Donnerstag, 25. Februar 2021

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SPD Heimbach-Weis:

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Glücklich über Fortschritt der zehn Jahre andauernden straßenverkehrspolitischen Initiative

Seit mehr als zehn Jahren setzen sich die Heimbach-Weiser Genossinnen und Genossen für die Verbesserung der Verkehrssituation im Bereich der Siedlung „Vierzig Morgen“ ein. Zum Überqueren der Gefahrenstelle Blocker Straße/Hamburger Straße fordern die Sozialdemokraten eine Querungshilfe. Außerdem soll der dort verlaufende Radweg erschlossen werden.

HEIMBACH-WEIS. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens der Stadt Neuwied für den Bereich Siedlung „Vierzig Morgen“ soll das Baurecht für den Neubau eines Radweges geschaffen werden. Zwischen Heimbach-Weis und Block verläuft entlang der L259 einseitig ein baulicher Radweg, der jedoch zwischen der Einmündung Hamburger Straße und dem südlichen Siedlungsrand eine Lücke aufweist. Da eine Verbreiterung des Gehwegs auf Seiten der Siedlungslage nicht möglich ist, ist diese Verbreiterung in den Straßenraum in Verbindung mit einer Verschwenkung der Landesstraße geplant. Zudem ist die Ausstattung der Bushaltestelle mit einer Mittelinsel als Querungshilfe vorgesehen.

Erstmals gefordert wurde die Initiative einer verkehrsberuhigenden Maßnahme auf Höhe der Bushaltestelle und die Erschließung des dortigen Radweges von der SPD Heimbach-Weis vor mehr als zehn Jahren. Nun sind die Genossen froh, dass deren Forderung konkretere Gestalt annimmt.

Ratsmitglied und SPD Ortsvereins-Vorsitzender, Uwe Siebenmorgen, erklärt: „Viel Zeit ist vergangen, in der die Verkehrssituation für Kinder, ältere Menschen, Radfahrer und Spaziergänger im Bereich der Siedlung an der Blocker Straße schon längst sicherer und weniger risikoreich hätte gestaltet werden können. Mit der Einrichtung einer Querungshilfe an der Bushaltestelle Blocker Straße kann eine spürbare Verbesserung der betroffenen Verkehrsteilnehmer erreicht werden. Auch der Ausbau des Radweges ist unabdingbar, damit die Radfahrer an dieser Stelle keinem größeren Risiko ausgesetzt sind. Wir sind froh über den Fortschritt unserer Initiative und blicken positiv auf den weiteren Verlauf.“

Janick Helmut Schmitz, ebenfalls Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion Neuwied, führt aus: „Die Situation vor Ort und das damit alltäglich verbundene Risiko, sich einer Gefahrensituation beim Überqueren der Straße aussetzen zu müssen, muss für die Bewohner spürbar verbessert und bestmöglich ausgeräumt werden. Wie wichtig dies noch immer ist, beweist die aktuelle Entwicklung um unser seit mehr als einem Jahrzehnt andauerndes Engagement. Das körperliche Wohl aller Fußgänger und Verkehrsteilnehmer gilt es an dieser bestimmten Stelle im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten bestmöglich zu schützen. Wir freuen uns für die Bürgerinnen und Bürger aus der Siedlung ‚Vierzig Morgen‘, dass hier ein weiterer Fortschritt zu verbuchen ist.“

Über den weiteren Verlauf der baulichen Maßnahmen wird die SPD Heimbach-Weis die Bürgerinnen und Bürger fortlaufend informieren.

SPD Ortsvereins Heimbach-Weis

Bleck zur geringen Zahl von Ladestationen:

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Anspruch bei der Mobilitätswende zerschellt am schroffen Felsen der Wirklichkeit

Neuwied/Altenkirchen, 12. September 2019. Im Bundestagswahlkreis Neuwied gibt es (Stand: 8. August 2019) nur eine geringe Zahl von 19 Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Davon verteilen sich elf auf den Landkreis Neuwied und acht auf den Landkreis Altenkirchen. Acht Neuwieder Schnellladestationen stehen dabei zwei Altenkirchener Schnelladestationen gegenüber. Dies ergab eine schriftliche Anfrage des heimischen AfD-Bundestagsabgeordneten Andreas Bleck an die Bundesregierung.

Dazu erklärt Bleck:

„Der Anspruch der Bundesregierung bei der Mobilitätswende zerschellt im ländlichen Raum am schroffen Felsen der Wirklichkeit. Trotzdem fördert sie mit Prämien für Elektrofahrzeuge und Fahrverboten für Dieselfahrzeuge einseitig die Elektromobilität, die gegenüber der Verbrennungsmobilität zum jetzigen Zeitpunkt nicht konkurrenzfähig ist.

Neben dem hohen Anschaffungspreis von 25.000 bis 50.000 Euro für ein Elektrofahrzeug der Mittelklasse sind die kurzen Reichweiten und langen Ladezeiten für die Bürger im ländlichen Raum nicht alltagstauglich. Dass im Jahr 2018 in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen zusammen gerade einmal 90 Elektrofahrzeuge neu zugelassen wurden, spricht eine eindeutige Sprache.

Die Bundesregierung sollte bei der Mobilitätswende berücksichtigen, dass die CO2-Bilanz eines Elektrofahrzeugs in vielen Fällen schlechter als die eines vergleichbaren Dieselfahrzeugs ist. Statt ökologischer Ideologie benötigen wir ökologischen Realismus. Dazu gehört es, eine bezahlbare, sichere und zuverlässige Mobilität zu erhalten oder zu erschaffen. Für die Zukunft sind Wasserstofffahrzeuge und synthetische Kraftstoffe vielversprechende alternative Mobilitätstechnologien.“


Neuwieder Grüne jetzt mit Doppelspitze

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Starker Mitgliederzuwachs ermöglicht Erneuerung und Erweiterung des Vorstands

So wie bundesweit haben auch in Neuwied die Grünen seit Monaten regen Zulauf. Davon profitiert die Arbeit des Ortsverbands. Zur Sprecherwahl trat darum erstmals ein Duo an. Anne Peters-Rahn (60), Pfarrerin aus Segendorf und Thorsten Falk (51), Bankkaufmann aus Engers, wurden einstimmig gewählt und lösen Ralf Seemann, bisher Sprecher des Orts- und des Kreisverbandes in Personalunion und seit der Kommunalwahl Fraktionsmitglied in Stadtrat und Kreistag, ab. Für Kontinuität im Vorstand sorgen durch ihre Wiederwahl Inge Rockenfeller als Geschäftsführerin und Tobias Reh als Kassierer. Die Arbeit der Beisitzer*innen, um die der Vorstand erstmals erweitert werden konnte, sollen die Aufmerksamkeit auf Grüne Positionen vor Ort verstärken. Einstimmig gewählt wurden: Melanie Bobka, Niklas Hübinger, Hendrik Krahl (auch Beisitzer für Kreisvorstand), Holger Schweitzer-Schütte und Thomas Steinebach.

Wolfgang Rahn, stellvertretender Sprecher der Stadtratsfraktion, gratulierte dem neu gewählten bzw. bestätigten Vorstand und zeigte sich erfreut über die konstruktive Zusammenarbeit der Papaya-Koalition in der Stadt. „Wir müssen uns treu bleiben“ mahnte Judith Klaes, neues Stadtratsmitglied des Grünen, sie sei aber zufrieden, wenn es so konstruktiv weitergehe, wie es begonnen habe. Darüber, dass mit einer solchen „women and men power“ nun gleichermaßen die Arbeit an längerfristigen Projekten wie an gezielten Aktionen möglich ist, freute sich die neue Sprecherin Anne Peters-Rahn.

Kunosteinschule erhält Passivhaus-Plakete

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Bauherrn erhalten sie nur nach eingehender Überprüfung: die Passivhaus-Plakette. In der Neuwieder Stadtverwaltung ist man daher nicht ohne Grund stolz darauf, eben dieses begehrte Gütesiegel erhalten zu haben – und zwar für ein Schulgebäude. Die Passivhaus-Plakete schmückt demnächst die Engerser Kunostein-Schule. Dort ist eine notwendig gewordenen Sanierung in rascher zeitlicher Abfolge rechtzeitig vor Schulbeginn abgeschlossen worden. Ein zertifizierter Energieberater hat die Einzelmaßnahmen überwacht und alle relevanten Daten an das für die Zertifizierung zuständige Institut in Darmstadt übermittelt. Diese unabhängige Einrichtung entscheidet letztlich darüber, ob das fragliche Gebäude als Passivhaus anerkannt wird. Laut Jeanette Herpel vom städtischen Immobilienmanagement sind der Bau eines Passivhauses und die nachfolgende Zertifizierung ein „aufwendiger Prozess“, an dessen Ende aber gewaltige Einsparungen an Heizenergie stehen. Verglichen mit einem „normalen“ Haus“ können die bei bis zu 90 Prozent liegen. Ein wichtiger Teilaspekt bei der Passivhaus-Zertifizierung ist neben der Wärmedämmung die Luftdichtigkeit des Gebäudes. Deshalb sind wichtige Bauteile wie zum Beispiel Fenster schon vorab zertifiziert. Vom Land hat die Stadt für den Bau der nunmehr zertifizierten Schule 10 Prozent mehr an Förderung erhalten. „Unter dem Strich bedeutet das für uns, dass wir keine Mehrkosten hatten“, betont Bürgermeister Michael Mang. „Mit dem Passivhaus leisten wir auch einen Beitrag zum Klimaschutz.“

Seminar unterstützt Arbeit von Pflegeeltern

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„Wurzeln zum Wachsen – Biografiearbeit mit Pflegekindern“

„Biografiearbeit mit Pflegekindern“ war das Thema des Pflegeelternseminars vom Jugendamt der Stadt Neuwied und dem Kreisjugendamt Neuwied mit Unterstützung durch den Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien Rheinland-Pfalz. Biografiearbeit bietet Pflegeeltern eine Anleitung, mit den Kindern ihre Vergangenheit zu thematisieren und ihnen dadurch Hilfe zur Bewältigung zu geben.  Denn Kinder, die in Pflegefamilien leben, bringen zumeist eine schwierige Lebensgeschichte mit. In ihrer Vergangenheit haben sie oft Beziehungsabbrüche erlebt, Bezugspersonen verloren und mussten schließlich ihr Lebensumfeld wechseln. Häufig verstehen sie nicht, warum sich ihre Lebenssituation veränderte, und empfinden sich selbst als schuldig daran. Oft fühlen sich die Kinder auch hin- und hergerissen zwischen beiden Familien. Loyalitätskonflikte und eine unklare oder verdrängte Lebensgeschichte erschweren es den Kindern, sich emotional und sozial zu entwickeln. Die Hintergründe der Biografiearbeit erläuterte am Fachtag die bekannte Dipl. Pädagogin Birgit Lattschar und gab praktische Anregungen zur Umsetzung. Auch der Umgang mit heiklen und schwierigen Themen in der Lebensgeschichte des Kindes beziehungsweise von Jugendlichen wurde thematisiert.

Wie wichtig Veranstaltungen wie diese für die Pflegeeltern sind, verdeutlichte Michael Mang, Bürgermeister der Stadt Neuwied, in seiner Begrüßung auch in Vertretung von Landrat Achim Hallerbach: „Sie als Pflegeeltern übernehmen eine wichtige Aufgabe in der Gesellschaft, in dem Sie Kinder bei sich aufnehmen, ohne oftmals zu wissen, wie lange diese ihre Familie bereichern. Sie sind zugleich Vertrauenspersonen für die Kinder, aber auch Bindeglied zwischen dem Kind und seiner Herkunftsfamilie. Besonders wertvoll empfinde ich die hohe Unterstützung und Förderung ihrer Schützlinge. Unsere Jugendämter sind hier aber immer Ansprechpartner für Sie und unterstützen Sie mit vielen Hilfen wie zum Beispiel diesem fachbezogenen Seminar.“ Damit die Pflegeeltern sich auf die Inhalte des Seminars auch konzentrieren konnten, wurde durch die Erlebnis-Pädagogik Lumma eine Kinderbetreuung eingerichtet.

Trotz vieler Teilnehmer des Seminars werden in Neuwied aber immer noch Personen gesucht, die Pflegekinder bei sich aufzunehmen möchten. Wer sich dafür interessiert, erfährt mehr zu den Hintergründen bei Katja Schoch unter 02631 802-143 oder Marianne Merz-Petrat unter 02631 802-280, beide Stadtjugendamt Neuwied.

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