Freitag, 22. Januar 2021

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Luftreinigungsgeräte für Bopparder Kitas und Grundschulen

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Die Stadt Boppard rüstet die Klassenräume ihrer drei Grundschulen sowie die Gruppenräume ihrer Kindertagesstätten mit Luftdesinfektions- und Reinigungsgeräten aus. Auf Vorschlag von Bürgermeister Dr. Walter Bersch stellte der Hauptausschuss hierfür rund 90.000 € außerplanmäßig zur Verfügung. Die Geräte erzeugen einen Überfluss an der natürlichen luftreinigenden Substanz OH (Hydroxylradikal) und gewährleisten durch ihre Technologie eine sichere Desinfektion der Umgebungsluft.  OH (Hydroxylradikal) ist eine kraftvolle Reinigungssubstanz, die auf natürliche Weise durch Sonnenlicht, Ozon und Feuchtigkeit in der Luft erzeugt wird. Die Hydroxylradikale zerstören nicht nur Viren und Bakterien, sondern bauen auch unangenehme Gerüche ab und wandeln flüchtige organische Verbindungen so um, dass sie nicht länger schädlich sind. Da es sich um ein Verfahren handelt, das in der Natur vorkommt, ist es vollkommen unschädlich für den Menschen und kann problemlos dauerhaft eingesetzt werden.

Mit der Installation dieser Luftreinigungsgeräte wird die Ausbreitung von mit dem Coronavirus belasteten Aerosolen in den Klassen- und Gruppenräumen verhindert, sodass sich die besondere Belüftungsproblematik nicht stellt. Bürgermeister Dr. Bersch hofft, dass mit dieser Maßnahme die Bopparder Kitas und Grundschulen während der Corona-Pandemie gut durch den Winter kommen.

1.400 Bäume und 2.400 Sträucher für Boppard

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Das Land fördert die für Dezember 2020 geplante Pflanzaktion der Stadt Boppard bei einem Fördersatz von 90% mit insgesamt 63.900 €. Diese erfreuliche Mitteilung erhielt nun Bürgermeister Dr. Walter Bersch in Form eines Bewilligungsbescheides von der rheinlandpfälzischen Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Ulrike Höfken. Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 21. Juni 2020 einstimmig beschlossen, die Aktion „Bürger pflanzen Bäume und Sträucher“ durchzuführen, wobei das Pflanzmaterial kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Aufgrund des folgenden öffentlichen Aufrufes bei Vorgabe einer Bestellliste mit 70 verschiedenen Sorten haben 475 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Boppard rund 1.400 Laub- und Obstbäume sowie 2.400 Sträucher bestellt.

Diese Bäume und Sträucher sollen ab dem 1. Dezember mit Unterstützung des Forstamtes an den Bauhöfen Bad Salzig und Buchholz ausgegeben werden. Die Ausgabe wird auf mehrere Tage ausgedehnt, um die einschlägigen Hygiene-Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beachten zu können. Alle Pflanzwünsche werden grundsätzlich erfüllt. Lediglich die 88 Mittelrhein-Kirschen „Bopparder Krächer“, „Kesterter Schwarze“ und „Perle von Filsen“ müssen noch entsprechend veredelt werden und können somit erst im Herbst 2021 ausgeliefert werden. Die 475 Bestellerinnen und Besteller erhalten in Kürze Post von der Stadtverwaltung, der sie entnehmen können, an welchem Tag sie ihre bestellten Bäume und Sträucher  in Bad Salzig oder in Buchholz abholen können.  Die Aktion ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung von Kleinklima und Ästhetik im Wohnumfeld, so Bürgermeister Dr. Bersch. Die Pflanzaktion fördert in den Innenbereichen der 10 Ortsbezirke der Stadt Boppard insbesondere in den Tallagen die Sauerstoffproduktion und Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, die Frisch- und Kaltluftentstehung zur Kühlung angrenzender Bebauung und Freiräume sowie die Absorption und Filterung an Luftschadstoffen. Für Insekten und Vögel werden Lebensräume erweitert.

Vollsperrung

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Vollsperrung der Straßen Hohlstraße, Andreas-Schüller-Straße und Peter-Josef-Kreuzberg-Straße im Ortsbezirk Boppard

In der Zeit vom 10.11.2020 bis 27.11.2020 erfolgt in den Straßen „Hohlstraße“, „Andreas-Schüller-Straße“ und „Peter-Josef-Kreuzberg-Straße“ eine Vollsperrung in Form einer Wanderbaustelle. Dringende Asphalt- und Bordarbeiten machen dies notwendig.

Der Antragsteller informiert alle unmittelbaren Anlieger und regelt mit Ihnen die Zufahrtsmöglichkeiten zu den jeweiligen Grundstücken. Der Anliegerverkehr ist zugelassen bis zur Baustelle.

Alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner, die von der Vollsperrung betroffen sind, werden um Verständnis gebeten.

Auskünfte erteilt die Stadtverwaltung Boppard, Ordnungsamt, Herr Neyer, Telefon: 06742 / 103-34.

Erstmals Erwerbstätigenbefragung

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Regionalrat Wirtschaft veröffentlicht Studie zu Leben und Arbeiten im Rhein-Hunsrück-Kreis

Analyse der regionalen Stärken und Schwächen – Relevanz für Politik und Wirtschaft

Gedacht haben es sich viele, jetzt steht es schwarz auf weiß fest – und das wissenschaftlich belegt: Die Menschen leben und arbeiten gerne im Rhein-Hunsrück-Kreis. Dabei überwiegen die Vorteile klar gegenüber den Schwächen.

Dies ist in aller Kürze das Ergebnis einer Erwerbstätigenbefragung, die in der vergangenen Woche im Kreisausschuss vorgestellt wurde. Im Auftrag des Regionalrates Wirtschaft Rhein-Hunsrück e.V. hat das Umfragezentrum Bonn – Prof. Rudinger GmbH, kurz uzbonn GmbH, erstmals eine repräsentative Studie durchgeführt. Dazu wurden insgesamt 529 Erwerbstätige aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis im Zeitraum vom 25. Mai bis 25. Juni 2020 telefonisch befragt; 300 von ihnen leben im Hunsrück, 229 am Mittelrhein. Gefördert wurde die Befragung als LEADER-Projekt durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

„Unser Ziel war es, herauszufinden, ob die Erwerbstätigen gerne in der Region leben und arbeiten – und warum“, so Achim Kistner, Geschäftsführer des Regionalrates Wirtschaft Rhein-Hunsrück mit Sitz in Simmern. „Die Ergebnisse sind von großem Interesse nicht nur für uns als Wirtschaftsförderer und Regionalentwickler, sondern grundsätzlich für Politik und Wirtschaft – und das gleich aus mehreren Gründen.“

So liefert die Studie erstmals statistisch belegte Informationen für die künftige Arbeit des Regionalrates Wirtschaft als Einrichtung der Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung. Die positiven Aussagen zum Rhein-Hunsrück-Kreis werden beispielweise in die Marketingkampagne GELOBTES LAND einfließen, mit der Fachkräfte und ihre Familien zum Zuzug gewonnen werden sollen. Darüber hinaus liefert die Befragung sowohl der Politik als auch der Wirtschaft, d. h. den regionalen Betrieben, wichtige Erkenntnisse über diejenigen Faktoren, die den (potenziellen) Mitarbeiter*innen besonders wichtig sind – oder eben von nachgeordneter Bedeutung. „In Zeiten des Fachkräftemangels gilt es für die Arbeitgeber, möglichst attraktiv für Arbeitnehmer zu sein“, so Kistner.

Hier die zentralen Ergebnisse der Befragung (Mehrfachnennungen waren jeweils möglich.):

Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist ganz klar eine Wohlfühlregion. Bei den sogenannten Wohlfühlfaktoren werden Spitzenwerte erzielt: 94,4 Prozent der Befragten geben an, sehr gerne oder gerne in der Region zu leben. 90,4 Prozent schätzen die Landschaft und Natur, 85,9 Prozent denken nicht über einen Wegzug nach und 82,5 Prozent würden den Landkreis als Ort zum Leben und Arbeiten weiterempfehlen.

Frauen haben viel häufiger ihre Arbeitsstelle im Kreis, sie fühlen sich hier auch tendenziell wohler als die Männer. Menschen am Mittelrhein und auf dem Hunsrück leben fast gleich gerne in der Region.

36,5 Prozent der Befragten sind Pendler aus dem Kreis. Neun von zehn dieser Gruppe (90,4 Prozent) fahren mit dem Auto zur Arbeit, davon wiederum immerhin jeder 8. als Mitglied einer Fahrgemeinschaft.

41,5 Prozent der Pendler arbeiten außerhalb des Kreises, weil sie dort eine Arbeit gefunden haben. 28,9 Prozent geben an, dass es vor Ort keine Areit für sie gab. 11,9 Prozent pendeln, weil sie woanders mehr verdienen. Übrigens: Am Mittelrhein pendeln deutlich mehr Menschen zur Arbeit und legen größere Distanzen zurück als auf dem Hunsrück.

Wichtig sind den Arbeitnehmer*innen im Job insbesondere eine gute Kommunikation und Wertschätzung. Eine faire Bezahlung steht an dritter Stelle, gefolgt von Flexibilisierung der Arbeitsorganisation, Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie moderner Ausstattung des Arbeitsplatzes. Wenig Überstunden spielen eher eine nachgeordnete Rolle.

Gründe, den Kreis zumindest vorübergehend ganz zu verlassen, sind in erster Linie ein Studium (36,1 Prozent) bzw. Schule und Ausbildung (34,5 Prozent) sowie eine neue Arbeitsstelle (31,9 Prozent). Partnerschaft und familiäre Gründe fallen hier kaum ins Gewicht (9,1 und 5,0 Prozent). Grundsätzlich gilt: Je höher der Schulabschluss, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Wegzuges.

Befragt, warum sie (wieder) in den Kreis gezogen sind, gibt es wiederum drei eindeutige Beweggründe: die Arbeitsstelle (28,6 Prozent), die Verbundenheit zu Familie und Freunden vor Ort (26,2 Prozent) und die Partnerschaft (23,8 Prozent). Es folgen die Landschaft/Natur, günstiger/bezahlbarer Wohnraum und Heimatverbundenheit.

Grundsätzlich zu den Stärken und Schwächen der Region befragt, werden erneut drei zentrale positive Punkte genannt: die Landschaft und Natur, das Wandern sowie die Nähe zu Familie, Verwandtschaft und Freunden. Gefolgt vom günstigen Wohnraum und dem Zusammenhalt der Bevölkerung.

Kritik gibt es insbesondere an der Infrastruktur (49 Prozent), der medizinischen Versorgung (13,8 Prozent) sowie den kulturellen Angeboten (9,1 Prozent) – allesamt typische Defizite für den ländlichen Raum.

„Natürlich sind wir selbst von den Stärken des GELOBTEN LANDES überzeugt“, bewertet Achim Kistner die Ergebnisse, „aber von den berufstätigen Menschen im Kreis bestätigt zu bekommen, dass sie gerne hier arbeiten und leben, macht es uns einfacher, mit den Vorzügen der Region zu werben. Durch die Befragung werden neben ganz vielen positiven Bewertungen aber auch ein paar Schwächen offengelegt. Wir, die Politik und die Unternehmen haben also auch ein paar Hausaufgaben bekommen.“

Diese und weitere Ergebnisse der Studie wurden in einem Flyer anschaulich zusammengestellt. Dieser kann persönlich abgeholt werden beim Regionalrat Wirtschaft Rhein-Hunsrück e.V., Koblenzer Str. 3, 55469 Simmern, Telefon: 06761/96442-0, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Eine Online-Version steht als Download auf der Website www.rhein-hunsrueck.de zur Verfügung. Außerdem liegen die Flyer bei der Kreisverwaltung in Simmern aus.

Deutsche Schienenhilfe fordert 1 Milliarde für Onboard-Sensorik im Güterverkehr

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Ziel ist weniger Lärm im Mittelreintal

Bad Breisig / Neuwied, 2.11.2020. - Eine Milliarde Euro zusätzliches Staatsgeld für den Schienengüterverkehr – das fordert die Deutsche Schienenhilfe. Damit muss jeder Waggon mit einer Sensorik ausgerüstet werden, der die technischen Zustände komplett übermittelt. Bei 180.000 Wagen im deutschen Halterregister errechnet sich ein Zuschussbedarf von rund 5500 Euro pro Wagen.  
„Mit einer solchen Übermittlung wird man Flachstellen früh feststellen“, sagt der Vorsitzende der Schienenhilfe, Jochen Zenthöfer. Flachstellen sind Radunebenheiten, die Lärm verursachen und zu schlimmen Schäden bis hin zu Unglücken führen können. „Die Politik hat das Problem erkannt und will ein Gesetz gegen Flachstellen verabschieden. Dabei will es wayside-monitoring zur Pflicht machen, also die Erfassung der Zustände vom Schienenrand aus. Dazu werden Geräte aufgestellt, die die Züge im Vorbeifahren filmen und messen. Doch viel wirkungsvoller ist onboard-monitoring. Die Messungen müssen im Wagen selbst stattfinden!“
Zwar sei wayside-monitoring sehr günstig und zuverlässig, aber nur onboard-monitoring könne schadhafte Waggons zu jedem Zeitpunkt der Fahrt erkennen – und nicht nur bei Messstationen.
„Auf diese Weise können wir den durch Flachstellen erzeugten Lärm im Mittelrheintal um 80 Prozent reduzieren. Dann hätten wir wirklich leisere Züge!“, sagte Zenthöfer.  
Diese geforderte Milliarde muss zusätzlich fließen zu den 6,4 - 8,6 Milliarden Euro, die die neuen Kupplungssysteme für Wagen und Lokomotiven kosten (Quelle: Allianz pro Schiene). Der Staat sollte Kupplungssysteme und Einbau der Sensorik zur Flachstellendetektion als Zuschuss fördern. Das Geld sei für technische Innovationen und Umweltschutz gut angelegt. Europarechtlich dürfte es keine Probleme geben, so die Schienenhilfe. „Wer Milliarden in die Lufthansa pumpt, kann einen Bruchteil davon auch für den Schienenverkehr geben.“

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