Sonntag, 15. Dezember 2019

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Clara Schumann in Urbar

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Es ist zwar nicht bekannt, dass Clara Schumann, die am meisten bewunderte und geschätzte Pianistin des 19. Jahrhunderts und nebenbei die Ehefrau von Komponist Robert Schumann, je in Urbar aufgetreten wäre. Anlässlich ihres 200. Geburtstages holte sie dies nun nach,  und zwar mit Hilfe von Pianistin Anna Fedorova, Cellist Benedict Kloeckner und Schauspieler Julian Weigend. Diese Drei vermittelten nämlich einen höchst lebendigen Eindruck vom Leben der außergewöhnlichen Frau und von den Personen, die ihr nahestanden. Berichte, Tagebucheinträge  und Briefwechsel zwischen Clara und Robert Schumann sowie Johannes Brahms wechselten sich mit der von diesen komponierten Musik ab und schufen eine unvergleichliche Stimmung auf dem Dorfplatz von Urbar. Dazu trug natürlich auch die von Garry Krätz eingerichtete illustre Beleuchtung bei, die bei den mittlerweile schon fast traditionellen Sommernachtskonzerten in Urbar mit zum Programm gehört. Vor allem dem außergewöhnlichen Können  der von der Stommel Stiftung als Veranstalterin eingeladenen Künstler ist jedoch der Erfolg des Abends beim Publikum zu verdanken: Benedict Kloeckner und Anna Fedorova, die bereits mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle und Daniel Barenboim zusammengearbeitet haben und in den großen Konzertsälen der Welt zu Hause sind, zogen alle Register ihres Könnens. Julian Weigend, bekannt u.a. aus „Tatort“ und „In aller Freundschaft“, zog das Publikum mit seinem suggestiven Vortrag so in den Bann, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören.

Die Stommel Stiftung bedankt sich beim Internationalen Musikfestival Koblenz für die Kooperation und bei der Wolfram Haymann Stiftung für die großzügige Unterstützung. Für das nächste Jahr ist eine Fortsetzung geplant.