Dienstag, 04. August 2020

Letztes Update:03:29:32 PM GMT

region-rhein.de

Veranstaltungsreihe „JUNGE.DIALOGE“

Drucken

Uwe Junge informierte über die Arbeit im Mainzer Landtag

Andernach. Am vergangenen Freitag hatte der rheinland-pfälzische AfD-Fraktionschef, Uwe Junge zu seiner monatlichen Informationsveranstaltung „JUNGE.DIALOGE“ in die Mittelrheinhalle nach Andernach geladen. In einem lebendigen Vortrag, vor rund 30 Gästen, zeigte der Fraktionschef interessierten Bürgerinnen und Bürgern die parlamentarischen Initiativen der vergangenen Wochen auf.

Die kürzlich veröffentlichte Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) offenbarte, dass die schulischen Leistungen in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik zwischen 2012 und 2018 in Rheinland-Pfalz deutlich zurückgegangen sind. Deutschland, als hoch technisierter Industriestaat, ist auf gut ausgebildete Schüler angewiesen. Die AfD möchte deshalb eine umfassende Kurskorrektur bei der Bildungspolitik auf Landesebene. Dazu gehört eine verbindliche Grundschulempfehlung und ab der fünften Klasse eine Differenzierung in einen stark grundlagenorientierten Zweig (HGS – Handwerks- und Gewerbeschule) und einen mehr allgemeinbildend orientierten Zweig (Realschule). Die beiden Schularten sollen eng mit Handwerk, Gewerbe und Industrie kooperieren, die AfD möchte so dem bestehenden Fachkräftemangel entgegentreten.

Für Junge sind die Berufsfeuerwehren ein elementarer Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Menschen, die täglich ihr Leben riskieren, sollen angemessen entschädigt werden. Deshalb fordert er, dass die jetzigen Feuerwehrzulage erhöht werden und eine Zulage für Notfallsanitäter eingeführt wird.

Des Weiteren sprach Uwe Junge über die Initiative „Öffnungsklausel der Grundsteuer nutzen – Flächenmodell einführen“ seiner Fraktion. Das Grundsteueraufkommen ist eine enorm wichtige Einnahmequelle für Kommunen, daher ist die Grundsteuerreform mit bedeutenden Auswirkungen verbunden. Seitens des Bundes ist dabei ein Modell auf Basis einer wertabhängigen Bemessung (Scholz-Modell) vorgesehen. Die Ländern können durch eine Öffnungsklausel von diesem Berechnungsmodell abweichen. Uwe Junge: „Unseren Auswertungen nach, wäre ein Flächenmodell vorteilhafter für unsere Kommunen. Beim sog. ‚Scholz-Modell‘ müsste eine regelmäßige Wertfeststellung erfolgen. Eine solche Feststellung ist jedoch mit einem enormen finanziellen und bürokratischen Aufwand verbunden, der bei der Anwendung des sog. Flächenmodells nicht anfällt.“ Junge fordert von der rheinland-pfälzischen Landesregierung, dass sie von ihrem Recht der Öffnungsklausel Gebrauch macht.

Während des gesamten Vortrags fand ein direkter und ausgiebiger Dialog statt, in dem die Bürger frei mit Uwe Junge über diese und andere Themen diskutieren konnten.

Die nächste Veranstaltung im gleichen Format findet am 17.01.2020 im Bürgerhaus Mayen-Hausen statt. Einen Überblick über die Aktivitäten von Uwe Junge gibt es im Internet unter www.uwe-junge.de oder telefonisch unter 0152-04236650.