Wednesday, 22. January 2020

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Gesundheitskonferenz Tuning der Arbeitskraft

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Neuwieder Gesundheitskonferenz zum Themenkomplex Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz: Tuning der Arbeitskraft – Leistungssteigerung durch psychoaktive Substanzen

Kreis Neuwied – Die fünfte Neuwieder Gesundheitskonferenz zum Themenkomplex Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz widmete sich dem Tabuthema „Leistungssteigerung durch psychoaktive Substanzen“ am Arbeitsplatz.

Schon in der Begrüßung machte Landrat Achim Hallerbach deutlich, dass das Thema, nicht zuletzt durch eine breite Grauzone einem besonderen Tabu unterliegt. So sei der Konsum von Alkohol, Kaffee und auch die Einnahme von Schmerzmitteln durchaus gesellschaftlich akzeptiert. Gerade diese Grauzone und die gefühlt zunehmende gesellschaftliche Anerkennung legaler psychoaktiver Helfer veranlassten den Psychiatriekoordinator Dr. Ulrich Kettler, die Gleichstellungsbeauftragte Doris Eyl-Müller und Rita Hoffmann-Roth von der Gesundheitsförderung des Gesundheitsamtes Neuwied das Thema aufzugreifen.

Gleich der erste Referent der Gesundheitskonferenz Hans-Jürgen Maurer stellte klar, dass Doping kein neues Phänomen in der Sozialgeschichte der Menschheit sei. Ausgrabungen belegten immer wieder, dass vor tausenden von Jahren Menschen halluzinogene Pflanzen konsumierten. Hans-Jürgen Maurer, 1. Polizeihauptkommissar und Landesbeauftragter/-koordinator für Drogenerkennung und Suchtprävention im Saarland bestätigte auch, dass Leistungssteigerung im Job ein weit verbreitetes Phänomen sei und wenig mit dem klassischen Klischee des Heroin spritzenden Junkie auf der Bahnhofstoilette zu tun habe.

Drei Millionen Menschen würden verschreibungspflichtige Medikamente ohne medizinische Indikation im Job nutzen, um den von sich selbst oder dem Arbeitgeber gesetzten Anforderungen gerecht zu werden.

Im Schnelldurchgang wurden die verschiedenen Substanzen und ihre Wirkung beschrieben, dabei wurde deutlich, dass insbesondere die neuen psychoaktiven Substanzen, die auf Grundlage der Stoffgruppen Cannabinoide und 2-Phenylethylamin in unglaublicher Geschwindigkeit immer wieder neue Modifikationen erfahren und auf dem Drogenmarkt mit immer neuen phantasievollen Namen angeboten werden, das Betäubungsmittelgesetz unterlaufen.

Dieses Phänomen und die Tatsache, dass die bisherigen Strategien der Prävention und Restriktion wenig Wirkung entfaltet hätten, ginge es hauptsächlich darum, frühen Drogenkonsum zu erkennen und nicht erst zu intervenieren, wenn der betroffene Mensch nicht mehr funktioniert. Dafür jedoch seien Schulungen derer notwendig, die mit Menschen arbeiten, sei es nun an Schulen oder in Betrieben.

Der zweite Vortrag von Prof. Dr. Wilma Funke, die als Psychologin den therapeutischen Bereich der Klinken Wied leitet, befasste sich mit der Medikamentensucht. Prof. Dr. Funke betonte, dass es heute kein Problem sei, auch rezeptpflichtige Medikamente, im Netz zu beschaffen. Dabei sei die gesellschaftliche Anerkennung von Medikamenten insgesamt problematisch, da der Konsument Patient und damit hilfebedürftig sei. Die Einnahme von Medikamenten suggeriere Heilung und Besserung was der Selbstwirksamkeit schade, da sich die Rolle des Hilfebedürftigen im Selbstverständnis festige. Gerade bei älteren Menschen sei die risikoreiche Einnahme von Medikamenten häufig und schnell würde aus der Gewöhnung eine Abhängigkeit erwachsen.

Die nächste Gesundheitskonferenz widmet sich ebenfalls einem Tabu-Thema: Mobbing und sexuelle Belästigung.

Rabenhorst richtet drei neue Annahmestellen für Äpfel ein

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Hallerbach: Ein weiterer Schritt in Richtung Regionale Produkte

Kreis Neuwied – Erfreut zeigt sich Landrat Achim Hallerbach über das Engagement der Firma Rabenhorst, die mit drei neuen Annahmestellen in der Region Mittelrhein (Neuwied, Andernach und Unkel) die heimische Obstproduktion und  damit eine regionale Obstverwertung unterstützt. „Mit der Neueröffnung der Sammelstellen setzen wir unser Engagement für den Erhalt regionaler Streuobstwiesen konsequent fort. Zwar wäre es ein Leichtes, unseren Bedarf an Äpfeln komplett und günstiger aus dem europäischen Ausland zu beschaffen, dies würde aber unserem Bestreben nach einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zuwider laufen“, so Klaus-Jürgen Philipp, Geschäftsführer des Traditions-Hauses Rabenhorst.

Der heimische Fruchtsafthersteller, mit Sitz in Unkel zählt zu den größten seiner Branche und produziert jährlich ca. 30 Millionen Flaschen Saft am Standort Unkel, zudem ist er mit 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Alleine am neuen Logistikstandort Anhausen sind 15 Mitarbeiter beschäftigt und helfen mit, das kontinuierliche Wachstum des Exportmarktes in Asien sicherzustellen.

„Es zeugt vom Willen des Unternehmens für die Region Verantwortung zu übernehmen, wenn Rabenhorst in den letzten Jahren 20 Millionen Euro investiert, Ausbildungsplätze für kaufmännische und technische Berufe zur Verfügung stellt und mit den neuen Annahmestellen zum Erhalt ökologisch wertvoller Streuobstwiesen beiträgt“, so Landrat Achim Hallerbach bei seinem Besuch der Firma Rabenhorst.

Mit den zwei leistungsstarken Partnern, die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG in Andernach und die Flohr Spedition und Logistik GmbH in Neuwied, zusammen mit guten Auszahlungspreisen, ausreichendem Personal und modernen Annahmesystemen wäre bei allen drei Standorten auch bei großem Andrang eine effektive Apfelannahme mit kurzen Wartezeiten gewährleistet, so Dr. Axel Ruttkat, Werksleiter der Firma Rabenhorst.

Die Mindestanlieferungsmenge an allen drei Annahmestellen beträgt 200 Kilogramm, die Auszahlung erfolgt bar. Bio-Streuobstwiesenapfelsaft aus neuer Ernte, ausschließlich aus rheinland-pfälzischen Äpfeln ist im Werksverkauf in Unkel erhältlich.

Die Annahmezeiten: In der Zeit vom 15. September bis 3. November jeden Samstag von 9.00 bis 18.00 Uhr:

Neuwied: BHKW Flohr GmbH, Rasselsteingelände, Zufahrt: Rasselstein Straße gegenüber dem Restaurant „Landratsgarten“

Andernach: Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG

Augsbergweg 43

In der Zeit vom 22. September bis 3. November jeden Samstag von 9.00 bis 18.00 Uhr, Anlieferung von Bioäpfeln bei Vorlage eines gültigen Bio-Zertifikats möglich

Unkel: Haus Rabenhorst, Rabenhorststr. 1

Infos unter Telefon 0 22 24-1805 154 oder 0 22 24-1805 595

Einladung zum monatlichen offenen Kreistreffen

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Neuwied. Der Kreisverband der Alternative für Deutschland (AfD) lädt alle Mitglieder und alle interessierten Bürger zum offenen Kreistreffen am Freitag, den 14. September, nach Neuwied ein. Als besonderer Gastredner wurde der Vorsitzende des AfD Kreisverbands Mayen-Koblenz, Dr. Horst Knopp eingeladen. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Den Veranstaltungsort können Interessenten via E-Mail an  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mit Namen und Telefonnummer erfragen.

Neuwieder Kreisverband der AfD

Dank an ehrenamtlichen Naturschutz

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Ameisenschutzwarte schützt seit 30 Jahren im Kreis Neuwied die bedrohten Helfer des Waldes

„Der ehrenamtliche Naturschutz leistet wichtige Unterstützung bei der Arbeit der Naturschutzbehörden hinsichtlich der geschützten Arten. Wir freuen uns über dreißig Jahre engagierten Einsatz für die Rote Waldameise auf die die Kreisgruppe Neuwied der Ameisenschutzwarte Rheinland-Pfalz e. V. zurückblicken kann“, bedankt sich Michael Mahlert, 1. Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent. “Wir hoffen, dass auch eine Nachwuchsentwicklung für diesen Bereich stattfindet, damit die Arbeit noch lange fortgeführt werden kann. Nur durch die Präsenz des praktischen ehrenamtlichen Naturschutzes vor Ort können die vielfältigen Anforderungen für den Artenschutz gewährleistet werden.“

Gemeinsam mit der Umweltreferentin des Kreises, Ina Heidelbach besichtigt Mahlert ein von der Kreisgruppe umgesiedeltes Nest der Rotes Waldameise im Wald von Kleinmaischeid und überreicht für die geleistete Arbeit eine Spende.

Der Geschäftsführer der Ameisenschutzwarte Rheinland-Pfalz, Herr Wilfried Hofmann, erläutert: „ Die Ameisenschutzwarte setzt sich für den Schutz der hügelbauenden Roten Waldameise ein. Schon vor über 200 Jahren erkannte man die Notwendigkeit des Ameisenschutzes für die Rote Waldameise, die zu den besonders geschützten Arten zählt. Die Ameisen werden auch als Polizei des Waldes bezeichnet. Seitens der Kreisgruppe werden im Kreis Neuwied in den verschiedenen Verbandsgemeinden ca. 800 Ameisenvölker betreut. Die ökologische Bedeutung der Waldameise liegt darin, dass sie wichtige Helfer im Wald darstellen. Wo Waldameisen heimisch sind, ist der Ausbruch eines Schädlingsbefalls im Wald zwar möglich, aber doch unwahrscheinlicher. Sie erbeuten viele verschiedene pflanzenfressende Insektenarten und dienen selbst auch wieder als Nahrungsquelle für viele Tiere wie z. B Spinnen, Raubinsekten, Amphibien, Reptilien und Vögel. Sie verbreiten mehr als 150 Pflanzenarten in unseren Wäldern und fördern durch ihre Bautätigkeit die Humusbildung. Werden die Helfer unseres Waldes durch Eingriffe bedroht, werden durch die Kreisgruppe auch Umsiedlungen durchgeführt.“

„Die Ameisenschutzwarte trägt zur Erhaltung der Restbestände unserer Waldameisen bei diese sind für die Biodiversität unseres Waldes besonders wichtig“, ergänzt Ina Heidelbach.

Kreiswasserwerk Neuwied sorgt für stabile Wasserversorgung

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Werksausschuss tagte im Pumpwerk Block

Kreis Neuwied – „Wenn wir heute auf einen heißen und sehr trockenen Sommer zurückblicken, so dürfen wir uns glücklich schätzen, über eine solche stabile Wasserversorgung aus dem Engerser Feld zu verfügen. Auch im Verlauf dieser außergewöhnlichen Wetterperiode haben sich weder von der Wassermenge noch von den Wasserqualität irgendwelche Probleme eingestellt“, stellte Landrat Achim Hallerbach anlässlich der jüngsten Sitzung des Werksausschusses des Kreiswasserwerks fest. Die Tagesordnung war klein aber durchaus von großem Gewicht. Als Sitzungsort hatte man dieses Mal das Pumpwerk Block – seit Gründung das Hauptpumpwerk des Kreiswasserwerks – gewählt. Es brauchte keine Tische, keine Bestuhlung – die Sitzung wurde kurzerhand im Stehen abgehalten – an einem für das Kreiswasserwerk Neuwied historischen Ort.

Nachdem der Kreistag bereits 1966 die Errichtung einer Großraumwasserversorgung beschlossen hatte wurde nach Grunderwerb in der Wasserschutzzone I und erfolgreichen Probebohrung 1971 das Kreiswasserwerk Neuwied gegründet. „Um keine doppelten Strukturen beim Kreiswasserwerk und bei den Stadtwerken Neuwied vorzuhalten, übergab man die Führung der Geschäfte von Beginn an in die Hände der Stadtwerke“, so Landrat Achim Hallerbach. „Im Rahmen eines Betriebsführungsvertrages  regeln die Stadtwerke die technische und kaufmännische Betriebsführung für das Kreiswasserwerk – ich darf sagen, dass wir uns sowohl in der Vergangenheit als auch heute immer bestens aufgehoben fühlten“, so der Landrat weiter.

Im Anschluß an die Sitzung hatten die Kolleginnen und Kollegen des Werksausschusses unter fachkundiger Führung des SWN-Mitarbeiters Imed Merghad (1.v.l.) unmittelbaren Einblick in das Funktionieren des Pumpwerkes. Rieselanlage, Wasserkammer, Elektrotechnik und der beeindruckende große Pumpenraum standen auf dem Besichtigungsprogramm. Vom Pumpwerk Block wird das Trinkwasser aus vier Tiefbrunnen ohne Aufbereitung zu den Pumpwerken Melsbach, Rengsdorf und Willroth befördert. Insgesamt 13 Hochbehälter gilt es permanent auf einem bestimmten Versorgungsniveau zu halten. Von dort aus werden jährlich ca. 3,2 Millionen Kubikmeter über 580 Kilometer Versorgungsleitungen an 15.000 Hausanschlüsse weiterverteilt.

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