Freitag, 23. Oktober 2020

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Digitaltauglich? IT-Amt überprüft Grundschulen

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Aufwendige Messungen für jeden einzelnen Klassenraum

Bund und Länder stellen zur Verbesserung der digitalen Bildungsinfrastruktur an Schulen insgesamt rund 5,55 Milliarden Euro zur Verfügung. Nun müssen Kreise und Kommunen schlüssige Konzepte vorlegen, um die Fördergelder abrufen zu kommen. Die Stadt Neuwied hat wichtige vorbereitende Arbeiten bereits erledigt. Das unterstreicht Gerhard Wingender, der Leiter des städtischen IT-Amtes.

„Das Amt für IT hat bereits im vergangenen Jahr ein Konzept erarbeitet, das für jede einzelne der zwölf Grundschulen in der Stadt beschreibt, mit welchem voraussichtlichen Aufwand zu rechnen ist, um eine digitale Mindestausstattung bereitzustellen“, berichtet Wingender. Dazu wurde zunächst der Ist-Zustand der IT-Verkabelung in allen Grundschulen erhoben. Den nächsten Schritt gingen die IT-Experten der Verwaltung nun in Form eines Projekts für Auszubildende, das der externe Anbieter „dtConnect“ unterstützte. Dabei ging es vor allem darum, die Klassenräume sämtlicher Grundschulen auf ihre WLAN-Fähigkeit zu testen.

So machten sich IT-Sachbearbeiter Tim Betz, der nach seinem dualen Studium der Elektrotechnik beste Voraussetzungen zur Begleitung des Projekts besitzt, und seine Kollegen auf eine Zwölf-Schulen-Reise, darunter auch der Auszubildende Daniel Koop. Für ihn eine interessante Erfahrung, lernt er so doch auch Zusammenhänge kennen, die nicht unbedingt Lehrstoff an der Berufsschule sind. „Es macht Spaß, neue Projekte direkt vor Ort begleiten zu können“, freut sich der junge Mann. „Das macht die Ausbildung sehr abwechslungsreich.“

Die Tests waren langwierig, nahmen im Schnitt einen Tag pro Schule in Anspruch. Für die Messungen verwendete man professionelles Messequipment der Firma „dtConnect“ sowie Modelle von Geräten, die später vor Ort auch eingesetzt werden sollen. Geprüft wurde im Einzelnen, wie viele WLAN-Anschlüsse pro Schule und wie viele Steckdosen pro Klassenraum nötig sind, um eine ausreichende digitale Versorgung für Lehrer und Schüler sicherzustellen. Wichtige zu ermittelnde Werte sind dabei unter anderem die Durchlässigkeit von Wänden und das mögliche Auftreten von Interferenzen.

„Wir wollen ja jede Klasse optimal mit digitalen Lernmöglichkeiten versorgen“, unterstreicht Beigeordneter Ralf Seemann, der für die Grundschulen zuständig ist.

„Daher sind wir auf solche Daten angewiesen.“ Ihre Ergebnisse hat das IT-Amt in umfangreichen Dokumentationen festgehalten, die pro Schule bis zu 90 Seiten umfassen.

Die Datensammlungen dienen wiederum dem städtischen Immobilienmanagement als wertvolle Basis für weitere Schritte bei der Realisierung des Digital-Paktes.  „Ich denke, seitens der IT sind wir schon sehr weit, wir haben unsere Hausaufgaben vorausschauend gemacht und sind nun in Lauerstellung, hoffen, dass die Voraussetzungen geschaffen werden, damit wir die nächsten notwendigen Schritte gehen können“, bilanziert Wingender. „Vielleicht auch wieder als Projekt mit Azubis und Sachbearbeitern. Denn so konnten wir einen fünfstelligen Betrag einsparen.“

Für den Amtsleiter sind Projekte dieser Art auch ein Anreiz für eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung. „Wir sind derzeit wieder auf der Suche nach geeigneten Bewerbern“, betont er. „Ein Blick auf die städtische Homepage lohnt sich daher.“

Beirat für Migration und Integration im Landkreis Neuwied

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Bildung ist zentrales Thema der Sitzung des Beirats für Migration und Integration im Landkreis Neuwied

Beirat unterstützt MINT-Bewerbung des Landkreises

Neuwied. Nach 6-monatiger Corona-bedingter Sitzungspause traf sich nun der Beirat für Migration und Integration im Landkreis Neuwied im Beisein von Landrat Achim Hallerbach zu einer Sitzung im Kreishaus. Die hatte ein zentrales, abendfüllendes, Thema: Bildung.

Auf Einladung der Vorsitzenden, Violeta Jasiqi, stellte sich im Kreishaus das Bildungsbüro des Landkreises vor. Dort sind Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring „unter einem Dach“ zusammengeführt, ergänzt durch die Bildungskoordination für Neuzugewanderte.

Hinter dem Bildungsbüro stehen Laura Schaaf und Andrea Oosterdyk. Beide berichteten dem Beirat über die Aufgaben des Bildungsbüros und besondere Projekte:

FUNK – das ist Fachsprachlicher Förderunterricht, der an der Universität Koblenz für Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende angeboten wird. Im Rahmen eines Generationenvertrags findet an der Heinrich-Heine-Realschule+ die Lernförderung mit „Chancenwerk“ statt. Der Integration Point im Jobcenter Landkreis Neuwied und Ferienfreizeiten für bildungsbenachteiligte Kinder sind weitere Angebote, die das Bildungsbüro des Landkreises begleitet. Für mehr Transparenz in der Schullandschaft sollen der digitale Schulwegweiser und der geplante Wegweiser für die Grundschule „Willkommen in der Schule“ in einfacher Sprache sorgen.

Im Mittelpunkt der Vorstellung des Bildungsbüros stand die Bewerbung des Landkreises als MINT-Region. Bereits heute ist jeder 4. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Landkreis Neuwied im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik beschäftigt.

„Der Landkreis weist damit landesweit die 4. höchste Beschäftigungsdichte in diesem Sektor auf. Eine Branche mit hohem Fachkräftebedarf und Wachstumspotential“, so Landrat Achim Hallerbach.

Ein Baustein der Bewerbung soll die Muttersprachliche Elternfortbildung durch Multiplikator*innen sein. Für diese Aufgabe können Mitglieder des Beirates und andere Multiplikator*innen in bis zu 8 unterschiedlichen Modulen geschult werden, u.a. zum rheinland-pfälzischen Schulsystem, zur Rolle der Eltern, zum Übergang von der Kita in die Grundschule oder von der Grundschule in die Weiterführende Schule. So vorbereitet können die Mitglieder des Beirates als wichtige Multiplikatoren über das Bildungssystem informieren, Bildungsgänge erläutern – und das bei Bedarf sogar in der Herkunftssprache.

Überzeugt von dieser Projektidee sprachen sich die Mitglieder des Kreis-Beirates einstimmig für die Unterstützung und Beteiligung am Projekt aus.

Angebote und Veranstaltungen für den Freizeitplaner 2021

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Stadt und Kreis: Neuer Freizeitplaner 2021

Wie bereits in den vergangenen Jahren, wird es auch im nächsten Jahr, unter gemeinsamer Regie des Stadt- und Kreisjugendamtes, eine aktuelle Version des Freizeitplaners geben.

Aufgrund der aktuellen Lage und der damit verbundenen kurzfristigen Planung in der Kinder- und Jugendarbeit, wird der Freizeitplaner im kommenden Jahr auf eine Online-Version umgestellt.

Vereine, Verbände und Jugendgruppen sind aufgerufen, ihre Termine, Freizeitangebote und Kontaktadressen bis zum 15. November 2020 bei der Kreisjugendpflege Neuwied einzureichen. Ab sofort erfolgt dies nicht mehr über Vordrucke per Mail oder Post, sondern über eine digitale Maske auf der Homepage der Kreisverwaltung. Unter folgendem Pfad gelangen Sie zu den Formularen:

www.kreis-neuwied.de – Landkreis – Jugend – Allgemeines – Freizeitplaner- Formular

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der derzeitigen Planungsunsicherheit  aktuell nur der Zeitraum bis zum Ende der Pfingstferien 2021 (02.06.2021) abgefragt wird. Für die weiteren Zeiträume erfolgt ein gesonderter Aufruf.

Ansprechpartner sind: Lena Schmuck und Franlin Toma von der Kreisjugendpflege (Tel. 02631/803-621, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

Straßenbauarbeiten im Kreis Neuwied

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Im Auftrag des Landesbetriebes Mobilität Cochem-Koblenz werden im Kreis Neuwied in den nächsten Wochen zahlreiche Straßenabschnitte mit Fräse und Asphaltfertiger instandgesetzt. Dabei handelt es sich um ein schnelles Bauverfahren, bei dem nach dem Abfräsen eine neue 4 cm starke Deckschicht als Verschleißschicht eingebaut wird. Dadurch können die einzelnen Abschnitte in 2 bis 3 Tagen instand gesetzt werden.

In der 44. KW fangen die Bauarbeiten auf der Kreisstraße 124 zwischen Raubach und Elgert. an. Die Arbeiten können nur unter Vollsperrung ausgeführt werden. Eine Umleitung über Wienau wird ausgeschildert. In der gleichen Woche wird ein Abschnitt auf Landesstraße 267 zwischen Raubach und Puderbach instandgesetzt. Die Arbeiten können unter halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung durchgeführt werden.

In der 45. KW muss die K 148 zwischen der K 42 und der Ortschaft Meierseifen gesperrt werden. In der gleichen Woche wird die K 69 zwischen Kalscheid und Dinspel gesperrt. Eine Umleitung wird ausgeschildert.

In der 46. KW wird die K 67 zwischen Parscheid und K 64 unter Vollsperrung instand gesetzt. Des Weiteren muss die K 62 zwischen K 61 und Kreisgrenze gesperrt werden. Für beide Abschnitte wird jeweils eine Umleitung eingerichtet

Nach der 46. KW werden noch weitere Abschnitte folgen. Die genauen Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Der Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die auftretenden Verkehrsbeeinträchtigungen.

Anträge geprüft, Verträge verschickt: Coronahilfe für Vereine wird ausgezahlt

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Mehr als 60 Bewerbungen – Gemeldete Schadenssummen zeigen die harten Auswirkungen der Pandemie

Neuwied. Die Coronakrise hat bei vielen Vereinen tiefe Löcher in die Kasse gerissen. Abgesagte Veranstaltungen, Basare, Feste und fehlende Mieteinnahmen sowie Sportvereine, die gar nicht oder nur vor leeren Zuschauerrängen ihre Spiele und Wettkämpfe austragen konnten. Gut 60 Vereine beantragten eine Förderung aus der Coronahilfe der Stadtwerke Neuwied (SWN), die ein Hilfspaket in Höhe von 150.000 Euro bereitstellten: 55 Anträge wurden bewilligt.

„Es hat Vereine aus fast allen Bereichen getroffen“, sagt Maximilian Vohl, der das Sponsoring bei den SWN koordiniert. Erwartungsgemäß waren es hauptsächlich die Sportvereine, die massive Einnahmeverluste durch ausgefallene Ligaspiele hatten. „Danach kamen gleich Karnevals- und Brauchtumsvereine, die im Sommer ihre Feste veranstalten, um ihre Aktionen zu finanzieren.“ Es folgten Kultur und Soziales: „Allen gemeinsam ist, dass das ehrenamtliche Engagement sehr groß ist, aber die finanziellen Löcher nicht stopft.“

Die enormen Auswirkungen der Pandemie zeigt allein die gemeldete Schadenssumme: 300.000 Euro. „Aufgrund der hohen Ausfallsummen sowie der Vielzahl an Anträgen wurde unser Budget ausgeschöpft und sogar übertroffen. Bei der Vergabe der Gelder sind wir daher auf einen Verteilerschlüssel angewiesen“, sagt Vohl. Gemeinsam mit den Notaren Dr. Hubert Kögler und Dr. Marc Bohr aus Neuwied wurden alle Anträge geprüft.

„Es tut uns natürlich leid, dass wir nicht alle Anträge berücksichtigen konnten“, sagt SWN-Geschäftsfeldleiterin Andrea Haupt. Mal fehlte der Freistellungsbescheid, mal fehlten Nachweise über Ausfälle. Oder der Verein kam nicht aus dem Netzgebiet der SWN. „Aus diesem Grund hatten wir klare Regeln aufgestellt.“ Dennoch blieben am Ende 55 Vereine, die berücksichtigt werden konnten.

Die Coronahilfe wird als Erweiterung des bestehenden Sponsorings der Vereine gewährt. Die entsprechenden Verträge wurden bereits verschickt, so Vohl: „Damit steht die Auszahlung unmittelbar bevor.“

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