Montag, 18. November 2019

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PETER BLESER INFORMIERT SICH ÜBER DESIGNETZ-TEILPROJEKTE

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  • Bundestagsabgeordneter Peter Bleser besichtigt Batteriespeicher in seinem Wahlkreis
  • Designetz entwickelt Blaupause für Energiewende

Als Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Energie besuchte der Bundestagsabgeordnete Peter Bleser gestern den Batteriespeicher in Gödenroth. In seiner Funktion ist er zuständig für Förderprogramme zur Erprobung der Energieversorgung aus erneuerbaren Energien und erstattet der CDU/CSU-Fraktion für alle „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG) Bericht. Der Batteriespeicher ist Teil von Designetz – ein Projekt das derzeit die Blaupause für die Energiewende entwickelt. Das gesamte Projektvolumen beläuft sich auf 66 Millionen Euro – 30 Millionen Euro Fördergelder steuert das BMWi im Rahmen seines Förderprogramms SINTEG bei.

Treffpunkt der Delegation, zu der unter anderem auch die Designetz-Projektleiter Lothar Ahle und Thomas Lehmann sowie Verbandsgemeindebürgermeister Christian Keimer und Klimaschutzmanager Frank-Michael Uhle gehörten, war das Gemeindehaus in Gödenroth. Hier informierte Stefan Ameling, Leiter der Energiewabe Rhein-Hunsrück-Kreis, die Gruppe rund um den Bundestagsabgeordneten Bleser über das Projekt Designetz und stellte die zur Energiewabe gehörenden einzelnen Pilotanlagen wie den Smart Operator in Kisselbach, die Windheizungen Simmern, die Batteriespeicher in Haushalten sowie die Batteriespeicher an der Rhein-Hunsrück Entsorgung und in Gödenroth vor. „Die Energieerzeugung in Deutschland bis 2050 nahezu CO2-neutral umzubauen ist eine gigantische technologische und organisatorische Herausforderung. Als Grundlage dienen uns genau solche Projekte, wie es sie hier im Hunsrück gibt“, sagte Bundestagsabgeordnete Bleser während des Treffens im Gemeindehaus.

Ausgerüstet mit einem Helm ging es im Anschluss zum Batteriespeicher. „Der Speicher verfügt über eine Leistung von 2,5 Megawatt. Es sind insgesamt 592 Batteriemodule mit jeweils 22 Batteriezellen verbaut. Er soll Stromspitzen durch Zwischenspeicherung abfedern und eine verbesserte Nutzung von erneuerbarer Energie ermöglichen“, erzählt Ameling. „Ab Februar starten wir in die heiße Phase, den Livebetrieb des System-Cockpits. Hier werden wir die Herausforderungen und die zukünftigen Belastungssituationen im Jahr 2035 für die Modellregion realitätsnah simulieren. Dabei verbindet das System-Cockpit die Live-Daten der Energiewabe mit der simulierten Energiewelt 2035. Das wird sehr spannend“, erzählt er weiter.

Peter Bleser zeigt sich beeindruckt: „Mit Hilfe der Forschungs- und Förderprogramme können wir die technologisch höchst anspruchsvolle Herausforderung meistern, die Energieerzeugung bis 2050 nahezu klimaneutral, versorgungssicher, dynamisch und dezentral zu gestalten, ohne die Bürger und die Wirtschaft zu überfordern. Darin liegt auch eine riesige Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland, vor allem für den ländlichen Raum.“

Neben der Energiewabe Rhein-Hunsrück-Kreis wird Bleser auch weitere Designetz-Teilprojekte in Münchweiler an der Alsenz, Worms, Ludwigshafen, Saarbrücken und Saarlouis besuchen.