ergebnis erzielt. So stieg die Bilanzsumme erneut von 745 auf 811 Mio. Euro. Die Summe aller Kundenkredite und -einlagen liegt mit einem Plus von rund 77 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert. Die Volksbank Koblenz Mittelrhein betreut rund 40.000 Kunden mit einem Kundenvolumen von 1.830 Mio. Euro. Die Vorstände Stephan Breser und Walter Müller präsentierten heute die erfolgreiche Bilanz und erläuterten die Details.

Die Rahmenbedingen waren 2018 nicht einfach. Das Jahr war geprägt von weltweiten Unsicherheiten und drohenden Handelskonflikten. Das Bruttosozialprodukt in Deutschland stieg zwar um 1,5 Prozent, dieser Anstieg war aber schwächer als im Vorjahr. Der DAX büßte nach sechs positiven Jahren ordentlich ein und lag im Dezember bei minus 18 Prozent. Die Bauindustrie boomte weiterhin, insbesondere in Ballungsräumen, wo bezahlbarer Wohnraum nach wie vor gefragt ist. Positiv war auch die Entwicklung der Insolvenzen, die sowohl bei Firmen wie auch bei Privatpersonen sanken. Der Arbeitsmarkt präsentierte sich in einer guten Verfassung. Der Fachkräftemangel stellt allerdings bis heute viele Branchen vor große Herausforderungen.

Kredite

Die Kreditvergabe, die schon im Vorjahr überaus erfolgreich war, erreichte bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein einen neuen Höchstwert von 856 Mio. Euro. Das entspricht einem Anstieg von 10,69 Prozent. Davon entfielen auf die bilanziellen Kundenforderungen 64 Mio. Euro. Um weitere 19 Mio. Euro stiegen die Verbundkredite, die an Partner der genossenschaftlichen Finanzgruppe vermittelt wurden.

Dieses Kreditwachstum resultierte sehr stark aus gewerblichen und privaten Immobilienfinanzierungen. Dabei spielten auch energetische Investitionen und Sanierungsmaßnahmen eine wichtige Rolle. Der Niedrigzins begünstigte die Finanzierungsmöglichkeiten im Immobilienbereich. Unternehmensinvestitionen wurden aufgrund der guten Ertragslage vielfach aus eigener Liquidität gestemmt.

Walter Müller freut sich: „Wir haben gerne dazu beigetragen, dass viele Menschen in unserer Region sich ihren Traum vom Wohneigentum erfüllen oder größere Anschaffungen tätigen konnten. Unternehmen haben mit  betrieblichen Investitionen Arbeitsplätze vor Ort geschaffen und gesichert. Egal ob Privat- oder Firmenkunde – bei uns kann man sich auf fundierte Beratung und schnelle Kreditentscheidungen verlassen. Gleichzeitig war die Risikosituation für Kreditausfälle wieder sehr entspannt.

Kundeneinlagen

Die Kundeneinlagen haben ebenfalls zugelegt. Das bilanzielle Kundeneinlagevolumen beträgt 563 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 548 Mio. Euro, die Kunden der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG anvertrauten.

Das betreute Geldvermögen der Kunden verringerte sich geringfügig um 0,59 Prozent und lag bei 974 Mio. Euro. Grund hierfür war eine negative Entwicklung an den Aktienmärkten. Noch immer legten viele Kunden den Schwerpunkt auf Sicherheit und kurzfristige Verfügbarkeit ihres Geldes, gleichzeitig nahmen sie aber auch vermehrt Produkte mit längerfristiger Bindung und höheren Renditeerwartungen in den Fokus.

31.12.2017
31.12.2018
    Veränderung
Mio. Euro
Mio. Euro
-vorläufig-
Mio. Euro
Prozent
    Bilanzsumme
745
811
66
8,92
    Kundenforderungen
488
552
64
13,14
    Betreutes Kundenkreditvolumen
773
856
83
10,69
    Kundeneinlagen
548
563
15
2,82
    Betreutes Kundenanlagevolumen
980
974
-6
-0,59
    Betreutes Kundenvolumen
1.753
1.830
77
4,39
    Anzahl Mitarbeiter
181
176
    Anzahl Geschäftsstellen
17
17

Ergebnis

Der vorläufige Jahresüberschuss liegt bei 1,44 Mio. Euro und damit auf Vorjahreshöhe. Mit diesem Ergebnis kann die Eigenkapitalbasis weiter ausgebaut werden, um die steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen.

Stärkung der Region

„Die Volksbank Koblenz Mittelrhein zahlte rund 3 Mio. Euro Ertragssteuern, die den Menschen in der Region Mittelrhein zu Gute kommen. Weitere 1,8 Mio. Euro flossen über die Lohnsteuer der Mitarbeiter in die öffentlichen Kassen. Oder anders ausgedrückt, ohne unsere Steuergelder könnte so manches Projekt in der Stadt nicht umgesetzt werden“, erläutert Stephan Breser. An die Mitarbeiter selbst wurden rund 6 Mio. Euro an Gehältern ausgezahlt, die wiederum durch Ausgaben für  Wohnen, Konsum, Freizeit oder Dienstleistungen in den Geldkreislauf kamen und die Wirtschaftskraft in und um Koblenz erhöhten.

Vereinen, Stiftungen, Gemeinden und Schulen vor Ort konnten wieder auf die unkomplizierte Unterstützung der Volksbank Koblenz Mittelrhein zählen. Mehr als 135.000 Euro flossen so als Hilfe zur Selbsthilfe für zahlreiche kulturelle, sportliche und soziale Projekte in der Region.

Persönlich und digital nah bei den Kunden

Im letzten Jahr hatte die Volksbank Koblenz Mittelrhein ihr IT-System komplett auf neue Beine gestellt. So ist sie gut gerüstet für die digitalen Herausforderungen der Zukunft. Für die Volksbank ist klar, dass Digitalisierung und persönliche Nähe keine Gegensätze sind, sondern zwei Wege, die sich ergänzen. Mit neuen digitalen Angeboten, die eng mit der persönlichen Beratung verzahnt sind, trägt die Volksbank den sich ändernden Kundenanforderungen Rechnung. Jeder Kunde soll selbst wählen können, welcher Zugangsweg zur Bank für ihn der richtige ist.

Geplante Fusion mit der Volksbank RheinAhrEifel

„Regionalität und persönliche Nähe werden immer Priorität bei uns haben“, betont Stephan Breser im Hinblick auf die geplante Fusion mit der Volksbank RheinAhrEifel. Entscheidungen könnten dank Regionalprinzip trotz der Größe zeitnah vor Ort getroffen werden. Gleichzeitig hätte eine fusionierte Bank mehr Möglichkeiten, auch die digitalen Angebote weiter zu entwickeln. Mitarbeiter könnten immer mehr zu Fachexperten in ihrem Gebiet werden, wovon wiederum Mitglieder und Kunden profitieren. Außerdem wäre ein größeres Haus anziehender für Fachkräfte, denn ein zukünftiger personeller Engpass träfe auch die Bank selbst. Die Vorstände sind sich einig: „Wir wollen zusammen eine starke regionale, zukunftsfähige und attraktive Genossenschaftsbank an der Seite unserer Mitglieder und Kunden sein.“

Sowohl die Volksbank Koblenz Mittelrhein eG als auch die Volksbank RheinAhrEifel eG sind beide wirtschaftlich erfolgreiche Banken. Aus dieser Position der Stärke heraus wollen sie jetzt die Weichen stellen für eine gemeinsame Zukunft. Die Vertreter der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG entscheiden am 28. Mai 2019 im Rahmen der Vertreterversammlung über die Fusion. Die Vertreter der Volksbank RheinAhrEifel geben ihr Votum am 6. Juni ab.