Montag, 25. Oktober 2021

Letztes Update:01:02:16 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Abwechslungsreiche Tage für Kinder aus dem Ahrtal

Drucken

Umfangreiches Ferienprogramm dank zahlreicher Sponsoren

Das Schicksal der Menschen im Ahrtal hat viele betroffen gemacht. Die Hilfsbereitschaft war und ist weiterhin groß, verschiedenste Hilfeangebote wurden binnen kürzester Zeit auf die Beine gestellt. So hat das Jugendamt der Stadt Neuwied in Kooperation mit der AWO Kindertagesstätte „Am Schlosspark“ der AWO Rheinland in Rekordzeit ein besonderes Angebot für Familien und Kinder von der Ahr organisiert. 14 Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis elf Jahren durften vom 7. bis 21. August eine abwechslungsreiche Freizeit in Neuwied genießen und Ferien von der Flut machen.

„Die Idee dahinter war, mit unserer kostenfreien Ferienfreizeit vom Hochwasser betroffene Familien zu unterstützen, indem wir ihren Kindern eine kleine Auszeit schenkten“, erklärt Petra Louis, Leiterin der AWO Kindertagesstätte Neuwied. „Die Eltern brauchen Zeit, um Dinge zu regeln, Verwandten und Nachbarn zu helfen. Einige können ihre Wohnung derzeit nicht nutzen und sie wollten ihren Kindern die Möglichkeit bieten, eine Zeitlang aus dem Krisengebiet herauszukommen und schöne Dinge zu erleben“, so Petra Louis weiter. Dafür stellte der Bezirksverband AWO Rheinland e.V. die Räumlichkeiten der hauseigenen Kita zur Verfügung.

Nur vier Tage hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinder- und Jugendbüros (KiJub) der Stadt Neuwied und des AWO Bezirksverbands Rheinland e.V. gebraucht von der Idee des Angebots bis zur Umsetzung. Auch war es kein Problem, vor Ort Unterstützer für die Freizeit zu finden. „Eine Welle der Hilfsbereitschaft machte es möglich, dass die Kinder eine unvergessliche Ferienfreizeit erlebten“, berichtet KiJub-Mitarbeiterin Sonja Jensen.

Die Kinder besuchten den Zoo, das Trampolino, das Indoor-Minigolf, das Freibad sowie mehrere Ausstellungen. Sie erlebten Theater- und Kinoaufführungen und nahmen an Tanz- und Kreativworkshops teil. Viele Unternehmen, Institutionen, Organisationen und Privatleute trugen mit Geld- und Sachspenden dazu bei, dass so viel Abwechslung während der Freizeit möglich war. Zudem erhielten die Kinder Kleidung, Kulturbeutel, Bettwäsche und Matratzen für zu Hause. Ehrenamtliche kochten täglich frisches Essen in der hauseigenen Küche. „Es gab so viele Unterstützungsangebote, dass wir gar nicht alle annehmen konnten“, so Jensen.

Die Kinder genossen die Zeit in Neuwied sichtlich. Das konnten die Betreuenden anhand der bebilderten Freizeittagebücher erkennen, die den Eltern jeden dritten Tag zugeschickt wurden. Dementsprechend emotional war dann auch der Abschied: „Dass ihr all das für uns gemacht habt, das werde ich nie vergessen“, sagte eines der Mädchen unter Tränen.

Das Organisationsteam bedankt sich im Namen der Kinder und Familien herzlich bei allen Unterstützern für die große Hilfsbereitschaft, die den Kindern unvergessliche Ferien ermöglichte.

„Jubilare stehen für Erfahrung und Kompetenz“

Drucken

Dienstjubiläen und Verabschiedungen bei der Stadt Neuwied

„Jahrzehnte bei der Verwaltung zu arbeiten, zeugt von Beständigkeit. Und der große Erfahrungsschatz, der damit verbunden ist, steigert maßgeblich die Qualität unserer Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger.“ Reichlich lobende Worte fand Oberbürgermeister Jan Einig, als er Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihr 25-Jähriges und 40-Jähriges im Öffentlichen Dienst ehrte. Leider, so fügte er  augenzwinkernd hinzu, müsse er bei diesem Anlass aber auch einige verdiente Kräfte in den Ruhestand verabschieden – natürlich nicht, ohne alles Gute für den weiteren Lebensweg zu wünschen.

Es war ein feierlicher Rahmen, zugleich aber auch eine lockere Atmosphäre, in der die Verwaltung die Ehrungen und Verabschiedungen in der StadtGalerie in der ehemaligen Mennonitenkirche vornahm. Dass sich nicht nur der OB bewusst ist, was er an den langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat, sondern auch der Personalrat deren Erfahrung und Kompetenz zu schätzen weiß, packte dessen Vorsitzender Jörg Hergott in einen Vortrag in Reimen und betonte: „Denn ohne Euch, das ist ganz klar, wäre das alles hier nicht vorstellbar.“ Auch die jeweilige Amtsleitung reihte sich in die Liste der Laudatoren ein und ehrte die Jubilare und künftigen Ruheständler mit persönlichen Worten.

Zu den Geehrten gehörten Melanie Seuser (Schulsekretärin) und Delia Wolfram (Kita Rommersdorf) für 25-Jähriges und Reiner Geisen (Bauamt) und Gerhard Schneider (Ordnungsamt) für 40-Jähriges. Auf der Liste der in den Ruhestand Verabschiedeten standen Horst-Peter Robiller (Jugendamt) und Monika Schulz (Ordnungsamt).

Klimaschutzmanagerin: Beim Cleanup mit gutem Beispiel voran

Drucken

„Es ist wichtig, zusammenzukommen, um gemeinsam Müll zu sammeln. Denn damit setzen wir ein Zeichen: Müll gehört nicht auf die Straße oder in die Natur!“ Für die Klimaschutzmanagerin der Stadt Neuwied, Dr. Zuhal Gültekin, war dies keine Frage: Sie ist dabei beim World Cleanup Day am Samstag, 18. September, von 10 bis 13 Uhr.

Müll gehöre in die Tonne, fügt sie hinzu und verweist in dem Zusammenhang auf die „sehr gut funktionierende Abfall-Kreislaufwirtschaft“ in Deutschland. Dies setzte allerdings voraus, dass die Haushalte den Müll möglichst umweltfreundlich trennen. „Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik von 2019 werden 70 Prozent des Hausmülls recycelt. Sie finden in verschiedenen Produktionsprozessen Verwendung“, erläutert Zuhal Gültekin.

Zum dritten Mal startet anlässlich des World Cleanup Days auch in Neuwied eine gemeinsame lokale Aktion unter dem Motto „Neuwied räumt auf“. Wer dem Appell der Klimaschutzmanagerin folgen und ebenfalls dabei sein möchte: Weiter Infos und Anmeldung unter www.cleanup-neuwied.de .

DGB-Veranstaltung am Mahnmal auf dem Neuwieder Graf-Friedrich-Platz

Drucken

Angesichts des Beginns des Zweiten Weltkriegs vor 82 Jahren hatte der DGB Neuwied am Antikriegstag am 1. September zur jährlichen Mahnwache am Mahnmal für die Opfer des Faschismus auf dem Graf-Friedrich-Platz in Neuwied eingeladen. Die stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Alexandra Eidenberg begrüßte die Teilnehmer und erinnerte an die gewerkschaftliche Selbstverpflichtung: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! In ihrer Rede nahm sie die künftige Bundesregierung jetzt schon in die Pflicht. Sie rief zudem dazu auf, für die Opfer von Gewalt und Folter, die Opfer der Nazi-Diktatur eine Schweigeminute einzulegen. In seinem Grußwort hob der Neuwieder Oberbürgermeister Jan Einig hervor, dass der Deutsche Gewerkschaftsbund bereits seit 1957 an jedem 1. September an die Schrecken der beiden Weltkriege und an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert.

Günther Salz von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Engers-Mülhofen erinnerte an die 30 Millionen toten Sowjetbürger durch den von den Nazis entfesselten Krieg. Betroffen machte auch sein lokaler Bezug, als er über den erbarmungslosen Eifer des Engerser Nazis Rudolf Schmücker, als SS-Obersturmführer in der Sowjetunion, berichtete, der desungeachtet im Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz als stellvertretender Leiter Karriere gemacht habe. Manfred Kirsch von der Neuwieder Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International verdeutlichte anhand der Situation in Afghanistan, wie unsinnig der Versuch einer Konfliktlösung mit militärischen Mitteln sei, und forderte auch die Politiker aus unserem Wahlkreis auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Menschen und ihre Menschenrechte in Afghanistan nicht in Vergessenheit gerieten und alles dafür getan werde, um bedrohte Mitarbeiter der Streitkräfte und Menschenrechtsaktivisten aus der für sie gefährlichen Situation zu retten. Da die Schatten der Vergangenheit seit Jahren schon versuchten, uns wieder einzuholen, dürfe die Wachsamkeit gegenüber den braunen Feinden der Demokratie nicht erlahmen.

Neben dem Anlass angemessenen deutschsprachigen Liedern bot der jetzt in Engers lebende kritische Künstler Manfred Pohlmann auch ein jiddisches Partisanenlied gegen die NS-Terrorherrschaft dar, das vom polnischen Juden Hirsch Glik stammt, der im Alter von 22 Jahren im Kampf gegen die Wehrmacht gefallen war. Mit der Kranzniederlegung und abschließenden Worten Alexandra Eidenbergs endete die Mahnwache.

SICH EINBRINGEN – VERANTWORTUNG ÜERNEHMEN – EHRENAMTLICH TÄTIG WERDEN

Drucken

MGH sucht Ehrenamtliche zur Begleitung von Grundschülern

Das Grundschulprojekt „GEMeinsam SCHULWÄRTS – Grundschüler im Huckepack“ stellt Kindern der Klassen 2 bis 4 einen ehrenamtlich Tätigen zur Seite, der bei schulischen und anderen Fragen unterstützt.

Die Lerntandems treffen sich etwa eine Stunde pro Woche, in Präsenz und/oder digital per Videokonferenz, in der Schule oder im MGH Neuwied.

Schüler ab der Klasse 8, Auszubildende, Studenten, junge und ältere Erwachsene – kurz:  Alle, die Spaß an der Arbeit mit Kindern haben und diese für ein Schuljahr regelmäßig begleiten möchten, melden sich bitte im MGH Neuwied, Tel. 02631 390730 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Zusätzliche Info auf www.mgh-neuwied.de

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL