Sonntag, 15. Juli 2018

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Im Zauber des 18. Spectaculums von Oberwesel:

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Landrat als Landvogt und Landtags-Vizepräsident als Pfalzgraf

Traditionell alle zwei Jahre zu Pfingsten feiert Oberwesel am Rhein sein mittelalterliches Spectaculum, so auch vom 19. bis zum 21. Mai 2018. Die „Stadt der Türme und des Weines“ im Welterbe Oberes Mittelrhein-Tal verzaubert seine Besucher erneut mit einem dreitägigen Fest, das sich durch Originalität bis ins kleinste Detail von den vielen Nachahmern wohltuend abhebt. Die ohnehin alte Kulisse der Stadtmauern, deren Restaurierung teilweise von den Reinerlösen des Spectaculums mitfinanziert wurde, wird thematisch konsequent in den Stadtkern gezogen.

Einmal mehr wird Modernes wie Reklame aller Art, Garagen-Einfahrten, Verkehrsschilder, große Glasflächen und sogar ganze Hauswände kunstvoll mit Säcken, Leinen und Tüchern abgedeckt. EC-Automaten werden mit „Dukatenscheisser“-Schildern in gotischen Lettern kaschiert, und  Elektrizität ist weitgehend tabu: Galgen mit selbstgeschmiedeten Leuchtern und mehr als 2000 selbstgegossenen Kerzenbechern ersetzen die Straßenbeleuchtung. Tausende von flackernden Lichtern tauchen abends die Szene in einen fast gespenstischen Schein.

Auch weitere Erfindungen der Neuzeit gelten als unerwünscht: Jegliche Art von Kunststoffen, Plastikgeschirren, Papptellern und Papierservietten sind auf dem Festgelände ebenso strikt verboten wie Kartoffeln, Fast-Food-Gerichte, Flaschen oder Dosen. Essen wie im Mittelalter nach alten Rezepten ist den entsprechenden Standbetreiben vorgegeben. Rülpsen und Furzen – beispielsweise nach einem kräftigen Stück Wildbrett – sind durchaus statthaft, und für das Verrichten der Notdurft folgt man einfach dem Hinweis „Donnerbalken“. Das Tragen von Armbanduhren, von Handys ganz zu schweigen, hat bei den Teilnehmern – wenn überhaupt – völlig verdeckt zu erfolgen. Nur bei Brillen wird aus Sicherheitsgründen ein Auge zugedrückt.

Volles Programm bis in den Abend

Nach „Corvus Corax“ und „in extremo“ in früheren Jahren bietet das Spectaculum 2018 bereits zum siebenten Mal den lautstarken, begeisternden Auftritt der Gruppe „Furunkulus“. Neben dieser einmaligen Mischung aus „mittelalterlichem Pop und Rock“ empfehlen sich erstmalig auch die Formationen „des Wahnsinns fette Beute“ und Fatzwerk“.

Für viel „Action“ sorgen Ritter-Stunts. So streiten sich die Schwertkämpfer der „ Söldner zu Cöln“ und der „freien Halunken“. Das große Ritterlager in den Rheinanlagen komplettieren mit zwölf Zelten der Wikinger Vakr und seine Normannen, die auch viel Handwerk zeigen. Feuerspeier, Gaukler und Narren, Jongleure und Zauberer sorgen  mit „Forzarello“, „Narrenkai“ und „Jo der Gaukler & Bagage“ für viel Kurzweil. Diese Gaukelei mit viel losem Mundwerk ergänzt Chnutz von Hopfen mit seinen spannenden Geschichten. Ein Figuren-Theater sowie Max Gaudios Schmierentheater, die Aufführungen der Damscheider Theatergruppe und des Kinder- Puppentheaters im Ratskeller warten auf ihr Publikum.  Weitere Attraktionen für Kinder: eine Spielgasse, ein Streichelzoo und ein Scriptorium, in dessen Schreibstube die Kleinen fleißig üben dürfen.

Wie gehabt - freier Eintritt für Kinder

Bis zur „Schwertgröße 150“ – also für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr – ist traditionell beim Oberweseler Spectaculum der Eintritt frei. Wer älter ist, bezahlt für eine Tageskarte 14 Euro. Wenig Geld für 12 Stunden mittelalterlicher Aktivitäten auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig, zumal im Preis ein Tonbecher mit einem Schönburger Wappenmotiv enthalten ist.

Festliches Hochamt mit einer Uraufführung

Ob Steinmetze, Lehmbauer, Drechsler, Schieferspalter, Stellmacher, Waffenschmiede, Bierbrauer, Seilmacher, Salzsieder, Löffelschnitzer, Laternenmacher, Weinschröter oder Töpfer, die Vielfalt mittelalterlichen Handwerks ist bei diesem traditionellen Spectaculum nicht wegzudenken. In der Schmiede des Eberbacher Hofs, 1312 bereits urkundlich erwähnt, wird wieder kräftig gehämmert, während nebenan das große Lastenrad von Kindern unter Aufsicht in Betrieb gesetzt werden kann. Für das leibliche Wohl sorgen Winzer und Wirte. Traditionell steht der Pfingstsonntag im Zeichen eines festlichen Hochamtes in der gotischen Liebfrauenkirche. Für dieses hat Lukas Stollhof eigens eine „Messe in G“ geschrieben. Ausführende sind der Chor von Liebfrauen und St.Martin, der junge Chor „Carduelis“ sowie diverse hervorragende Solisten und Instrumentalisten. An jedem Tag marschieren die Teilnehmer auf das Festgelände ein, verkünden Landvögte ( Landrat Dr. Marlon Bröhr und VG-Bürgermeister Thomas Bungert ) – im Beisein des Pfalzgrafen bei Rhein (Landtags-Vizepräsident Hans-Josef Bracht) – sowie der Stadt-Schultheiß alias Stadtbürgermeister Jürgen Port  die Regularien.

Zurück ins Jahr 1418

So geschehen in den Mauern von Oberwesel, das auf eine 2000-jährige Geschichte zurückblicken kann, und das beim Spectaculum mit einer 600-jährigen Retrospektive aufwartet. Wir schreiben das Jahr 1418 – unter der Herrschaft des Siegmund von Luxemburg, der sich gerade durch die Verbrennung von Jan Hus den Zorn der Böhmen zugezogen hatte. Immer noch litten die Weseler unter dem verhassten, da maßlosen Kurfürsten, dem Trierer Erzbischof  Werner von Falkenstein. Weil sie ihm nicht huldigen wollten, hatte er 1390/91 Krieg gegen sie geführt und dabei erstmalig in Europa Feuerwaffen eingesetzt.

Im Takt mit der Bahn direkt zum Festgelände

Keine 200 Meter trennen den Oberweseler Bahnhof vom Eingang zum Festgelände am Haag´s Turm, und für günstige, häufige Verbindungen sorgt schon der Rheinland-Pfalz-Takt. Für die Anfahrt längs des Rheines bietet sich der Schienenverkehr ohnehin an. Reizvolle Kombinationsmöglichkeit: hinzu mit einem KD-Schiff und zurück auf der Schiene! Samstag und Sonntag verlängert die Fähre von Sankt Goar ihren Dienst bis kurz vor Mitternacht, damit auch die rechtsrheinischen Fans des spektakulären Abendprogramms auf ihre Kosten kommen.

Sprechstunde des Beirats für Migration und Integration des Rhein-Hunsrück-Kreises

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Der Beirat für Migration und Integration des Rhein-Hunsrück-Kreises bietet seit März 2018 jeden Monat eine Sprechstunde in der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis in Simmern an.

Der Beirat steht den Menschen mit Migrationshintergrund, Interessenvertretern und Betrieben im Rhein-Hunsrück-Kreis als Ansprechpartner für besondere Anliegen und Probleme zur Verfügung.

In regelmäßigen Kontakten zu den regionalen Institutionen und Diensten sowie zu Verwaltung setzt er sich für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund und die Verbesserung des Zusammenlebens ein.

Die nächste Sprechstunde des Beirats findet am Donnerstag, 17. Mai 2018, in der Kreisverwaltung in Simmern von 16 bis 18 Uhr statt. Anmeldung – aus organisatorischen Gründen unbedingt erforderlich – bei Doris Becker, Telefon 06761 82-125, oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Sprechstunde des Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung

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Der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung im Rhein-Hunsrück-Kreis, Klaus Gewehr, bietet jeden Monat eine Sprechstunde in der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis in Simmern an. Herr Gewehr steht den Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörigen und Interessenvertretern im Rhein-Hunsrück-Kreis als Ansprechpartner für besondere Anliegen und Probleme zur Verfügung. In regelmäßigen Kontakten zu den regionalen Einrichtungen und Diensten sowie zur Kreisverwaltung setzt er sich für die Belange von Menschen mit Behinderung und die Verbesserung von Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung ein.

Die nächste Sprechstunde von Herrn Gewehr findet am Donnerstag, 17. Mai 2018, in der Kreisverwaltung in Simmern von 14 bis 16 Uhr statt. Anmeldung – aus organisatorischen Gründen unbedingt erforderlich – bei Doris Becker, Telefon 06761 82-125, oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Anträge auf Agrarförderung 2018 – Fristende beachten

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Das diesjährige Antragsverfahren Agrarförderung für Direktzahlungen, Weitergewährungsantrag EULLa (Entwicklung von Umwelt Landwirtschaft und Landschaft) und PAULa (Programm Agrar-Umwelt-Landschaft) sowie Steillagenförderung im Weinbau endet am 15. Mai 2018. Allerdings können Anträge noch verspätet bis zum 11. Juni 2018 eingereicht werden; der Förderbetrag wird jedoch entsprechend gekürzt.

Achtung: Der Antrag Agrarförderung gilt erst als eingereicht, wenn der Datenträgerbegleitschein (DBS) bei der Kreisverwaltung fristgerecht eingegangen ist.

Wichtig ist es auch bis zum vorgenannten Zeitpunkt Zahlungsansprüche zu übertragen. Es ist ratsam und geldlich lohnend überschüssige Zahlungsansprüche, die zum Beispiel durch Flächenverluste oder Aufgabe des Betriebs frei werden, zu verkaufen bevor sie unentgeltlich eingezogen werden.

Angebote können an der Pinnwand im Fachbereich Landwirtschaft ausgehängt werden.

Weitere Auskünfte erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises, Fachbereich Landwirtschaft, unter den Rufnummern 06761 82-830 bis -836.

Appell

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Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Bröhr,

das Kirchenasyl der Familie Abuev dauert nun schon fast drei Monate. Die durch die drohende Abschiebung schon sehr belastete fünfköpfige Familie lebt seitdem auf 30 Quadratmetern zusammen. Wir sind beschämt und betroffen darüber, das Solches in unserem Kreis, dem „gelobten Land“, möglich ist.

Wir führen die hinreichend bekannten Umstände – die gute Integration der Familie, die schulischen Leistungen der Kinder, usw. - an dieser Stelle nicht weiter aus, all dies ist hinreichend bekannt. Wir sind der Auffassung, dass es oberstes Ziel sein muss, die menschenunwürdigen Lebensumstände der Familie Abuev zu beenden und ihnen zu ermöglichen, ihr Leben in Sicherheit so zu führen, dass Eltern und Kinder ihren guten Weg in unserem Kreis fortsetzen können.

Wir fordern Sie hiermit auf, die Verwaltung anzuweisen, ihren vom Gesetzgeber vorgesehenen Gestaltungsspielraum zu nutzen, die Passpflicht zu ersetzen und der Familie den Aufenthalt zu gewähren.

Roger Mallmenn im Namen der Fraktion DIE LINKE.

Michael Maurer im Namen der SPD- Fraktion

Stefan Wickert im Namen der Fraktion Freie Wähler

Willi Bohn, Bündnis 90/ Die Grünen

Daniela Lukas- von Nievenheim, Kreisvorstand Bündnis 90/ Die Grünen

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