Mittwoch, 27. März 2019

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Austausch mit Schulen und Duale Ausbildung stehen im Fokus

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IHK, Stadt und Kreis bilden „FachkrĂ€fteallianz fĂŒr Landkreis Neuwied“

Kreis/Stadt Neuwied – Antrittsbesuch und zugleich intensives ArbeitsgesprĂ€ch: Der neue IHK-RegionalgeschĂ€ftsfĂŒhrer fĂŒr Neuwied, Martin Neudecker, traf sich mit dem Neuwieder Landrat Achim Hallerbach und dem OberbĂŒrgermeister Jan Einig zum gemeinsamen Austausch. „Wir sind froh, dass die Neuwieder IHK-RegionalgeschĂ€ftsstelle mit Martin Neudecker einen qualifizierten Nachfolger erhalten hat. Als gebĂŒrtiger Neuwieder und GeschĂ€ftsstellenleiter in Mayen-Koblenz kennt er hervorragend die Region und deren Herausforderungen“, betonten Einig und Hallerbach.

Ein großes Thema ist und bleibt der FachkrĂ€ftemangel in der Region. In der Form einer „FachkrĂ€fteallianz fĂŒr den Landkreis Neuwied“, haben sich Neudecker, Hallerbach und Einig auf ein gemeinsames Projekt verstĂ€ndigt. Hier soll eine gemeinsame Partnerschaft zwischen Wirtschaft, Stadt, Kreis und der Wirtschaftsförderung geknĂŒpft werden.

Foto:Antrittsbesuch und zugleich intensives ArbeitsgesprĂ€ch: Der neue IHK-RegionalgeschĂ€ftsfĂŒhrer fĂŒr Neuwied, Martin Neudecker (mitte), traf sich mit dem Neuwieder Landrat Achim Hallerbach (rechts) und dem OberbĂŒrgermeister Jan Einig (links) zum gemeinsamen Austausch. Unter anderem wurde eine „FachkrĂ€fteallianz fĂŒr den Landkreis Neuwied“ vereinbart.

Vereinbart wurde ein intensiverer Austausch mit den Schulen sowie eine Bewerbung der Dualen Ausbildung. „Wir haben hervorragende berufsbildende Schulen in der Stadt und im Landkreis. Sie bilden einen ganz besonderen Schwerpunkt in unserer Schullandschaft. Deshalb werden wir gemeinsam stĂ€rker in eine Informationsarbeit an den Schulen einsteigen mĂŒssen“, betonen Neudecker, Einig und Hallerbach.

Ebenfalls wurde der zĂŒgige Ausbau der Breitbandversorgung und die nĂ€chsten Ausbauschritte fĂŒr Gewerbegebiete, Schulen, KrankenhĂ€user besprochen. Die zweite Stufe des Breitbandausbaus sind die Schließung der sogenannten „weißen Flecke“ durch eine geförderte „Nachverdichtung“. Hier warte der Landkreis fast tĂ€glich auf den Förderbescheid des Bundes.

Ein weiteres gemeinsames Projekt von IHK und Wirtschaftsförderung bildet die Suche von Potenzialstandorten fĂŒr Gewerbe- und IndustrieflĂ€chen fĂŒr die vorhandenen Unternehmen aber auch fĂŒr neue Unternehmensansiedlungen. „Hier wollen wir im gemeinsamen Miteinander ArbeitsplĂ€tze sichern und neue ansiedeln“, erklĂ€ren OberbĂŒrgermeister Einig und Landrat Hallerbach.

Dazu gehöre auch eine gute Straßeninfrastruktur. Deshalb stehen IHK, Stadt und Kreis zur Ortsumgehung Straßenhaus und dem Ausbau des letzten Abschnitts von Straßenhaus an die Autobahn. „Eine klare Forderung, die von der Wirtschaft und den Kommunen unterstĂŒtzt wird“, unterstreichen die GesprĂ€chspartner.

„Wir werden auch weiterhin den Austausch zwischen Verwaltung und Wirtschaft intensiv verfolgen“, erklĂ€rten Jan Einig und Achim Hallerbach. Die Kammern sind wichtige Bindeglieder und bieten entsprechende Plattformen zum gemeinsamen Austausch. Das bisherige konstruktive Miteinander auch mit dem IHK-Regionalbeirat soll fortgesetzt werden.

Azubi-Video sensibilisiert Mitarbeiter fĂŒrs Energiesparen

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Als Energiescouts aktiv – Herschbach: Von Anfang an einbinden

Neuwied. Seit 2015 haben Stadtwerke (SWN), Servicebetriebe (SBN) und Kreiswasserwerk (KWW) ein zertifiziertes Energiemanagementsystem. Sie haben sich verpflichtet, kontinuierlich neue AnsĂ€tze zu erarbeiten, um den Energieverbrauch zu senken. Als Energiescouts gehen schon die Auszubildenden auf die Suche nach Einsparmöglichkeiten. Dass auch im eigenen Betrieb die gĂŒnstigste Energie die ist, die man gar nicht erst verbraucht, daran appellieren die drei Beteiligten – und haben dabei auch ein ErklĂ€rvideo produziert.

Die Energiescouts sind ein Projekt der IHK Rheinland-Pfalz, an dem man sich in der Hafenstraße inzwischen zum dritten Mal beteiligt. Die Azubis werden dabei von den Energiemanagern der SWN unterstĂŒtzt. „Wir haben verschiedene Ideen diskutiert“, erklĂ€rt Jan Fries, angehender Geomatiker. Aber wo sind die grĂ¶ĂŸten Einsparpotenziale? Wo ist der Verbrauch am grĂ¶ĂŸten? Nicht zuletzt: Wie leicht lĂ€sst sich ein Projekt umsetzen und was ist an Investitionen nötig? Daraufhin wurden die aussichtsreichsten Ideen ausgewĂ€hlt, sagt Marc Tarsia. In KĂŒrze ausgetauscht werden die ineffizienten Leuchtstoffröhren in einem Kellergang durch moderne LED-Leuchten. Die Investition rechnet sich schon nach acht Monaten. Der Stromverbrauch sinkt von aktuell ĂŒber 10.000 Kilowattstunden (kWh) auf 25,2 kWh pro Jahr. Ein Einsparpotenzial von 97,5 Prozent!

FĂŒr den HochbehĂ€lter Willroth, der in KĂŒrze saniert werden soll, erstellten sie ein Konzept fĂŒr die Nutzung von Photovoltaik. Denn beim Pumpvorgang fĂŒr die Trinkwasserversorgung wird viel Energie benötigt. Durch die Anlage können pro Jahr 9500 kWh Strom erzeugt werden. „Der Vorschlag wurde schon in die Planungen aufgenommen“, sagen die Energiemanager David Meurer und Johannes SĂŒĂŸ, die die Projekte begleiteten.

Einsparungen durch effiziente Technik sind jedoch nur eine Sache: „Wir wollten auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter mit in unser Projekt aufzunehmen“, sagt Ana Elisa Polo LĂłpez. „Wir haben als Beispiel lĂ€ngere Außentermine genommen. Wenn das Licht brennt, der Computer an ist, die Heizung lĂ€uft und das Fenster offensteht, dann fĂŒhrt das zu unnötigem Energieverbrauch.“ So extrem ist es laut der angehenden Industriekauffrau natĂŒrlich nicht: „Am wichtigsten ist, dass jeder mit offenen Augen durch den Betrieb geht. Brennt in einem BĂŒro unnötig Licht? Ein Druck auf den Schalter. Fertig.“

Aber wie sagt man es den Kollegen? Statt eines Aushangs, eines Plakats oder eines Briefs erstellten die drei Energiescouts ein ErklĂ€rvideo. In nur etwas mehr als einer Minute wird in Bild und Ton die SensibilitĂ€t fĂŒr Klimawandel und Energieverbrauch geweckt. Die Kosten fĂŒr das aktuelle Projekt betrugen nur etwas mehr als 100 Euro. „Die Frage nach dem Einsparpotential ist sicher schwer zu beantworten. Uns ist einfach wichtig, dass man als Mitarbeiter der SWN auch Vorbildfunktion hat“, so die drei. „Wir wĂ€ren nicht glaubwĂŒrdig, wenn wir den Kunden Energiespartipps geben, aber selbst nicht danach handeln.“

Im ersten Projektjahr ging es um den Austausch der Leuchtstoffröhren zugunsten von hocheffizienten LED-Röhren in der Kfz-Werkstatthalle und einer Lagerhalle. Zuletzt entstand ein Konzept fĂŒr ein deutlich kĂŒrzeres Druckluft-Leitungsnetz in den WerkstĂ€tten. Die VorschlĂ€ge werden bei den SWN sehr ernst genommen. FĂŒr GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefan Herschbach sind dies Bausteine, um den Energieverbrauch bei SWN, SBN und KWW weiter zu senken: „Unser Energiemanagementsystem ist zertifiziert, dieses macht ökologisch Sinn und nicht zuletzt haben wir dadurch finanzielle Vorteile. FĂŒr die Auditierungen mĂŒssen wir das weiter vorantreiben. Da sind alle Mitarbeiter gefordert – auch die Auszubildenden, die sich von Anfang an bewusst einbringen.“

RKK-Auszeichnung fĂŒr ein Leben fĂŒr den Karneval

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„VĂŒr bĂ€i on hinne avjedaut“, erschallte als Schlachtruf der Karnevalsgesellschaft Irlich 1895e.V. bei der Prunksitzung wiederholt im Saal der Mehrzweckhalle. In diesen Ruf stimmte auch immer wieder Willi Lenz mit ein. Der inzwischen 82-jĂ€hrige zĂ€hlt zum Urgestein der KG Irlich. 1986 den Irlicher Karnevalisten beigetreten, hat er sich als Aktiver in den nunmehr 3x11 Jahren große Anerkennung erworben. So ist er denn auch heute noch ein Aktivposten bei den Veranstaltungen der KG. Deshalb wurde Willi Lenz eine ganz besondere Ehrung zuteil. Erwin RĂŒddel, Bezirksvorsitzender der Rheinische Karnevals-Korporationen e.V. (RKK), verlieh dem seit 1990 im KG-Vorstand tĂ€tigen Vollblutkarnevalisten die RKK-Verdienstmedaille „Silber am Bande“. Dabei ging RĂŒddel auf die Funktionen und besonderen Verdienste des Geehrten ein: 1990-1991 Beisitzer, 1992-2002 VizeprĂ€sident, 2003-2005 VizesitzungsprĂ€sident und von 2005-dato Beisitzer. „Willi Lenz war federfĂŒhrend bei der Dekoration der Halle und beim Wagenbau, als die Motivwagen noch selbst gebaut wurden. Sein Engagement bei der rheinischen Brauchtumspflege Karneval  wurde bereits mit den RKK-Medaillen in Bronze, Silber und Gold gewĂŒrdigt. Lieber Willi Lenz, wir können froh und dankbar sein in dir einen auch im fortgeschrittenen Alter mit viel Erfahrung ĂŒberaus aktiven Karnevalisten in unseren Reihen zu haben. Du hast die RKK-Auszeichnung ‚Silber am Bande‘ ganz besonders verdient“, sagte Erwin RĂŒddel unter tosendem Applaus der Prunksitzungsschar.

Das Foto zeigt (v.li.) Willi Lenz, Erwin RĂŒddel und SitzungsprĂ€sident Hans-JĂŒrgen Fink.

Kitaleiterin Ulla KrÀmer: Abschied nach fast 40 Jahren

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19 Jahre lang leitete sie die stĂ€dtische KindertagesstĂ€tte Villa Regenbogen in Engers, doch insgesamt kann Ulla KrĂ€mer auf eine fast 40-jĂ€hrige Karriere im Dienst der Stadtverwaltung zurĂŒckblicken. Unter anderem arbeitete sie auch im Haus der Jugend. Die gelernte Erzieherin und studierte SozialpĂ€dagogin hat im Lauf der Jahrzehnte die Entwicklungen in der ElementarpĂ€dagogik hautnah miterlebt. Sie habe immer neue Herausforderungen gesucht, sagte KrĂ€mer bei einer kleinen Abschiedsfeier, zu der auch zahlreiche ehemalige Vorgesetzte erschienen. Sie dankte allen, die ihr ĂŒber eine so lange Zeit das Vertrauen geschenkt haben. Der Kita will die PĂ€dagogin auch in Zukunft verbunden bleiben. BĂŒrgermeister Michael Mang, der auch zwei PrĂ€sente ĂŒberreichte, unterstrich die Leistung KrĂ€mers: „Fast 40 Jahre hat sich Ulla KrĂ€mer voller Überzeugungskraft fĂŒr die BedĂŒrfnisse, WĂŒnsche und Rechte von Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Sie hat frĂŒh erkannt, welche Bedeutung frĂŒhkindliche Bildung besitzt. DafĂŒr dĂŒrften ihr viele Engerser dankbar sein.“ KrĂ€mer hinterlasse ihrem Nachfolger, dem bisherigen „Regenbogen“-Stellvertreter Sven Prokopf, ein gut bestelltes Haus. Sozial- und Jugendamtsleiter Wolfgang Hartmann und Anke Dierdorf, die die Gesamtleitung der stĂ€dtischen Kitas innehat, dankten KrĂ€mer fĂŒr deren Engagement bei der Weiterentwicklung des stĂ€dtischen Kindergartenangebots.

EuropĂ€ischer FrĂŒhling bei der Demo von Pulse of Europe Neuwied!

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Zum Thema „Brexit“ hatte Pulse of Europe Neuwied wieder zur Demo am 23.2.19 auf den Neuwieder Luisenplatz eingeladen.

Mit der Behauptung, Grossbritannien zahle wöchentlich 350 Mio Pfund an die EU begann 2016 eine Kampagne, die in einem Referendum mĂŒndete, das knapper nicht ausfallen konnte. Das Ergebnis ist eine gespaltene Gesellschaft und eine Politik, der es nicht gelingt, das Land aus dem Brexit – Dilemma zu fĂŒhren. Der EU – Austritt Grossbritanniens ist fĂŒr den 29.3.19 vorgesehen und noch immer ist keine Lösung in Sicht. Im Gegenteil: die Fronten verhĂ€rten sich. Zu sehr war die Kampagne von Falschaussagen und IrrefĂŒhrungen belastet.

Zur Beantwortung und Diskussion des Themas hatte Pulse of Europe Frau Jill Schuto aus Dierdorf eingeladen. Jill Schuto ist gebĂŒrtige Britin, lebt seit 40 Jahren in Deutschland und hat als Lehrerin gearbeitet. „
 das Ergebnis des Referendums hat mich fassungslos gemacht und ich habe ĂŒber die beiden letzten Jahre eine wachsende Entfremdung zwischen den Menschen wahrgenommen, die auch vor Familien und Freundeskreisen nicht Halt macht
“, sagt Jill Schuto. Sie hat sich immer als ĂŒberzeugte EuropĂ€erin verstanden, deshalb war ein Wechsel der StaatsbĂŒrgerschaft fĂŒr sie kein Thema. Der drohende Verlust der Rechte als EU BĂŒrgerin durch den drohenden Brexit hat sie jedoch zu der Entscheidung gefĂŒhrt, die deutsche StaatsbĂŒrgerschaft anzunehmen. „ 
Ich will an Europa teilhaben, mitentscheiden, mitgestalten
“ sagt sie sehr persönlich und authentisch zu den Demo - Teilnehmer*innen und erhĂ€lt spontanen Applaus fĂŒr ihre Haltung. Sie gibt ein beeindruckendes Stimmungsbild  zur Gesellschaft und den Menschen in Großbritannien ab, dem die Demo – Teilnehmer*innen interessiert, teils betroffen, folgen. Nein, sehr zuversichtlich ist Jill Schuto nicht, was den EU – Austritt Großbritanniens Ende MĂ€rz betrifft aber es gibt auch aktuelle positive politische Entwicklungen, die Mut machen. Ihr ĂŒberzeugendes Bekenntnis fĂŒr ein vereintes Europa bringt ihr viel Zustimmung und langen Applaus der der Teilnehmerschaft ein. Herzlichen Dank Jill Schuto !

Pulse of Europe Neuwied freut sich ĂŒber viel Zuspruch fĂŒr das bisherige proeuropĂ€ische Engagement. Peter Schwarz dankt daher allen Demo - Teilnehmer*innen, insbesondere auch der neuen Aktionsgruppe gegen Rassismus "Neuwied ist bunt" und „Amnesty International“ fĂŒr die BeitrĂ€ge bei der Demo.

„
Unser vereintes Europa ist unumkehrbar. Das Rad der Zeit lĂ€sst sich nicht zurĂŒck drehen
!“, so der Veranstalter.

Am Montag, 18.3.19 findet ab 18.00 Uhr ein BĂŒrgerdialog „Worldcafe“ zur EuropĂ€ischen Politik und zur Europawahl im Amalie Raiffeisensaal der Volkshochschule Neuwied statt. Alle interessierten BĂŒrger*innen sind herzlich eingeladen.

Die nĂ€chste Demo von Pulse of Europe Neuwied ist am Samstag, 23.3.19 von 11.00 – 12.00 Uhr wieder auf dem Luisenplatz in Neuwied.

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