Samstag, 26. September 2020

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OB Jan Einig: Wollen Zeichen für eine saubere Stadt setzen

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Der Countdown läuft: Am Samstag, 19. September, startet wieder der World Cleanup Day.  Auch in Neuwied rufen Stadt, Servicebetriebe (SBN) und die Bürgerinitiative „Wir im Sonnenland“ zum Mitmachen auf.

„Eine großartige Initiative. Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen für eine saubere Stadt“, wirbt Oberbürgermeister Jan Einig für die lokale Aktion unter dem Motto „Neuwied räumt auf“. Es sei wichtig, schon bei den Ursachen von Verschmutzungen, etwa bei der Wegwerf-Mentalität, anzusetzen, verspricht sich der OB auch eine Sensibilisierung, was den  Umgang mit Müll betrifft.

Laut Organisatoren waren vergangenes Jahr beim Cleanup Day weltweit rund 21 Millionen Menschen unterwegs. Und zwar in 180 Ländern.

Einzelpersonen, Gruppen, natürlich auch Vereine, Schulen oder Kitas sind beim Cleanup Day in Neuwied eingeladen, zwischen 10 und 13 Uhr auf einer Fläche ihrer Wahl Müll zu sammeln. Zur Planung der Aktion ist eine Anmeldung erforderlich. Bislang sind die lokalen Veranstalter mit der Resonanz recht zufrieden, haben aber selbstverständlich nichts dagegen, wenn es noch mehr werden. Aktuell umfasst die Liste knapp 100 Freiwillige.

Eine Anmeldung ist noch möglich auf der Homepage der Bürgerinitiative „Wir im Sonnenland“: www.cleanup-neuwied.de . Dort gibt es auch weitere Infos. Die SBN stellen den fleißigen Müllsammlern wie schon im Vorjahr auch wieder Hilfsmittel zur Verfügung.

40 Jahre lang Menschen in Arbeit gebracht

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Martina Wingender arbeitet seit 4 Jahrzehnten bei der Agentur für Arbeit Neuwied

Ein besonderes Dienstjubiläum gibt es bei der Agentur für Arbeit Neuwied zu feiern: Bereits seit 40 Jahren engagiert sich Martina Wingender für den gleichen Arbeitgeber. Dabei begann das Ganze als „sicherer Ausbildungsplatz“, den ihre Eltern sich im Jahr 1980 für sie wünschten. Danach könne sie ja immer noch etwas Anderes machen. Aber die damals 16-Jährige merkte schnell: Die Hauptaufgabe, Menschen in Arbeit zu vermitteln, und damit zu helfen, ist nicht nur vielseitig. „Ich stellte fest, dass es mir sehr viel Spaß macht und Sinn gibt, mich dabei zu engagieren.“ Es passte, und so blieb sie auch nach der Ausbildung der Agentur für Arbeit treu.

„Veränderung, Flexibilität und Ausdauer haben meine Tätigkeit bei der Bundesagentur für Arbeit geprägt“, so Wingender. Heute ist sie im Arbeitsvermittlerin beim Arbeitgeberservice in der Geschäftsstelle Linz. Am meisten schätze sie das bereichernde Miteinander mit Kunden, Kollegen und Kolleginnen an ihrem Job, und die Möglichkeit, über den Tellerrand hinaus schauen zu können, so die Mutter zweier erwachsener Söhne.

In einer feierlichen Ehrung wurde Martina Wingender zum 40-jährigen Dienstjubiläum von Geschäftsführung und Teamleitung gratuliert. „Ich freue mich sehr über diese Wertschätzung meiner Person“, sagt sie. „Wir sind stolz, eine so kompetente Mitarbeiterin über eine so lange Zeit bei uns haben zu dürfen und freuen uns auf noch viele weitere Jahre“, sagt Helmut Neitzert, Betriebsleiter der Agentur für Arbeit Neuwied.

Der Kampf gegen Bahnlärm geht weiter

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Erwin Rüddel verspricht: „Ich bleibe dran!“

Berlin / Region. „Der Kampf gegen Bahnlärm wird auch dann weitergehen, wenn zum Fahrplanwechsel 2020/2021 die seit langem angestrebte Halbierung der Lärmbelastung durch die komplette Umrüstung auf leise Güterwaggons erreicht worden ist“, kündigt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel an.

Gemeinsam mit den Bürgerinitiativen vor Ort werde er auch nach Erreichen dieses „wichtigen Etappenziels“ weiter mit vollem Einsatz für einen nachhaltigen Lärmschutz am Mittelrhein kämpfen, versprach Rüddel, der als einer der Gründer und Sprecher der parteiübergreifenden „Parlamentsgruppe Bahnlärm“ im Deutschen Bundestag in Berlin bereits neue Initiativen auf den Weg gebracht hat.

So wandte sich Rüddel jüngst mit drei Anliegen an seine Parlamentskollegin Elisabeth Winkelmeier-Becker, die als Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie dem Aufsichtsrat der Bahn angehört und die dem heimischen Parlamentarier ihre Unterstützung zugesagt hat. Auf Ersuchen des heimischen Abgeordneten sollten vor allem drei wichtige Themen Gegenstand der Beratungen im Aufsichtsrat der DB werden:

1. Baldige Beauftragung der Machbarkeitsstudie „Gütertunnel“ für eine Güter-Entlastungsstrecke im Mittelrheintal.

2. Fahrverbot für laute Güterzüge aus dem Ausland ab Dezember 2020 sicherstellen (bzw. nur mit reduzierter Geschwindigkeit auf Ausweichstrecken). Über Monitoring Lokalisierung lauter Züge und harte Bestrafung der Verantwortlichen.

3. Identifizierung von „Flachstellen“ durch Strecken-Monitoring (über bestehende 19 Messstellen) und zügige Außerbetriebnahme bzw. schnelle Reparatur schadhafter Waggons.

Unter einer „Flachstelle“ versteht man eine unerwünschte Abnutzungserscheinung an Rädern von Schienenfahrzeugen. „Das ist mit Blick auf einen sicheren und leisen Güterverkehr ein ganz wichtiger Punkt, um nach dem Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres den erreichten Standard auch dauerhaft zu gewährleisten“, so Rüddel.

„Denn nur, wenn alle aktiven Güterwaggons ab Jahresende mit modernen, lärmarmen Bremssohlen ausgerüstet sind, wird sich der Lärm eines vorbeifahrenden Güterzuges um rund zehn Dezibel reduzieren, was vom menschlichen Ohr als Halbierung wahrgenommen wird“, erläutert der Abgeordnete.

Unabhängig davon werde die „Parlamentsgruppe Bahnlärm“ auch weiterhin beim Bund und der Deutschen Bahn auf zusätzliche Investitionen für Lärmschutzmaßnahmen entlang der Bahnstrecken drängen, versichert Rüddel: „Ergänzende Anstrengungen für aktiven und passiven Lärmschutz sind erforderlich – wie leisere Weichen, Schienenstegdämpfer, Lärmschutzwände sowie weitere, neue Technologien zur Lärmminderung am rollenden Material und am Gleis.“

Im Übrigen bleibe es dabei, dass sich nur mit der glaubwürdigen Aussicht auf eine alternative Neubaustrecke zum Rheintal - also die tunnelgeführte Lösung von

Troisdorf/Mainz nach Bischofsheim - langfristig die Hoffnung auf eine substantielle Steigerung der Lebensqualität für die Anwohner am Mittelrhein verbinde.

„Denn der Bahnlärm wird auch über das Jahresende hinaus ein zentrales Thema für die Menschen entlang des Rheins bleiben. Bahnlärm macht auf Dauer krank und stellt eine schwere Belastung für die Anrainer dar. Deshalb dränge ich mit solchem Nachdruck auf die baldige Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die alternative Neubaustrecke“, betont Erwin Rüddel.

Aktivtreff Neuwied vor Ort

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In einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist wußten schon die Römer Sport und Bewegung ist die beste Gesundheitsprävention. Gerade in Zeiten von Corona ist es wichtig hierdurch die eigene Gesundheit zu erhalten.

Im Rahmen der Initiative Land in Bewegung Rheinland-Pfalz und LSB sollen über landesweit zentrale Treffpunkte für Bürger’innen in Rheinland-Pfalz der Sport und die Bewegung wieder mehr gefördert werden. Nur gemeinsam mit vielen Partnern ( Vereine, Übungsleiter Fitness-Studios, Schulen, Kitas ist soetwas möglich. Im Rahmen der europäischen Woche des Sportes vom 23.09.2020 – 30.09.2020 und zusammen mit dem bundesweiten DSV nordic aktiv Az Skiverband Rheinland e.V. plant der Bewegungsmanager Stefan Puderbach im Programm Land in Bewegung eine Infoveranstaltung mit vielen Mitmachmöglichkeiten wie Nordic Walking, Laufen, Walken, in Sachen Bewegung. Jeder kann teilnehmen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Nach einem gemeinsamen Warmup wird sich gemeinsam auf der 4,1 km DSV NW-Strecke am Zoo bewegt.

Ort: Starttafel DSV nordic aktiv Ausbildungszentrum Skiverband

Rheinland e.V.  - am Zoo 56566 Neuwied Heimbach-Weis

Wann: Freitag – 25.09.2020 – 18.30 Uhr – 20.00 Uhr

Sportarten: Nordic Walking, Laufen, Walken,

Ansprechpartner: Stefan Puderbach Bewegungsmanager Land in Bewegung RLP

Kreis Neuwied

Engerser Feld: Naturoase mit viel Konfliktpotenzial

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Stadtverwaltung wirbt für gegenseitige Rücksichtnahme

Das von Rhein, Innenstadt, Block und Engers begrenzte Engerser Feld ist ein bedeutendes Naherholungsgebiet für Neuwied. Doch neben dem Erholungswert für die Bürger besitzt es weitere wichtige Funktionen.  So ist das Engerser Feld ein sehr bedeutendes Trinkwasservorkommen im nördlichen Rheinland-Pfalz, aus dem circa 140.000 Menschen im Kreis Neuwied mit Trinkwasser versorgt werden.

So ist es kein Wunder, dass es als Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen ist. Die Konsequenz: Das Baden in den im Feld vorhandenen Seen ist verboten - und sei es an heißen Tagen auch noch so verlockend. „Die Seen sind nämlich nichts anderes als offen gelegtes Grundwasser“, sagt der zuständige Dezernent, Beigeordneter Ralf Seemann. Heißt: Wer darin badet, der verursacht Verunreinigungen, die wiederum zur Gefährdung  der Trinkwasserversorgung des gesamten Landkreises führen können. „Das ist auch der Grund dafür, dass das Baden in den Seen mit einer Ordnungsstrafe geahndet wird“, so Seemann weiter. Um den Zugang zu den Gewässern einzuschränken, wurden in der Vergangenheit zwar Absperrungen errichtet oder vorhandene Trampelpfade mit Gehölzen versperrt, doch „Besucher“ haben diese Barrieren rasch überwunden.

Neben den Badenden gibt es zwei weitere Problemfelder: auf Wirtschaftswegen geparkte Fahrzeuge sowie frei laufende Hunde. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass das Engerser Feld nicht nur ein bedeutendes Trinkwasserschutzgebiet ist, sondern auch ein europarechtlich geschütztes Vogelschutzgebiet.

Für Konfliktpotenzial ist also gesorgt, ebenso aber auch für einfache Lösungen.  Beispiel Parken: Dafür steht unterhalb der Stadtwerke Neuwied in Richtung Rhein ein großes öffentliches Areal zur Verfügung, von dem man direkt ins Engerser Feld gelangt. Dort findet sich sogar eine Aussichtsplattform, von der sich die im Feld lebenden Heckrinder gut beobachten lassen. Gesperrt für Autos ist hingegen die sogenannte Panzerstraße.

Stichwort Hunde: Grundsätzlich dürfen sie außerhalb bebauter Fläche frei laufen, womit sich reichlich Auslaufmöglichkeiten bieten sollten. „Auch wird niemandem der Zugang zum Naherholungsgebiet verwehrt, aber beim  ,Gassi gehen‘ in diesem sensiblen Bereich sollten Besitzer darauf achten, Hunde an der Leine zu führen“, klärt Seemann auf. Die Stadtverwaltung greift damit eine Empfehlung auf, die sich für Naturschutzgebiete bewährt hat. Keine Empfehlung, sondern offiziell untersagt ist es, an Radwegen und somit auch am Rheinuferradweg Hunde von der Leine zu lassen.

Freilaufende Hunde können generell einen negativen, nicht unmittelbar zu erkennenden Einfluss auf die Natur haben. Alle Hunde haben einen angeborenen, unterschiedlich stark ausgeprägten Jagdtrieb. Wird dieser ausgelöst, jagt ein Hund instinktiv einem Tier hinterher, solange er nicht unter der unmittelbaren Kontrolle des Halters ist.

Auch wenn ein Vierbeiner sich anderen Tieren aus Neugierde nähert - er wird stets als Bedrohung wahrgenommen. Das gilt vor allem für Vögel, die ihre Nester auf dem Boden bauen. Da deren Gelege meist mit Gras bedeckt sind und die Eier häufig eine Tarnfarbe haben, nimmt man sie nicht direkt wahr. Vögel wie der Feldschwirl oder das Schwarzkehlchen werden durch freilaufende Hunde oder ihre abseits der Wege laufenden Besitzer aufgeschreckt. Da die aufgeschreckten Vögel flüchten und ihre Gelege verlassen werden Brut und Aufzucht werden empfindlich gestört. Die ungeschützten Gelege kühlen aus, flugunfähigen Küken sind Fressfeinden hilflos ausgeliefert.

„Im Hinblick auf gegenseitige Rücksichtnahme ist es besonders im Engerser Feld  wichtig, Hunde an der Leine zu führen und die dort vorhandenen Wege nicht zu  verlassen“, betont Beigeordneter Seemann. „Wer sich so verhält, der trägt zu einem friedlichen Mit- und Nebeneinander von Naherholungssuchenden, Hundeausführern und Landwirten, von Trinkwasser- und Naturschutz bei.“

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