Donnerstag, 22. April 2021

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Vierbeinige Helfer für den Artenschutz: SBN lassen Schafe auf die Weide

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Vorteile gegenüber dem Einsatz von Technik bei der Mahd

Neuwied. Mit einem neuen Projekt wollen die Servicebetriebe Neuwied (SBN) gemeinsam mit der Stadt testen, wie sich die Artenvielfalt auf Grünflächen verbessern und dem Insektensterben entgegenwirken lässt. Das geht mit fünf „neuen Mitarbeitern“, die sich in diesen Fragen bewährt haben: Schafe.

Wie kann man die Biodiversität verbessern? Mit dem reinen Umgestalten von Wiesen- zu Blühflächen ist es nicht getan: „Die Beschaffenheit des Bodens verändert sich nicht von einem auf den anderen Tag“, erklärt SBN-Bereichsleiter Thomas Riehl. Getestet werden daher verschiedene Techniker der Mahd, um zu schauen, wie sich der Boden entwickelt. Und nun setzt man auf Tiere statt Technik.

Eine Grünfläche im Bereich des Wingertsberges in Oberbieber wird von Schafen vier Wochen beweidet. Festgelegt werden die Flächen von der Stadt: „Wir erhoffen uns, die Artenvielfalt zu verbessern und somit durch eine weitere Maßnahme dem Insektensterben entgegenzuwirken“, sagt Alena Linke vom Bauamt. Aber was macht den Unterschied, wenn Schafe die Fläche pflegen? „Eine solche Art der Grünpflege bietet mehrere Vorteile: Die Schafe reduzieren den Pflanzenaufwuchs viel langsamer als Maschinen. So wird der Vegetationsbestand nicht in einem Zug reduziert, es bleibt immer ein Teil stehen, auf den die Insekten ausweichen können“, so Thomas Riehl. Damit wird die Beweidung wesentlich ressourcenschonender als die Mahd durch technische Geräte: „In Naturschutzgebieten werden Weidetiere schon erfolgreich eingesetzt. Die Landschaft ist artenreich und es entsteht ein Grünland mit Wiesen, Stauden und freien Flächen. Also genau das, was wir anstreben.“

Die vierbeinigen „Rasenmäher“ kommen von Viola Lembgen und Florian Biermaier. Sie sind nicht nur Hobbyschäfer, sondern beweiden die Flächen mit bedrohten Rassen wie dem Ungarischen Zackelschaf, dem Coburger Fuchsschaf und den Gotland Pelzschafen: „Mit unseren Schafen beweiden wir bereits einige städtische Streuobstwiesen. Wir freuen uns natürlich, wenn der Artenschutz für Schafe und Insekten, aber auch eine umweltfreundliche Grünpflege Hand in Hand gehen“, sagen sie.

Zunächst kommen fünf Tiere im eingezäunten Bereich in den Einsatz. Die Gesamtfläche von rund 5500 Quadratmetern wird in einzelne Parzellen eingeteilt, um die Ergebnisse besser auswerten zu können. Fußläufige Verbindungen wie vom Wingertsberg Richtung Aubachtal bleiben frei und können genutzt werden.

Bewährt sich der Test, werden weitere Grünflächen hinzukommen „Wir haben zum Beispiel den Bereich hinter dem Kinderspielplatz Schau-ins-Land in Oberbieber im Blick“, sagt Alena Linke. Hundehalter werden gebeten, ihre vierbeinigen Begleiter anzuleinen, um die Schafe nicht zu stören, da diese sehr empfindlich auf deren Gegenwart reagieren.

Dr. Jan Bollinger (AfD) lädt interessierte Bürger zum telefonischen Gespräch

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Der Neuwieder Landtagsabgeordnete Dr. Jan Bollinger lädt interessierte Bürger zu einer telefonischen Bürgersprechstunde am Freitag, den 16.04.2021 ein.

Um telefonische Terminvereinbarung unter 02631-9390715, oder per E-Mail an info@jan[1]bollinger.de wird gebeten.

Jährliche Brandschutz-Unterweisung ist Pflicht! –jetzt auch online und flexibel

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Die jährliche notwendige Brandschutz-Unterweisung jetzt einfach online durchführen

Das ermöglicht das Umwelt-Technikum (UTK) der IHK-Akademie Koblenz am Standort Neuwied in Kooperation mit dem Service- und Schulungscenter für Brandschutz Neuwied OHG (SSB Neuwied) jetzt. Im Rahmen der organisatorischen Brandschutzmaßnahmen ist eine jährliche Unterweisung aller Mitarbeiter Pflicht. (vgl. Arbeitsstättenrichtlinie (ASR) A 2.2., Abschnitt 7.2.)

Damit Arbeitgeber diese Unterweisung ohne den sonst notwendigen Organisations- und Zeit-Aufwand problemlos und auch unter Corona-Pandemiebedingungen erfüllen können, gibt es ein neues digitales Angebot: Die digitale Brandschutz-Unterweisung. Hier können sich die Beschäftigten frei nach ihren individuellen und betrieblichen zeitlichen Möglichkeiten alle wichtigen Kenntnisse aneignen – mit entsprechendem Nachweis unter der Internetadresse:

https://ihk-akademie-koblenz.de/kurs/627FBS-2/brandschutz-unterweisung/

Ansprechpartnerin: Yvonne Busch: 02631 9177-12, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 

Ein Herz für Insekten zeigen

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Aktion: Stadt und Kreis verlosen Neuwieder Bienenbeetboxen

Die Bedeutung, die Insekten - und vor allem Bienen - für den Kreislauf der Natur besitzen, wird vielen immer klarer. Klar ist auch: Jeder kann dazu beitragen, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit zu fördern - zum Beispiel mit einem insektenfreundlichen (Vor)Garten.

Die Lokale Agenda 2020-Gruppe aus Stadt und Kreis bietet jetzt einen besonderen Anreiz, in das Anlegen bienenfreundlicher Flächen einzusteigen. Sie verlost nun, nachdem ein erster Aufruf zu vielen positiven Rückmeldungen geführt hatte, insgesamt zehn (statt wie ursprünglich geplant fünf) der Neuwieder Bienenbeetboxen. Beteiligen an der Aktion kann sich jeder, der im Kreis Neuwied wohnt.

Wie kann man mitmachen? Ganz einfach: Ein Foto der Fläche - Schottergarten, Rasen oder brach liegender Boden -, die sich in ein bienenfreundliches Areal wandeln soll, per Mail an die Stadtverwaltung Neuwied senden. Kontaktperson ist Alena Linke, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Einsendeschluss ist der 30. April. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Was gibt es zu gewinnen? Eine von zehn „Neuwieder Bienenbeetboxen“. Eine Box beinhaltet rund 50 insektenfreundliche Pflanzen, die als Startset für das Bepflanzen von etwa zehn Quadratmeter Fläche dient. „Viele möchten etwas zum Schutz der Insekten beitragen, doch sie wissen nicht, welche Pflanzen dafür geeignet sind. Wir haben die Auswahl der Pflanzen übernommen und stellen Bürgern mit der Bienenbeetbox eine von vielen Kombinationen bienenfreundlicher Pflanzen zur Verfügung“, berichtet Alena Linke.

Anfang Mai ziehen Landrat Achim Hallerbach und Oberbürgermeister Einig die Gewinner der Aktion, die dann rasch ihre Boxen erhalten. „Eine bepflanzte Fläche stellt im Gegensatz zu einer versiegelten nicht nur ein Beitrag zum Artenschutz dar, sondern besitzt auch einen positiven Effekt auf das Kleinklima”, betonen Hallerbach und Einig. “Dies ist gerade im Hinblick auf den Klimawandel und die mit ihm ansteigenden Temperaturen von großer Bedeutung, da eine Bepflanzung einen gewissen kühlenden Effekt hat.“ Sie erhoffen sich durch die Verlosungsaktion auch einen Nachahmungseffekt: “Wenn es beim Nachbarn summt und brummt, schwenkt vielleicht mancher Schottergartenbesitzer um auf eine bienenfreundliche Bepflanzung.“

SPD-Fraktion

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SPD-Fraktion bringt Antrag zur Förderung der Neuwieder Gewerbetreibenden in die kommende Stadtratssitzung ein

Anfang Februar forderten die Neuwieder Sozialdemokraten eine digitale Vermarktungsplattform, um den Einzelhandel und andere Gewerbetreibende für die Zukunft zu unterstützen und ihnen unter den schwierigen Bedingungen eine weitere Verkaufsmöglichkeit zu geben.

Dieses Anliegen möchte die SPD in der nächsten Sitzung des Stadtrats mit einem Antrag vertreten und beraten.

NEUWIED. Eine digitale Plattform als Vermarktungsmöglichkeit soll dem heimischen Einzelhandel und den weiteren Gewerbetreibenden für die Zukunft ein zweites Standbein ermöglichen. So könne eine Alternative zu den Internetriesen wie Amazon und Co. im Sinne der Stärkung des regionalen Einzelhandels für das Angebot vor Ort geboten werden, so die Sozialdemokraten. Ebenso sollen Gastronomie und Freizeit- sowie Kultureinrichtungen die Möglichkeiten haben, ihre Angebote zu bewerben. Über die potenzielle Umsetzung einer solchen Plattform soll in der nächsten Stadtratssitzung beraten werden.

So heißt es in dem von der SPD eingereichten Antrag: „Die Verwaltung wird beauftragt die Entwicklung einer digitalen Plattform für Einzelhandel, Gastronomie und weitere Dienstleister zu prüfen und über die Möglichkeiten zeitnah den städtischen Gremien im Hinblick auf die Umsetzungsmöglichkeiten und Kosten zu berichten. Neben den vorgenannten Branchen sollen die städtischen Tochterunternehmen und weitere Kommunen der Region in die Überlegungen zur Realisierung einbezogen werden. Bei der Entwicklung einer solchen ganzheitlichen Plattform sollen die technischen Möglichkeiten im Vordergrund stehen, mit denen Produkte aus heimischer Umgebung von den Einzelhändlern angeboten und dann von Kunden (ggf. mit einem eigenem Lieferservice bis vor die Haustür) bestellt werden können“.

Zu dem Antrag, in dem die SPD großes Potenzial für alle Einzelhändler aber auch für alle Kunden sieht, führt Sven Lefkowitz als Fraktionsvorsitzender der SPD im Neuwieder Stadtrat aus: „Beispiele wie ‘Portazon‘ in Trier oder die Initiativen um eine regionale Plattform im Westerwald unter dem Namen ‘Wäller Markt‘ machen deutlich, dass in vielen Teilen des Landes hier bereits vorangeschritten wird und wurde. Eine regionale Onlineplattform für die Gewerbetreibenden ist ein positiver Standortfaktor, da durch diese das Beziehen heimischer Produkte mit dem komfortablen Liefern der Ware nach Hause durch eigene Kuriere geschaffen werden kann; analog zu dem gewohnten Kauf- und Verkaufsprozess bei großen Internetanbietern wie Amazon und Co. Die Idee einer Online-Plattform ließe sich an die jeweiligen Erfordernisse vor Ort anpassen und könnte wichtige Synergieeffekte für die Neuwieder Wirtschaft erzielen. Das Produkt soll eine ‘Stadt- oder Regions-App‘ werden, die die genannten Vorzüge zur Verfügung stellt und deutlich über die Möglichkeiten eines „digitalen Schaufensters“ hinausgehen“, so Lefkowitz.

Die Sozialdemokraten im Neuwieder Stadtrat betonen außerdem die große Identifikationsbereitschaft der Menschen mit der Stadt Neuwied und der Region, aus der sich die Chance ergebe, der Heimatverbundenheit einen neuen zusätzlichen Ausdruck geben zu können: „Die technische Umsetzung soll dazu beitragen, dass die Neuwiederinnen und Neuwieder verlässlich wissen, bei wem sie bestellen, wer es liefert und dass das ausgegebene Geld beim lokalen Einzelhandel bleibt. Damit kann vor allem der ‘Support your local/Stärke die Ortsansässigen‘ – Gedanke weitere praktische Anwendung finden, um das mögliche Potenzial für die gesamte Region über die Stadtgrenzen hinaus auszuschöpfen“.

Das unterstreicht Fraktionsvorsitzender Sven Lefkowitz und führt abschließend aus: „Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt verschiedene Initiativen in dieser Richtung. Schön und richtig wäre es aber sicherlich auch, wenn städtische Tochterunternehmen, wie beispielweise die Stadtwerke Neuwied, im weiteren Prozess eingebunden würden, damit durch deren Know-how im Bereich der Kommunikationsdienstleistungen das Gesamtprojekt unterstützt werden kann. Nun hoffen wir im Sinne der Neuwieder Wirtschaft erst einmal auf konstruktive Beratungen zu unserem Antrag und freuen uns über positive Unterstützung“.

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