Mittwoch, 29. Januar 2020

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„Fundus“ der Museumstraße: Viele Leitungen, die in keinen Plänen sind

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Woher kommen, wohin führen die Leitungen? Suche kostet Zeit

Neuwied. Gas, Wasser, Strom, Kanal und Hausanschlüsse. Die Versorgungsleitungen in der Museumstraße werden komplett erneuert. Doch wie man im Fundus eines echten Museums oft Werke findet, die nie katalogisiert wurden, ist der Straßenname auch für die Bauarbeiten Programm: Meter um Meter stößt man auf alte Leitungen, die in keinen Plänen verzeichnet wurden. Ein Geduldsspiel.

Drei Bauabschnitte sollen bis Ende Mai 2019 bewältigt werden. Doch schon im ersten Abschnitt musste in der Bahnhofstraße eine Gas- und eine Wasserleitung verlegt werden. „Der neue Kanalschacht hat einen Durchmesser von zwei Metern“, erklärt Michael Berger, Bauleiter der Stadtwerke Neuwied (SWN). „Da mussten wir erstmal den Platz schaffen, damit die Arbeiter Platz für den Einbau hatten.“ Hinzu kam, dass die Stromversorgung für das Ärztehaus verstärkt werden musste und das Altenheim neu mit Strom und Glasfaser angebunden wurde. Ein „Puzzlespiel“ nennt Berger das.

Die Querung der Bahnhofstraße in die Museumstraße wurde in den Sommerferien erledigt und ist inzwischen fertig, der Bauabschnitt bis zum DRK-Gebäude jedoch nicht. Hier liegen etliche Leitungen, die nicht in den Plänen verzeichnet waren. Ein Problem, das historisch gewachsen ist, wie Bereichsleiter Peter Dunkel von den SWN erklärt: „1981 wurden die Stadtwerke vom städtischen Eigenbetrieb zum Unternehmen, das 1984 von  der Museums-  in  den  Neubau  der  Hafenstraße  umzog. Was zuvor in vielen Jahrzehnten in der Museumstraße verlegt worden ist, das sehen wir erst jetzt. Viele Leitungen wurden eben nicht so dokumentiert, auch die Messverfahren waren andere. Heute ist das undenkbar, aber wir müssen damit klarkommen.“

Mehr als 50 dieser Leitungen machen Bauleiter Berger zwar kein Kopfzerbrechen, aber sie kosten Zeit: „Jede Leitung muss geprüft werden.“ Bei Gas- und Wasserleitungen ist das relativ einfach: Sie werden angebohrt. Bei Strom ist der Aufwand größer. Es wird geprüft und in Archiven gesucht. Denn bei noch aktiven Leitungen ist immer die Frage: Woher kommt die Leitung, wohin führt sie?

Pascal Bressan, Geschäftsführer des beauftragten Tiefbauunternehmens, lässt sich durch die Verzögerungen dennoch nicht aus der Ruhe bringen: „Es hilft ja nichts. Wir kennen das von anderen Straßen, wenn auch nicht in der Menge wie hier.“ Wichtig seien die Abstimmungen untereinander: „Es sind mehrere Abteilungen von SWN und SBN im Boot, dazu Bauleiter und wir. Das funktioniert wirklich reibungslos.“

Die Museumstraße wird auch im weiteren Verlauf schwieriges Terrain für die Arbeiten bleiben. In regelmäßigen Abständen werden vor der eigentlichen Baustelle daher schon sogenannte Querschläge gemacht. Dazu wird ein schmaler Graben quer zur Straße ausgehoben: „Dann können wir sehen, was drin ist. Das können die Leitungen sein, die wir schon geprüft haben. Oder es kommen neue hinzu. Dann geht die Suche weiter.“

Standesamt: Am 31. Oktober keine Beurkundungen möglich

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Wegen landesweit umfangreicher EDV-Arbeiten kann das Standesamt der Stadt Neuwied am Mittwoch, 31. Oktober, während der Nachmittagssprechstunden keine Beurkundungen vornehmen. Wie Amtsleiter Dirk Uhrig betont, sind bereits terminierte Eheschließungen davon jedoch nicht betroffen. Ansonsten stehen die Mitarbeiter des Standesamts am Nachmittag des 31. Oktober gern für allgemeine Auskünfte zu Verfügung.

Was ist Heimat? Künstler auf der Suche nach Antworten

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StadtGalerie bietet hochkarätiges Rahmenprogramm

In der Ausstellung „Heimat - eine künstlerische Spurensuche" zeigen derzeit rund 25 Künstler in der StadtGalerie Neuwied beeindruckende und berührenden Arbeiten, die versuchen, die vielen Aspekte von Heimat zu beleuchten. Gemälde, Fotos und Installationen ermöglichen dem Betrachter neue Einsichten, Deutungen und Erkenntnisse, um seine eigene Antwort auf die Frage „Was ist Heimat?“ zu finden. Tiefere Einblicke in die Ausstellung vermittelt Gisela Götz als Kuratorin am Sonntag, 14. Oktober, um 15 Uhr. Die Führung kostet zuzüglich zum Galerie-Eintritt 3 Euro.

Während der gesamten Ausstellungszeit bis zum 2. Dezember bietet die Galerie ein hochkarätiges Rahmenprogramm passend zum Thema an. Dieses beginnt im Oktober mit „Heimatverlust – Geflüchtete und Entwurzelte auf der Suche nach einem Zuhause“. Prof. Dr. Josef Freise gibt am Mittwoch, 17. Oktober, um 19 Uhr zunächst eine Einführung in die Thematik und moderiert die anschließende Gesprächsrunde zwischen Dorothea Bruchhof, Sigrid Fricke und Gästen des Café Asyl. Der Eintritt ist frei.

Die Schauspieler Hanna Werth (Düsseldorfer Schauspielhaus) und Philipp Alfons Heitmann (Rheinisches Landestheater Neuss) begeben sich am Freitag, 19. Oktober, 19 Uhr, mit „Heimat ist da, wo der Pfeffer wächst" gemeinsam auf eine Reise in ihre Vergangenheit. Denn Heimat ist da, von wo man weg will, wenn man jung ist und wohin man wieder will, wenn man alt wird; ist da, wo man von der Fleischereifachverkäuferin immer noch ein Stück Leberkäse in die Hand gedrückt bekommt. Heimat ist da, wo man zu Hause ist. Kleinstadt, Großdorf, Kuhkaff. In Texten und Liedern erzählen die beiden, begleitet am Piano von Matts Johan Leenders (Schauspielhaus Düsseldorf) vom Suchen, Verlieren und Finden der Heimat und dem großen Wunsch, irgendwo mal anzukommen. Denn Heimat ist, woran (und an wen) wir unser Herz hängen. Der Eintritt kostet 10 Euro.

Weitere Informationen gibt es in der StadtGalerie in der ehemaligen Mennonitenkirche aus dem Jahre 1768 unter 02631 20687, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder www.neuwied.de/galerie.html. Die Öffnungszeiten: mittwochs 12 bis 17 Uhr, donnerstags bis samstags 14 bis 17 Uhr, sonntags / feiertags 11 bis 17 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung.

Die Senioren Union erkundet Kultur und Kulinarisches im Inselhaus Hammerstein

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Die erste Weinprobe im Gewölbekeller des alten Pfarrhauses war ein voller Erfolg

Hammerstein. Eine Weinprobe der besonderen Art erlebten die CDU Seniorinnen und Senioren in Hammerstein. Michael Hammerstein und Uschi Kluwig vom Verein Inselhaus Hammerstein e. V. boten der Gruppe ein beeindruckendes Erlebnis in der Pfarrkirche, dem Burgmannshof und dem ehemaligen Pfarrhaus.

Der Verein hat sich die Restaurierung und Nutzung dieses wunderschönen Bereiches zur Aufgabe gemacht und kann schon auf die ersten Erfolge und Events zurückblicken. Die Seniorinnen und Senioren waren begeistert von der anschaulichen Führung in der Pfarrkirche. Michael Hammerstein verband historische Fakten mit humorigen Anekdoten wie zum Beispiel  der Geschichte, als eine Hammersteinerin während ihrer Beichte mitsamt dem Beichtstuhl langsam in die Tiefe sank. Es stellte sich dann heraus, dass nicht der Teufel sie wegen der Schwere ihrer Sünden holen wollte, sondern das Grundwasser den Boden aufgeweicht hatte. Dabei wurde dann festgestellt, dass sich unter der kleinen Kirche wohl eine Kruft derer von Hammerstein befindet.

Danach überraschte Uschi Kluwig die Seniorinnen und Senioren im Burgmannshof mit einem Sektempfang. Den gutgekühlten Tropfen ließ man sich  bei herrlichem Sonnenschein und lockeren Gesprächen munden.

Im alten Gewölbekeller des Pfarrhauses wartete dann die nächste Überraschung. Liebevoll gedeckte Tische, Schmalzbrote, Pragerschinken und eine Weinauswahl des Weinguts Guido Emmel rundeten das Erlebnis ab. Der Winzer selbst kam kurz dazu und unterhielt die Gäste mit einer launigen Beschreibung seiner Weine. So war es kein Wunder, dass viel gelacht und erzählt wurde.

Abschließend bedankte sich der Vorsitzende der Senioren Union Reiner Kilgen ganz herzlich bei Michael Hammerstein und Uschi Kluwig und wünschte ihnen viel Erfolg, viele Vereinsmitglieder und engagierte Unterstützer für ihr Inselhausprojekt. Die Seniorinnen und Senioren jedenfalls versprachen, mit Familie, Freunden und Bekannten wiederzukommen und für die gute Sache zu werben.

Novum auf Stadt- und Kreisebene

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Gemeinsame Sitzung der Vorstände von Stadt und Kreis Neuwied

Novum auf Stadt- und Kreisebene: Kürzlich fand eine erste gemeinsame Sitzung der Vorstände von Stadt und Landkreis Neuwied in der Kreisverwaltung statt. Zielsetzung war, Lösungsansätze für Probleme, die sowohl die Stadt als auch den Landkreis betreffen, zu erarbeiten. Ferner standen Möglichkeiten der Kooperation auf verschiedenen Ebenen auf der Agenda.

So wurde beispielsweise über aktuelle Fragen des ÖPNV im Stadtverkehr nach der jüngsten Fahrplanumstellung gesprochen. Hier sollen die Erfahrungen zu einer Nachsteuerung zusammengetragen werden. Ergänzend hierzu war das steigende Interesse an Bürgerbussen sowie die Busanbindung und Verbesserung der Beschilderung zum Zoo Neuwied und zum Museum Monrepos Thema.

Auch das Thema Sperrmüll auf öffentlichen Gehwegen und Bürgersteigen soll auf Ebene der Ordnungsämter bzw. Servicebetriebe und Abfallwirtschaftsbetriebe erörtert werden.

Sowohl Landrat Achim Hallerbach als auch Oberbürgermeister Jan Einig freuten sich über die gegenseitige Öffnung von Stadt und Kreis für eine künftige intensivere Zusammenarbeit.

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