Mittwoch, 23. Oktober 2019

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SPD Kreisverband Neuwied: Kreiskonferenz zum Thema Europa mit Heike Raab

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Zur jüngsten Konferenz der SPD im Kreis Neuwied konnte Vorsitzender Fredi Winter als besonderen Gast Heike Raab, Staatssekretärin in der Staatskanzlei die Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales, begrüßen. Heike Raab gab dem voll besetzten Plenum einen Überblick über die aktuellen europäischen Fragen.

Raab erklärte, dass die SPD für ein offenes und vor allem ein den Menschen zugewandtes Europa steht. Dieses Europa muss dringend wieder lernen gemeinsam zu agieren, damit es auch in Zeiten von Brexit und den anderen großen Herausforderungen in der Lage ist, ein politishces und wirtschaftliches Gegengewicht zu den von ihren nationalen Interessen geprägten Politik der Weltmächte USA, Russland und China zu bilden.

Sie machte deutlich, dass es in den Fragen von Einwanderung und Asyl nur eine europäische Lösung geben kann. Der Schutz von Europas Außengrenzen muss gewährleistet werden und es muss gleiche und klare Regeln in allen Mitgliedsländern geben. Es kann nicht sein, dass die Mittelmeerstaaten die größte Last tragen und sich einige osteuropäischen Länder komplett aus der Verantwortung entziehen.

Im Rahmen der engagierten Diskussion mit den Neuwieder Genossinnen und Genossen forderte Raab einen besonderen Blick auf Afrika. Nur mit einem eigenen Plan zur Verbesserung der Lebensbedingungen auf dem afrikanischen Kontinent kann es gelingen die Fluchtursachen zu bekämpfen. Das muss unser gemeinsames Ziel sein, so Raab abschließend.

Hoffnung macht Heike Raab aber der Blick auf die jungen Menschen. „Wir blicken in Europa auf über 70 Jahre Frieden zurück. Die heutigen Generationen tragen die Verantwortung für die Fortführung des Friedens. Deshalb sind wir froh, wenn wir in den zahlreichen Projekten, im europäischen Austausch und bei Dikussionen mit vielen jungen Menschen erleben, dass diese den Blick nicht alleine auf nationale Einzelinteressen richten, sondern sich für die Lebenswelt in Europa und der Welt interessieren", so Heike Raab.

Frisch gebackene Pflegefachkräfte im Altenzentrum Ev. Marktkirchengemeinde

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NEUWIED Nuray Köse, Michéle Wirtz und Marc Hermans sind die neuen examinierten Pflegekräfte im Altenzentrum Ev. Marktkirchengemeinde nach insgesamt dreijähriger Ausbildungszeit. Einrichtungsleiter Michael Lobb nutzte die Gunst der Stunde, um sich anlässlich des Sommerfestes bei den ehemaligen Auszubildenden des Hauses zu bedanken. „Wir freuen uns, dass sie uns Ihr Vertrauen geschenkt haben und ihre Ausbildung bei uns absolviert haben“, so Lobb „es hat sich gelohnt.“

Bewohner, Gäste und Kollegen freuen sich besonders darüber, dass nun auch weitere personelle Qualität ins Haus kommt bzw. hier bleibt. Nuray Köse, die ihre Mitarbeit im Altenzentrum als Betreuungsassistentin begann, darf sich zudem über das beste Prüfungsergebnis ihrer Klasse freuen.

Von Oskar Greven verabschiedete sich das Altenzentrum. Der rührige Pfarrer im Ruhestand hatte in den letzten Jahren montags den musikalischen Nachmittag mit der Bewohnerschaft gemeinsam gestaltet. Beide Seiten waren sich dabei sehr ans Herz gewachsen. Greven zieht es zu seiner Familie nach Nordrhein-Westfalen. Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern wird er fehlen.

Kita Rommersdorf freut sich über fertiges Außenspielgelände

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Im Februar 2017 ist die städtische Kindertagesstätte Rommersdorf ins Erdgeschoss der ehemaligen Hauptschule im Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis eingezogen. Die alten Schulräume wurden umgestaltet und auf die Bedürfnisse der Kids angepasst, so dass heute die Erzieherinnen bis zu 75 Drei- bis Sechsjährige betreuen können. Einziges Manko war bis lang, dass der vorhandene Außenbereich nicht wirklich zum Spielen und Herumtollen einlud. Doch das ist jetzt Geschichte. Mit dem neu gestalteten Innenhof ist ein Gelände hinzugekommen, in dem die Kinder sich frei austoben können. Davon überzeugte sich Bürgermeister Michael Mang (Mitte) zusammen mit Anke Dierdorf (2.v.l.), Gesamtleiterin der städtischen Kindertagesstätten, der Kita-Leiterin Ria Nowak mit Team und natürlich den Kindern und ihren Eltern bei einem kleinen Sommerfest. Und sowohl die Spielgeräte als auch der Sandkasten auf dem Kunstrasen waren in kürzester Zeit von den Kids erobert.

Repräsentant und Botschafter der Bildungslandschaft im Kreis Neuwied

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Bernd Lorenz mit großer Feier in den Ruhestand verabschiedet

Der Leiter der Ludwig-Erhard-Schule (LES) Neuwied, Bernd Lorenz, wurde mit einer großen Feier in den Ruhestand verabschiedet. Mit dem Wort „Ruhestand“ kann Bernd Lorenz nicht viel anfangen. Daran erinnerte in seiner Begrüßung der stellvertretende Schulleiter Alfons Plag. Vielmehr passten, so Plag, in die Zukunftsplanung des scheidenden Schulleiters der LES die Wörter „Wohlfühlphase der Altersteilzeit“ oder die „Richtung ändern“.

Das sieht die Hauptperson genauso. „Ich werde mich demnächst sehr gerne und intensiv mit anderen Dingen beschäftigen“ sagte Lorenz, der unter anderem ein begeisterter Camper ist. Im August 2008 übernahm Lorenz die Funktion des Schulleiters, nachdem er zuvor bereits zwei Jahre die Alice-Salomon-Schule in Linz geleitet hatte. Personalverantwortung, Organisation und Management, der unmittelbare Umgang mit Bildungsministerium, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion und den Betrieben habe er stets als Herausforderung gesehen, berichtet Lorenz.

„Für den Landkreis Neuwied als Schulträger möchte ich Ihnen für die Leitung einer der größten Berufsbildenden Schulen mit mehreren Tausend Schülerinnen und Schülern aus Stadt und Kreis Neuwied und aus vielen umliegenden Städten und Landkreisen danke sagen. Sie sind u. a. bekannt für einen positiv geprägten Umgang mit den Schülerinnen und Schülern, denen Sie immer das Gefühl gegeben haben, sie seien gut, sie können was und werden im Leben etwas erreichen“, lobte Landrat Achim Hallerbach .Durch seine Leistungen habe Lorenz die LES zu einem der wichtigsten Repräsentanten und Botschafter der Bildungslandschaft im Kreis Neuwied gemacht.

Es war eine würdige und von Musikbeiträgen umrahmte Verabschiedung eines Mannes, der die Entwicklung der LES in den vergangenen 10 Jahren gemeinsam mit einem engagierten Kollegium vorangetrieben hat. Der Leitende Regierungsschuldirektor Hubertus Bialas von der Schulaufsicht Koblenz erinnerte an die unter Lorenz fortgeführten und initiierten Projekte wie der bilinguale Unterricht im beruflichen Gymnasium sowie die Angebote zur Erlangung des Europäischen Computerführerscheins oder des Europäischen Wirtschaftsführerscheins. „Das ist eine Erfolgsgeschichte“, sagte er. Darüber hinaus sei der von Lorenz initiierte und gemeinsam mit dem Kollegium umgesetzte Schritt hin zur selbständigen Schule eine großartige Leistung gewesen. Neben dem regulären Unterricht habe Bernd Lorenz es zudem möglich gemacht, dass die Fort- und Weiterbildungsangebote an der LES ausgebaut wurden.

Mit einer launigen Rede verabschiedete sich anschließend Bernd Lorenz. Er dankte seinem Kollegium und den anwesenden Ehrengästen aus Wirtschaft, Politik und Schulaufsicht für die Unterstützung in den zurückliegenden Jahren. „Für mich war es in jeder Hinsicht ein Glücksfall, dass ich diese Schule leiten durfte“, sagte er. „Ich bin stolz darauf, dass wir gemeinsam in den letzten Jahren das große Feld der beruflichen Bildung für unsere Region so bestellt haben, dass auch in den kommenden Jahren noch sehr viele Früchte geerntet werden können. Bernd Lorenz vergaß nicht, Alfons Plag alles Gute zu wünschen, der fortan die LES kommissarisch leiten wird. Seiner Frau und seinen Kindern dankte Lorenz für die familiäre Unterstützung. Ihnen werde er nun einiges zurückgeben.

Abfallwirtschaft spielt bei Daseinsvorsorge große Rolle

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Eigene Abfallbehandlungsanlagen und kommunale Kooperation zahlen sich aus

Landrat Hallerbach: Entsorgungssicherheit zu angemessenen Gebühren ist auch künftig gewährleistet

Am 23. Juni ist Tag der Daseinsvorsorge der kommunalen Unternehmer. Eine Gelegenheit, die Kreisabfallwirtschaft als kommunales Unternehmen vorzustellen. Die kreiseigene Abfallwirtschaft spielt neben der sicheren Wasserversorgung eine zentrale Rolle in der durch kommunale Unternehmen gewährleisteten Daseinsvorsorge.

Der Landkreis Neuwied sorgt für die Einsammlung, Verwertung und Beseitigung des Abfalls seiner über 180.000 Einwohner sowie von rund 6.000 Gewerbebetrieben und bewegt so jährlich fast 100.000 Tonnen Abfälle.

Dabei profitieren die Neuwieder Bürgerinnen und Bürger von einigen Besonderheiten des Neuwieder Abfallwirtschaftskonzepts. So ist der Kreis mit der eigenen, selbst betriebenen Mechanisch-Biologischen Restabfallbehandlungsanlage (MBA) unabhängig von der teuren und unflexiblen Abfallverbrennung. Gleichzeitig gewährleistet der Kreis mit dem durch vorausschauende Planung ausreichend vorhandenen, eigenen Deponieraum die Entsorgungssicherheit noch für viele Jahre. Und gegen die mit steigenden Preisen einhergehende, immer weiter zunehmende Marktkonzentration in der Entsorgungswirtschaft hat der Landkreis rechtzeitig auf intensive Kooperation mit anderen Kommunen gesetzt. Zuletzt hat der Beitritt zur Rheinischen Entsorgungskooperation REK auch die Abfallsammlung wieder in kommunale Verantwortung gelegt.

"Während viele Städte und Landkreise voll und ganz auf die private Entsorgungswirtschaft angewiesen sind und einen nachlassenden Wettbewerb bereits heute teuer bezahlen müssen, profitieren die Neuwieder Bürgerinnen und Bürger von der bereits weit vorangetriebenen Kommunalisierung der Abfallentsorgung", teilt Landrat Achim Hallerbach mit. "Neben der langfristigen Planungs- und Entsorgungssicherheit verspricht eine kommunal organisierte und durchgeführte Abfallentsorgung auch langfristig stabile sowie angemessene Gebühren."

Der Landrat verweist auch auf einen weiteren Effekt der an den Interessen des Landkreises ausgerichteten Abfallwirtschaft in Eigenregie: "Wir wollen, dass die Gebühren unserer Bürgerinnen und Bürger nicht an teils europaweit aufgestellte Konzerne fließen. Sie sollen soweit wie möglich der lokalen Wertschöpfung dienen und damit den Gebührenzahlern selbst wieder zu Gute kommen."

In dieses Konzept passt auch ein "Schatz", den die Neuwieder Abfallwirtschaft künftig ebenfalls selbst heben möchte: Der Grünabfall aus Gärten und der Astschnitt von gemeindlichen Astsammelplätzen soll künftig selbst zu Brennstoff aufbereitet werden und anschließend als klimafreundlicher Brennstoff im Kreis Neuwied genutzt werden.

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