Samstag, 16. Januar 2021

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Holger Wolf ruft zum Spenden ungenutzter Laptops und Tablets auf

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Ohne die nötige technische Ausstattung ist digitales Lernen kaum möglich.

Bildungsexperten und Lehrerverbände warnen bereits seit längerem, dass Schüler*innen, denen die entsprechende digitale Ausstattung fehlt, beim Lernen abgehängt werden könnten. Vielen Haushalten fehlen geeignete Rechner.

Smartphones sind oft die einzigen digitalen Endgeräte. Doch zum Lernen eignen sich diese nicht wirklich, denn die Funktionen sind eingeschränkt, Eingaben umständlich und die Bildschirme viel zu klein. Die derzeitige Krise und der erneute Lockdown verschärften die Problematik noch zusätzlich. Die angekündigten Hilfen von Land und Kreis werden hier nur teilweise Abhilfe schaffen können. „Da braucht es nicht viel, um sich zu errechnen, dass die Hilfen bei schon allein über 19.000

Schüler*innen an den berufs- und weiterführenden Schulen im Kreis Neuwied nicht reichen werden. Dabei sind die Grundschulen hier noch gar nicht mitgerechnet“, so Holger Wolf, Mitglied des Kreistags und Sprecher des Grünen Ortsverbands UnkelLinz-Bad Hönningen.

Viele Laptops und Tablets sind deutlich langlebiger, als sie tatsächlich genutzt werden. Oft werden in Unternehmen Geräte ausgetauscht, wenn diese abgeschrieben und nicht mehr ausreichend leistungsfähig sind. Auch unter dem einen oder anderen Weihnachtsbaum findet sich dieses Jahr vielleicht ein neuer Rechner. Viele der eigentlich noch funktionstüchtigen älteren Geräte landen dann im Elektroschrott. Dabei könnten sie anderen von Nutzen sein und zeitgleich dem stetig wachsenden Problem mit Elektroschrott in unserer Gesellschaft entgegenwirken.

Nach fachgerechter Löschung der auf den Rechnern befindlichen Daten werden die Geräte mit Open-Source-Software ausgestattet und an Schülerinnen und Schüler im Kreis Neuwied weitergegeben, denen bisher keine Geräte zur Verfügung stehen.

Tabea Rößner, netz- und verbraucherpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Mitglied des Deutschen Bundestages, hatte bereits in Mainz eine ähnliche Initiative ins Leben gerufen und zahlreiche Geräte an Schüler*innen übergeben. „Diesem guten Beispiel wollen wir jetzt folgen“, so Wolf.

Privatpersonen und Unternehmen, die eine Gerätespende vornehmen möchten, senden diese bitte an BÜNDNIS 90/Die Grünen OV Unkel-Linz-Bad Hönningen, Nurda-Park 40 in 53562 Hesseln oder wenden sich bei Nachfragen und Interesse gerne per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Auch Unterstützer*innen, die bei der Annahme und Aufbereitung der Rechner helfen möchten, sind herzlich aufgerufen, sich zu melden.

Leitung des Dekanats Rhein-Wied nimmt Abschied

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Dekanatsreferentin und Dechant verlassen bisherige Wirkungsstätte – aber nicht ganz

Neuwied – Zum 1. Januar verändert sich die Leitung des Dekanats Rhein-Wied: Dechant Thomas Darscheid und Margit Ebbecke, Dekanatsreferentin mit eigenen Geschäftsbereichen, werden vom Bistum Trier im Zuge der neuen Synodenumsetzung entpflichtet. Doch beide bleiben ein Stück weit in Neuwied verortet. So ist Thomas Darscheid weiterhin Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft St. Matthias in Neuwied und Margit Ebbecke arbeitet mit 25 Prozent ihres Stellenumfangs als Leiterin weiterhin für das Bistumsprojekt „MusikkircheLive“ in Neuwied-Block. Sie wird aber hauptsächlich neue Aufgaben an der Stabsstelle zur „Umsetzung der Synodenergebnisse“ übernehmen.

Darscheid, Ebbecke und Pfarrer Christian Scheinost (bis Sommer 2017) waren Mitglieder eines einmaligen Leitungsmodells im Bistum Trier: Dem Dechanten standen Scheinost als Stellvertreter und die Dekanatsreferentin mit eigenen Geschäftsbereichen gleichberechtigt zur Seite. „Es war ein Leitungsteam auf Augenhöhe“, betont Ebbecke. Ziel dieses Leitungsmodells war es, eine neue Leitungsform auszuprobieren, starke Impulse für die Initiierung pastoraler Ideen zu geben und den Blick und das Herz für Innovationen zu öffnen“, erklärt die Theologin. Das ist gelungen, denn in sieben Jahren hat das Team viele Workshops und Fortbildungen für Haupt- und Ehrenamtliche organisiert und Impulse zur Kirchenentwicklung gegeben. Daraus entwickelten sich zukunftsorientierte Projekte wie „Wir gegen Rassismus“, „AnsprechBar“, ION, „Mittelpunkt Familie“ oder der Martinsweg und die bereits erwähnte „MusikkircheLive“. „Wir haben auf unterschiedlichen Ebenen vieles neu geprägt und einiges entwickelt“, blickt Margit Ebbecke zurück. „Es war eine sehr schöne und intensive Zeit. Ich bin sehr dankbar, für die vielen gemeinsamen Initiativen und Begegnungen, wie mit Dr. Herta Brinkmann, die das Dekanat viele Jahre im Katholikenrat vertrat“.

Die Rolle von Ebbecke im Dekanat Rhein-Wied war sehr facettenreich. „Viele klassische Dechantentätigkeiten wie Repräsentation des Dekanats bei kirchlichen und gesellschaftlichen Anlässen, Geschäftsführung des Dekanatsbüros und die Vorgesetztenfunktion für pastorales Personal, sowie Sitz im Dekanatsrat sind an mich übergegangen“. In ihrer Verantwortung lagen auch die Verwaltung des Friedrich-Spee-Hauses und die Begleitung der kirchlichen Räte im Dekanat.

„Jetzt gilt es, meine Arbeit gut abzuwickeln“, erklärt die Pastoralreferentin, denn die Zeit bis zum 1. Januar vergeht schnell. „Eine gemeinsame Rückschau und ein persönlicher Dank, auch an unsere Kooperationspartner in den Klöstern und in der Politik, an das Team, ist durch die Corona-Pandemie leider kaum möglich“, bedauert sie.

„Wir bedanken uns sehr für diese spannenden Jahre und die gute, konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit. Wir haben gemeinsam mit Haupt- und Ehrenamtlichen sowie kommunalen und ökumenischen Netzwerkpartnern viel bewegen können“, verabschieden sich Darscheid und Ebbecke. „Mit Dechant Thomas Darscheid und Dekanatsreferentin Margit Ebbecke verlässt wirkliches ‚Urgestein‘ das Dekanat Rhein-Wied; ihnen gilt Dank und Respekt!“, schließt sich der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters an. „Beide haben als Team in guter Kooperation die Neugestaltung des Dekanates und den Stil der Zusammenarbeit durch Jahre wesentlich mitgeprägt und damit Schritt für Schritt eine gute Grundlage für die Umsetzung unserer Bistumssynode geschaffen“. Margit Ebbecke ist sich sicher: „Das Dekanat ist gut auf die Zukunft vorbereitet“.

Die Führung der Geschäfte der bisherigen Dekanatsreferentin übernimmt ab dem 1. Januar die Gemeindereferentin Susanne Schneider. Pfarrer Peter Dörrenbächer wird in Neuwied neuer geschäftsführender Dechant. Zudem wird er Pfarrverwalter der Pfarreiengemeinschaft Heimbach-Engers; neuer Kooperator wird Michael Jung. Die Aufgabe des bisherigen Dechantenkooperators Oliver Seis als Pfarrverwalter endet. Er bleibt weiterhin Kooperator der Pfarreiengemeinschaft St. Matthias.

Besuch der Kreisverwaltung nur mit Termin möglich

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Elterngeldstelle bittet, von Nachfragen zum Sachstand abzusehen

Im Zuge des bundesweiten „harten Lockdowns“ sind neben Einzelhandel und Gaststätten auch zahlreiche andere Einrichtungen geschlossen oder nur nach vorheriger Terminvereinbarung erreichbar. Dies betrifft auch die Kreisverwaltung Neuwied. Statt der persönlichen Vorsprache werden Bürgerinnen und Bürger gebeten, ihre Anliegen telefonisch oder per E-Mail vorzutragen. Sollte der Weg ins Kreishaus unumgänglich sein, bittet die Verwaltung im Interesse und zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger um vorherige Terminabsprache.

Abweichende Regeln gelten derzeit jedoch für die Elterngeldstelle des Kreises. Aufgrund der aktuellen Personalsituation können Elterngeldanträge dort zurzeit ausschließlich auf schriftlichem Weg bearbeitet werden. Persönliche Vorsprachen sind nach Einschätzung des Amtes nicht erforderlich.

Die Verwaltung bittet, auch von telefonischen oder schriftlichen Nachfragen zum Bearbeitungsstand ihrer Elterngeldangelegenheit abzusehen. Die Bürgerinnen und Bürger seien von der Elterngeldstelle eine sehr hohe Servicequalität gewohnt; also die zügige Bearbeitung ihrer Anträge und eine rasche Zahlbarmachung des Elterngeldes. Um das so gut wie möglich weiter zu gewährleisten, wird gebeten, von Anfragen zum Bearbeitungsstand oder der Vollständigkeit von Elterngeldanträgen abzusehen, so das Kreisjugendamt in einer Pressemitteilung.

Das Jugendamt sichert weiter zu, dass alle Anträge mit der gebotenen Sorgfalt schnellstmöglich bearbeitet werden. Trotzdem ließen sich zurzeit mehrwöchige Wartezeiten nicht vermeiden. Für etwaige Verzögerungen wird deshalb um Verständnis gebeten.

Finanzielle Engpässe, falls das Elterngeld möglicherweise mit zeitlichem Verzug gezahlt werden kann, sind laut Jugendamt in den wenigsten Fällen zu befürchten. Zunächst greife hier das Mutterschaftsgeld; damit sollten zumindest die ersten Wochen nach der Geburt des Kindes finanziell abgesichert sein.

Pascal Badziong im Austausch mit der Polizei Neuwied

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Respekt und Wertschätzung für die anspruchsvolle Polizeiarbeit

Neuwied. CDU-Landtagskandidat Pascal Badziong besuchte die Polizeiinspektion Neuwied und informierte sich über die vielschichtige Arbeit der Polizistinnen und Polizisten. Kim Short und der stellvertretende Leiter der Neuwieder Polizeiinspektion, Peter Leinz erläuterten Pascal Badziong die aktuelle Situation der Polizeiarbeit in Neuwied.

„Respekt und Wertschätzung für die anspruchsvolle Arbeit sind für mich ganz wichtige Anliegen, die wir auch in der Gesellschaft fest verankern müssen“, stellt CDU-Landtagskandidat Pascal Badziong nach seinem Besuch in Neuwied fest. Im Gespräch wurde zudem deutlich, dass Polizeiarbeit immer mehr Spezialisierung erfahre und in den letzten Jahren viele neue Herausforderungen hinzugekommen seien. Cyberkriminalität, Drogendelikte und Einbruchskriminalität stellten hohe Anforderungen an die Polizeibeamten.

Neben Respekt gehöre für Badziong auch eine ausreichende Ausstattung an Material und Personal dazu. „Das darf auf Landeseben niemals aus dem Blick verloren werden, denn auch die Ausstattung ist ein Zeichen der Wertschätzung. Leider war das in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall“, betont Pascal Badziong.

Als Stadtrats- und Kreistagsmitglied interessierte sich Badziong auch für die Vernetzung der Polizei mit weiteren Einrichtungen im Kreis. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden und den Jugendämtern.

Tempo 30 im Sohler Weg. Kein Ende in Sicht?

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Seit vielen Jahren treten der SPD-Ortsverein Heddesdorf und die SPD-Stadtratsfraktion für eine sichere Straßenquerung des Sohler Weges im Bereich des Friedhofes um mehr Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer und vor allem für die Fußgänger die die Straße überqueren wollen, ein. Es wurde angeregt den Teilbereich zwischen dem Verkehrskreisel Ringstraße und dem Verkehrskreisel Dierdorfer Straße eine Tempo 30 Zone einzurichten. In unzähligen Schreiben an die Stadtverwaltung Neuwied wurde immer wieder auf die prekäre Situation hingewiesen und um Abhilfe gebeten. Die von der SPD favorisierte Variante einer Tempo 30 Zone wurde durch die Stadtverwaltung abgelehnt, da sich die Autofahrer nach Einschätzung von Oberbürgermeister Einig erfahrungsgemäß nicht an die Geschwindigkeit halten, wenn nicht zeitgleich auch bauliche Maßnahmen (Einengung, Aufpflasterungen) erfolgen. Die Stadtverwaltung favorisiert eine Überquerungshilfe. Die Baukosten für diese Überquerungshilfe werden nach Auskunft des OB ca. 25.000, - € betragen. Im April teilte der OB mit, dass aufgrund der derzeit unklaren Haushaltslage eine Ausschreibung für die Arbeiten erst nach Genehmigung des Haushaltes erfolgen wird. Der SPD-Ortsverein Heddesdorf hält weiter an der Einrichtung einer Tempo 30 Zone fest. Für die Installation wird eine bauliche Maßnahme für nicht notwendig erachtet, zumal hierfür der Platz nicht ausreichen wird. Wenn schon die angespannte Haushaltslage der Stadt Neuwied als Begründung für die Verzögerung genannt wird, stellt sich die Frage, weshalb nicht die wesentlich kostengünstigere Variante der Einrichtung einer Tempo 30 Zone gewählt wird. Die hierzu erforderliche Verkehrsbeschilderung wird nur einen Bruchteil der Kosten für eine Überquerungshilfe betragen. Dies kann nur im Sinne des Stadtkämmerers und der steuerzahlenden Bürger sein.

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