Sonntag, 20. Juni 2021

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Amnesty International Neuwied - Gemeinsam kreativ gegen rechten Terror

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Neuwied. Mit einer gemeinschaftsstiftenden Kunstaktion gedachte die Neuwieder Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International am 26. Januar der Opfer des Faschismus den Gequälten und Getöteten der Nazi-Diktatur. Anlass hierfür war der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, dessen Überlebende die Rote Armee am 27. Januar 1945 aus menschenverachtenden Verhältnissen gerettet hatte.

Den Rahmen der Gedenkversammlung bildete dieses Jahr ein Konzept des Bildenden Künstlers Elmar Hermann. Ziel war es, ein sichtbares Zeichen für die kreative Kraft der Gemeinschaft gegen faschistische Ideen und Gruppierungen – damals wie heute - zu setzen. Mit bunten Stoffen gestaltete die Amnesty-Gruppe einen Kranz für das Mahnmal, um dem grauenvollen rechtsextremen Terror ein hoffnungsvolles Zeichen der Vielfalt entgegenzusetzen. Große silberne Banner links und rechts um den Kranz forderten eindringlich: „NIE WIEDER!“

Hermann selbst verfolgt das Erstarken der neuen Rechten in seinem Heimatort seit Langem mit großer Sorge. Somit entschloss er sich, seine künstlerische Erfahrung als Absolvent der renommierten Düsseldorfer Kunstakademie und Teilnehmer zahlreicher internationaler Ausstellungen zu nutzen, um stärker für das Problem zu sensibilisieren. Sein künstlerisches Konzept bereitete hier den Raum für diverse Redebeiträge engagierter Neuwieder, die gemeinsam den Opfern des Holocaust gedachten und sich für eine offene und tolerante Gesellschaft stark machten.

Inge Rockenfeller eröffnete die Gedenkstunde und begrüßte die Teilnehmerinnen  und Teilnehmer. Rockenfeller: „ Wir dürfen nie vergessen, dass unter Hitler ein Völkermord an den Juden begangen wurde. Aber auch politisch Andersdenkende, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle und Christen wurden gequält und ermordet. Damit dies nie wieder geschieht, werden wir jedes Jahr an diese schreckliche Zeit erinnern.“

Manfred Kirsch erinnerte in seiner Ansprache an die rechtsradikalen Verbrechen des vergangenen Jahres und nannte hierbei insbesondere den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, sowie an den rechtsterroristischen Anschlag auf die Synagoge in Halle und an die Morddrohungen gegen Politikerinnen und Politiker.

Betroffen von Morddrohungen war auch der Sozialdemokrat Manfred Kirsch selbst.

Kirsch: „Solange jüdische Gotteshäuser und andere jüdische Einrichtungen, wie Friedhöfe, von den Untaten der Neonazis nicht sicher sind, bleibt der Makel der braunen Gesinnung und Handlungsweise wie ein Kainsmal auf dem deutschen Volk liegen.“

Bürgermeister Michael Mang und der SPD-Kreisvorsitzende Fredi Winter sprachen in ihren Grußworten die Notwendigkeit an, an der Erinnerungskultur, wie sie auch in Neuwied praktiziert werde, festzuhalten und diejenigen zu unterstützen, die ihre Energie dafür einsetzten, den Kampf gegen Rechts zu führen.

Fredi Winter bedankte sich ausdrücklich bei der Neuwieder Amnesty Gruppe-für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Menschenrechte und gegen politische Gewalt.

Auch der Vorsitzende des DGB Region Koblenz Sebastian Hebeisen erklärt sich solidarisch mit der Amnesty Gruppe, die Erinnerung an den Völkermord der Nazis wach zu halten.

Einige Amnesty Mitglieder trugen kurze Texte passend zum Thema vor. Gruppensprecherin Susanne Kudies sprach in Vertretung von Hubert Wölwer. Sie erläuterte in ihrer  Rede  die historischen Zusammenhänge, die zur Machtergreifung Adolf Hitlers  und zum zweiten Weltkrieg mit über 63 Millionen Opfern führte. Sie rief dazu auf jederzeit bereit zu sein, Widerstand gegen Rechts zu leisten, so wie die Mitglieder der „Weißen Rose“ im Nationalsozialismus.

Zum Ende der Gedenkstunde bedeckten die AI Aktivisten das Mahnmal mit weißen Rosen und gedachten schweigend der Opfer des Nationalsozialismus und aller Opfer von Menschenrechtsverletzungen weltweit.

Neujahrsempfang mit Bischof Helmut Dieser

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CDU Neuwied lädt am 7. Februar nach Heimbach-Weis

Neuwied. Zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang laden die Neuwieder Christdemokraten alle Bürgerinnen und Bürger am Freitag, 7. Februar 2019, um 19:30 Uhr, in die Cafeteria des Berufsbildungswerks Heimbach-Weis (Stiftstraße 1) ein. Unter dem Titel „Was ist Fortschritt? – Ein Deutungsversuch des menschlichen Fortschrittsstrebens aus christlicher Perspektive“ wird der Bischof von Aachen, Dr. Helmut Dieser in Neuwied sprechen.

Wer rastet, der rostet, weiß schon die Volksweisheit. In allen menschlichen Gesellschaften strebt der Mensch nach kulturellen Gestaltungen seines Lebensumfeldes und seiner Lebensweise, mit denen er sich und die Welt deutet.

Dr. Helmut Dieser ist seit 2016 Bischof von Aachen und bis heute seinem Heimatort Heimbach-Weis eng verbunden. Bei der CDU Neuwied wird Bischof Dr. Helmut Dieser das Fortschrittsstreben in christlicher Perspektive beschreiben und zeigen, dass in allem Ringen um Fortschritt stets die Notwendigkeit mitgeht, die Welt zu deuten. Freuen Sie sich mit uns auf neue Deutungsansätze und einen anregenden Abend.

Für Getränke und musikalische Unterhaltung wird gesorgt sein und die CDU Neuwied freut sich bei der offenen Veranstaltung auf viele interessierte Gäste in Heimbach-Weis.

Infostand der AfD beim Festival der Currywurst

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Neuwied. Am ersten Februarwochenende findet das „Festival der Currywurst“ statt. Dabei wird am Samstag, den 01. Februar, die Alternative für Deutschland (AfD) mit einem Infostand teilnehmen und über ihr Grundsatzprogramm informieren. Der Infostand der Partei wird ab 10 Uhr in der Fußgängerzone in der Mittelstraße 50 präsent sein.

AfD-Kreisverband Neuwied

SPD-Stadtratsmitglieder aus Heimbach-Weis dankten Staatsminister Roger Lewentz für Fördermittel

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Der Besuch von Staatsminister Roger Lewentz in Neuwied war für viele der Veranstaltung Beiwohnenden ein ganz besonderer Anlass.

Förderbescheide von insgesamt 3,8 Mio. Euro für die Stadt wurden übergeben - mit dabei: Der positive Förderbescheid über 123.000 Euro zum Umbau des Hartplatzes in einen Kunstrasenplatz in Heimbach-Weis.

Die SPD-Stadtratsmitglieder Uwe Siebenmorgen und Janick Helmut Schmitz freuten sich als Heimbach-Weiser ganz besonders über die positive Übermittlung von Staatsminister Lewentz und gleichsam über den gewinnbringenden Fortschritt für Heimbach-Weis. Gemeinsam drückten sie im Rahmen der Übergabefeierlichkeiten zusammen mit Landtagsabgeordneten Sven Lefkowitz und Bürgermeister Michael Mang ihren herzlichen Dank aus und blicken nun mit Vorfreude auf den Umbau der Heimbach-Weiser Sportanlage, dessen Förderung nun pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum des SSV Heimbach-Weis 1920 e.V. einhergeht.

Landtagsabgeordneter Lefkowitz an der Alice-Salomon-Schule in Neuwied zu Gast

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Die Neuwieder Alice-Salomon-Schule bietet Ausbildungen zur Berufsvorbereitung, zum Sozialwesen, zur Hauswirtschaft, Gesundheit und Pflege an und legt dabei großen Wert auf das Lernen von- und miteinander. Der SPD-Politiker Sven Lefkowitz besuchte kürzlich die Schule und ließ sich über aktuelle Angebote informieren.

NEUWIED. Der Landtagsabgeordnete und staatlich anerkannte Altenpfleger Sven Lefkowitz tauschte sich bei seinem Besuch mit dem kommissarischen Schulleiter Wolfgang Künzel und Studiendirektor Elmar Kanschik aus. Im Fokus standen hier die Ausbildung in der Altenpflege sowie der Bildungsbereich der Heil- und Erziehungspflege. Mehr als 50 Kooperationspartner entsenden ihre Auszubildenden an die Schule und rund 80 Pflegehilfs- und Fachkräfte schließen erfolgreich den Bildungsgang ab. Lefkowitz hofft, dass die Zahl in Zukunft noch höher wird.

Seit Jahresbeginn hat die neue generalistische Pflegeausbildung begonnen. Dabei werden die bisherigen Berufsausbildungen der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einer generalistischen Ausbildung mit dem Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“ zusammengeführt. Die Auszubildenden werden auf diesem Weg zur Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen befähigt.

„Die neue generalistische Ausbildung ist vor allem für Auszubildende, die ihren Vertiefungseinsatz in der Langzeitpflege durchführen, ein gewinnbringendes Lehrkonzept. Gemeinsam werden bereichsübergreifende Fachkenntnisse vermittelt und ebenso gelernt, bevor die Auszubildenden im letzten Drittel ihrer Ausbildung entscheiden, ob sie die Ausbildung zur Pflegefachkraft fortsetzen oder, ob sie sich spezifisch zum Altenpfleger ausbilden lassen“ bewertet der SPD-Landtagsabgeordnete Lefkowitz das neue Ausbildungsangebot durch seine pflegerischen Fachkenntnisse und ergänzt, dass durch die bessere Koordination zwischen Praktikum, Schule und Betrieb eine deutliche Qualitätssteigerung der Ausbildung möglich sei. Dabei hofft Lefkowitz, das sich viele Auszubildenden für den Bereich Altenpflege entscheiden, damit dem eklatanten Personalmangel begegnet werden kann und sich dieser nicht weiter verschärft.

Ebenso wichtig seien auch Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten für ältere Ausbildungsinteressenten, betont Lefkowitz, der seine Ausbildung zum Altenpfleger berufsbegleitend absolvierte: „Viele erwachsene Menschen, die zu späterem Zeitpunkt einen solchen Bildungsweg einschlagen oder begleitend absolvieren möchten, bürgen durch ihre meist höhere Lebenserfahrung großes Potenzial für den Pflegebereich. Jedoch müssen die Ausbildungen auch für sie ‚genug abwerfen‘, damit sie die Lebenshaltungskosten eines Erwachsenen, meist mit Familie, zeitgleich tragen können. Hier sind die Förderungen verschiedenster Art enorm wichtig und müssen fortgeführt werden“.

Das erhöhte Interesse und der Zuwachs an potenziellen Pflegerinnen und Pflegern stellen die Schulen auch vor Herausforderungen des zukünftigen Raumbedarfs. Weitere Räume seien hier perspektivisch sinnvoll, wie der Landtagsabgeordnete im Gespräch mit dem kommissarischen Schulleiter Wolfang Künzel und Studiendirektor Elmar Kanschik erfährt und sichert abschließend seine Unterstützung zu. „Für diese Bedürfnisse werde ich mich auch weiterhin einsetzen und helfen, wo es mir möglich ist.“

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