Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Kreisverwaltung Neuwied ist am 27.12.19 geschlossen

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Die Kreisverwaltung Neuwied ist am Freitag, 27.12.2019, ganztägig für den Publikumsverkehr geschlossen.

Diese Zeiten gelten auch für die Außenstelle Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Veterinärwesen (Ringstraße 70), die Abfallwirtschaft sowie die Kfz-Außenstellen.

Am Montag, 30.12. ist die Verwaltung wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet.

Weitere Infos unter: www.kreis-neuwied.de

Amnesty International

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Neuwied. Mit einer Mahnwache erinnerte die Neuwieder Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International an die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948. Vor 71 Jahren verabschiedete die internationale Staatengemeinschaft die Erklärung die seither Grundlage für die Einhaltung der Menschenrechte weltweit ist. „ Doch noch immer sind solche Maßnahmen, wie Mahnwachen nötig um die Menschen, daran zu erinnern, dass auch heute Menschenrechte weltweit nicht so staatstragend sind, wie wirtschaftliche oder politische Interessen der einzelnen Staaten und die Arbeit von Amnesty International und anderer Menschenrechtsorganisationen ist unverzichtbar, um offiziell Missstände aufzudecken und publik zu machen, so leiden heute noch viele Menschen unter extrem schlechten Arbeitsbedingungen bis hin zu  moderner Sklaverei, erklärte die Sprecherin der  Neuwieder Amnesty Gruppe und fügte einen Aufruf hinzu: „Wir sollten uns alle fragen, woher die schönen Weihnachts-Artikel auf den Weihnachtsmärkten wirklich kommen, vielleicht aus Indien und nicht aus dem Erzgebirge!“

Gruppenkollege Manfred Kirsch fügte hinzu, dass nicht nur in diktatorischen Staaten die Menschenrechte litten, auch in den demokratischen Staaten würden Menschenrechte zu kurz kommen, wenn es um wirtschaftlichen Profit ginge. Angesichts der vielen Erfolge, die Amnesty weltweit zu verzeichnen habe, werde deutlich, dass der Einsatz für die Menschenrechte niemals umsonst sei, sondern der Kampf für eine bessere Welt notwendig sei und sich lohne.

Rotarischer Kunstpreis 2019 im Roentgen-Museum Neuwied

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Immer wieder ist ein Höhepunkt in der Jahreskunstausstellung im Roentgen-Museum Neuwied  die Verleihung des Kunstförderpreises des Rotary Clubs Neuwied-Andernach. Alle 2 Jahre vergibt der Club die Kunstpreise, jetzt zum dritten Mal in Folge.

Der Förderpreis gehört zur Kulturarbeit der Rotarier in Neuwied und Andernach. 2003 gab es den ersten Kunstpreis durch den damaligen Präsidenten Dr. Bernhard Reuther ins Leben gerufen. War es damals noch eine Einzelaktion, so griff Uwe Langnickel in seiner Präsidentschaft diese Idee 2015 wieder auf, die zu einer festen Einrichtung wurde.

Alle 2 Jahre soll der Preis verliehen werden, jetzt zum dritten Mal hintereinander.

Der diesjährige Präsident Rainer Kaul eröffnete am 3.12. die Feier vor einem zahlreichen Publikum. Museumsdirektor Bernd Willscheid stellte das Konzept der diesjährigen Jahresausstellung vor, 67 Künstler/innen aus dem Raum Koblenz bis Honnef stellen Bilder, Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen aus.

Uwe Langnickel als Vertreter der Kunst des Rotaryclubs und Organisator des Kunstpreises erläuterte in einem kurzen Vortrag den Vorgang der Vergabe und gab einen Einblick in die Arbeit der Jury, die aus Mitgliedern des Clubs, des Museums und freien Künstlern bestand.

Unter den 67 ausgestellten Werken suchte die Jury hervorragende Arbeiten heraus, aus diesem wiederum waren dann drei Arbeiten preiswürdig.

Im Vordergrund stand nicht das Auffallende, Plakative wie Landschaft, Portait, Figuren sondern das Originelle. Erst auf den zweiten Blick sind die Jurymitglieder auf die originellen Arbeiten gestoßen.

Die prämierten Werke:

eine Montage aus Plastikfiguren, aus dem ursprünglichen Kontext genommen, eine neue erzählende Skulptur wird, ästhetisch verpackt unter einer Glasglocke. Thomas Naethe aus Bendorf (Sayner  Hütte), Keramiker und Fotograf erhielt dafür den 3. Preis.

Für den 2. Preis hat sich die Jury drei Werke von Sibylle Brennberger herausgesucht, drei Kleinformate „gemalte Eimer“ die mit Wasser gefüllt sind. Die Eimer aus der Vogelperspektive gesehen, spiegeln in unterschiedlicher Weise das Licht, so dass zarte Lichtspiele die dunkle Oberfläche aufbrechen zu einer eigenen Ästhetik.

Ungewöhnlich das Thema und die Malweise, zunächst glaubt der Betrachter an gute Schwarz/Weißfotos, aber die Eimer sind illusionistisch gemalt mit großer Handwerklichkeit. Und wieder sind es 2 kleine zunächst unscheinbare Werke, gestickt, weiße Fäden vor dunklem Grund. Wie Reliefs schweben die Fäden, das Garn, auch Goldfäden  über dem Grund und bilden in der Verdichtung die Motive:

Mondschein für Oskar Wilde und für Sadaka….eine Hommage an das japanische Mädchen,welches durch die Hiroschimabombe todkrank wurde und 1000 Kraniche falten sollte, um zu überleben. Nicht nur handwerklich beeindruckend. Auch hier war der 2. Blick notwendig, um die Besonderheit und das Kostbare der Werke zu würdigen.

Sabine Hack aus Eitorf bekam dafür den ersten Preis.

Unter großen Beifall erhielten  die Preisträger ihre Preise, stellten dann auch ihr Konzept durch weitere Arbeiten vor. Eine insgesamt gelungene Veranstaltung des Rotaryclubs mit dem Museum.

Zusehen sind die Werke noch bis zum 2. Febr.im Roentgenmuseum. Auf jeden Fall soll der Rotarische Kunstpreis weiter geführt werden, so Uwe Langnickel.

Gibt es ein Wolfsrudel im Kreis Neuwied?

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Erwin Rüddel: „Von der grünen Wolfs-Romantik bin ich genervt“

Kreisgebiet. Es mehren sich in den letzten Tagen und Wochen die Anzeichen, dass im Kreis Neuwied ein Wolfsrudel leben könnte. Und ganz aktuell melden das Bundesamt für Naturschutz sowie die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf, dass inzwischen mindestens 105 Rudel in Deutschland leben und sich die Wölfe weiter kräftig vermehren. „Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass immer häufiger Attacken auf Schafe, Rinder und Ziegen gemeldet werden, stehe ich ohne Wenn und Aber an der Seite der betroffenen Weidetierhalter“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel. Und er fügt hinzu: „Von der vor allem von den Grünen liebevoll gepflegten Wolfs-Romantik bin ich nur noch genervt.“

Der Bundestagsabgeordnete erinnert daran, dass erst vor wenigen Tagen im Dreiländereck von Brandenburg, Niedersachen und Mecklenburg-Vorpommern ein Wolf mitten in einem Dorf gesichtet wurde und innerhalb von 48 Stunden insgesamt zehn Schafe gerissen worden sind. Die stetige Zunahme der Wolfspopulation – auch in Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Hessen, Baden-Württemberg und jetzt im Westerwald – erfordere endlich ein effektives Wolfsmanagement.

Wölfe, die zum Beispiel Schafe oder Ziegen getötet hätten, würden dies immer wieder tun und müssten daher aus dem Bestand genommen werden. Rüddel stellt die Frage: „Was ist eigentlich mit dem Recht unserer Weidetiere auf Tierschutz? Schafe, Kälber, Ziegen, selbst Pferde sind gefährdet. Zählt das überhaupt nichts? Gilt der Tierschutz nur für den Wolf? Es macht mich wütend, wenn die Zunahme der Wölfe verklärt und bejubelt wird – auf Kosten des Leids unserer Nutztiere und deren Halter!“

Nach Rüddels Worten ist es höchste Zeit für Realitätssinn und Pragmatismus. Die Wolfsbestände müssten auf das für den Artenschutz erforderliche Maß begrenzt werden. Eine Anhörung im Deutschen Bundestag habe ergeben, dass die Population der Wölfe jährlich um 30 Prozent zunehmen werde. In nicht einmal zehn Jahren werde der Bestand von derzeit über 1.000 Wölfen in Deutschland deshalb auf zirka 15.000 wachsen, wenn nichts geschehe. Das bedeute, dass im Schnitt in jedem Landkreis in Deutschland 50 Wölfe beheimatet wären. „Und dann ginge es nicht nur um die Zukunft der Weidetierhaltung, sondern auch ganz konkret um die Sicherheit der Menschen“, so Rüddel.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner habe sich nachdrücklich für ein effektives Wolfsmanagement eingesetzt. Für eine wirksame Bestandsregulierung müssten sich SPD und Grüne aber weiter bewegen, wenn Bund und Länder in dieser Frage handlungsfähig bleiben wollten. „Ohne Regulierung wird sonst die Anzahl der Wölfe explodieren“, gibt der Abgeordnete zu bedenken.

In einem dicht besiedelten Land wie der Bundesrepublik müsse sichergestellt sein, dass Weidetiere wie Schafe, Kühe und Pferde geschützt leben könnten. Landwirte seien zwar aufgerufen, Schutzzäune zu errichten (die Kosten werden je nach Bundesland bis zu 100 Prozent erstattet), dennoch bleibe der Aufwand für Anträge und Aufbau an ihnen hängen. Überdies, so der heimische Abgeordnete, „kann letztlich kein Zaun für unsere Nutztiere hoch genug sein, um sie vor dem Wolf zu schützen. In einigen Jahren werden wir ihn dann dort sehen, wo auch Wildschweine den Kontakt zum Vorgarten und zum Menschen nicht scheuen.“

Die wirtschaftlichen Schäden und die extrem hohen Kosten von Schutz- und Sicherungsmaßnahmen – deren Wirksamkeit letztlich keineswegs garantiert sei – sowie die Frage nach dem langfristigen Überleben der Betriebe mit Tierhaltung in ländlichen Regionen wie der unsrigen mache es zwingend notwendig, sich zu besinnen.

„Ich stehe an der Seite der Tierhalter, Jäger und Waldbesitzer, die einen vernünftigen Umgang mit dem Wolf fordern. Dazu muss auch ein Abschuss gehören. Der Wolf gehört ins Jagdrecht. Es geht nicht darum, ihn abzuschaffen, sondern den Bestand wirksam zu regulieren. Die Entnahme von Problemwölfen muss deutlich unbürokratischer werden. Der grenzenlose Wolfsschutz mag grüner Ideologie entsprechen – aber er führt in die Irre“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Tipps für die Biotonne bei Minusgraden

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Keine Nachleerung wegen festgefrorener Abfälle

Kreis Neuwied. Mit den ersten frostigen Nächten tritt in ungeschützten Lagen ein bekanntes Problem auf. Die Biotonne ist nur halb geleert - das Müllfahrzeug aber bereits außer Sicht. Am Bürgertelefon der Abfallberatung gehen dann Beschwerden über die vermeintlich schlechte Arbeit des Abfuhrunternehmens ein. Der eigentliche Grund ist jedoch: Feuchte Abfälle, wie Laub oder Speisereste sind an der Innenwand oder am Tonnenboden festgefroren und rutschen deshalb beim Leerungsvorgang nicht heraus.

Entgegen der landläufigen Meinung lässt sich das Problem nicht dadurch lösen, dass die Tonnen beim Kippvorgang noch stärker angeschlagen werden. Die durch den Frost unterkühlten Tonnen können dabei zu Bruch gehen und müssten alljährlich unter hohen Kosten ersetzt werden. Auch ist das Abfuhrunternehmen nicht verpflichtet, festgefrorene Abfälle zu lösen.

Abhilfe kann hingegen jeder leicht selbst schaffen. Die Abfallberatung der Kreisverwaltung Neuwied empfiehlt: Den Tonnenboden mit einer dicken Lage zerknülltem Zeitungspapier oder mit Eierkartons auslegen. Dadurch wird die Feuchtigkeit aufgesaugt und der Müll hat keinen direkten Bodenkontakt. Keinesfalls nasses Laub als erste Schicht in die Tonne geben. Feuchte Bioabfälle und Essensreste mehrlagig in Zeitungspapier einwickeln. Kaffeefilter und Teebeutel bereits in der Küche gut abtropfen lassen. Die Tonne möglichst an einem geschützten, frostfreien Ort aufstellen und erst am Leerungstag um 6.00 Uhr an die Straße stellen. Wenn das nicht möglich ist, die festgefrorenen Abfälle kurz vor der Entleerung vorsichtig mit einem Spaten von der Tonnenwand ablösen. Um die Zeit bis zur nächsten Leerung zu überbrücken, können die offiziellen Abfallsäcke des Landkreises Neuwied bei der nächsten Tonnenleerung hinzugestellt werden. Diese Säcke sind ausschließlich bei den Verbandsgemeindeverwaltungen, einzelnen Gemeindeverwaltungen, dem Bürgerbüro der Kreisverwaltung Neuwied und den Wertstoffhöfen Neuwied, Linz und Linkenbach gegen Gebühr erhältlich. Weitere Infos unter https://www.abfall-nr.de/abfallsaecke.htm oder Tel. 02631/803-308 Kreisverwaltung Neuwied.

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