Samstag, 25. September 2021

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Lernpaten: Eine Erfolgsgeschichte seit zehn Jahren

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Ehrung für Heidi Buhr und Dorit Schäfer

Kreis Neuwied. Schenkst Du mir zwei Stunden Zeit?: Aus dieser einfachen Frage ist im Kreis Neuwied eine nunmehr zehnjährige Erfolgsgeschichte geworden. Denn seit zehn Jahren bilden Kreisverwaltung und Caritas unter diesem Motto ehrenamtliche Lernpaten aus, die Kindern in der Schule helfen, sich zu organisieren, die ihnen gut zusprechen und die einfach für sie da sind. Das Programm, in dem bislang rund 100 Lernpaten circa 400 Kinder betreut haben, ist mittlerweile an 22 von 28 Grundschulen in den Verbandsgemeinden des Kreises Neuwied etabliert und wird auch von den Lehrern, die anfänglich skeptisch waren, mittlerweile sehr befürwortet.

Um den Lernpaten zu danken, laden Landrat Achim Hallerbach, Caritas-Direktor Eberhard Köhler und ihre Mitarbeiter die Ehrenamtlichen jedes Jahr zu einer kleinen Feierstunde ein. Dieses Mal ging es ins Roentgen-Museum. Neben einer Führung von Direktor Bernd Willscheid durch das Haus wurden besonders zwei verdiente Damen geehrt: Dorit Schäfer ist seit fünf Jahren aktiv, Heidi Buhr sogar seit Anfang dabei. „Eine Frau der ersten Stunde. Zehn Jahre sind schon etwas Besonderes“, hielt Landrat Achim Hallerbach dankbar fest.

Hallerbach betonte, dass die Lernpaten insgesamt mit ihrer Lebenserfahrung sowie mit viel Empathie und Fingerspitzengefühl eine wertvolle Stütze für die Kinder sind. Caritas-Direktor Eberhard Köhler sprach von einem „echten Leuchtturmprojekt“ und wies darauf hin, dass die Resilienz-Forschung nachgewiesen habe, dass es bei erfolgreichen Menschen in der Regel jemanden in der Kindheit gegeben hat, der ihnen das Gefühl vermittelt hat, etwas wert zu sein. „Das sind oft Lernpaten“, machte er deutlich.

SGD Nord:

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Baumaßnahmen zur Rheindeich-Sanierung in Neuwied-Engers starten – Land investiert Millionen in die Deichsanierung

Wenn Flüsse oder Bäche innerhalb kurzer Zeit über die Ufer steigen, kann das für die betroffenen Menschen schlimme Folgen mit sich bringen. Deshalb arbeitet die rheinland-pfälzische Landesregierung seit vielen Jahren daran, die Gefahr, die vom Hochwasser ausgeht, so gut es geht zu überwachen und einzudämmen. So zum Beispiel auch in Neuwied: Der Deich im Stadtteil Engers schützt die Menschen der Stadt Neuwied bereits seit mehr als 90 Jahren vor Hochwasser. Er verhindert zudem, dass das für die gesamte Region bedeutsamen Trinkwasservorkommen im Engerser Feld durch verunreinigtes Rheinwasser gefährdet wird. Allerdings ist der Deich in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Die Baumaßnahmen dazu laufen jetzt an.

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat den Plan für das Millionenprojekt genehmigt und ist für die Planung, Vergabe und Überwachung der Arbeiten verantwortlich. „Für die Sanierungsarbeiten werden Kosten von etwa 7,2 Millionen Euro anfallen. Neben den reinen Baukosten fallen noch weitere Kosten an, wie beispielsweise für Planung, Rodungsarbeiten, Ausgleichsmaßnahmen oder Grunderwerb. Das Land Rheinland-Pfalz investiert in den Schutz der Menschen vor möglichen Fluten knapp 10 Millionen Euro“, sagt SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis. Die Stadt Neuwied übernimmt 10 Prozent der Gesamtkosten.

Vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahmen war eine Untersuchung des Areals auf Kampfmittel nötig, da die Eisenbahnbrücke in Engers am Ende des zweiten Weltkrieges stark umkämpft war und bombardiert wurde. Bei der Sondierung wurden rund 56.000 Quadratmeter auf Kampfmittel untersucht. Auf dieser Fläche konnten insgesamt 2.290 Störwerte festgestellt werden, davon mussten 728 Stück näher untersucht werden. 174 Kampfmittel wurden geborgen, darunter Infanteriemunition, Wurfgranaten, Stabbrandbomben, Übungsminen sowie Granatpatronen. Außerdem wurden etwa 4.500 Kilogramm Metallschrott geborgen und entsorgt.

Da diese Arbeiten nun abgeschlossen sind, kann die Baufirma STRABAG GmbH in der 40. Kalenderwoche damit beginnen, die Baustellenzufahrtsstraßen und Baustelleneinrichtungen herzustellen. Hierbei kann es möglicherweise zu kleineren Verkehrseinschränkungen kommen.

Bei der Deichertüchtigung ist es wichtig, dass der Hochwasserschutz für die Stadt Neuwied stets gewährleistet ist, weshalb die Arbeiten in jeweils 75 Meter langen Abschnitten erfolgen. Jeder Abschnitt wird vollständig abgetragen und neu aufgebaut. Zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes wird ausreichend Schüttmaterial vorgehalten, sodass bei einem eintretenden Hochwasserereignis innerhalb von 24 Stunden reagiert werden kann.

Die erste Maßnahme wird an der Unterführung der Eisenbahnbrücke stattfinden. Hier soll aufgrund der beengten Platzverhältnisse eine Stützmauer errichtet werden. Diese wird so hergestellt, dass der Schwerlastverkehr diese Passage uneingeschränkt befahren kann. Aufgrund der Baustelle muss der Elmsweg sowie der Deich für die gesamte Dauer der Deichertüchtigung gesperrt werden. Der betroffene Fahrradweg wird entsprechend umgeleitet und ausgeschildert Wir bitten die Bevölkerung hier um Verständnis.

Je nach Witterungsverhältnissen sollen die Bauarbeiten im Jahr 2023 abgeschlossen sein.

Zum Hintergrund:

Der rechtsrheinische Hochwasserschutzdeich westlich der Ortslage Neuwied-Engers ist ein wichtiger Bestandteil der gesamten Hochwasserschutzanlagen der Stadt Neuwied. Er erstreckt sich von Rhein-Kilometer 601,96 bis Rhein-Kilometer 602,58 und riegelt einen ehemaligen Altarm des Rheins ab, der durch das „Engerser Feld“ verläuft. Neben dem Schutz der Innenstadt von Neuwied wirkt sich der Deich auch schützend auf die für die Region unverzichtbaren Trinkwassergewinnungsanlagen im „Engerser Feld“ aus. Im Hochwasserfall wird der Eintrag von verunreinigtem Rheinwasser in das hinter dem Deich gelegene Trinkwasserschutzgebiet und somit in das Grundwasser vermieden.

Der in die Jahre gekommene Rheindeich ist im Falle eines extremen Hochwassers nicht mehr standsicher und die Technik ist veraltet. Deshalb soll er in Abschnitten zurückgebaut und als 3-Zonen-Deich mit Stützkörper, Oberflächenabdichtung und Auflastfilter wieder aufgebaut werden. Der neue Deich wird insgesamt rund 860 Meter lang sein. Der Hochwasserschutzdeich unterquert bei Rhein-Kilometer 602,1 die Kronprinz-Wilhelm-Brücke, wodurch der Planungsraum in zwei Bereiche gegliedert wird. Westlich der Eisenbahnlinie verläuft der neue Deich weitgehend in der Trasse des bisher vorhandenen Deiches. Östlich schwenkt er von der alten Trassenführung, die parallel zum Rheinufer verläuft, ab und folgt dem Elmsweg nach Nordosten, wo er am Ortsrand von Engers in dem dort natürlich ansteigenden Gelände ausläuft.

Im Bereich der Eisenbahnbrücke wird die landseitige Deichböschung aufgrund der sehr beengten Platzverhältnisse durch eine Stützmauer abgefangen. Die Hochwasserschutzanlage erhält hier über eine Strecke von rund 170 Metern eine Untergrundabdichtung, die mit Spundwänden – in Ergänzung zu einer bereits vorhandenen Rüttelschmalwand – hergestellt wird. Diese dient als Sickerwegsverlängerung und führt zu einem Druckabbau im Untergrund und damit zu einer Erhöhung der Standsicherheit der Hochwasserschutzanlage.

Der Grundwasserzustrom zu den Brunnen der Trinkwassergewinnung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Weitere wesentliche Elemente der Deichanlage sind ein bituminös befestigter Deichverteidigungsweg, der auch als Radweg genutzt werden darf, zwei Deichschutzstreifen, die Deichkrone mit Fußweg, eine Untergrundabdichtung und verschiedene Deichüberfahrten.

Weitere Informationen unter: https://s.rlp.de/qtA0E

OB Einig übermittelt Glückwünsche an Goldjunge Walscheid

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Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig, der selbst gern in die Pedale tritt, hat dem Neuwieder Radsportler Max Walscheid zu dessen Goldmedaillengewinn bei der Rad-Weltmeisterschaft in Belgien gratuliert und einen entsprechenden Brief auf den Weg gebracht.

Walscheid war dort mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Zeitfahr-Mix zu Gold gefahren. „Das war eine überragende Leistung“, kommentierte Einig. „Einen in Neuwied geborenen und mit seiner Heimatstadt eng verbunden gebliebenen Sportler auf dem Siegertreppchen einer internationalen Großveranstaltung zu sehen, freut mich ungemein. Ich denke, dieser großartige Erfolg wird Max Walscheid einen großen Schub für seine weitere Karriere geben.“ OB Einig glaubt zudem, dass Walscheids Triumph auch eine große Inspiration für den sportlichen Nachwuchs der Deichstadt ist.

AfD fordert neuen Ausschuss für mehr Sicherheit

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Neuwied. Die Fraktion der AfD möchte einen neuen städtischen Ausschuss mit dem Namen „Ausschuss für Feuerwehr, Sicherheit, öffentliche Ordnung und Katastrophenschutz“ gründen und hat dazu für die Oktobersitzung des Stadtrates einen entsprechenden Antrag eingebracht.


In diesem Ausschuss soll die Bedrohungs- und Schutzvorkehr sowie die Fortschreibung der Investitionsplanung im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes im Mittelpunkt stehen.


Dazu Fraktionssprecher René Bringezu: „Wir möchten mit unserem Antrag den Schutz der Bevölkerung in den Fokus rücken! Es muss eine kritische Bestandsaufnahme unserer Stärken und Schwächen im Bereich der Schutzvorkehr vorgenommen werden. Die sich daraus ergebenden Defizite müssen wir schnellstmöglich angehen und gegebenenfalls die finanzielle Ausplanung der kommenden Jahre anpassen.“


Bringezu konstatiert: „Das wir diesen Ausschuss dringend benötigen, das ergibt sich unter anderem aus der Beantwortung unserer Anfragen zu den Themen ‚Notfallplanung bei langandauerndem Stromausfall‘ und ‚Brandbekämpfung von Elektrofahrzeugen‘.“


„Auch im Hinblick auf die stetig zunehmenden Umweltkatastrophen gehen wir fest davon aus, dass die anderen Stadtratsfraktionen mittlerweile unsere Auffassung teilen, dass die Schutzvorkehr unserer Bürgerinnen und Bürger wieder im Mittelpunkt unserer Politik stehen muss und unser Rückgrat der kommunalen Gefahrenabwehr dringend gestärkt werden muss.“, teilt Bringezu abschließend mit.


AfD-Stadtratsfraktion Neuwied

„Online-BEST“ brachte gute Gespräche

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Kreisverwaltung wirbt auf erstmals digital durchgeführter Ausbildungsmesse mit zukunftssicheren Angeboten

Kreis Neuwied/Dierdorf. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie war es nicht möglich, die von den örtlichen Schulen organisierte Ausbildungsmesse „Dierdorf BEST“ wie gewohnt als Präsenzveranstaltung durchzuführen. Daher hat man sich für eine digitale Lösung entschieden und die Veranstaltung in diesem Jahr als „Online-BEST“  angeboten.

Nesrin Uslu zog als Ausbildungsleiterin der Kreisverwaltung am Ende ein positives Fazit. „Auch wenn Online nur eine Notlösung ist und ich hoffe, dass wir im kommenden Jahr wieder in einer Schule zusammenkommen können, so hat die virtuelle Veranstaltung doch einige gute Gespräche gebracht“, resümierte sie zufrieden. Sie habe zahlreiche Jugendliche ausführlich über die zukunftssicheren Ausbildungsangebote der Kreisverwaltung informieren und auf die vielfältigen Ausbildungsberufe aufmerksam machen können.

Infos zu den Ausbildungsberufen finden Sie unter: www.kreis-neuwied.de

Gerne steht Ihnen Nesrin Uslu auch telefonisch für Fragen rund um die Ausbildung zur Verfügung: 02631 803-452.

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