Sonntag, 15. Dezember 2019

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Einladung zum monatlichen offenen Kreistreffen

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Neuwied. Der Kreisverband der Alternative für Deutschland (AfD) lädt alle Mitglieder und alle interessierten Bürger zum offenen Kreistreffen am Freitag, den 14. September, nach Neuwied ein. Als besonderer Gastredner wurde der Vorsitzende des AfD Kreisverbands Mayen-Koblenz, Dr. Horst Knopp eingeladen. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Den Veranstaltungsort können Interessenten via E-Mail an  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mit Namen und Telefonnummer erfragen.

Neuwieder Kreisverband der AfD

Dank an ehrenamtlichen Naturschutz

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Ameisenschutzwarte schützt seit 30 Jahren im Kreis Neuwied die bedrohten Helfer des Waldes

„Der ehrenamtliche Naturschutz leistet wichtige Unterstützung bei der Arbeit der Naturschutzbehörden hinsichtlich der geschützten Arten. Wir freuen uns über dreißig Jahre engagierten Einsatz für die Rote Waldameise auf die die Kreisgruppe Neuwied der Ameisenschutzwarte Rheinland-Pfalz e. V. zurückblicken kann“, bedankt sich Michael Mahlert, 1. Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent. “Wir hoffen, dass auch eine Nachwuchsentwicklung für diesen Bereich stattfindet, damit die Arbeit noch lange fortgeführt werden kann. Nur durch die Präsenz des praktischen ehrenamtlichen Naturschutzes vor Ort können die vielfältigen Anforderungen für den Artenschutz gewährleistet werden.“

Gemeinsam mit der Umweltreferentin des Kreises, Ina Heidelbach besichtigt Mahlert ein von der Kreisgruppe umgesiedeltes Nest der Rotes Waldameise im Wald von Kleinmaischeid und überreicht für die geleistete Arbeit eine Spende.

Der Geschäftsführer der Ameisenschutzwarte Rheinland-Pfalz, Herr Wilfried Hofmann, erläutert: „ Die Ameisenschutzwarte setzt sich für den Schutz der hügelbauenden Roten Waldameise ein. Schon vor über 200 Jahren erkannte man die Notwendigkeit des Ameisenschutzes für die Rote Waldameise, die zu den besonders geschützten Arten zählt. Die Ameisen werden auch als Polizei des Waldes bezeichnet. Seitens der Kreisgruppe werden im Kreis Neuwied in den verschiedenen Verbandsgemeinden ca. 800 Ameisenvölker betreut. Die ökologische Bedeutung der Waldameise liegt darin, dass sie wichtige Helfer im Wald darstellen. Wo Waldameisen heimisch sind, ist der Ausbruch eines Schädlingsbefalls im Wald zwar möglich, aber doch unwahrscheinlicher. Sie erbeuten viele verschiedene pflanzenfressende Insektenarten und dienen selbst auch wieder als Nahrungsquelle für viele Tiere wie z. B Spinnen, Raubinsekten, Amphibien, Reptilien und Vögel. Sie verbreiten mehr als 150 Pflanzenarten in unseren Wäldern und fördern durch ihre Bautätigkeit die Humusbildung. Werden die Helfer unseres Waldes durch Eingriffe bedroht, werden durch die Kreisgruppe auch Umsiedlungen durchgeführt.“

„Die Ameisenschutzwarte trägt zur Erhaltung der Restbestände unserer Waldameisen bei diese sind für die Biodiversität unseres Waldes besonders wichtig“, ergänzt Ina Heidelbach.

Kreiswasserwerk Neuwied sorgt für stabile Wasserversorgung

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Werksausschuss tagte im Pumpwerk Block

Kreis Neuwied – „Wenn wir heute auf einen heißen und sehr trockenen Sommer zurückblicken, so dürfen wir uns glücklich schätzen, über eine solche stabile Wasserversorgung aus dem Engerser Feld zu verfügen. Auch im Verlauf dieser außergewöhnlichen Wetterperiode haben sich weder von der Wassermenge noch von den Wasserqualität irgendwelche Probleme eingestellt“, stellte Landrat Achim Hallerbach anlässlich der jüngsten Sitzung des Werksausschusses des Kreiswasserwerks fest. Die Tagesordnung war klein aber durchaus von großem Gewicht. Als Sitzungsort hatte man dieses Mal das Pumpwerk Block – seit Gründung das Hauptpumpwerk des Kreiswasserwerks – gewählt. Es brauchte keine Tische, keine Bestuhlung – die Sitzung wurde kurzerhand im Stehen abgehalten – an einem für das Kreiswasserwerk Neuwied historischen Ort.

Nachdem der Kreistag bereits 1966 die Errichtung einer Großraumwasserversorgung beschlossen hatte wurde nach Grunderwerb in der Wasserschutzzone I und erfolgreichen Probebohrung 1971 das Kreiswasserwerk Neuwied gegründet. „Um keine doppelten Strukturen beim Kreiswasserwerk und bei den Stadtwerken Neuwied vorzuhalten, übergab man die Führung der Geschäfte von Beginn an in die Hände der Stadtwerke“, so Landrat Achim Hallerbach. „Im Rahmen eines Betriebsführungsvertrages  regeln die Stadtwerke die technische und kaufmännische Betriebsführung für das Kreiswasserwerk – ich darf sagen, dass wir uns sowohl in der Vergangenheit als auch heute immer bestens aufgehoben fühlten“, so der Landrat weiter.

Im Anschluß an die Sitzung hatten die Kolleginnen und Kollegen des Werksausschusses unter fachkundiger Führung des SWN-Mitarbeiters Imed Merghad (1.v.l.) unmittelbaren Einblick in das Funktionieren des Pumpwerkes. Rieselanlage, Wasserkammer, Elektrotechnik und der beeindruckende große Pumpenraum standen auf dem Besichtigungsprogramm. Vom Pumpwerk Block wird das Trinkwasser aus vier Tiefbrunnen ohne Aufbereitung zu den Pumpwerken Melsbach, Rengsdorf und Willroth befördert. Insgesamt 13 Hochbehälter gilt es permanent auf einem bestimmten Versorgungsniveau zu halten. Von dort aus werden jährlich ca. 3,2 Millionen Kubikmeter über 580 Kilometer Versorgungsleitungen an 15.000 Hausanschlüsse weiterverteilt.

1.000 Unterschriften gegen den Gestank in Neuwied

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Petition von Conrad Lunar und Martin Hahn hat das Etappenziel erreicht

Neuwied. „Wir haben uns das eigene Ziel von 1.000 Unterschriften innerhalb von vier Wochen gesetzt und können nach zwei Wochen erfreut melden, dass dieses Ziel bereits überschritten wurde“, zeigen sich die beiden Petenten Martin Hahn und Conrad Lunar zufrieden über das große Interesse sowie die Unterstützung für ihre Petition gegen den Gestank im Neuwieder Industriegebiet Distelfeld.

„Es hat in den vergangenen Tagen immer wieder extreme Geruchsbelästigungen gegeben, die zeigen, dass unser Problem in Neuwied weiter anhält“, konstatiert CDU-Fraktionsvorsitzender Martin Hahn und der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Neuwied, Conrad Lunar berichtet: „Die Menschen im Distelfeld und zahlreichen Stadtteilen sind von dem Gestank betroffen, das wird in der großen Unterstützung unserer Petition deutlich.“ Hahn und Lunar haben neben der Online-Werbung auch an zwei Samstagen Unterschriften im Ringmarkt sowie auf dem Neuwieder Luisenplatz gesammelt. „Die betroffenen Bürger kamen ganz von alleine auf uns zu und wollten ihre Unterschriften leisten“, berichtet Martin Hahn, der die SGD Nord und dessen Präsidenten Dr. Ulrich Kleemann wiederholt zum nachhaltigen Handeln auffordert.

Die Petition www.openpetition.de/schlussmitdemgestank richtet sich an das rheinland-pfälzische Umweltministerium als übergeordnete Behörde der SGD Nord. Die Petenten hoffen, dass das Ministerium die SGD Nord zu den notwendigen Messungen verpflichtet, um dem mutmaßlichen Verursacher SUEZ die Geruchsbelästigungen schriftlich nachzuweisen. „Es ist nicht erklärbar, warum die SGD Nord in der vergangenen Woche bei den wiederholten Meldungen von Geruchsbelästigungen, wieder keine Messungen angeordnet sowie durchgeführt hat“, zeigt sich Conrad Lunar mit Unverständnis.

Lunar und Hahn werden jetzt Kontakt zum Umweltministerium RLP aufnehmen, um die Unterschriften zu überreichen. Die Petition läuft währenddessen noch weiter und es können weiterhin Unterschriften eingereicht werden. „Die zuständigen Behörden in Koblenz und Mainz können sich vor über 1.000 Bürgerinnen und Bürgern nicht einfach wegducken“, unterstreichen Conrad Lunar und Martin Hahn.

Schlaganfall-Versorgung muss auch in ländlichen Regionen exzellent sein

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Erwin Rüddel kämpft für den Erhalt der Stroke Units in seinem Wahlkreis

Kreisgebiet. Die durch das Urteil des Bundessozialgerichts ausgelöste Diskussion, dass gerade in ländlichen Regionen zukünftig die Schlaganfall-Versorgung in Gefahr ist, ruft den heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel, auch als Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, auf den Plan.

„Die Entscheidung des Bundessozialgerichts ist nicht mit den Realitäten konform. Insbesondere um bei Schlaganfallpatienten, wo es um lebensentscheidende Minuten geht, die Gefahren nicht noch auszuweiten, bedarf es der Erhaltung der bestehenden Stroke Units, den Krankenstationen mit spezieller Ausrichtung auf die Behandlung und Pflege von Schlaganfallpatienten, deren es mit Asbach, Dierdorf Kirchen und Neuwied vier in meinem Wahlkreis Neuwied/Altenkirchen gibt“, konstatiert der Gesundheitspolitiker

Da die Krankenkassen das BSG-Urteil so auslegen, dass bei Nichteinhaltung keine Vergütung mehr an die Krankenhäuser erfolgt, wäre die komplette schnelle Schlaganfallversorgung im Wahlkreis in Gefahr. Das Bundessozialgericht hat mit seinem Urteil entschieden, dass Kliniken mit Stroke Unit Patienten in besonders schweren Fällen innerhalb von 30 Minuten in eine Spezialklinik verlegen müssen. „Diese Vorgaben sind, bemisst man nicht nur die reine Transportzeit, sondern gerade die Zeit von Behandlung zu Behandlung mit, von den im Wahlkreis ansässigen Krankenhäuser kaum oder gar nicht zu realisieren“, so Rüddel.

Damit würde der schnellen und exzellenten Schlaganfallversorgung im Wahlkreis die Grundlage entzogen. Die Krankenhäuser in ländlichen Regionen müssten ihre Schlaganfallversorgung damit einstellen und würden so auf eine 2-Klassen-Schlaganfallversorgung zusteuern. Die Versorgung dieser lebensbedrohlichen Erkrankung könnte nur noch in Ballungszentren mit Spezialkliniken angeboten werden und dies obwohl man weiß, dass eine schnelle Erstversorgung lebensentscheidend ist.

„Die vom BSG beurteilte halbe Stunde, die den Zeitraum ab der Feststellung der Notwendigkeit, den Patienten zum Kooperationspartner zu verlegen, bis zum dort möglichen Behandlungsbeginn umfasst, ist weder hinnehmbar noch realisierbar. Hier bedarf es u.a. einer realisierbaren Präzisierung der Transportzeit“, sagt Rüddel, der im engen Kontext mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine gesetzliche Initiative erreichen will.

„Wir sind auf einem guten Weg, hier kurzfristig eine Lösung zu finden, die die gute Schlaganfallversorgung von Patienten auch in ländlichen Regionen, wie dem Wahlkreis Neuwied/Altenkirchen, sichert. Natürlich müssen auch zukünftig die Kliniken in der Region für ihre guten Leistungen ordentlich entlohnt werden“, so der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses.

Wie Rüddel aus Gesprächen mit Ärzten der heimischen Stroke Units berichtet, können weit über 90 Prozent der Schlaganfallpatienten optimal versorgt werden und müssen eben nicht in Spezialkliniken verlegt werden. „Das muss bei der ganzen Diskussion mit im Fokus stehen. Um den befürchteten negativen Folgen des BSG-Urteils perspektivisch zu begegnen, gilt es eine Änderung beim Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) herbeizuführen. Hier ist die Politik am Zug, indem sie mit einer Präzisierung der Transportzeit, der jetzigen BSG-Auslegung für die Zukunft den Boden entzieht“, bekräftigt Erwin Rüddel.

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