Samstag, 11. Juli 2020

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Austausch mit Schulen und Duale Ausbildung stehen im Fokus

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IHK, Stadt und Kreis bilden „Fachkräfteallianz für Landkreis Neuwied“

Kreis/Stadt Neuwied – Antrittsbesuch und zugleich intensives Arbeitsgespräch: Der neue IHK-Regionalgeschäftsführer für Neuwied, Martin Neudecker, traf sich mit dem Neuwieder Landrat Achim Hallerbach und dem Oberbürgermeister Jan Einig zum gemeinsamen Austausch. „Wir sind froh, dass die Neuwieder IHK-Regionalgeschäftsstelle mit Martin Neudecker einen qualifizierten Nachfolger erhalten hat. Als gebürtiger Neuwieder und Geschäftsstellenleiter in Mayen-Koblenz kennt er hervorragend die Region und deren Herausforderungen“, betonten Einig und Hallerbach.

Ein großes Thema ist und bleibt der Fachkräftemangel in der Region. In der Form einer „Fachkräfteallianz für den Landkreis Neuwied“, haben sich Neudecker, Hallerbach und Einig auf ein gemeinsames Projekt verständigt. Hier soll eine gemeinsame Partnerschaft zwischen Wirtschaft, Stadt, Kreis und der Wirtschaftsförderung geknüpft werden.

Foto:Antrittsbesuch und zugleich intensives Arbeitsgespräch: Der neue IHK-Regionalgeschäftsführer für Neuwied, Martin Neudecker (mitte), traf sich mit dem Neuwieder Landrat Achim Hallerbach (rechts) und dem Oberbürgermeister Jan Einig (links) zum gemeinsamen Austausch. Unter anderem wurde eine „Fachkräfteallianz für den Landkreis Neuwied“ vereinbart.

Vereinbart wurde ein intensiverer Austausch mit den Schulen sowie eine Bewerbung der Dualen Ausbildung. „Wir haben hervorragende berufsbildende Schulen in der Stadt und im Landkreis. Sie bilden einen ganz besonderen Schwerpunkt in unserer Schullandschaft. Deshalb werden wir gemeinsam stärker in eine Informationsarbeit an den Schulen einsteigen müssen“, betonen Neudecker, Einig und Hallerbach.

Ebenfalls wurde der zügige Ausbau der Breitbandversorgung und die nächsten Ausbauschritte für Gewerbegebiete, Schulen, Krankenhäuser besprochen. Die zweite Stufe des Breitbandausbaus sind die Schließung der sogenannten „weißen Flecke“ durch eine geförderte „Nachverdichtung“. Hier warte der Landkreis fast täglich auf den Förderbescheid des Bundes.

Ein weiteres gemeinsames Projekt von IHK und Wirtschaftsförderung bildet die Suche von Potenzialstandorten für Gewerbe- und Industrieflächen für die vorhandenen Unternehmen aber auch für neue Unternehmensansiedlungen. „Hier wollen wir im gemeinsamen Miteinander Arbeitsplätze sichern und neue ansiedeln“, erklären Oberbürgermeister Einig und Landrat Hallerbach.

Dazu gehöre auch eine gute Straßeninfrastruktur. Deshalb stehen IHK, Stadt und Kreis zur Ortsumgehung Straßenhaus und dem Ausbau des letzten Abschnitts von Straßenhaus an die Autobahn. „Eine klare Forderung, die von der Wirtschaft und den Kommunen unterstützt wird“, unterstreichen die Gesprächspartner.

„Wir werden auch weiterhin den Austausch zwischen Verwaltung und Wirtschaft intensiv verfolgen“, erklärten Jan Einig und Achim Hallerbach. Die Kammern sind wichtige Bindeglieder und bieten entsprechende Plattformen zum gemeinsamen Austausch. Das bisherige konstruktive Miteinander auch mit dem IHK-Regionalbeirat soll fortgesetzt werden.

Azubi-Video sensibilisiert Mitarbeiter fürs Energiesparen

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Als Energiescouts aktiv – Herschbach: Von Anfang an einbinden

Neuwied. Seit 2015 haben Stadtwerke (SWN), Servicebetriebe (SBN) und Kreiswasserwerk (KWW) ein zertifiziertes Energiemanagementsystem. Sie haben sich verpflichtet, kontinuierlich neue Ansätze zu erarbeiten, um den Energieverbrauch zu senken. Als Energiescouts gehen schon die Auszubildenden auf die Suche nach Einsparmöglichkeiten. Dass auch im eigenen Betrieb die günstigste Energie die ist, die man gar nicht erst verbraucht, daran appellieren die drei Beteiligten – und haben dabei auch ein Erklärvideo produziert.

Die Energiescouts sind ein Projekt der IHK Rheinland-Pfalz, an dem man sich in der Hafenstraße inzwischen zum dritten Mal beteiligt. Die Azubis werden dabei von den Energiemanagern der SWN unterstützt. „Wir haben verschiedene Ideen diskutiert“, erklärt Jan Fries, angehender Geomatiker. Aber wo sind die größten Einsparpotenziale? Wo ist der Verbrauch am größten? Nicht zuletzt: Wie leicht lässt sich ein Projekt umsetzen und was ist an Investitionen nötig? Daraufhin wurden die aussichtsreichsten Ideen ausgewählt, sagt Marc Tarsia. In Kürze ausgetauscht werden die ineffizienten Leuchtstoffröhren in einem Kellergang durch moderne LED-Leuchten. Die Investition rechnet sich schon nach acht Monaten. Der Stromverbrauch sinkt von aktuell über 10.000 Kilowattstunden (kWh) auf 25,2 kWh pro Jahr. Ein Einsparpotenzial von 97,5 Prozent!

Für den Hochbehälter Willroth, der in Kürze saniert werden soll, erstellten sie ein Konzept für die Nutzung von Photovoltaik. Denn beim Pumpvorgang für die Trinkwasserversorgung wird viel Energie benötigt. Durch die Anlage können pro Jahr 9500 kWh Strom erzeugt werden. „Der Vorschlag wurde schon in die Planungen aufgenommen“, sagen die Energiemanager David Meurer und Johannes Süß, die die Projekte begleiteten.

Einsparungen durch effiziente Technik sind jedoch nur eine Sache: „Wir wollten auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter mit in unser Projekt aufzunehmen“, sagt Ana Elisa Polo López. „Wir haben als Beispiel längere Außentermine genommen. Wenn das Licht brennt, der Computer an ist, die Heizung läuft und das Fenster offensteht, dann führt das zu unnötigem Energieverbrauch.“ So extrem ist es laut der angehenden Industriekauffrau natürlich nicht: „Am wichtigsten ist, dass jeder mit offenen Augen durch den Betrieb geht. Brennt in einem Büro unnötig Licht? Ein Druck auf den Schalter. Fertig.“

Aber wie sagt man es den Kollegen? Statt eines Aushangs, eines Plakats oder eines Briefs erstellten die drei Energiescouts ein Erklärvideo. In nur etwas mehr als einer Minute wird in Bild und Ton die Sensibilität für Klimawandel und Energieverbrauch geweckt. Die Kosten für das aktuelle Projekt betrugen nur etwas mehr als 100 Euro. „Die Frage nach dem Einsparpotential ist sicher schwer zu beantworten. Uns ist einfach wichtig, dass man als Mitarbeiter der SWN auch Vorbildfunktion hat“, so die drei. „Wir wären nicht glaubwürdig, wenn wir den Kunden Energiespartipps geben, aber selbst nicht danach handeln.“

Im ersten Projektjahr ging es um den Austausch der Leuchtstoffröhren zugunsten von hocheffizienten LED-Röhren in der Kfz-Werkstatthalle und einer Lagerhalle. Zuletzt entstand ein Konzept für ein deutlich kürzeres Druckluft-Leitungsnetz in den Werkstätten. Die Vorschläge werden bei den SWN sehr ernst genommen. Für Geschäftsführer Stefan Herschbach sind dies Bausteine, um den Energieverbrauch bei SWN, SBN und KWW weiter zu senken: „Unser Energiemanagementsystem ist zertifiziert, dieses macht ökologisch Sinn und nicht zuletzt haben wir dadurch finanzielle Vorteile. Für die Auditierungen müssen wir das weiter vorantreiben. Da sind alle Mitarbeiter gefordert – auch die Auszubildenden, die sich von Anfang an bewusst einbringen.“

RKK-Auszeichnung für ein Leben für den Karneval

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„Vür bäi on hinne avjedaut“, erschallte als Schlachtruf der Karnevalsgesellschaft Irlich 1895e.V. bei der Prunksitzung wiederholt im Saal der Mehrzweckhalle. In diesen Ruf stimmte auch immer wieder Willi Lenz mit ein. Der inzwischen 82-jährige zählt zum Urgestein der KG Irlich. 1986 den Irlicher Karnevalisten beigetreten, hat er sich als Aktiver in den nunmehr 3x11 Jahren große Anerkennung erworben. So ist er denn auch heute noch ein Aktivposten bei den Veranstaltungen der KG. Deshalb wurde Willi Lenz eine ganz besondere Ehrung zuteil. Erwin Rüddel, Bezirksvorsitzender der Rheinische Karnevals-Korporationen e.V. (RKK), verlieh dem seit 1990 im KG-Vorstand tätigen Vollblutkarnevalisten die RKK-Verdienstmedaille „Silber am Bande“. Dabei ging Rüddel auf die Funktionen und besonderen Verdienste des Geehrten ein: 1990-1991 Beisitzer, 1992-2002 Vizepräsident, 2003-2005 Vizesitzungspräsident und von 2005-dato Beisitzer. „Willi Lenz war federführend bei der Dekoration der Halle und beim Wagenbau, als die Motivwagen noch selbst gebaut wurden. Sein Engagement bei der rheinischen Brauchtumspflege Karneval  wurde bereits mit den RKK-Medaillen in Bronze, Silber und Gold gewürdigt. Lieber Willi Lenz, wir können froh und dankbar sein in dir einen auch im fortgeschrittenen Alter mit viel Erfahrung überaus aktiven Karnevalisten in unseren Reihen zu haben. Du hast die RKK-Auszeichnung ‚Silber am Bande‘ ganz besonders verdient“, sagte Erwin Rüddel unter tosendem Applaus der Prunksitzungsschar.

Das Foto zeigt (v.li.) Willi Lenz, Erwin Rüddel und Sitzungspräsident Hans-Jürgen Fink.

Kitaleiterin Ulla Krämer: Abschied nach fast 40 Jahren

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19 Jahre lang leitete sie die städtische Kindertagesstätte Villa Regenbogen in Engers, doch insgesamt kann Ulla Krämer auf eine fast 40-jährige Karriere im Dienst der Stadtverwaltung zurückblicken. Unter anderem arbeitete sie auch im Haus der Jugend. Die gelernte Erzieherin und studierte Sozialpädagogin hat im Lauf der Jahrzehnte die Entwicklungen in der Elementarpädagogik hautnah miterlebt. Sie habe immer neue Herausforderungen gesucht, sagte Krämer bei einer kleinen Abschiedsfeier, zu der auch zahlreiche ehemalige Vorgesetzte erschienen. Sie dankte allen, die ihr über eine so lange Zeit das Vertrauen geschenkt haben. Der Kita will die Pädagogin auch in Zukunft verbunden bleiben. Bürgermeister Michael Mang, der auch zwei Präsente überreichte, unterstrich die Leistung Krämers: „Fast 40 Jahre hat sich Ulla Krämer voller Überzeugungskraft für die Bedürfnisse, Wünsche und Rechte von Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Sie hat früh erkannt, welche Bedeutung frühkindliche Bildung besitzt. Dafür dürften ihr viele Engerser dankbar sein.“ Krämer hinterlasse ihrem Nachfolger, dem bisherigen „Regenbogen“-Stellvertreter Sven Prokopf, ein gut bestelltes Haus. Sozial- und Jugendamtsleiter Wolfgang Hartmann und Anke Dierdorf, die die Gesamtleitung der städtischen Kitas innehat, dankten Krämer für deren Engagement bei der Weiterentwicklung des städtischen Kindergartenangebots.

Europäischer Frühling bei der Demo von Pulse of Europe Neuwied!

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Zum Thema „Brexit“ hatte Pulse of Europe Neuwied wieder zur Demo am 23.2.19 auf den Neuwieder Luisenplatz eingeladen.

Mit der Behauptung, Grossbritannien zahle wöchentlich 350 Mio Pfund an die EU begann 2016 eine Kampagne, die in einem Referendum mündete, das knapper nicht ausfallen konnte. Das Ergebnis ist eine gespaltene Gesellschaft und eine Politik, der es nicht gelingt, das Land aus dem Brexit – Dilemma zu führen. Der EU – Austritt Grossbritanniens ist für den 29.3.19 vorgesehen und noch immer ist keine Lösung in Sicht. Im Gegenteil: die Fronten verhärten sich. Zu sehr war die Kampagne von Falschaussagen und Irreführungen belastet.

Zur Beantwortung und Diskussion des Themas hatte Pulse of Europe Frau Jill Schuto aus Dierdorf eingeladen. Jill Schuto ist gebürtige Britin, lebt seit 40 Jahren in Deutschland und hat als Lehrerin gearbeitet. „… das Ergebnis des Referendums hat mich fassungslos gemacht und ich habe über die beiden letzten Jahre eine wachsende Entfremdung zwischen den Menschen wahrgenommen, die auch vor Familien und Freundeskreisen nicht Halt macht…“, sagt Jill Schuto. Sie hat sich immer als überzeugte Europäerin verstanden, deshalb war ein Wechsel der Staatsbürgerschaft für sie kein Thema. Der drohende Verlust der Rechte als EU Bürgerin durch den drohenden Brexit hat sie jedoch zu der Entscheidung geführt, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. „ …Ich will an Europa teilhaben, mitentscheiden, mitgestalten…“ sagt sie sehr persönlich und authentisch zu den Demo - Teilnehmer*innen und erhält spontanen Applaus für ihre Haltung. Sie gibt ein beeindruckendes Stimmungsbild  zur Gesellschaft und den Menschen in Großbritannien ab, dem die Demo – Teilnehmer*innen interessiert, teils betroffen, folgen. Nein, sehr zuversichtlich ist Jill Schuto nicht, was den EU – Austritt Großbritanniens Ende März betrifft aber es gibt auch aktuelle positive politische Entwicklungen, die Mut machen. Ihr überzeugendes Bekenntnis für ein vereintes Europa bringt ihr viel Zustimmung und langen Applaus der der Teilnehmerschaft ein. Herzlichen Dank Jill Schuto !

Pulse of Europe Neuwied freut sich über viel Zuspruch für das bisherige proeuropäische Engagement. Peter Schwarz dankt daher allen Demo - Teilnehmer*innen, insbesondere auch der neuen Aktionsgruppe gegen Rassismus "Neuwied ist bunt" und „Amnesty International“ für die Beiträge bei der Demo.

„…Unser vereintes Europa ist unumkehrbar. Das Rad der Zeit lässt sich nicht zurück drehen…!“, so der Veranstalter.

Am Montag, 18.3.19 findet ab 18.00 Uhr ein Bürgerdialog „Worldcafe“ zur Europäischen Politik und zur Europawahl im Amalie Raiffeisensaal der Volkshochschule Neuwied statt. Alle interessierten Bürger*innen sind herzlich eingeladen.

Die nächste Demo von Pulse of Europe Neuwied ist am Samstag, 23.3.19 von 11.00 – 12.00 Uhr wieder auf dem Luisenplatz in Neuwied.

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