Mittwoch, 27. März 2019

Letztes Update:08:15:40 PM GMT

region-rhein.de

RSS

SWN-Energiescouts fahren nach Landessieg nach Berlin

Drucken

Erster Platz beim Landesentscheid der IHK – ErklĂ€rvideo ĂŒberzeugte die Jury

Neuwied. Ein ErklĂ€rvideo? Das war neu fĂŒr die Jury. Der damit verbundene Appell an alle Mitarbeiter, das Augenmerk auf unnötigen Energieverbrauch zu richten? Ebenfalls. Doch gerade damit sicherten sich die Azubis der Stadtwerke Neuwied (SWN) den ersten Platz bei der landesweiten Endrunde des IHK-Energiescout-Projekts. Jetzt geht es nach Berlin zum Bundesentscheid.

Ana Elisa Polo LĂłpez, Marc Tarsia und Jan Fries gingen als Energiescouts auf die Suche nach Einsparmöglichkeiten. Der einfache wie klare Ansatz: Auch im eigenen Betrieb ist die gĂŒnstigste Energie die, die man gar nicht erst verbraucht. Das verarbeiteten sie in einem ErklĂ€rvideo.

„Ein sparsamer Umgang mit Ressourcen ist fĂŒr Betriebe heute wichtiger denn je“, kommentierte Karina Szwede, Leiterin Unternehmensservice der IHK Koblenz. Insgesamt 109 Auszubildende aus 39 Unternehmen waren ins Rennen gegangen. Die acht besten Projekte fuhren nach Mainz.

Ana Elisa Polo LĂłpez stellte dort den Projektansatz fĂŒr die SWN in wenigen Minuten vor. Dabei wurde auch ein kurzer Ausschnitt des Videos gezeigt, in dem lĂ€ngere Außentermine thematisiert werden mit dem Aufruf, dann das Licht und Computer aus-, die Heizung runterzuschalten und in der kalten Jahreszeit natĂŒrlich nicht das Fenster geöffnet zu lassen. Besonders wichtig: „Jeder sollte mit offenen Augen durch den Betrieb gehen, um zu schauen, wo unnötig Energie verbraucht wird.“  Weitere Teilprojekte, die in die Bewertung eingingen, waren der Austausch von ineffizienten Leuchtstoffröhren durch moderne LED-Leuchten, ein Konzept fĂŒr die Nutzung von Photovoltaik zur UnterstĂŒtzung der Pumpen an einem Wasser-HochbehĂ€lter sowie eine Pumpe als Turbine, die in der Trinkwasserversorgung Energie zurĂŒckgewinnt. Das war auch fĂŒr die Jury ĂŒberzeugend. Initiiert und begleitet hatten das Projekt die beiden Energiemanager David Meurer und Johannes SĂŒĂŸ. „Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und das Schonen von Ressourcen: Das wird im eigenen Betrieb jetzt und in der Zukunft immer wichtiger“, so Meurer.

SWN-Personalchef Dirk Reuschenbach betont, dass in der Ausbildung stets die ganze Bandbreite eines Energieversorgers thematisiert wird: „Wenn wir uns als Betrieb weiterentwickeln wollen, brauchen wir neue AnsĂ€tze und Ideen. Unsere Azubis sind angehende FachkrĂ€fte, daher ist es fĂŒr uns selbstverstĂ€ndlich, die jungen Leute direkt einzubinden.“ FĂŒr Sarah Schmitz als Ausbilderin ist ein weiterer Aspekt wichtig: „Es ist nicht selbstverstĂ€ndlich, dass eine angehende Industriekauffrau, ein Geomatiker und ein Elektroniker gemeinsam ein Projekt bearbeiten. Diese fachĂŒbergreifende Arbeit stĂ€rkt das Bewusstsein fĂŒr das Team sowie den Gedanken, dass jeder seinen Beitrag fĂŒr den gemeinsamen Unternehmenserfolg leisten kann und muss.“ Und nicht zuletzt dĂŒrfen sich die drei das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro teilen.

SWN ĂŒberprĂŒfen Wasserrohrnetz

Drucken

Aktueller Check von knapp 130 Kilometern des Netzes – PrĂŒfer auch nachts unterwegs

Neuwied. Die Stadtwerke Neuwied (SWN) ĂŒberprĂŒfen ihr Wasserrohrnetz.  Ab Montag, 25. MĂ€rz, kann es dabei auch nachts zu geringfĂŒgigen LĂ€rmbelĂ€stigungen kommen.

Die SWN checken regelmĂ€ĂŸig ihr Wasserrohrnetz. Dabei wird es auf mögliche Leckstellen untersucht. Die PrĂŒfung erfolgt – vereinfacht gesagt – mittels eines elektroakustischen Signals. Dabei werden die Schieber- und Hydrantenkappen in den Straßen geöffnet und mit einem „Bodenmikrofon“ abgehorcht. GrĂ¶ĂŸtenteils erfolgt dies am Tag. Teilweise erfolgt diese PrĂŒfung nachts, wie SWN-Bereichsleiter Peter Dunkel erklĂ€rt. „Am Tag gibt es an einigen Stellen zu viele NebengerĂ€usche, die die Arbeiten stören.“

Die aktuelle PrĂŒfung finden in den Stadtteilen Rodenbach, Segendorf, Niederbieber, Irlich, Feldkirchen, Torney und Altwied statt. Dabei werden knapp 130 Kilometer Leitungsnetz ĂŒberprĂŒft.

In Wasserrohrnetzen entstehen hin und wieder Wasserverluste. Meist sind die Ursachen hierfĂŒr RohrbrĂŒche oder kleinere Lecks an Leitungen oder Armaturen. Da die Wasserleitungen unter der Erde liegen, ist das austretende Wasser meistens nicht sichtbar. Werden diese Wasserverluste nicht erkannt und behoben, entstehen erhebliche Kosten. Es kann auch zu SchĂ€den an GebĂ€uden und Straßen kommen. Um dies zu vermeiden, checken die SWN regelmĂ€ĂŸig ihre Leitungen. Die Versorgung ist nicht beeintrĂ€chtigt. Die Arbeiten werden voraussichtlich vier Wochen andauern.

Engagement als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer:

Drucken

Gute Gelegenheit, DemokratieverstÀndnis vorzuleben

Landrat Achim Hallerbach wirbt um Freiwillige

Neuwied: „Wahlhelfer bedroht – Angriffe und Chaos bei der Parlamentswahl in Afghanistan“ „Nigeria – Angriffe auf Wahleinrichtungen bei Gouverneurswahlen“ titelte die dpa am 20. Oktober 2018 bzw. am 09. MĂ€rz 2019. Hiervon ließen sich viele Menschen in diesen LĂ€ndern aber nicht davon abbringen, sich fĂŒr die Demokratie in ihrem Land einzusetzen. Sie nahmen dennoch an den Abstimmungen teil.

Von diesen Geschehnissen sind wir – glĂŒcklicherweise - weit entfernt.

Sie machen uns aber bewusst, dass Demokratie und freie Wahlen keine SelbstverstĂ€ndlichkeit sind. Auch unsere Generationen zuvor haben sich fĂŒr Freiheit und Demokratie stark gemacht und waren stolz darauf, sich nach dem Ende des zweiten Weltkrieges in der politischen Arbeit vor Ort und bei Wahlen einbringen zu können. Nach ĂŒber 70 Jahren des Friedens dĂŒrfen wir die Geschichte nicht vergessen und freie Wahlen nicht als selbstverstĂ€ndlich ansehen, sondern immer noch als Errungenschaft und als Privileg verstehen.

„Demokratische Wahlen sind elementarer Bestandteil unseres Zusammenlebens und eine entscheidende Basis dafĂŒr, dass wir seit vielen Jahrzehnten in einer friedvollen Zeitspanne leben dĂŒrfen. Dieses DemokratieverstĂ€ndnis muss auch unseren Kindern vermittelt und weitergegeben werden; am besten in dem wir es ihnen vorleben“, macht Landrat Achim Hallerbach deutlich und wirbt auch gleich dafĂŒr, sich bei den diesjĂ€hrigen Kommunal- und Europawahlen am 26. Mai als Wahlhelferin/Wahlhelfer einzubringen: „Demokratie beginnt bereits hier bei uns vor der HaustĂŒr - in den Kommunen. Sie sind die Basis, unser Lebensmittelpunkt. Wahlhelfer nehmen eine interessante und verantwortungsvolle Rolle zum Wohle der Allgemeinheit ein. Sie ĂŒberprĂŒfen die Wahlberechtigung, geben Stimmzettel aus, vermerken die Wahlteilnahme und unterstĂŒtzen bei der Ermittlung und Feststellung des Wahlergebnisses.“

Insgesamt werden fĂŒr die DurchfĂŒhrung der Kommunal- und Europawahlen im Landkreis Neuwied rund 2.400 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt.

Wer Interesse hat und sich angesprochen fĂŒhlt eine Wahl einmal hinter den Kulissen zu erleben, kann sich bei den WahlĂ€mtern der Stadt Neuwied und bei den Verbandsgemeindeverwaltungen im Landkreis informieren.

Netzwerk Innenstadt beteiligt sich an Wettbewerb

Drucken

Unterlagen in Ingelheim ĂŒbergeben - Hoffen auf Preisgeld

Mit dem Kreativwettbewerb „Interiordesign und Handel“ will das Mainzer Wirtschaftsministerium Impulse zur Attraktivierung von InnenstĂ€dten geben. Das stĂ¶ĂŸt in der Deichstadt auf großes Interesse, und so beteiligt sich das Neuwieder Netzwerk Innenstadt (NI) an dem interessanten Wettbewerb. Vertreter dieser BĂŒrgeraktion haben nun die entsprechenden Unterlagen vor Ort in Ingelheim an die betreuende Agentur ĂŒbergeben.

Demografischer Wandel, zunehmende Digitalisierung, ein damit einhergehender  Strukturwandel und verĂ€ndertes Einkaufsverhalten: Entwicklungen, die InnenstĂ€dte zunehmend vor Probleme stellen. „Insbesondere kleinere und mittlere StĂ€dte leiden unter dem RĂŒckgang der Frequenz, dem daraus resultierenden Verlust an Sortimentsvielfalt, der eingeschrĂ€nkten Investitionen in Immobilien, dem zunehmenden Leerstand und der Verödung der InnenstĂ€dte. Mangels AufenthaltsqualitĂ€t kaufen viele Kunden verstĂ€rkt im Internet ein. Damit Kunden weiterhin gerne in der Innenstadt einkaufen, ist die Verbesserung der AufenthaltsqualitĂ€t erforderlich“, heißt es in den Unterlagen zum Wettbewerb.

Von dieser Zustandsbeschreibung fĂŒhlte sich das Netzwerk Innenstadt angesprochen. Denn exakt an den genannten Punkten wollen viele der in den verschiedenen NI-Arbeitsgruppen entwickelten Projekte etwas Ă€ndern, vor allem durch die Vernetzung der lokalen Akteure. Denn nur durch gemeinsame Initiativen können BĂŒrger, Gewerbetreibende, Verwaltung und Politik dem Strukturwandel etwas entgegensetzen und den lokalen Handel wieder wettbewerbsfĂ€higer machen, so die Überzeugung der Netzwerker. Nach Auffassung der Beteiligten entspricht das NI Neuwied genau dem, was das Wirtschaftsministerium mit dem Wettbewerb sucht und anspricht. Nun hoffen die Neuwieder auf ein Preisgeld, das der Projektumsetzung zugutekommen könnte. Es wĂ€re im wahrsten Sinne eine Honorierung des zum grĂ¶ĂŸten Teil ehrenamtlichen Engagements der Aktiven. Das Preisgericht tagt voraussichtlich am 6. und 7. Mai.

Viel Aufwand fĂŒr das Lebensmittel Nummer eins in Neuwied: Wasser

Drucken

Tag des Wassers am 22. MĂ€rz – RegelmĂ€ĂŸige Kontrollen fĂŒr QualitĂ€t und Verbraucherschutz

Neuwied. Im Sommer 2018 wurde in vielen Regionen Deutschlands das Wasser knapp. Das Engerser Feld hat sich dagegen als zuverlÀssiger Lieferant des Lebensmittels Nummer 1 bewÀhrt. Dass der Zugang zu Wasser nicht selbstverstÀndlich ist, daran erinnern die Vereinten Nationen am Tag des Wassers am 22. MÀrz.

Das Motto „Niemand zurĂŒcklassen – Wasser und SanitĂ€rversorgung fĂŒr alle“ verdeutlicht, dass der Zugang zu sauberem Wasser ein Menschenrecht ist, dass lĂ€ngst nicht ĂŒberall realisiert ist. Den Wasserhahn in der Dusche aufdrehen, Kaffee oder Tee kochen: Damit das Trinkwasser beste QualitĂ€t hat, betreiben die Stadtwerke Neuwied (SWN) und das Kreiswasserwerk (KWW) einen enormen Aufwand. Beide zusammen beliefern rund 130.000 Menschen in Stadt und Kreis tĂ€glich mit Trinkwasser. Gemeinsam pumpen sie jede Stunde 1600 Kubikmeter durch das 850 Kilometer lange Leitungsnetz, zu den 23 HochbehĂ€ltern und ĂŒber ein weit verzweigtes System schließlich zu den rund 35.000 HausanschlĂŒssen: vom Ein- oder Mehrfamilienhaus bis zum Handwerks- oder industriellen Großbetrieb.

„Das gelingt nur mit modernster Technik und stĂ€ndiger QualitĂ€tskontrolle. Beides ist auch notwendig, weil nur sauberes Wasser fĂŒr die Gesundheit Sicherheit gewĂ€hrleistet. Zudem schöpfen wir in Neuwied unser Wasser aus dem Schutzgebiet Engerser Feld, das ohne jegliche Aufbereitung Bestnoten erreicht. Das ist in Deutschland lĂ€ngst nicht die Regel“, erklĂ€rt GeschĂ€ftsfeldleiter Thomas Endres.

Fast 30 Quadratkilometer groß ist das Wasserschutzgebiet rund um das Engerser Feld und damit das grĂ¶ĂŸte zusammenhĂ€ngende Wasserschutzgebiet im nördlichen Rheinland-Pfalz. Ein gewaltiges Reservoir, wie der Sommer 2018 gezeigt hat. Mehr als 8,2 Millionen Kubikmeter Wasser wurden in Stadt und Kreis benötigt, 400.000 mehr als im Jahr davor. „Es war schon extrem, aber wir sind nicht an unsere Grenzen gekommen.“ Und Endres ergĂ€nzt, dass im heißen Sommer 2018 weitere 615.000 Kubikmeter an die Stadt Bendorf gingen, die man seit September 2017 beliefert.

Die Wartung und Optimierung des Netzes ist ein fließender Prozess, fĂŒr den  stetig ein Investitionsplan erstellt wird. Beispiel: Das Pumpwerk Melsbach wird derzeit generalsaniert. Wie Bereichsleiter Bernd Essing erklĂ€rt, wird ĂŒber dieses Pumpwerk seit 1972 jeder Tropfen an Trinkwasser aus dem Engerser Feld ĂŒber Rengsdorf bis auf den auf 399 Metern Höhe liegenden HochbehĂ€lter Willroth befördert.

LĂ€ngst spielen nicht nur eine reibungslose Versorgung mit Wasser eine Rolle, sondern auch die Energieeffizienz. Durch eine VerĂ€nderung der Pumpzyklen konnte man bereits 2016 den Stromverbrauch um rund 100.000 Euro verringern. Durch die stĂ€ndige Erneuerung des Rohrleitungsnetzes sinken zudem die FließwiderstĂ€nde.

Nicht zuletzt wird von den Vereinten Nationen der Zugang zu „sauberem“ Wasser gefordert. Auch hier ist man in Neuwied vorbildlich unterwegs. Seit 1991 unterliegt zudem die Landwirtschaft strengen Auflagen im Wasserschutzgebiet. Der DĂŒngemitteleinsatz wurde begrenzt.

Das bestĂ€tigen auch die Laboranalysen. Ausnahmslos alle Grenzwerte werden beim Wasser der SWN und des KWW eingehalten. „Neben ĂŒber 500 Einzelanalysen wird jĂ€hrlich eine große Analyse durchgefĂŒhrt, deren Ergebnisse jederzeit auf unserer Homepage einsehbar sind“, so Essing. Seine und Endres Botschaft ist klar: Das Wasser aus dem Engerser Feld ist nicht nur Lebensmittel Nummer 1. Es ist auch qualitativ ganz oben und kann direkt aus der Leitung genossen werden.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL