Freitag, 15. Oktober 2021

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Teilnehmer von Integrationskursen ließen sich impfen

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VHS begleitete Gruppe zum Termin an der Deichwelle

Die VHS unterstützt junge Leute, die sich impfen lassen wollen. So begleiteten die stellvertretende VHS-Leiterin Meike Pfeiffer und VHS-Mitarbeiterin Karin Michalowicz kürzlich eine Gruppe von 14 jungen Menschen aus Jugendintegrationskursen und allgemeinen Integrationskursen zum Impfbus an der Deichwelle.

Zuvor waren VHS-Leiterin Jutta Günther und Meike Pfeiffer gemeinsam in die Integrationskurse gegangen, um mit Unterstützung der Kursleitenden wertvolle Aufklärungsarbeit zu leisten. Bei nicht-muttersprachlichen Teilnehmenden kursieren häufig Gerüchte über gesundheitliche Probleme nach Impfungen, die wissenschaftlich nicht haltbar sind. Zudem haben VHS-Mitarbeitende bemerkt, dass viele Informationen zu den sich häufig ändernden Corona-Regeln nicht verstanden oder gar nicht wahrgenommen werden.

Gleichwohl war bis Ende September rund die Hälfte der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer bereits geimpft. Viele andere waren, so Pfeiffer, generell impfwillig, hatten aber meist Angst, dass sie die Impfregistrierung nicht meistern können oder sprachlich nicht dazu in der Lage sind, die nötigen Formulare auszufüllen und Aufklärungsgespräche zu verstehen.

Pfeiffer und Michalowicz holten daher am 30. September für 14 Impfwillige - die meisten davon zwischen 17 und Mitte 20 - zunächst die Formulare ab, füllten sie anschließend gemeinsam aus und begleiteten die Gruppe dann zum Impftermin.  Die sprachliche und organisatorische Unterstützung war für die Kursteilnehmenden eine Erleichterung. „Alle 14 Geimpften haben sich positiv geäußert und möchten auch die Zweitimpfung Ende Oktober gern gemeinsam mit uns machen“, berichtet Pfeiffer. „Zudem konnten wir weitere Teilnehmende davon überzeugen, sich bei ihren Hausärzten für Impftermine anzumelden.“

Einmündung „Am Schlosspark“/B42 vorübergehend gesperrt

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Wegen Sanierungsarbeiten, die die Deutsche Bahn an der Eisenbahnbrücke am Ende der Straße „Am Schlosspark“/Zufahrt Bundesstraße 42 durchführt, muss dieser Bereich vorübergehend für den Verkehr gesperrt werden. Heißt: Weder kann von der B 42 in die Straße „Am Schlosspark“ eingebogen werden, noch kann eine Auffahrt vom Schlosspark auf die Bundesstraße erfolgen. Die Ampelanlage, die dort den Verkehr regelt, wird am Mittwochvormittag ausgeschaltet. Um Radfahrern und Fußgängern das Überqueren der Bundesstraße zu ermöglichen, wird eine Bedarfsampel aufgestellt. Die Sanierungsarbeiten sollen innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein.

Lange Schlangen vor dem Impfbus an der Deichwelle

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300 Menschen nutzten das Angebot, auch viele Gäste der Deichwelle

Neuwied. Riesenandrang auf dem Parkplatz der Deichwelle: Fast 300 Menschen ließen sich gegen Corona impfen. Initiiert hatte die Aktion das Allwetterbad, wie Betriebsleiter Uwe Knopp erklärt. „Wir wollen gemeinsam so schnell wie möglich wieder zurück in die ´Normalität´, zudem haben wir bei uns mit dem großen Parplatz die besten Voraussetzungen.“

Schon eine halbe Stunde vor dem Start bildete sich vor dem Impfbus eine Schlange, die den ganzen Tag nicht abbrach: „Wegen des großen Andrangs wurden die Impfungen durgehend bis 19.20 Uhr durchgeführt, obwohl wir nur bis 18 Uhr geplant hatten.“

Der Impfbus ist im Auftrag des Landes unterwegs. In der Region nutzten nach Aussagen des Impfteams bereits mehr als 10.000 Menschen das Angebot. Einen solchen Andrang wie an der Deichwelle hatte man zuvor jedoch nicht erlebt. Hervorgehoben wurde die gute Organisation im Vorfeld und am Impftag. „Wir hatten vorher großflächig den Parkplatz abgesperrt und haben das Team im Bus mit Kaffee und Decken versorgt“, so Knopp.

Geschäftsführer Michael Krose hebt hervor, dass man schon im Vorfeld für die Aktion warb: „Wir haben das auch über unsere Social-Media-Kanäle beworben und es gab auch viele unserer Gäste nutzten das Angebot. Die Impfungen sind eine wichtige Voraussetzung, dass wir – auch mit dem Bad - nicht in den nächsten Lockdown müssen. Mit Blick darauf wenden wir ab dem 11. Oktober, sprich dem Ferienbeginn, im Rahmen der Landesverordnung die 2G-Regel an.“ Schwimmen und schwitzen dürfen dann nur diejenigen, die geimpft oder genesen sind. Ein Test reicht nicht mehr aus.

„Wir freuen uns, dass das Personal des Impfbusses die Organisation lobte. Wichtig ist uns besonders, dass das so Angebot so stark angenommen wurde“, sagt Krose. Und Knopp ergänzt: „Es gab auch keine unangenehmen Vorkommnisse: Alle haben sich vorbildlich verhalten, Maske getragen und die Abstände eingehalten.“

Stadtratssitzung wird wieder online übertragen

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Der Neuwieder Stadtrat tagt am Donnerstag, 7. Oktober, ab 17.30 Uhr wieder im Heimathaus. 16 Punkte stehen auf der Agenda des öffentlichen Teils der Sitzung. Wie schon Mitte Juli wird die Zusammenkunft per Stream live übertragen. Ab 17.30 Uhr können Interessierte unter dem Direktlink www.neuwied.de/stadtratsitzung-online.html die Berichte, Debatten und Beschlussfassungen der Versammlung  verfolgen.

Wenn die Chemie stimmt: Minister und Landrat zu Gast im Heinrich-Haus

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Alexander Schweitzer besucht Sozialunternehmen im Kreis Neuwied

–Achim Hallerbach: „Sind froh, keine Schulen und Förderschulen geschlossen zu haben“

– Digitalisierung der Kreisverwaltung ist wichtiges Thema

Kreis Neuwied. Knapp 1500 Mitarbeiter, circa 2400 „Leistungsnehmende“, viele (betreute) Wohnungen, verschiedene medizinisch-therapeutische Dienste und vier eigene Schulen, darunter die erst vergangene Woche neu eröffnete Pflegeschule: „Das Heinrich-Haus ist für unsere ganze Region, aber auch weit darüber hinaus ein wichtiger, sich erfreulich dynamisch entwickelnder Faktor“, sagt Landrat Achim Hallerbach. Und deshalb musste er nicht lange überlegen, wohin er Alexander Schweitzer einladen sollte, als dieser seinen ersten Besuch im Kreis Neuwied in der neuen Funktion als Staatsminister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung ankündigte.

Und auch wenn das Heinrich–Haus für Schweitzer natürlich keine Unbekannte war, zeigte er sich äußerst beeindruckt, als ihm die drei Geschäftsführer Thomas Linden, Dirk Rein und Frank Zenzen die ganze, große Bandbreite an Dienstleistungen präsentierten, die das Sozialunternehmen vor allem für Menschen mit Behinderungen und für Senioren anbietet. „Ich sehe hier viele spannende Möglichkeiten, wie Menschen mit Teilhabebedarf sich beruflich, aber auch persönlich weiterentwickeln können“, fasste der Minister seine Eindrücke zusammen. Er zeigte sich erfreut, dass der Träger nicht nur Schul- und Wohnangebote vorhält, sondern auch ein großer Anbieter im Bereich Arbeit ist. „Hier reicht die Palette der Möglichkeiten von Werkstätten für behinderte Menschen bis hin zu Berufsbildungswerken und Inklusionsbetrieben. Diese Angebotsvielfalt bietet für die Menschen mit Teilhabebedarf große Chancen, persönliche Ziele der Lebensplanung zu verwirklichen", sagte er und machte deutlich, dass eben für viele Menschen mit Behinderungen die Alternative zur Arbeit in Werkstätten leider doch nur die ist, gar keine Arbeit zu haben.

Ähnlich sah es Landrat Achim Hallerbach, der daran erinnerte, dass vor zehn Jahren als Ziel ausgegeben war, Schulen und Förderschulen zu schließen. „Heute sind wir froh, dass wir es nicht getan, sondern stattdessen sogar die Kapazitäten noch ausgebaut haben“, sagte er und stellte fest: „Inklusion geht nur bis zu einem bestimmten Punkt, und dann braucht es eine besondere bis hin zur speziellen Förderung.“

Vielleicht noch wichtiger als diese inhaltlichen Übereinstimmungen war beim Besuch allerdings die persönliche Note: Denn die Chemie zwischen Landrat, Minister und dem ebenfalls noch neuen Geschäftsführer-Trio des Heinrich-Hauses stimmte auf Anhieb. Und sich zu kennen und kurze Dienstwege zu haben, ist schließlich die beste Voraussetzung für die gute Zusammenarbeit, die Stadt, Kreis, Land und Unternehmen anstreben.

„Dann kann man auch das ein oder andere, das einem auf den Nägeln brennt, besser mit nach Mainz geben“, wusste Landrat Hallerbach und leitete damit den zweiten Teil des Besuchsprogramms ein, bei dem Torben Schmidt als Digitalisierungsbeauftragter der Neuwieder Kreisverwaltung über die Fortschritte bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes berichtete. In seinem präzisen und konstruktiven Vortrag sparte Schmidt auch die praktischen Schwierigkeiten keinesfalls aus, wofür sich Schweitzer ausdrücklich bedankte.

Einig war er sich mit Minister und Landrat aber, dass es nicht um Schuldzuweisungen geht, sondern darum, im Gespräch zu sein und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. „Die Digitalisierung durchdringt unsere Gesellschaft in allen Bereichen und schafft auch neue Möglichkeiten der Teilhabe und des sozialen Miteinanders. Dazu brauchen wir digitale Konzepte und Anwendungen, die allen Menschen offenstehen und für alle zugänglich sind. Neben dem Ausbau der digitalen Infrastruktur geht es auch darum, unsere Verwaltungen digitaler zu machen und Online-Dienstleistungen auszubauen. Ich freue mich, dass der Landkreis Neuwied hier bereits vielfältige Ansätze voranbringt", bilanzierte Minister Schweitzer.

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