Samstag, 16. Januar 2021

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Kritischer Zustand der Wied

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Lana Horstmann mit dem 1. Kreisbeigeordneten Michael Mahlert vor Ort

„Die Lage ist ernst. Der Wied gehen die Fische aus“, besorgt zeigt sich Lana Horstmann nach einem Gespräch mit dem 1. Kreisbeigeordneten und Umweltdezernenten Michael Mahlert.

Aus diesem Grund läuft zurzeit ein Forschungsprojekt der Universität Koblenz, das die Ursache dieser dramatischen Entwicklung untersucht und Lösungswege aufzeigen möchte. Nach ersten Untersuchungen stellten die Forscher fest, dass in der Wied nur noch ein Zehntel der Fischbestände, die sich hier normalerweise befinden, vorhanden sind.

Unterstützt wird dieses Forschungsprojekt durch die ehrenamtlichen Bachpaten, die sich hier mit hohem persönlichen Einsatz einbringen.  Ein wesentlicher Faktor ist wohl, nach den bisherigen Erkenntnissen der Kormoran, der hier in großer Zahl die Wied sozusagen abfischt. „Anfang nächsten Jahres werden wir in einem Fachgespräch mit allen Beteiligten die Weichen stellen, um dieser alarmierenden Situation entgegen zu wirken“, so Mahlert.

Die Wied ist nicht nur das zentrale Gewässer unseres Landkreises, sie ist außerdem Namensgeber unserer Stadt, daher berührt mich dieser Zustand sehr und ich werde das Thema mit nach Mainz nehmen, um mögliche zusätzliche Förderungen zur Verbesserung des aktuellen dramatischen Zustandes abklopfen“, so Lana Horstmann.

Neuwied soll „Heimstatt aller Bürger“ werden

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50 Jahre größere Stadt: Aus der konstituierenden Ratssitzung

Von einer „historischen Stunde“ sprach der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Robert Collet. Und er drückte damit aus, was wohl alle im Neuwieder Stadtrat empfanden, als sich die Mitglieder zur konstituierenden Sitzung nach Gründung der neuen, größeren Stadt trafen. Das war am 19. Dezember vor 50 Jahren. Der Rat tagte an einem Samstag, morgens um zehn im Evangelischen Gemeindezentrum am Carmen-Sylva-Garten.

Die konstituierende Stadtratssitzung vom 19. Dezember 1970 ist ein Ereignis, das besondere Beachtung verdient im Zusammenhang mit dem Jubiläum „50 Jahre größere Stadt Neuwied“. Wie sahen die Stellungnahmen der seinerzeit drei Fraktionen von SPD (23 Sitze), CDU (17) und FDP (3) in jener Sitzung aus? Welche Erwartungen äußerten sie?

Robert Collet als Sprecher der Mehrheitsfraktion SPD führte aus, dass es vor allem Sozialdemokraten gewesen seien, die Neuwied und das Umland schon lange vor dem Gesetzgeber auf dem Weg zu einer Einheit gesehen hätten.  Er bat um „Vertrauen für unser redliches Bemühen, diese Stadt zur Heimstatt aller Bürger zu machen“. Wobei natürlich „nicht alles auf einmal und in absehbarer Zeit getan, geschafft und erarbeitet werden kann“, wird Collet im Protokoll der Ratssitzung wiedergegeben.

Sein Gegenüber an der Fraktionsspitze der CDU, Dr. Hans Georg Jungblut, kündigte „große Aufgaben“ an und nannte als erste Herausforderung, dass die Bürger zueinander finden: „Alle Bürger dieser Stadt müssen das Gefühl bekommen, einem Gemeinwesen anzugehören und diesem Gemeinwesen verantwortlich zu sein.“ Jungblut plädierte dafür, die Bürger stärker zu beteiligen, und sprach sich für die Bildung von Ortsbeiräten aus. An den Rat appellierte er, sachbezogene Arbeit vor Parteipolitik zu stellen.

FDP-Fraktionschef Dr. Karl Jaeger betonte, dass in der neuen Stadt „alle Stadtteile, Innenstadt wie Vororte, gleichberechtigt“ seien. „Das sollte Prämisse für unsere Arbeit sein“, fügte er hinzu und setzte „alles, was das Zusammenwachsen fördert“, ganz oben auf die Tagesordnung. „Erst in einigen Jahren werden die Vorteile des Zusammenschlusses sichtbar“, erklärte Jaeger. Ein wichtiges Ziel sei erreicht, wenn auch die junge Generation, „egal ob von Heimbach oder von Feldkirchen, sagt: Ich bin ein Neuwieder“.

19 Tagesordnungspunkte umfasste der öffentliche Teil jener „historischen“ Sitzung. Ein besonderes Interesse galt natürlich den Punkten 11 (Wahl des Oberbürgermeisters) und 13 (Wahl von drei Bürgermeistern). Einziger OB-Kandidat war Ludwig Schön (SPD), der bereits in der alten Stadt Neuwied diese Position bekleidete. Auf ihn entfielen 35 Ja-, vier Nein-Stimmen und vier Enthaltungen. Die gleiche Zustimmung erhielt Karl-Heinz Schmelzer (SPD), der zum 1. Bürgermeister gewählt wurde. Außerdem wurden Heinz Peters (CDU) mit 40 Ja- und drei ungültigen Stimmen und Hans Trees (SPD) mit 36 Ja-Stimmen, vier Enthaltungen und drei ungültigen Stimmen zu Bürgermeistern gewählt.

Da die in der konstituierenden Sitzung beschlossene Hauptsatzung fünf Bürgermeister neben dem OB vorsah, mussten nach deren Inkrafttreten noch zwei weitere Bürgermeister gekürt werden. Dies geschah in der Sitzung am 25. Februar 1971: Auf Vorschlag der SPD wurden Richard Grigo mit 22 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen und Rolf Langhard mit 18 Ja-Stimmen bei zwei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen gewählt. Die CDU-Fraktion, die grundsätzlich drei Bürgermeister als  ausreichend erachtete, hatte zuvor den Saal verlassen und beteiligte sich wegen noch offener rechtlicher Fragen nicht an der Abstimmung.

Somit war die Stadtspitze komplett, die Dezernate waren verteilt und die politischen Gremien besetzt. Der Stadtrat konnte also mit seiner Arbeit „zum Wohle des Ganzen“, wie es Robert Collet formuliert hatte, beginnen. Auch erste Anfragen der Fraktionen lagen vor - und mögen dem Betrachter aus heutiger Sicht gar nicht zu unbekannt vorkommen. So beklagte die CDU die unzureichende ÖPNV-Verbindung in einige kleinere Stadtteile in den späten Abendstunden und die SPD vermisste eine öffentliche Toilette im Raiffeisenring…

Große Playmobil-Figuren des Knusperpfads zerstört

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Viel Herzblut hat das Team des Amts für Stadtmarketing in den Aufbau des Knusperpfads gelegt. Umso ernüchternder ist nun die Tatsache, dass es Menschen  gibt, die das zerstören, worüber sich andere freuen. So geschehen in der Nacht auf Donnerstag. Unbekannte haben die Schutzscheibe der Holzhütte  herausgebrochen, aus der zwei große Playmobilfiguren die „Wanderer“ auf dem  Knusperpfad grüßten. Anschließend malträtierten sie die fast mannshohen Plastikfiguren, rissen ihnen die Köpfe ab, traten in die Seitenteile und verstreuten die Trümmer über den Luisenplatz. Der Schaden beläuft sich auf rund 500 Euro. Die Stadtverwaltung hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt und hofft nun auf Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. Diese melden sich bei der hiesigen Polizeidienststelle.

Kreistag fand erstmals als Videokonferenz statt

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Hallerbach: Digitalisierung ist der richtige Weg

Ganz neue Wege beschritt der Neuwieder Kreistag mit seiner jüngsten Sitzung. Erstmals in seiner Geschichte fand die Sitzung in digitaler Form statt. „So konnten dann auch für alle Beteiligten die Corona bedingten Vorschriften eingehalten werden. Etwas ungewohnt aber technisch durch unser IT-Team bestens vorbereitet konnten die Kreistagsmitglieder und der Kreisvorstand in sicherer Umgebung an der Debatte mitwirken“, teilte Landrat Achim Hallerbach mit und freut sich, dass der Kreistag Neuwied damit zu den ersten in Rheinland-Pfalz gehört, in denen die Sitzung als Videokonferenz stattfand.

Und nicht nur die 50 Mitglieder des Kreistages nutzten das Angebot. Auch über youtube konnte man die Sitzung öffentlich verfolgen. Nach einer ersten Auswertung der Daten gab es insgesamt 485 Wiedergaben.

„Mich freut es, dass unser erstmaliges Angebot gleich auf Anhieb eine so große Resonanz fand. Wir fühlen uns bestätigt, den Weg der Digitalisierung weiter einzuschlagen. Ich sehe hierin vor allem die Chance höhere Reichweiten und eine breitere Öffentlichkeit für die Arbeit unserer politischen Gremien zu erzielen“, resümiert Hallerbach.

Verwaltung baut Jugend-Online-Portal auf

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Bitte um Mitgestaltung eines engmaschigen Netzwerks

Der städtische Jugendhilfeausschuss hat dem Kinder- und Jugendbüro (KiJub) der Stadt Neuwied den Auftrag erteilt, ein modernes, ansprechendes und niedrigschwelliges digitales Jugend-Online-Portal aufzubauen. Dabei setzt man auf eine möglichst hohe Beteiligung von Jugendlichen und Akteuren in der Kinder- und Jugendarbeit. Das, so das KiJub, garantiert, dass das Portal einfach, informativ, überschaubar und jugendgerecht geplant, gestaltet und umgesetzt wird.

Unter dem Motto „Vernetzen - Informieren - Inspirieren“ soll das Portal eine digitale Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern und weiteren Beteiligten aus der Kinder- und Jugendförderung sein. Themen, Termine, Neuigkeiten und Informationen – all das soll man auf der Plattform aktuell abrufen können.

Das KiJub hat bereits einen Fragebogen entwickelt und per E-Mail an sämtliche Organisationen und Vereine der Kinder- und Jugendarbeit in Neuwied verschickt. Das Kinder- und Jugendbüro hofft auf eine rege Beteiligung und lädt auch alle Bürger ein, die ein Interesse an der späteren Nutzung des Portals haben, sich an der Umfrage zu beteiligen.

Der Fragebogen steht zum Download auf der Homepage der Stadtverwaltung bereit: https://www.neuwied.de/jugendportal.html. Außerdem findet der Interessierte dort eine anschauliche und ausführliche Erklärung, aus der zu entnehmen ist, welche Inhalte für das umfangreiche Vorhaben angedacht wurden. Die ausgefüllten Fragebögen können bis zum 17. Januar 2021 per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. gesendet werden.

Der Jugendbeirat der Stadt Neuwied ist von Anfang an in die Planung miteinbezogen und wird an der Umsetzung mitarbeiten, damit im Endergebnis die Zielgruppe „Jugend“ auch sicher erreicht wird. Nach Auswertung der Fragebögen wird das KiJub über erste Ergebnisse berichten und in die konkrete Planung einsteigen.

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