Freitag, 22. Juni 2018

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Interkommunale Zusammenarbeit weiter ausbauen

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Christdemokraten aus Bendorf und Heimbach-Weis besuchten Neuwieder Kreiswasserwerk und Stadtwerke

Neuwied/Bendorf. Auf Einladung der CDU-Heimbach-Weis/Block waren Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion Bendorf sowie des Stadtverbandes Bendorf zur Infotour nach Neuwied gekommen. Anlass des interkommunalen Zusammentreffens war die neue Wasserversorgung der Stadt Bendorf durch die Stadtwerke Neuwied. Aus diesem Grund standen die Besichtigung des Kreiswasserwerkes und der Stadtwerke Neuwied auf dem Programm.

„Die Grenzen zwischen Heimbach-Weis, Engers und Bendorf oder Mülhofen sind fließend“, unterstrich Oberbürgermeister Jan Einig bei der Begrüßung in Neuwied und erhielt dabei auch breite Zustimmung vom Beigeordneten und Stadtverbandsvorsitzenden Bernhard Wiemer aus Bendorf. Neben ihm waren auch die Beigeordnete Gaby Zils, Fraktionsvorsitzender Christoph Helling und weitere Mandatsträger der Stadt Bendorf nach Neuwied gekommen, um den Austausch zwischen den Kommunen zu pflegen.

Am Kreiswasserwerk Neuwied wurden die Politiker aus Bendorf und Neuwied von Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Herschbach begrüßt und Geschäftsfeldleiter Thomas Endres führte die interessierten Besucher fachkundig durch das hoch moderne Werk. Technisch auf dem neusten Stand und multidigital vernetzt ist die Schaltwarte der Stadtwerke Neuwied. Die rund um die Uhr besetzte Schaltstelle ist das Herz der Stadtwerke Neuwied, denn alle Messwerte aus der Stadt Neuwied laufen dort zusammen und ermöglichen bei Bedarf ein schnelles Eingreifen. Die Gas-, Wasser- und Stromversorgung sind somit 24 Stunden am Tag überwacht.

Stadtratsmitglied und Vorsitzender der CDU Heimbach-Weis/Block, Markus Blank, freute sich über das große Interesse an der Infotour, denn neben den vielen Mandatsträgern aus Bendorf, waren auch die Neuwieder Ratskollegen Ruth Köfer, Frank Nink und Pascal Badziong sowie die Ortsbeiratsmitglieder aus Heimbach-Weis zum gemeinsamen Treffen gekommen.

Beigeordneter Bernhard Wiemer zeigte sich nach der Führung tief beeindruckt von der modernen Anlage und Technik: „Wir sehen unser Wasser in guten Händen.“ Zudem wurde beim gemeinsamen Tagesausklang über weitere Möglichkeiten der kommunalen Kooperation gesprochen.

Unterbringung im Pflegeheim vergleichsweise teuer

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Landkreis Neuwied, 1. Juni 2018 – Die Menschen im Landkreis Neuwied müssen im Durchschnitt mehr für die Unterbringung in einem Pflegeheim zahlen als im Landesdurchschnitt. Das zeigt der Pflegereport der BARMER, den die Universität Bremen erstellt hat. Peter Lauermann, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Neuwied, sagt: „Zugespitzt formuliert lässt sich sagen, dass es von der Postleitzahl abhängt, wie viel Pflegeheimbewohner in Rheinland-Pfalz bezahlen müssen.“

Laut Pflegereport zahlen die Bewohner von Pflegeheimen im Landkreis Neuwied einen Gesamteigenanteil von durchschnittlich 1.962 Euro im Monat. Am höchsten ist der Gesamteigenanteil innerhalb von Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern mit 2.107 Euro pro Monat und am geringsten im Landkreis Südwestpfalz mit 1.660 Euro. Der Landesdurchschnitt liegt bei 1.895 Euro (Stand 2017).

Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil ist Hauptkostentreiber

Der Gesamteigenanteil, den Pflegeheimbewohner zahlen müssen, setzt sich zusammen aus einem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE), den Kosten für Verpflegung und Unterkunft sowie den Investitionskosten. „Hauptkostentreiber für die Unterbringung im Pflegeheim ist der EEE“, erklärt Lauermann. Er weist in Rheinland-Pfalz einen Durchschnittswert von 669 Euro pro Monat auf. Im Landkreis Neuwied liegt er bei 715 Euro. In Rheinland-Pfalz ist der EEE mit durchschnittlich 532 Euro im Landkreis Birkenfeld am geringsten und in Zweibrücken mit 858 Euro am höchsten.

Laut Lauermann sei es nicht immer leicht, eine geeignete Pflegeeinrichtung zu finden. Nicht nur die Wohnortnähe sei ein wichtiges Suchkriterium, sondern auch das Leistungsangebot oder die anfallenden Kosten. „Eine wichtige Hilfe kann der Pflegelotse sein. Über ihn kann man sich Pflegeheime in der Nähe anzeigen lassen und sie zum Beispiel hinsichtlich Größe oder Lage miteinander vergleichen“, meint Lauermann.

Landrat Hallerbach begrüßt Ausweisung des Wolf-Präventionsgebiets „Westerwald“

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Präventionsgebiet unterstützt Nutztierhalter in der Region

Das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten will das Wolf-Präventionsgebiet „Westerwald“ ausweisen, um den Nutztierhaltern vor Ort die Beantragung der im Managementplan verankerten Präventionsmaßnahmen zu ermöglichen. Dies teilte Umweltstaatssekretär Thomas Griese im Anschluss an den vierten Runden Tisch Großkarnivoren in Mainz mit.

Grundsätzlich erfolgt die Ausweisung eines Präventionsgebietes nur, wenn sich ein Wolf in einer Region etabliert hat. Hinweise darauf haben sich verdichtet, denn innerhalb dieses Jahres haben zwei Individuen den Bereich des Präventionsgebietes „Westerwald“ – das die Landkreise Altenkirchen, Westerwald und Neuwied sowie die Stadt Koblenz umfasst – nachweislich durchstreift.

„Ich bin froh, dass das Umweltministerium unseren Argumenten gefolgt ist. Gemeinsam mit den Weidetierhaltern, Jägern und Landwirten habe ich bereits seit Langem gefordert, dass der Westerwald zum Präventionsgebiet erklärt wird“, teilte der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach hierzu mit und ergänzt: „Die Beobachtungen von Wölfen und deren Risse in den vergangenen Wochen stellten meines Erachtens genug Beweismaterial dar, dass der Wolf in unserer Region sesshaft ist. Nur durch entsprechende Schutzmaßnahmen und eine tolerante Haltung gegenüber dem Wolf ist auf Dauer ein vernünftiges Miteinander möglich. Ich halte es für dringend geboten und logisch, dass den Tierhaltern nun geholfen wird, ihre Tiere zu schützen. Wir alle sind auf ihr Engagement angewiesen. Die Rückkehr des Wolfes wird unsere Kulturlandschaft an Rhein, Wied und Westerwald gravierend verändern, wenn wir keine ausreichenden Schutzmaßnahmen treffen und zum Beispiel auf Weidetierhaltung verzichtet werden müsste. Ich sage hier den Landwirten und Tierhaltern auch weiterhin meine volle Unterstützung zu.“

„Mit der vorsorglichen Ausweisung des Wolf-Präventionsgebiets ,Westerwald‘ ebnen wir den Weg für Präventionsmaßnahmen zur Unterstützung der Nutztierhalter: So können dort künftig bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten für wolfssichere Zäune und Herdenschutzhunde primär für Schafs-, Ziegen- und landwirtschaftliche Wildhalter vom Land gefördert werden“, so Griese zu der Entscheidung.

Hintergrund:
Bisher wurden in 13 Fällen Wölfe in Rheinland-Pfalz nachgewiesen, die wahrscheinlich auf sechs bis neun einzelne Wolfsindividuen zurückzuführen sind:

  • 2012 (zwei Nachweise):
    • Sichtung und Abschuss eines Wolfes im Westerwald
  • 2015 (ein Nachweis):
    • genetischer Nachweis an Rehriss im Wasgau
  • 2016 (fünf Nachweise)
    • genetischer Nachweis an gerissenen Damtieren bei Giershofen
    • zwei genetische Nachweise an gerissenen Schafen bei Leubsdorf
    • genetischer Nachweis an gerissenem Reh bei Leubsdorf.
    • Sichtung mit Bildbeleg im Bereich Neuwied.

Es ist wahrscheinlich, dass die Risse von Schaf und Reh bei Leubsdorf und der Fotonachweis aufgrund der zeitlichen und räumlichen Nähe zueinander von ein und demselben Tier stammen.

  • 2017 (ein Nachweis)
    • Bildnachweis eines Wolfs bei Rheinbrohl/Neuwied
  • 2018 (vier Nachweise)
    • genetischer Nachweis an gerissenen Damtieren bei Leutesdorf/Neuwied
    • genetischer Nachweis an gerissenem Reh bei Leutesdorf/Neuwied
    • genetischer Nachweis an Hirschkalb bei Reidenbruch/Neuwied
    • Sichtung mit Bildbeleg am Truppenübungsplatz Daaden/Stegskopf

Die Risse der Damtiere und des Rehs bei Leutesdorf sind auf die gleiche Wolfsfähe zurück zu führen.

Der im Jahr 2015 beschlossene Managementplan zum Umgang mit Wölfen in Rheinland-Pfalz sieht die Möglichkeit für Präventions- und Ausgleichsmaßnahmen vor. So werden Schäden an Nutztieren zu 100 Prozent von der Landesregierung übernommen, wenn der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann. Für alle Fälle im Umgang mit Wölfen hat das Umweltministerium unter der Telefonnummer 06306 911199 eine zentrale Hotline eingerichtet.

Förderungen für Präventionsmaßnahmen im Wolf-Präventionsgebiet „Westerwald“ können bei der Stiftung Natur und Umwelt beantragt werden.

Der Managementplan ist online abrufbar unter:

mueef.rlp.de/fileadmin/news_import/Wolfmanagmentplan.pdf

 

VdK Heddesdorf Stammtisch 07.06.2018

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Zum kommenden Stammtisch des VdK-Ortsverbandes Heddesdorf konnte Axel Hillenbrand als fachkundiger Referent gewonnen werden.

Herr Hillenbrand ist Geschäftsführer des Betreuungsverein der AWO Neuwied. Die Schwerpunkte der Veranstaltung werden die Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung sein. Die Frage, was jeder Einzelne tun kann im Falle einer Entscheidungsunfähigkeit, ist ein wichtiges Thema. Es sind natürlich auch andere Fragen und Themen willkommen. Der Stammtisch findet am Donnerstag, den 07. Juni 2018 um 16.30 Uhr in der Cafeteria des Seniorenheims Josef-Ecker-Stift, Erlenweg 42, 56564 Neuwied statt. Interessierte sind herzlich willkommen. Nähere Auskünfte erteilt Jürgen Gossmann, Telefon 02631-956899

Auf ein Wort mit Jan Einig: OB am 25. Juni in Engers

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Eine neue Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern pflegen. Dies hat Oberbürgermeister Jan Einig als eines seiner wesentlichen Ziele formuliert. Und dazu gehört auch, dass der OB seit April monatlich in einen anderen Stadtteil kommt, um mit den Menschen vor Ort zu sprechen. Nach Altwied und Block steht im Juni Engers auf dem Programm. Termin der der Bürgersprechstunde „Auf ein Wort mit Jan Einig“ ist am Montag, 25. Juni, von 17 bis 19 Uhr im katholischen Pfarrheim.

Wer sich also mit dem OB dort zum Einzelgespräch treffen möchte, wird um Anmeldung und um eine kurze Darstellung des Anliegens gebeten. Und zwar unter www.neuwied.de/buergersprechstunde.html oder telefonisch bei Pamela Braun (Büro Oberbürgermeister), 02631 802412.

OB Einig ist mit den ersten beiden Runden sehr zufrieden. „Es ist schon etwas anderes, sich vor Ort persönlich mit den Menschen auszutauschen“, erklärt Einig und hofft, dass die Verwaltung anschließend in möglichst vielen Fällen auch etwas im Interesse der Bürger tun kann.

Für Juli und August stehen die Termine bereits fest: 9. Juli, 17 bis 19 Uhr, AWO-Altentagesstätte Feldkirchen und 22. August, 17.30 bis 19.30 Uhr, Grundschule Gladbach. Anmeldung dazu ist natürlich schon möglich.

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