Donnerstag, 22. April 2021

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Beratungsangebot im Landkreis Neuwied erweitert:

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Psychiatriekoordination bietet telefonische Sprechstunden an

Kreis Neuwied – „Über 70% der Menschen empfanden, bzw. empfinden den Lockdown als belastend, bestätigt eine Umfrage des „Deutschland Barometer Depression“, begründet Landrat Achim Hallerbach das neue Beratungsangebot der Psychiatriekoordination. „Angst vor Kurzarbeit oder gar Jobverlust, ungewollter Verzicht auf Sport, Kultur, Geselligkeit, die Vereinbarung von Homeschooling und Homeoffice oder auch die Isolation infolge der Kontaktbeschränkungen sind die Begleitfaktoren der Pandemie und eindeutig Stressoren für uns Menschen,“ ist sich der Landrat sicher und verweist auf das neue Angebot.

Nicht erst seit der Corona-Pandemie leiden immer mehr Menschen unter seelischen Erkrankungen. Bereits vor 2020 wurde durch die Krankenkassen eine Zunahme psychisch bedingter Krankheitstage festgestellt, ein Trend der sich bereits vor Corona als stabil erwies.

Dass der Trend gerade in Pandemiezeiten gebrochen werden könnte, ist unwahrscheinlich. Auch wenn die Wissenschaft bislang noch keine belastbaren Daten über eine Zunahme von psychischen Erkrankungen vorlegen konnte, weiß man schon lange, dass dauerhafte seelische Belastungen ein guter Nährboden für psychische Erkrankungen sind.

„Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (dgppn) erkranken jährlich ca. 18 Millionen Menschen an einer psychischen Erkrankung. Vorwiegend sind Angststörungen, affektive Störungen (vor allem Depressionen) sowie verschiedene Suchterkrankungen zu beobachten. Erkrankungen die mit den Einschränkungen der Pandemie korrelieren und durchaus auch gefördert werden können,“ erklärt die Psychiatriekoordinatorin des Kreises Neuwied, Verena Bruchof. Nur circa jeder fünfte Betroffene (dgppn) findet den Weg zu einer der Hilfsinstitutionen, bestehende Abstands- und Hygienereglungen erschweren diesen zusätzlich, besonders zu niedrigschwelligen, offenen und spontanen Beratungsangeboten. Landrat Achim Hallerbach betont: „Die örtlichen und regionalen Beratungsstellen und Institutionen haben sich sehr schnell und kreativ beispielsweise mit Onlineberatungsangeboten oder Treffen im Freien an die bestehenden Einschränkungen angepasst, und dennoch scheint der Zugang für Menschen erschwert, die bislang noch keine Hilfe erhalten haben.“ Dabei kann eine gute Beratung verhindern, dass aus Belastungen handfeste Erkrankungen entstehen.

„Die nicht unmittelbar medizinischen Probleme einer Pandemie sind vielfältig: Reizbarkeit bis hin zur Gewalt, Zukunftsängste und Einsamkeit, sind nur einige Folgen, die wir beobachten. Unser Angebot richtet sich an Menschen, die ein für sie passendes Hilfsangebot suchen,“ beschreibt die Psychiatriekoordinatorin Verena Bruchof das Angebot und betont dabei, dass es auch Angehörigen oder Freunden offensteht.

Verena Bruchof ist ab sofort dienstags von 14 Uhr bis 16 Uhr sowie donnerstags von 9 Uhr bis 11 Uhr telefonisch zu erreichen. Anfragen können auch per E-Mail gestellt werden: Tel: 02631 803-723, email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

AfD fordert Öffnung aller Neuwieder Schwimmbäder

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Neuwied. Die Bäderallianz Deutschland machte schon Ende März in einem offenen Brief darauf aufmerksam, dass in keinem von 6.000 untersuchten Schwimmbäder ein Infektionsgeschehen nachgewiesen werden konnte. Bei der Wasseraufbereitung in konventionellen Bädern werden dem Schwimmbeckenwasser ein Desinfektionsmittel zugesetzt, das in das Beckenwasser eingebrachte potenzielle Krankheitserreger inaktiviert oder abtötet. Das behüllte Coronavirus wird hierbei besonders leicht inaktiviert, heißt es in der  Stellungnahme des Umweltbundesamtes nach Anhörung der Schwimm- und Badebeckenwasserkommission. Gerade Schwimmbäder sind wegen ihrer großen Rauminhalte und leistungsfähigen Lüftungsanlagen in Bezug auf die Gefährdung durch eine Ansteckung mit dem Coronavirus relativ sichere Orte. Das untermauert eine neue Untersuchung des Hermann-Rietschel-Instituts der Technischen Universität Berlin. Trotzdem hält die Landesregierung auch in ihrer achtzehnten Corona-Bekämpfungsverordnung an der Schließung von Schwimmbädern fest.

„Wir sorgen uns um das Fortbestehen unserer Vereine, um die Gesundheit unserer Bürger und um die überlebenswichtige Schwimmfähigkeit unserer Kinder. Schwimmbäder sind ein sehr wichtiges Sport- und Gesundheitsgut und damit ein besonders wichtiger Teil unseres gesellschaftlichen Lebens. Dass Schwimmbäder ohne wissenschaftliche Grundlage geschlossen bleiben, obwohl sie nachgewiesenermaßen keine unsicheren Orte mit erhöhtem Infektionsrisiko sind, ist ein Skandal. Aufgrund bereits bestehender professioneller Hygienepläne sind Badbetreiber jederzeit in der Lage, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.“, meint der Fraktionssprecher der AfD im Neuwieder Stadtrat, René Bringezu.

„Wir fordern den Landrat des Landkreises Neuwied und alle Landtagsabgeordneten des Stadt- und Kreisgebietes dazu auf, dass sie sich der logischen Forderung der Bäderallianz Deutschland, die Schwimmbäder wieder zu öffnen, anschließen und diese konkrete Forderung an die Landesregierung herantragen.“, fordert Bringezu für seine Fraktion.

AfD Stadtratsfraktion

Seminarangebot der Gleichstellungsbeauftragten:

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Mein eigener Takt, statt Leben nach der Uhr -

Ein Zeitmanagement-Seminar der anderen Art

Als Meister-Jongleure der Zeit manövrieren Frauen täglich das System Familie ebenso durch die Pandemie wie weite Bereiche des Gesundheitswesens oder des Einzelhandels.

Seit über einem Jahr kann für viele Frauen von Doppelbelastung nicht mehr die Rede sein, es wäre eine maßlose Untertreibung: Home-Schooling, Beschäftigungsprogramme für Kinder jeden Alters, genervte Teenager verbrauchen täglich zusätzlich die Energie- und Zeitreserven.

Doch wie bleibt man in einem solchen Takt der Fremdbestimmung am Leben? Die gängige Antwort: Aufgaben priorisieren, planen, kurz-, mittel- und langfristige Ziele setzten abarbeiten. Doch ist das alles? Warum fällt mensch abends todmüde ins Bett und im Gedankenkarussell drehen sich die unerledigten Aufgaben?

Gehen Sie mit Elena de Graat auf die Suche nach Ihren eigenen Antworten.
Besuchen Sie ein Zeitmanagement-Seminar der anderen Art - eine Art, die nicht auf Leistungssteigerung beruht, sondern auf Selbstreflexion, dem Nachhorchen nach dem eigenen Takt und auch ein wenig Nachsicht mit sich selbst.

Das Online-Seminar findet am 24. April von 9.00 bis 11.30 Uhr statt.

Nach ihrer Anmeldung erhalten Sie den Zugangscode. Das Angebot der Gleichstellungsbeauftragten ist kostenfrei, setzt allerdings voraus, dass Sie über einen internetfähigen Computer mit Kamera und Mikro, bzw. ein Smartphone verfügten.

Wenn Sie vor dem Treffen noch die kostenlose CiscoWebex-App runterladen, geht es ganz einfach, sonst dauert es etwas länger.

Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder Tel.: 0 26 31 – 803 410

Weiteres Schnelltestzentrum öffnet in der Innenstadt

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Die Stadtverwaltung Neuwied macht weiter Dampf im Kampf gegen Corona: Am morgigen Freitag öffnet ein weiteres Schnelltestzentrum – diesmal mitten in der Innenstadt. Untergebracht ist es in den ehemaligen Räumen der Buchhandlung Kehrein an der Ecke Engerser Straße/Marktstraße, betrieben wird es von der Praxis Dr. Ackermann. Oberbürgermeister Jan Einig hatte die Initiative ergriffen und das Gespräch mit Dr. Marcus Ackermann gesucht, der bereits mit dem Kreis Neuwied beim Testen an Schulen kooperiert. Rasch kam man überein, den Neuwieder Bürgerinnen und Bürgern neben dem Testzentrum in Block eine weitere Möglichkeit anzubieten, sich über die eigene Infektionslage zu informieren. „Ich denke, dass es gerade für die Bewohner der Innenstadt eine Erleichterung ist, sich quasi vor der Haustür von einem erfahrenen Team testen lassen zu können“, erklärt OB Einig. Dr. Ackermann ergänzt: „Ich freue mich, dass wir den Neuwiederinnen und Neuwiedern so schnell ein zusätzliches Angebot für einen Schnelltest unterbreiten können.“ Geöffnet ist das Zentrum täglich von 8 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr, eine vorherige Terminanfrage ist nicht notwendig. Kommen und testen lassen lautet die Devise.

Feiern auf dem Deichstadtfest erst 2022 wieder möglich

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Stadtverwaltung muss leider auch den Gartenmarkt absagen

Leider können – wie auch schon 2020 - in diesem Jahr viele Großveranstaltungen nicht stattfinden, da sie derzeit nicht genehmigungsfähig sind.  Dies gilt leider auch für das Neuwieder Deichstadtfest. Die Stadtverwaltung hat sich, ähnlich wie zahlreiche andere Kommunen, Konzert- und Festivalveranstalter, schweren Herzens dazu entschieden, das weit über die Region hinaus beliebte Deichstadtfest für 2021 abzusagen. Auch der Gartenmarkt, der für den 17./18. April geplant war, wird in diesem Jahr nicht den Frühling in Neuwied einläuten.

Oberbürgermeister Jan Einig bedauert, dass die allseits bekannten Veranstaltungen erneut der Corona-Pandemie zum Opfer fallen, wirbt aber auch um Verständnis: „Wir müssen vor allem verantwortungsbewusst handeln. Weder Gartenmarkt, noch Deichstadtfest sind in ihrer gewohnten Form durchführbar, denn die Gesundheit unserer Bürger hat absoluten Vorrang.“ Große Menschenansammlungen vor Bühnen und Verkaufsständen, vor Getränke- und Speiseständen sind nicht kontrollierbar, so Einig weiter. Es wäre daher unverantwortlich, eine Großveranstaltung wie das Deichstadtfest durchzuführen.

„Die Eindämmung der Pandemie muss höchste Priorität haben“, sagt OB Einig. Er ist sich zudem sicher: „Ein Fest in einer ,Light Version‘ würde sicherlich immer am ,richtigen‘ Deichstadtfest gemessen werden und diesem Vergleich nicht standhalten können. Unzufriedenheit wäre die Folge.“

Daher plant das Amt für Stadtmarketing alternative Veranstaltungsformate. So sind – eine positive Entwicklung des Pandemiegeschehens vorausgesetzt - beispielweise Picknick- oder Treppenkonzerte mit einer begrenzten Zahl an Besuchern und Besucherinnen denkbar. Sobald ein entsprechendes Angebot terminiert werden kann, wird die Stadtverwaltung darüber informieren.

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