Mittwoch, 29. Januar 2020

Letztes Update:01:47:07 AM GMT

region-rhein.de

RSS

Experte referierte über die Patientenverfügung

Drucken

Die vom Seniorenbeirat der Stadt Neuwied initiierte Folgeveranstaltung zum Themenkomplex „Vollmacht“ stieß auf großes Interesse. Vorsitzender Robert Raab begrüßte dazu als Referenten Bernhard Lahr, den Leiter des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer (SKFM). Der Referent setzte im voll besetzten Gemeindesaal der Marktkirchengemeinde den Schwerpunkt auf die Patientenverfügung. Lahr zeigte die Unterschiede zwischen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht auf und gab einen wertvollen Hinweis auf das novellierte Gesetz zur Patientenverfügung und eine entsprechende Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom Juli 2016, die eine Konkretisierung bereits erstellter Verfügungen notwendig machen. Unter reger Beteiligung der Zuhörer wurden exemplarische Situationen, für die die Patientenverfügung gelten soll, erarbeitet. Dabei wurde deutlich, dass sie eng auf medizinische Hilfe beschränkt ist und nur gilt, wenn der Patient nicht einwilligungsfähig ist. Der Fachmann machte auch klar: Eine Patientenverfügung ist kein Muss. Ist keine vorhanden, so gilt immer noch die Bestimmung des Paragraphen 1901 a des Bürgerlichen Gesetzbuches. Inge Rockenfeller dankte Lahr im Namen des Seniorenbeirates für den aufschlussreichen und praxisnahen Vortrag.

Wer eine Beratung oder Formulierungshilfe wünscht, kann sich an den SKFM wenden – und zwar kostenlos; Telefon 02631 200 50, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Kampagne „Kinderfreundliches Heddesdorf“ der SPD ging in die 4. Runde

Drucken

Diesmal waren Spielplätze auf dem Heddesdorfer Berg das Ziel

Die Abordnung der SPD-Heddesdorf. bestehend aus Martina Beate Jakoby und Stadtratsfraktionsvorsitzendem Sven Lefkowitz wurde diesmal durch Conrad Lunar ergänzt. Die Gruppe besichtigten nun zwei Spielplätze im Bereich Heddesdorfer Berg.

Die Ausstattung an der Falkenstraße besteht aus einem neuen Klettergerüst, mehreren Wipptieren und einer Kletterkombination mit Schaukel und Rutsche. Als Sitzmöglichkeit sind zwei Bänke vorhanden.

Der Spielplatz machte auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Allerdings benötigen die meisten Spielgeräte und auch die Sitzbänke dringend einen neuen Anstrich.

Zu überdenken ist es auch, ob nicht noch ein Kleinkinder-Spielgerät aufgestellt werden könnte, da der Bereich der Kleinkinder nur mit den Wipptieren ausgestattet ist und einen daher etwas lieblosen Eindruck macht.

Ein zusätzlicher Sitzbereich könnte ebenfalls auch eine Option sein, diesen Spielplatz noch attraktiver für Familien zu gestalten. „Schließlich sei ein Besuch des Spielplatzes auch eine Möglichkeit zur Kommunikation und Begegnung“, wurde den Sozialdemokraten eine weitere konkrete Anregung mit auf den Weg gegeben.

Der Spielplatz an der Weinbergstraße/ Konrad-Adenauer Straße ist aus Sicht der Besucher auf den ersten Blick sehr gut gelungen. Neue und abwechslungsreiche Spielgeräte sind ausreichend vorhanden. Warum aber an dem Schaukelgerüst die Schaukeln abgebaut sind, und die Reck-Kletteranlage geradezu auf Erwachsenengröße ausgelegt ist, erschließt sich zunächst nicht. Das wird von Seiten der SPD mit der Stadtverwaltung geklärt, bzw. um Verbesserung gebeten. Die Sauberkeit ist gut, man stellt fest, dass die vorhandenen Mülleimer auch benutzt werden. Zusätzliche Sitzplätze und mindestens ein weiterer Müllbehälter wurde von Besuchern angeregt.

Auf diesem Platz ist ausreichend Raum für einen Bolzplatzbereich vorhanden, dieser wird auch gewünscht. Auch diese Anregung wird ebenfalls mit der Stadt Neuwied besprochen werden.

Als Fazit halten die Heddesdorfer Sozialdemokraten fest: Der Spielplatz ist gut, hat aber auch noch „etwas Luft nach oben“.

Neues Gesetz in Kraft: Ölheizungen in Hochwassergebieten bald passé?

Drucken

Großer Aufwand für Altanlagen im Bestand: Sie müssen nachgerüstet werden

Neuwied. Aufschwimmende Öltanks beschädigen Kellerräume, auslaufendes Öl belastet die Umwelt und führt zu Schäden. Damit soll nach dem neuen „Hochwasserschutzgesetz II“ Schluss sein: Die meisten Altanlagen müssen umfangreich gesichert werden, der Einbau von neuen Ölheizungen wird teilweise verboten. Auch in Neuwied sind viele Hausbesitzer betroffen.

Die neuen, strengeren Vorschriften definieren „Überschwemmungs-“ und „Risikogebiete". Überschwemmungsgebiete sind Flächen, die regelmäßig bei Hochwasser überflutet werden. Risikogebiete sind Flächen, die bei extremem Hochwasser überflutet werden könnten. Dazu zählen große Teile der Innenstadt, von Engers, Irlich und Feldkirchen – trotz des Deichs. „Die Stadtteile könnten bei einem extremen Hochwasser oder bei Schäden im Damm überflutet werden. Für die Bundesregierung sind sie daher Risikogebiete. Da gibt es nichts zu rütteln“, erklärt Bereichsleiter Jürgen Henn von den Stadtwerken Neuwied (SWN). Er schätzt, dass ein paar Hundert Hausbesitzer von dem neuen Gesetz betroffen sein könnten: „Die  Karte des Bundesamtes für Gewässerschutz weist nur die betroffenen Gebiete aus. Aber es gibt viele Altanlagen, für deren Weiterbetrieb hohe Hürden aufgelegt wurden.“

Klares Ziel des Gesetzes: Durch  strengere Vorschriften sollen Schadensrisiken verkleinert werden. Verantwortlich sind die Eigentümer: „Da Öl leichter als Wasser ist, kann der Öltank aufschwimmen. Wenn Leitungen abreißen, gelangt Öl ins Hochwasser und verteilt sich großflächig. Es kontaminiert das Mauerwerk des eigenen Gebäudes und dem der Nachbarn, die – wenn überhaupt – nur aufwändig saniert werden können. Betreiber müssen vorsorgen.“

In Überschwemmungsgebieten sind ungesicherte Ölheizungen und -tanks künftig grundsätzlich tabu. „In Risikogebieten muss man beim Neubau nachweisen, dass die Anlage hochwassersicher ist. Im Zweifel sollte man sich an die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung wenden. “ Was aber tun, wenn man bereits eine Ölheizung im Haus hat? „In Risikogebieten gilt eine Übergangsfrist bis 2033“, so der Energieexperte. „Entweder man ersetzt die Anlage zum Beispiel durch Gas oder rüstet nach. Letzteres ist sehr aufwändig.“ Denn eine feste Verankerung der Heizöltanks im Keller ist – im Nachhinein - oft schwierig. „Fast leere Tanks stellen eine noch größere Gefahr dar. Selbst wenn kein Öl ausläuft: Die Tanks wirken wie ein riesiger Ballon, die auf Mauerwerk und Decken drücken. Ein Tank 5000-Liter-Tank hat eine Auftriebskraft von fünf Tonnen. Decken oder Gewölbe geben dann sehr schnell nach.“ Die Kosten für die Nachrüstung belaufen sich schnell auf 3000 Euro und mehr, wenn der Tank fest in einem kleinen Raum verbaut ist und eine Abdichtung oder Verankerung ein Problem ist. Es darf kein Wasser mehr über Verbindungsleitungen oder Armaturen in den Tank gelangen. Auch die Ansprüche an die Tanks steigen, da sie einem bestimmten Wasserdruck standhalten müssen. Schließlich müssen auch Entlüftungsleitungen oberhalb der Marke eines hundertjährigen Hochwassers sein (HQ100).

„Man sollte gut überlegen, ob sich die hohen Investitionen für die Sicherung von Öltanks lohnen oder ob man gleich auf Gas umrüstet. Wer neu baut oder eine Ölheizung hat, deren Erneuerung eh absehbar ist, sollte auf jeden Fall Gas nehmen.“

Ob Nach- oder Umrüstung: Die Kosten liegen im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich. „Das ist auf einen Schlag viel Geld. Wir haben daher ein Austauschprogramm aufgelegt: Der Kunde pachtet die Heizung, wir kümmern uns um den Rest,  von der Demontage der alten bis zum Bau der neuen Heizungsanlage, mit Wartung, Reparatur - bis hin zum Notdienst.“ Laut Henn rechnet sich der Austausch, da neue Anlagen deutlich effizienter sind, also weniger verbrauchen: „Und auch der Raum, in dem der Öltank stand, kann für andere Zwecke genutzt werden.“

CDU-Gesundheitspolitiker auf Visite im Ev. Krankenhaus Dierdorf/Selters

Drucken

Erwin Rüddel und Dennis Schneider informierten sich vor Ort

Dierdorf. Das Evangelische Krankenhaus Dierdorf/Selters deckt mit seinen beiden Standorten in Dierdorf und Selters die Breite der grundlegenden medizinischen Disziplinen ab. „Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig einen guten Kompromiss aus fortschrittlicher Spezialisierung und einer größtmöglichen Bandbreite an therapeutischer Expertise bereitzustellen“, befanden der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag Erwin Rüddel und der Gesundheitsbeauftragte der CDU im Kreis Neuwied Dennis Schneider.

Im Gespräch mit Geschäftsführung und Verwaltungsrat des Krankenhauses wurde deutlich mit welchen Herausforderungen sich die stationären Versorger konfrontiert sehen. Ein wichtiger Punkt sei es die strukturellen Voraussetzungen für die Notfallversorgung im Landkreis zu erfüllen. Die neue G-BA-Regelung sieht hierbei vor, dass Notfallkrankenhäuser neben einer guten Erreichbarkeit, zumindest Stationen der Chirurgie, der Inneren Medizin und einen sogenannten „Schockraum“ bereithalten müssen, um eine qualitative und qualifizierte Notfallversorgung gewährleisten zu können.

„Hierbei ist man in unserem Landkreis Neuwied gut aufgestellt und da macht gerade auch das Evangelische Krankenhaus Dierdorf/Selters keine Ausnahme. Hier ist man zudem noch in der Lage durch eine gut strukturierte Neurologie mit angebundener „Stroke-Unit“ auch Schlaganfallpatienten schnellstmöglich Akuthilfe bieten zu können und im Rahmen einer Komplexbehandlung Folgeschäden zu minimieren“, konstatierten die Gesundheitspolitiker.

Sie erfuhren aber auch, dass weiterhin große personelle Engpässe im Pflegedienst bestehen. Zwar seien hier die Ausbildungszahlen so hoch wie nie, dennoch besteht auf den Stationen akute Überlastung des Personals, da das Arbeitsaufkommen im Rahmen des demografischen Wandels kontinuierlich steigt. Doch herrschte Einigkeit darüber, dass mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz die unionsgeführte Bundesregierung einen guten Lösungsansatz geliefert hat, in dessen Folge sich die Arbeitsbedingungen in der Pflege deutlich verbessern sollen.

Hierzu wurde im Rahmen eines Sofortprogramms beschlossen, dass für jede aufgestockte Stelle bei den Pflegekräften eines Krankenhauses, die anfallenden Kosten über die Kostenträger (Krankenkassen) finanziert werden. „Diese Regelung bringt die Pflege wieder dahin wo sie gebraucht wird, ohne die jeweilige Einrichtung mit höheren Personalkosten zu belasten. Davon profitieren sowohl die Patienten als auch die Versorger“, bekräftigten Erwin Rüddel und Dennis Schneider.

Pulse of Europe Neuwied hat Europapolitiker zu Gast

Drucken
Unter dem Motto "Quo vadis Europa" setzt Pulse of Europe Neuwied am Samstag, den 27.10.18 seine pro europäischen Demonstrationen fort. Das klare Bekenntnis zu einem offenen, pluralen und solidarischen Europa wird in Zeiten rückwärtsgewandter populistischer Bestrebungen immer wichtiger. Mit einem ersten Ausblick auf die Europawahlen im kommenden Jahr will der Veranstalter alle bisher bei den Demos diskutierten Themen noch einmal in konkrete Erwartungen an die europäische Politik bündeln. Von der Erwartung an eine Weiterentwicklung europäischer Sozialpolitik mit vergleichbaren Standards und über die Frage der Auswirkungen europäischer Wirtschaftspolitik in der Region bis hin zu Fragen der Stärkung der Demokratie in der Union. Pulse of Europe Neuwied konnte die Europaabgeordneten Dr. Werner Langen und Norbert Neuser für die Teilnahme an der Veranstaltung gewinnen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Demo erwarten viele unmittelbare Informationen zur europäischen Politik und sicher eine lebhafte Diskussion.
Die Veranstaltung findet von 11.00 - 12.00 h wieder an bekannter Stelle auf dem Luisenplatz in Neuwied, gegenüber Langendorferstr. 110, statt. Bei schlechtem Wetter steht der Holzpavillon der Stadt an gleicher Stelle als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL