Freitag, 28. Februar 2020

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28.1.2020 Autor Maxim Leo liest im Bundesarchiv

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Koblenz. Zum Gedenken an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 laden das Bundesarchiv und der Freundschaftskreis Koblenz-Petah Tikva ein zur Lesung am

Dienstag, dem 28. Januar 2020, um 18.00 Uhr.

Der Autor Maxim Leo liest aus seinem Buch „Wo wir zu Hause sind. Die Geschichte meiner verschwundenen Familie". Im Anschluss besteht Gelegenheit, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen.

Der Berliner Autor Maxim Leo hat in seinem 2019 erschienenen Buch die Geschichte seiner jüdischen Familie aufgeschrieben, die in aller Welt zerstreut wurde und deren Kinder und Enkel zurückfinden nach Berlin, in die Heimat ihrer Vorfahren.

Maxim Leo, gelernter Chemielaborant, studierte Politikwissenschaften und wurde Journalist. Er schreibt Romane, Krimis, Drehbücher für den „Tatort“ und gemeinsam mit Jochen Gutsch Kolumnen für die „Berliner Zeitung“. 2006 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Für sein autobiografisches Buch „Haltet eure Herzen bereit“ wurde er 2011 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet.

Veranstaltungsort: Bundesarchiv, Potsdamer Straße 1, 56075 Koblenz

Der Eintritt ist frei.

Anmeldungen zur Veranstaltung per Telefon 0261 505700 (Mo bis Fr von 9-12 Uhr) oder per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

5.2.2020 Vortrag von Professor Dr. Walter Mühlhausen.

Am Mittwoch, dem 5. Februar 2020, um 18 Uhr

spricht Professor Dr. Walter Mühlhausen zum Thema "Verpasste Chancen und verhinderte Katastrophen – Die Gründung der Weimarer Republik 1918-1920" Weimar war Experiment, Versuch, Aufbruch, Sprung in die Moderne. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie ist komplex und wird immer noch vom Ende her beleuchtet: Wieso hatte sie nur eine Lebensdauer von 14 Jahren? Diese Frage rückt die ersten Jahre in den Fokus. War die Weimarer Republik durch Fehler und Versäumnisse in der Gründungsphase zum Scheitern verurteilt? Oder ist es nicht vielmehr erstaunlich, dass in den Nachkriegswirren unter Extrembelastungen überhaupt eine Demokratie etabliert wurde?

Diesen Fragen geht Walter Mühlhausen nach. Dabei entwirft er ein vielschichtiges Bild der dramatischen Gründungsphase von 1918 bis 1920, als Revolution, Bürgerkrieg, Verfassungsschöpfung, Versailler Vertrag und Konterrevolution das Zeitgeschehen prägten. Wurden Chancen verpasst oder genutzt, drohende Katastrophen verhindert oder neue heraufbeschworen? Wohin neigte sich die Waage von Soll und Haben der Revolutionszeit?