Freitag, 15. Oktober 2021

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Schutzschirm für weitere Gesundheitsberufe

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Erwin Rüddel: Sichern Strukturen unserer gesundheitlichen Daseinsvorsorge

Kreisgebiet. „Der Corona-Schutzschirm wird ausgeweitet. Dies ist ein wichtiges Signal, um die zahnärztliche Versorgung, die Versorgung mit Heilmitteln wie Physio- und Ergotherapie sowie die Versorgung mit Mutter/Vater-Kind-Kuren sicherzustellen“, teilt aktuell der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel mit, der dem Gesundheitsausschuss des Berliner Parlaments vorsitzt.

Nach Rüddels Worten wird das Bundesministerium für Gesundheit zeitnah durch Rechtsverordnung den finanziellen Rettungsschirm auf solche Gesundheitsberufe und Einrichtungen ausweiten, die in besonderer Weise von Rückgängen betroffen sind.

Physiotherapeuten und sonstige Heilmittelerbringer werden beispielsweise einmalige Ausgleichszahlungen zusätzlich zu den bereits vom Deutschen Bundestag und den Ländern beschlossenen Unterstützungsmaßnahmen wie Kurzarbeitergeld oder Soforthilfe für Selbstständige bekommen.

Für drei Monate erhalten Heilmittelerbringer eine einmalige Ausgleichszahlung in Höhe von 40 Prozent der Vergütung, die sie im vierten Quartal 2019 von der Gesetzlichen Krankenversicherung erhalten haben.

„Auch Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen für Mutter/Vater-Kind-Kuren werden nun wie andere Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen unterstützt und erhalten Ausgleichszahlungen in Höhe von 60 Prozent ihrer Einnahmeausfälle. Gerade in Zeiten, in denen die häusliche Gewalt aufgrund der Ausgangsbeschränkungen zunimmt, halte ich dies für besonders wichtig“, betont der Bundestagsabgeordnete.

Damit sind nun weitere zentrale Leistungserbringer vom Schutzschirm erfasst. Gesundheitliche Versorgung ist Teil der Daseinsvorsorge. Daher müssen unsere Versorgungsstrukturen auch für die Zeit nach der Corona-Krise gesichert werden.

Neben den Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen sowie den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten gehören dazu auch die Zahnärztinnen und Zahnärzte, ebenso wie die Heilmittelerbringer und Einrichtungen für Mutter/Vater-Kind-Kuren.

Deshalb, so der Gesundheitspolitiker, sei es folgerichtig, dass die Bundesregierung Hilfen für weitere Gesundheitsberufe und Einrichtungen auf den Weg bringt, welche die bereits bestehenden Unterstützungsmaßnahmen ergänzen.

„Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass ihr Zahnarzt, Physiotherapeut oder Logopäde seinen Betrieb auch nach der Krise weiter fortführen kann. Insbesondere für Eltern müssen nach dieser familiären und sozialen Ausnahmesituation ausreichend Plätze für Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Kuren zur Verfügung stehen. Und deshalb ist es konsequent, dass finanzielle Einbußen, die durch abgesagte Termine entstehen, aufgefangen und bestehende Strukturen dadurch direkt gesichert werden“, hebt der Parlamentarier hervor.

Weiter weist der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses darauf hin, dass nachdem in einem ersten Schritt die Bereiche in den Blick genommen wurden, die zur Identifizierung und gesundheitlichen Versorgung von Corona-Infizierten den größten Beitrag leisten - oder, wie die Krankenhäuser, sogar Sonderopfer bringen - nunmehr der Zusage nachgekommen werde verlässliche Maßnahmen für weitere Berufsgruppen im Gesundheitswesen zu schaffen.

„Dort, wo wir Gesundheitsangebote der Situation angepasst haben, etwa durch ärztliche Videoberatung, sichern wir eine verstärkte Inanspruchnahme durch die Patienten ebenfalls ab. Das sichert die Versorgung dort, wo sie trotz der Pandemie nicht warten kann“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Wohnungslose und Menschen in Not brauchen gerade jetzt besondere Hilfestellungen

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CDU-Stadtratsfraktion Neuwied spendet 600 Euro an das „Schöppche“ der Caritas Neuwied

Neuwied. Ein Dach über dem Kopf, ein warmes Essen und Menschen, die für einen da sind und zuhören: Das bietet seit über 20 Jahren das „Schöppche“ in Neuwied, eine Tagesstätte für Menschen in Not. Inzwischen ist der Treffpunkt für Obdachlose und Menschen aus prekären Verhältnissen des Caritasverbandes Rhein-Wied-Sieg eine Institution in Neuwied. Das Besondere: Das Projekt wird von einem Team von Ehrenamtlichen getragen, begleitet durch eine hauptamtliche Caritas-Mitarbeiterin. Seinen Namen habe das „Schöppche“, mundartlich „Schuppen“ von einer alten Remise im Hof des Caritasverbands, der 1996 umgebaut wurde. Montags bis freitags, im Winter auch am Wochenende, biete das Schöppche nicht nur Mahlzeiten und die Möglichkeit, Wäsche zu waschen oder frische Kleidung zu bekommen, sondern hier würden auch Sozialberatungen durchgeführt, Kontakt zu Ärzten oder Therapieangeboten vermittelt. Täglich beherberge das Schöppche rund 30 Besucher.

Sonja Maibach-Urmetzer vom Caritasverband Neuwied hat im Telefongespräch mit Stadtratsmitglied Ruth Köfer nochmals ein dezidiertes Bild zu der Arbeit des „Schöppchens“ in Neuwied gegeben. „Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist ein Besuch des Schöppchens und der Mitarbeiter leider nicht möglich, aber nach der Kontaktsperre werden wir uns mit der CDU-Stadtratsfraktion auch vor Ort nochmal ein Bild von der wertvollen Arbeit machen“, erklärt Ruth Köfer.

Sozialberatung, praktische Hilfen und Vermittlungen sind aufgrund der aktuellen Corona-Gefahr im „Schöppche“ nicht möglich. Streetworkerin Janine Timm und die ehrendamtlichen Helferinnen und Helfer sorgen aber für eine Notversorgung im Hof.

Die Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion Neuwied sammeln jährlich eine Spende für einen guten Zweck. „Wohnungslose und Menschen in Not brauchen gerade jetzt besondere Hilfestellungen“, sagt Fraktionsvorsitzender Martin Hahn und freut sich, dass die Mitglieder seiner Fraktion die Arbeit der Caritas Neuwied so großzügig unterstützen möchten.

Schutzmasken auch für den Wahlkreis

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Davon wird auch der Wahlkreis Neuwied/Altenkirchen des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel profitieren: Als Spende für das deutsche Gesundheitssystem sind eine Million Schutzmasken frisch aus Taiwan auf dem Frankfurter Airport in Deutschland eingetroffen. Auf Wunsch der taiwanesischen Delegation war der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag explizit nach Frankfurt eingeladen worden. Ein besonderer Dank Rüddels, galt für die Luftbrücke nach Asien über die permanent Schutzmasken nach Deutschland angeliefert werden. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz im Gesundheits- und Pflegebereich“, äußerte der Gesundheitspolitiker.

Ein besonderer Dank galt dem Repräsentanten der Taiwan-Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland, Prof Dr. Jhy-Wey Shieh (li.). „Diese Spende entschärft die derzeitige Versorgungslage. Parallel dazu bauen wir für dauerhaft eine eigene deutsche Notfallproduktion auf. Wir benötigen schnellstmöglich eine umfassende und sichere Versorgung mit Schutzausrüstung für unser Gesundheitssystem. Aus der Krise haben wir gelernt. Über Abnahmegarantien und weitere Produktionsanreize werden wir in naher Zukunft eine nachhaltige Masken- und Vliesproduktion in Deutschland aufgebaut haben. Die aktuelle Lage zeigt, dass wir hier unabhängiger werden müssen.

Mein besonderer Dank gilt einer großen Anzahl von Unternehmen in meinem Wahlkreis, die in die Herstellung von Masken investieren, diese produzieren, produzieren wollen oder die Rohstoffe dafür herstellen. Ich bin jedem dankbar, der Masken, egal ob für den Schutz des Trägers oder für den Schutz der anderen, herstellt“, bekräftigte Erwin Rüddel.

MusikkircheLive wächst zu einer Gemeinde

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Projekt in Neuwied-Block wird weiterhin vom Trierer Bistum gefördert

Neuwied – Eigentlich sind sie gerade in der heißen Phase. Der Antrag der „MusikkircheLive – Die Gemeinde in Neuwied-Block“ als innovatives und zukunftsgerichtetes Projekt wurde vom Bischöflichen Generalvikariat Trier bewilligt. Jetzt geht es um die Umsetzung der neuen Ideen der bereits bekannten Marke – wäre da nicht das Kontaktverbot durch die Corona-Pandemie und die daraus resultierende Absage des Gottesdienstes am 19. April.

„Die MusikkircheLive findet vor allem vor Ort, in Begegnungen, statt. Das ist schwierig ins Digitale zu übertragen“, gibt Lukas Kurpjuhn vom Team zu. Daher haben sie sich auch gegen einen Livestream entschieden. Aber auf zwei typische Elemente der MusikkircheLive (MKL) müssen die Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher trotzdem nicht verzichten. So gibt es einen digitalen Tisch. „Dort können Dank, Lob und Bitten sozusagen abgelegt werden“, erklärt Kurpjuhn, „diese werden dann auf unseren Social-Media-Kanälen veröffentlicht“. Im Gottesdienst geschieht dies eigentlich in einer kurzen Pause. Anschließend liest das Moderationsteam die formulierten Gedanken vor. „Das ist immer ein sehr berührender Moment“, weiß die Pastoralassistentin Madeleine Esch.

Ein zweites Element aus dem analogen Gottesdienst wird am 19. April auf die Homepage und in den Social-Media-Kanälen veröffentlicht. Bei jedem MKL-Gottesdienst steht ein Song im Mittelpunkt. Dieses Mal in Form eines Posts im Internet und nicht live.

Den Verantwortlichen ist bewusst, dass das kein Ersatz sein kann. „Aber wir wollen ein Statement setzen“, betont Dekanatsreferentin im Dekanat Rhein-Wied Margit Ebbecke. „In dieser schwierigen Corona-Zeit sind wir da – als  MusikkircheLive“. Denn die MKL versteht sich nicht nur als Veranstalter eines Gottesdienstes, der alle zwei Monate in der Filialkirche Heilige Familie im Neuwieder Stadtteil Block stattfindet, sondern als eine Themengemeinde. Sie soll mit ihrem speziellen Profil Menschen neu auf den christlichen Glauben ansprechen. Genau diesen Ansatz möchten die Initiatoren mit Hilfe der finanziellen und personellen Förderung durch das Bistum Trier vertiefen. Was als Projekt „MusikkircheLive – der andere Gottesdienst“ vor zwei Jahren startete, soll zu einer neuen Form von Gemeinde werden, wie es die Synodenumsetzung festgehalten hat.

Die Vergemeinschaftung geschieht nicht über territoriale Zugehörigkeit zu einer Pfarrgemeinde, sondern durch Menschen, die sich durch diese missionarische Gottesdienstform mit moderner Alltagsmusik angesprochen fühlen, heißt es von den Verantwortlichen. Zu den Gottesdiensten kommen rund 200 Menschen unterschiedlicher Konfessionen, auch Frauen und Männer ohne Religionszugehörigkeit. „Wir sind in der Aufbauphase“, beschreibt Margit Ebbecke die derzeitige Situation. Neben dem Gottesdienst gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zusammenzukommen oder sich ehrenamtlich zu engagieren. Pop und Rockmusik ist dabei stets Dreh- und Angelpunkt.

„Diese Möglichkeit haben wir Dr. Gundo Lames zu verdanken“, betont Margit Ebbecke. Der langjährige Leiter des Strategiebereichs „Ziele und Entwicklung“ im Bischöflichen Generalvikariat Trier förderte die MKL. Er verstarb am 1. April.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, die Kirche umzugestalten in Absprache mit den Gremien vor Ort. Die Organisatoren können sich eine Kaffeetheke oder einen Bereich mit Wohnzimmer-Atmosphäre für kleinere Konzerte vorstellen. „Hier soll ein neuer Begegnungsort entstehen“, sind sie sich einig.

Weitere Informationen auf www.musikkirchelive.de und bei Instagram (@musikkirche_live) und Facebook (@MusikkircheLive).

Jugend- und Sozialamt nimmt sich der Sorgen an

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Viele Hilfsangebote in Zeiten der Corona-Pandemie

Der Alltag von Eltern, Jugendlichen und Kindern wird auch in den kommenden Wochen noch deutlich anders verlaufen als bisher. Er wird von reduzierten – und in der Regel eher virtuellen - Kontakten zu Kollegen, Freunden und Gleichaltrigen geprägt sein. Eigene Freiräume haben sich für Jung und Alt verringert, und der familiäre Alltag hat sich in vielen Fällen stark verändert. Man denke nur an die durch die Schließung der Kitas und Schulen auftauchenden Herausforderungen. Zudem gibt es weniger „Auszeiten“ von der eigenen Familie. Gleichzeitig ist die Zeit geprägt von Unsicherheiten, Sorgen und Ängsten.

Das Jugend- und Sozialamt der Stadt Neuwied weiß, dass fehlende Sozialkontakte und häusliche Isolation leicht zu Konflikten führen können. Es hat daher eine ganze Palette an Hilfsangeboten zusammengestellt. Gesammelt sind sie auf der Internetseite www.neuwied.de/7933.html. Das Jugendamt hat aber auch ein lokales Kinder-Eltern-Sorgentelefon geschaltet. Es ist erreichbar unter der Nummer 0172/51 20 873; zudem gibt es die Nummer gegen Kummer unter
116 111. Wer Fragen zur Notbetreuung in den Kitas hat, kann sich an das Servicetelefon 02631/802 158 wenden.

Die Schulsozialarbeiter haben einige wichtige Informationen und Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder zusammengestellt. Unter dem Link  www.neuwied.de/fileadmin/inhalte/Jugend/Abteilung_510/Abteilung_514/
Corona-Ostern/Elterninfo.pdf finden Interessierte Tipps wie man einen Stundenplan für das Home-School-Office erstellen kann sowie weiterführende Links zum Umgang mit Home-Schooling.

Interessante Ideen und Anregungen, mit denen Kinder die Zeit zu Hause gestalten und gut nutzen können, finden sich unter www.neuwied.de/fileadmin/ inhalte/Jugend/Abteilung_510/Abteilung_514/Corona-Ostern/Kinderinfo.pdf

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