Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Regionale E-Pioniere bereiten WAVE Trophy einen herzlichen Empfang in Simmern

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Als am Sonntag, 15. September 2019, kurz vor der Mittagszeit rund 25 Teams der WAVE-Trophy auf dem Simmerner Schlossplatz eintrafen, wurde diese von einer deutlich höheren Anzahl von E-Pionieren aus der Region herzlich begrüßt. Dem entsprechenden Aufruf von Landrat Dr. Marlon Bröhr war eine für die Veranstalter erstaunlich große Anzahl von regionalen E-Mobilisten gefolgt. So verkündete Klimaschutzmanager Frank-Michael Uhle schon vor dem Eintreffen des ersten WAVE-Teams voller Freude, dass mehr als 20 verschiedene E-Fahrzeugtypen aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis sowie der umliegenden Region auf dem Schlossplatz sich zum Empfang der E-Rallyefahrer versammelt hatten. Uhle bedankte sich insbesondere bei dem erst kürzlich vom Bopparder E-Pionier Ingo Schwanenberger mitgegründeten E-Fahrerstammtisch Koblenz, der in Simmern starke Präsenz zeigte und tatkräftig bei der Einweisung der Fahrzeuge auf dem gut gefüllten Schlossplatz unterstützte.

Dabei wurde von den privaten E-Pionieren die gesamte Palette der heute bereits alltagstauglichen E-Modelle präsentiert: vom E-Motorrad über Klein- und Mittelklassewagen bis zu etlichen Luxusmodellen der Marke Tesla Model S und X. Auch Transporter für das Handwerk wurden auf dem Schlossplatz präsentiert. WAVE - Tour Direktor Louis Palmer und Tour Manager Stephan Schwarzkopff zeigten sich von dem herzlichen Empfang der regionalen E-Mobilisten in Simmern tief beeindruckt.

Nachdem die Tourteilnehmer und die einheimischen E-Pioniere sich bei einem Eintopf im Neuen Schloss gestärkt hatten, folgte eine Vorstellung der „Energie-Kommune des Jahrzehnts“ im Pro-Winzkino. Der schweizerische Umweltaktivist und Tour-Direktor Louis Palmer (48), der in den Jahren 2007/2008 als erster Mensch mit einem solarbetriebenen Fahrzeug die Erde umrundet hat, war sich mit den lokalen E-Pionieren einig, dass Elektromobilität bereits heute alltagstauglich und höchst wirtschaftlich ist.

Klimamanager Uhle betonte, dass die E-Mobilität für Pendler eine riesige Chance gerade für den ländlichen Raum ist. Anhand der wirtschaftlichen Auswertung seines eigenen E-KFZ erläuterte Uhle das erhebliche finanzielle Einsparpotential. Aktuell gibt es rund 69.000 PKW im Landkreis, davon erst rund 150 reine E-Fahrzeuge. Dies ist zwar eine Verdopplung zum Vorjahr, aber nach wie vor bewegt sich der Anteil am Fahrzeugbestand im Promillebereich. „Würden in den kommenden Jahren 30.000 Pendler-Fahrzeuge im Landkreis durch E-Mobile ersetzt, könnte eine jährliche Betriebskostenersparnis von 45 Millionen Euro erwirtschaftet werden“, führte Uhle aus. Eine jährliche regionale Wertschöpfung, die so hoch ist, wie aktuell aus dem Betrieb der erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen im Rhein-Hunsrück-Kreis.

Landrat Dr. Marlon Bröhr dankte Louis Palmer für seinen Besuch im Hunsrück. Außerdem bedankte er sich bei der Stadt Simmern, insbesondere dem Team des Hunsrück-Museums, sowie dem Pro-Winzkino für die gute Kooperation bei der gemeinsamen Organisation der Veranstaltung.

Die Stadtverwaltung Boppard / Fundbüro informiert

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Im Mühltal Boppard wurde eine Schlange gefunden.

Der Besitzer wird gebeten sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Nähere Auskünfte erteilt das Fundbüro der Stadtverwaltung Boppard, Simone Zölzer, Tel. 06742/103-19 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Das Fundbüro Boppard informiert

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Beim Fundbüro der Stadtverwaltung Boppard wurden in den letzten Wochen folgende Gegenstände abgegeben: Fahrrad, Herrenuhr, Wanderstöcke, Handy, Schlagbohrer, Roller, Hörgerät.

Nähere Auskünfte erteilen die Mitarbeiterinnen der Zentrale. Telefon: 06742/1030.

 

 

Jusos laden ein zum Sommerfest

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Nach einem erfolgreichen Kommunalwahlkampf und der Sommerpause möchten die Jusos Rhein-Hunsrück und Jusos Boppard Danke sagen.

Alle Freunde und Freundinnen sowie Interessierte sind am 20.09.2019 herzlich eingeladen zum gemeinsamen Grillen. Grillgut und Getränke stehen vor Ort bereit!

Wir laden alle ab 17 Uhr auf die VVV-Hütte Bad Salzig, auf dem Wolf ein.

Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz

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Windenergieanlagen bei Boppard nahe dem UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Der Rhein-Hunsrück-Kreis muss über den Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung für drei Windenergieanlagen auf dem Gebiet der Stadt Boppard in der Nähe des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal erneut entscheiden. Dies ent­schied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.

Die Klägerin beantragte ursprünglich die Genehmigung von vier ca. 200 Meter hohen Windenergieanlagen auf dem Gebiet der Stadt Boppard, Gemarkung Weiler. Die Stand­orte liegen in der Nähe des UNESCO-Welterbes „Oberes Mittelrheintal“ außerhalb von Kernzone und Rahmenbereich des Welterbegebietes. Der beklagte Rhein-Hunsrück-Kreis lehnte im Januar 2015 die Genehmigung ab und verwies zur Begründung auf die Belange der natürlichen Eigenart der Landschaft, des Landschaftsbildes sowie auf die besondere Bedeutung des Denkmalschutzes, da die geplanten Anlagen unmittelbar an den Rahmenbereich des Weltkulturerbes angrenzten und von weitem sichtbar seien. Nach der vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und dem Zweckverband Oberes Mittelrheintal gemeinsam in Auftrag gegebenen sogenannten Sichtachsenstudie bestehe ein sehr hohes Konfliktpotential mit dem Welterbe. Die auf Neubescheidung des Genehmigungsantrags für drei Windenergieanlegen gerichtete Klage wies das Verwaltungsgericht ab (vgl. Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Koblenz Nr. 22/2018). Der hiergegen erhobenen Berufung der Klägerin gab das Ober­verwaltungsgericht statt und verpflichtete den beklagten Landkreis, erneut über den Genehmigungsantrag zu entscheiden.

Die vom beklagten Landkreis angeführten Versagungsgründe lägen nicht vor. Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme werde es durch die Windenergieanlagen nicht zu einer Verunstaltung des Landschaftsbildes kommen. Eine Verunstaltung des Land­schaftsbilds durch Windenergieanlagen könne nur in Fällen angenommen werden, in denen in eine wegen ihrer Schönheit und Funktion ganz besonders schutzwürdige Umgebung in mehr als unerheblichem Maße beeinträchtigend eingegriffen werde. Bei dem Gebiet des Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal, in das die geplanten Anlagen aufgrund ihrer Höhe und ihrer Drehbewegungen einwirkten, handele es sich unabhän­gig von seinem Welterbestatus zwar um eine besonders schutzwürdige Landschaft. Nach der vom Gericht durchgeführten Inaugenscheinnahme des Landschaftsbildes unter Berücksichtigung des Störpotentials der drei Windenergieanlagen von den vier Aussichtspunkten, die von den Verfassern der vom Beklagten herangezogenen Sichtachsenstudie als repräsentativ für die Sichtbarkeit der Anlagen ausgewählt worden seien, sei jedoch eine Verunstaltung des Landschaftsbildes nicht festzustellen. Dem Vorhaben stehe angesichts der gesetzlichen Privilegierung von Windenergieanlagen im Außenbereich auch nicht entgegen, dass es die natürliche Eigenart der Landschaft beeinträchtige. Die Landesverordnung über das Landschaftsschutzgebiet Rheingebiet von Bingen bis Koblenz, deren Schutzzweck insbesondere die Erhaltung der land­schaftlichen Eigenart, der Schönheit und des Erholungswertes des Rheintals und seiner Seitentäler sei, stehe dem Vorhaben ebenfalls nicht entgegen. Auch insoweit fehle es an einer relevanten Beeinträchtigung. Beim Rheintal und seinen Seitentälern handele es sich keineswegs durchweg um ein von der Zivilisation bislang weitgehend unberührt gebliebenes und in diesem Sinne noch in einem weitestgehend naturnahen Zustand verbliebenes Gebiet. Über die Wohnbebauung hinaus seien Eisenbahnlinien, die Bundesstraße B 9, Häfen und Gewerbegebiete sowie Funk- und Strommasten zu sehen. Der Beklagte könne dem Beklagten schließlich auch Belange des Denkmal­schutzes nicht mit Erfolg entgegenhalten. Er habe in einem erneuten Verfahren zu prüfen, ob über die von ihm herangezogenen, aber nicht durchgreifenden Gründe hinaus sonstige Vorschriften der Errichtung der Anlagen entgegenstünden.

Urteil vom 6. Juni 2019, Aktenzeichen: 1 A 11532/18.OVG

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