Dienstag, 23. Oktober 2018

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Busverkehr in Neuwied: Heinrich-Haus, Kreisverwaltung und MVB arbeiten an Lösungen

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Die Heinrich-Haus gGmbH, die Kreisverwaltung Neuwied und das Busunternehmen MVB suchen gemeinsam Ansätze, um den Busverkehr in Neuwied zu verbessern.

Nach der Fahrplanumstellung am 2. September hatte sich gezeigt, dass manche Verbindungen für die Klienten des Heinrich-Hauses nicht mehr optimal sind. Problematisch ist daneben die verzögerte Einrichtung der Haltestelle Block Grüber im Kreisel, die derzeit noch vom Landesbetrieb Mobilität geprüft wird. Die Heinrich-Haus gGmbH betreibt zahlreiche Einrichtungen und Dienste in unterschiedlichen Neuwieder Stadtteilen, die über den öffentlichen Nahverkehr verknüpft sind.

Vertreter des Heinrich-Hauses, der Kreisverwaltung und des Busunternehmens MVB treffen sich in den Herbstferien, um die Situation im Detail zu analysieren, den genauen Bedarf zu bestimmen und Lösungsansätze zu finden.

„Wir sind froh darüber, mit dem MVB ein regionales Unternehmen als Ansprechpartner vor Ort und Verantwortlichen für den für uns sehr wichtigen ÖPNV zu haben“, sagt Dirk Rein, Geschäftsführer des Heinrich-Hauses. „Ich bin mir sicher, dass wir zusammen Lösungen finden.“ Dem stimmt MVB-Geschäftsführer Kim Zickenheiner zu.  „Wo es notwendig ist, werden wir so schnell wie möglich Anpassungen vornehmen. Wir wollen, dass der Verkehr für alle Fahrgäste reibungslos funktioniert.“

OB Einig hat australische Schülerinnen im Rathaus empfangen

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Internationaler Austausch schärft die Sinne für andere Kulturen und Lebensweisen. Gerade junge Menschen profitieren von der Begegnung mit Gleichaltrigen aus anderen Staaten. Besonders spannend ist es, wenn der Austausch über Kontinente hinweg realisiert wird. In dieser Beziehung hat das Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) schon reichlich Erfahrung, pflegt es doch bereits seit 1997 enge Kontakte zu Bildungseinrichtungen in Brisbane, der Hauptstadt des Bundesstaates Queensland im Nordosten Australiens. Seit 2013 erfolgt der regelmäßige Austausch mit der Brisbane Girls Grammar School. Im vergangenen Jahr waren WHG-Schüler für einen dreiwöchigen Aufenthalt nach Down Under geflogen, nun stand der Gegenbesuch der Australier in der Deichstadt an. Zehn Tage sind 14 Schülerinnen und ihre beiden Lehrerinnen Susan Garson und Izabela Minuzzuo zu Gast in Neuwieder Familien bevor es noch einige Tage nach Berlin geht. Auf der Agenda stand auch ein Besuch im Neuwieder Verwaltungshochhaus. Oberbürgermeister Jan Einig empfing die australische Delegation sowie den WHG-Verbindungslehrer Gero Wassong. Einig  informierte die Gäste aus Brisbane über die Neuwieder Geschichte, die Entwicklung der Stadt, den Bau des Deiches und die bekanntesten Persönlichkeiten aus der Stadt. Schon zur Tradition gehört der Besuch auf dem Dach des Rathauses, von dem man nicht nur das WHG sehen kann, sondern auch einen schönen Panoramablick auf das Neuwieder Becken hat.

Bürgermeister Mang verabschiedet Joachim Böckling

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Joachim Böckling (3. von rechts), Hausmeister an der Kunostein-Grundschule Engers, wurde nun von Bürgermeister Michael Mang (Mitte), Amtsleiter Ralf Pastoors (links) und Personalrätin Stefanie Stavenhagen (rechts) in den Ruhestand verabschiedet. Böckling hat das Pensionsalter erreicht und wird Neuwied bald in Richtung Saarland verlassen. Für seine treuen, 28 Jahre währenden Dienste für die Stadtverwaltung erhielt er eine Anerkennungsurkunde und ein Weinpräsent. Mang freute sich, dass mit Böcklings Nachfolgerin Cornelia Aufdermauer (3. von links) gleich adäquater Ersatz bereitsteht. Glückwünsche und Dankesworte kamen auch von Kunostein-Rektorin Silke Keck (2. von rechts) und von Sven Prokoph (2. von links), dem stellvertretenden Leiter der benachbarten Kita Villa Regenbogen, die Böckling ebenfalls zur vollsten Zufriedenheit aller betreute. Böckling, ein gelernter Modelltischler, hat im Lauf seiner Dienstzeit Generationen von Engerser Kindern begleitet, auch einige Rektoren kennengelernt. Hausmeistern käme eine besondere Stellung zu, unterstrich Bürgermeister Mang: „Sie sind Vertrauenspersonen; und wenn sie wie hier in Engers Kita und Schule betreuen, sind sie für die Kinder während des Übergangs von einer Einrichtung in die nächste eine wertvolle Konstante.“

KiJuB sucht engagierte Jungs für sozialen Einsatz

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Gefördertes Projekt geht Anfang 2019 in die nächste Runde

Immer mehr Männer entdecken die Chancen, die soziale Berufe bieten. Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Neuwied möchte erneut Jungen ab 14 Jahren für das Projekt „Sozial engagierte Jungs“ begeistern – und ihnen so auch eine berufliche Perspektive für die Arbeit in sozialen Einrichtungen bieten.

Die bisher beim Projekt „Sozial engagierte Jungs“ gemachten Erfahrungen sind so positiv, dass alle Beteiligten dessen Fortführung begrüßen. Worum geht es dabei? Die Teilnehmer werden auf vielfältige Art und Weise in Schulen und an Kindertagesstätten eingesetzt. Sie übernehmen für ein Schulhalbjahr einen freiwilligen Dienst in einer Neuwieder Kindertagesstätte oder betreuenden Grundschule und werden dabei zweimal wöchentlich für jeweils zwei Stunden in die pädagogische Arbeit eingebunden. So erhalten die Jugendlichen tiefer gehende Einblicke in ein anspruchsvolles Aufgabengebiet, können sich mit ihren Stärken einbringen und sich für die Kinder einsetzen. Nun können sich neue Interessierte für einen Einsatz ab Januar 2019 melden.

Ein Pädagoge des Jugendzentrums Big House begleitet die Jugendlichen während ihres Einsatzes als Mentor und Vermittler. Einmal im Monat treffen sich die Teilnehmer zu Austausch und gemeinsamen Unternehmungen. Belohnt wird der erfolgreiche Einsatz der Jugendlichen mit einem monatlichen Taschengeld sowie mit Urkunde und Zertifikat am Ende der Projektlaufzeit. Die Auszeichnungen werden bei einer feierlichen Abschlusszeremonie in Mainz verliehen – und können bei späteren Bewerbungen sehr positiv ins Gewicht fallen. Träger des Projektes „Sozial engagierte Jungs“ ist das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Neuwied (KiJuB), unterstützt und gefördert vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen und der Fachstelle Jungenarbeit Rheinland-Pfalz/Saarland. Paten wie die Sparda Bank Neuwied aber auch interessierte Einzelpersonen übernehmen mit ihren Spenden einen Großteil der Finanzierung des Projektes. Weitere Paten sind immer willkommen.

Jungen zwischen 14 und 16 Jahren, die sich für das Projekt interessieren, setzen sich mit Jonas Kern im Big House, Museumstraße 4a, in Verbindung, Telefon 02631 802 734, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Natürlich können sie auch persönlich vorbeikommen. Zudem liegen Flyer mit Anmeldeformular an Schulen, im Kinder- und Jugendbüro, im Bürgerbüro, in der VHS und im Big House aus.

Kritik an Kita-Novelle – Inhalte und Verfahren sind Zumutung

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Entwurf der lange erwarteten Kita-Novelle fällt dürftiger aus als erhofft

Landrat Hallerbach befürchtet weitere Kostenbelastungen für Kita-Träger, Kommunen und den Landkreis – hohe Erwartungen an die Kita-Novelle werden nicht erfüllt

Kreis Neuwied – Lange von der Fachpraxis erwartet, liegt der Entwurf des neuen rheinland-pfälzischen Kindertagesstättengesetzes nun als Kita-Zukunftsgesetz auf dem Tisch. Im Neuwieder Kreishaus sieht man den mit gemischten Gefühlen. „Unterm Strich bedeutet die Kita-Novelle eine deutlich größere finanzielle Belastung für den Landkreis und die Kommunen. Und Praxistauglichkeit sieht anders aus“, zieht Landrat Achim Hallerbach sein Fazit.

„Einige Punkte greifen zum Teil das auf, was wir lange eingefordert haben. Das können wir dem Grunde nach nur begrüßen“, so Landrat Hallerbach in einer Stellungnahme. Das gilt z.B. für den Verzicht auf vielfach nicht mehr praktizierte Gruppenformen und eine – auf den ersten Blick – verbesserte Personalisierung oder die verbindliche Festschreibung von Leitungskontingenten, die teilweise auf eine Verwaltungskraft übertragen werden können. Auch das Abrechnungsprozedere soll demnach in Zukunft spürbar einfacher werden.

Allerdings sieht Landrat Achim Hallerbach längst nicht alle Erwartungen an die Kita-Novelle erfüllt. Als „Knackpunkte“, bezeichnet er u.a. die Festschreibung auf eine durchgehende Betreuungszeit von sieben Stunden täglich. Das sei im Ansatz auch mit Mittagessen sicher gut gemeint, helfe jedoch Alleinerziehenden und zahlreichen Berufstätigen noch lange nicht ausreichend weiter. „Denn für viele Familien wird so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht gelingen und sie benötigen auch zukünftig eine möglichst umfassende ganztägige Betreuung. Der Bedarf an Ganztagsplätzen ist deutlich höher als das Land dies anerkennen will und auch die Öffnungszeiten müssen sich nach den Lebens- und Berufswirklichkeiten orientieren“, fordert Achim Hallerbach. Verbesserungen könne es hier nur mit höheren Personalquoten geben.

Ebenfalls müsse die Personalbemessung für das gesamte Kindergartenjahr gelten und dürfe nicht erst mit der Belegung mitwachsen. Hier haben wir Klärungs- und Nachbesserungsbedarf. „Mit dieser Regelung gewinnen wir weder Personal in den Kitas noch wird eine verlässliche Personalplanung ermöglicht“, betont der Landrat. Zugleich sei die Personalbemessung noch nicht ausreichend, um einen wirklich guten Betreuungsschlüssel zu erreichen. Hier zeige sich der Gesetzentwurf noch weit weg von der Realität in den Kindertagesstätten. Ein Blick in die Studie der Bertelsmann-Stiftung hätte geholfen.

Die Zuweisung, die das Land den Trägern der örtlichen Jugendämter gewähren wird zur Finanzierung der Personalkosten falle zukünftig deutlich geringer aus als die vergleichbaren Zuwendungen bisher. Das werde zu Lasten des Kreishaushaltes gehen. Außerdem soll sich künftig eine Unterschreitung der Maximalbelegung um mehr als acht Prozent nachteilig auf die Zuweisungen des Landes an die einzelnen Jugendämter auswirken. Landrat Achim Hallerbach: „Das belastet den Kreis finanziell gleich mehrfach und der Qualität der pädagogischen Arbeit erweist man einen Bärendienst“.

Einen weiteren „schwarzen Peter“ erhalten die Jugendämter zugeschoben. Waren bislang die Höhe Eigenanteile der Träger an den Personalkosten landeseinheitlich gesetzlich geregelt, soll es künftig keine Festlegung des Trägeranteils mehr geben. Damit bürdet man den örtlichen Jugendämtern eine Aufgabe auf, die dem Grunde nach vom Landesgesetzgeber geregelt werden müsste. Hier kneife das Land und schiebe die Verantwortung auf die Kreise und Städte. Der Landrat befürchtet, dass damit die kirchlichen und freien Träger mittelfristig sogar aus der Kita-Betriebsträgerschaft aussteigen könnten und die Kommunen die Aufgabe übernehmen werden. Dies widerspreche der bisherigen gesetzlichen Zielsetzung, werde aber allein aus finanzieller Sicht die logische Konsequenz sein.

Die Regelung wird finanziell letztlich zu Lasten der Landkreise gehen, ist sich Hallerbach sicher. Hier sieht Hallerbach den Landesgesetzgeber in der Pflicht, einheitliche Mindeststandards im Land sicherzustellen.

Alles in allem könnte man beim Blick auf den Entwurf des neuen Kita-Zukunftsgesetzes frei nach Horaz sagen: „Der Berg kreißte und gebar allenfalls eine Maus“, so das vorläufige Fazit von Landrat Achim Hallerbach. Die Interessen des Landkreises und wohl auch der Kitas und Träger hat der Kreis bereits gegenüber dem Kommunalen Spitzenverband formuliert. „Wir erwarten da seitens des Landes noch deutliche Nachbesserungen“, bringt der Landrat seine Erwartungen zum Ausdruck.

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