Montag, 02. August 2021

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Die Fieberambulanz im Gewerbegebiet Distelfeld schließt am Montag

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Ärzte übernehmen PCR-Testungen – Gesundheitsamt schließt Vereinbarung mit „Testzentrum Neuwied“

Kreis Neuwied. 16 Monate nach der Eröffnung schließt das Gesundheitsamt des Kreises Neuwied seine Fieberambulanz im Gewerbegebiet Distelfeld. Die PCR-Testungen auf das Coronavirus führen ab Montag dann ausschließlich niedergelassene Mediziner durch. Es besteht freie Arztwahl, das Neuwieder Gesundheitsamt hat aber zur Sicherstellung ausreichender Kapazitäten eine Vereinbarung mit dem „Testzentrum Neuwied“ in der Marktstraße geschlossen. Damit können auf jeden Fall weiterhin alle Kontaktpersonen von Infizierten sowie Menschen mit einem positiven Schnell-/Selbsttest getestet werden. Auch die Nachtestungen von Infizierten werden selbstverständlich weiter garantiert. Für all diese Personen fallen auch nach wie vor keine eigenen Kosten an, das Gesundheitsamt bleibt der Auftraggeber. Wie dessen stellvertretende Leiterin Ilonka Degenhardt erklärt, werden auch weiterhin alle positiven PCR-Tests anschließend sequenziert, also auf mögliche Mutationen untersucht. „Es ändert sich für all diese Menschen im Endeffekt nichts. Sie müssen nur einen anderen Ort aufsuchen“, sagt Degenhardt. Allein diejenigen, die für private Urlaubsreisen Tests brauchen, müssen sich jetzt ebenfalls selbst um eine Möglichkeit kümmern und  – wie bislang – auch selbst bezahlen.

Dass die Fieberambulanz geschlossen wird, liegt vor allem an der deutlich gesunkenen Nachfrage. Mussten in der Hochphase bis zu 400 Tests am Tag durchgeführt werden, sind es derzeit im Schnitt noch knapp 30. Als weiterer Grund kommt hinzu, dass die Bundeswehr ihre Unterstützungskräfte abzieht und in die Katastrophenregion im Kreis Ahrweiler verlegt. Damit fehlt in Neuwied Personal.

Sollte der Bedarf wieder stark steigen, kann die Fieberambulanz zeitnah reaktiviert werden. „Wir bauen vorerst nichts ab, sondern wechseln nur in den Standby-Modus. Die Infrastruktur bleibt erhalten“, versichert Degenhardt.

Generationenwechsel in der städtischen Musikschule

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Ruhestand: Sechs Lehrkräfte verabschiedet – Neue Dozenten

An der Musikschule der Stadt Neuwied gibt es zum nächsten Schuljahr einige personelle Veränderungen. Sechs Kolleginnen und Kollegen, die teilweise schon seit der Gründung der Musikschule im Jahr 1973 hier unterrichten, verabschieden sich in den Ruhestand. Martin Geiger, der Leiter der Musikschule, dankte allen Lehrenden für ihr großes Engagement.

Beatrice Borm-Bürgstein unterrichtete seit Beginn vor 48 Jahren das Instrument Gitarre. Ihr verdanken Generationen von Schülerinnen und Schülern ihre musikalische Ausbildung. Gleiches gilt für ihren Kollegen Karl-Heinz Singer, der mehr als 20 Jahre auch noch zusätzlich an der E-Gitarre ausbildete. Ihr 40-jähriges Dienstjubiläum kann im August Christel Voigt feiern. Gerhard Flöck, der damalige Musikschulleiter, stellte sie 1981 als Klavierpädagogin ein. Zusätzlich zum Klavierunterricht hielt Voigt zahlreiche musikalische Vorträge mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten in Seniorenheimen. Ihre lebendige Art, die Themen zu präsentieren, und das Einbeziehen der Bewohner mit Gesang in ihre Vorträge waren stets ein Garant für einen gelungenen Vormittag. Zudem freuten sich die Bewohnerinnen der Alten Glaserei auf die monatlichen Singnachmittage.

Ebenfalls auf mehr als 30 Jahre Unterrichtstätigkeit blickt Eberhard Hohn als Dozent für Heimorgel und später für Keyboard zurück. Neben seiner Tätigkeit als Organist und Chorleiter war ihm die musikalische Nachwuchsförderung ein persönliches Anliegen. Als Lehrkraft für Blockflöte und Querflöte verlässt Mechthild Palberg die Musikschule der Stadt Neuwied. Jahrzehntelang ist sie selber als Musikerin tätig, in unzähligen Konzerten trat und tritt sie kammermusikalisch oder solistisch auf. Diese Erfahrungen ließ sie in ihren Unterricht einfließen und begeisterte so für ein lebendiges Musizieren. Einen weiteren personellen Verlust verzeichnet die Musikschule im Bereich der Elementaren Musikpädagogik. Sabina Süs stellt sich anderen neuen Herausforderungen und Aufgaben. Mehr als sechs Jahre begleitete sie musikalisch Kinder ab einem Alter von zwei Jahren mit deren Eltern und legte somit den frühen Grundstein für Musik.

Um den Schülerinnen und Schülern der genannten Lehrer weiterhin eine gute instrumentale Ausbildung zu geben, verstärken neue junge Dozenten das Kollegium der Musikschule. Attila Endreffy studierte Orgel und Klavier in Szeged, Ungarn. Er unterrichtet Kinder ab fünf Jahren am Klavier. Für die Gitarrenschüler hat die Musikschule Tim Beckmann und Arlo Everling gewinnen können. Die jungen Kollegen unterrichten beide klassische Gitarre, Everling darüber hinaus auch E-Gitarre und E-Bass. Sandra Kluge, die nach einer Pause wieder an der Musikschule anfängt, übernimmt an drei Nachmittagen die musikalische Nachwuchsarbeit bei den Zwei- bis Sechsjährigen.

Teilweise bei den neuen, aber auch bei den bleibenden Lehrkräften sind nach den Sommerferien ab September noch einige Plätze frei. Mit ausgebildeten Musikpädagogen bietet die Musikschule der Stadt Neuwied qualitativen Unterricht für jedes Alter und fast jedes Instrument an. Entsprechende Informationen sind unter www.musikschule-neuwied.de abrufbar. Für persönliche Beratung ist die Musikschule telefonisch unter 02631 802 55 19 erreichbar.

Kreisverwaltung Neuwied organisiert weitere Helferbusse

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Mittwoch, Donnerstag und Freitag Fahrten nach Ahrweiler – Landrat Achim Hallerbach appelliert an die Helfer, auch sich selbst zu schützen

Kreis Neuwied. Die Neuwieder Kreisverwaltung organisiert weitere Helferbusse nach Ahrweiler. Nachdem am Freitag und Samstag bereits Shuttle aus Neuwied ins Krisengebiet gefahren sind, dann aber am Sonntag eine geplante Tour wegen des Verkehrschaos und einer Unwetterwarnung abgesagt werden musste, stehen nun die nächsten drei Termine fest:

Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag, 28. bis 30. Juli, fährt jeweils ein Bus vom Neuwieder Bahnhof nach Ahrweiler. Im Absprache mit den mittlerweile erfahrenen Organisatoren des „Helfer-Shuttles Arhtal“ werden die Freiwilligen am Parkplatz des Museums Römervilla abgesetzt und müssen von dort circa 800 Meter zum Marktplatz von Ahrweiler gehen. Hier gibt es einen eingerichteten Info-Point, an dem die örtlichen Organisatoren sie in Empfang nehmen und zuteilen.

Die Busse fahren jeweils um 9 Uhr am Bahnhof ab und um 18 Uhr von der Römervilla zurück. Das Angebot ist selbstverständlich für die Helfer kostenlos, aufgrund des begrenzten Platzkontingents ist aber eine Anmeldung erforderlich per E-Mail an:
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„Bitte nutzen Sie das Angebot und fahren nicht mit ihrem Privatwagen ins Krisengebiet“, appelliert Landrat Achim Hallerbach. Er dankt allen Freiwilligen, rät ihnen aber auch dringend zum Eigenschutz, da Müll, Schlamm und Wasser belastet sein können. Die Helfer sollten hohe, geschlossene Schuhe, möglichst Gummistiefel, sowie Handschuhe und lange Hosen tragen. Auch Einmal-Handschuhe unter den Arbeitshandschuhen sind sinnvoll. Masken sollten während der Busfahrt getragen werden und können aber auch beim Arbeitseinsatz gegen aufgewirbelten Staub helfen. Impfungen gegen Tetanus und Hepatitis A und B sind sehr empfohlen.

Sinnvoll mitzubringen ist darüber hinaus

  • Desinfektionsmittel
  • Wechselkleidung und -schuhe
  • eine Rolle Toilettenpapier
  • Hygienetücher
  • Eimer
  • Schaufel
  • Gummistiefel
  • Handschuhe
  • Handtuch
  • Stirnlampe und Taschenlampe
  • Powerbank
  • eine Rolle Müllbeutel
  • Essen und Trinken

Urlaub erleben in Neuwied

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Sehen, hören, spüren: Deichstadturlaub erweitert den Horizont

Das vielfältige Urlaubsprogramm des Stadtmarketings und seiner Kooperationspartner geht weiter: Im August locken musikalische Picknicks, künstlerische Workshops und aktive Outdoor-Erlebnisse nach Neuwied. Einheimische und Gäste erleben die Stadt aus einer neuen Perspektive beim „Deichstadturlaub 2021“.

Größen der lokalen Musikszene laden ein zum „Meet & Greet“ vor ihren jeweiligen Picknickkonzerten im Rahmen des „Sommer am Rhein“ vom 2. bis 8. August. Den Anfang macht „D. King’s Club Band“ am Montag, es folgen „Corzilius, Dames & Hoff“, „The Beat!radicals“, „Rody Reyes & Havanna con Klasse“, „Musikmoment“, „BluesAffair“ und schließlich am Sonntag „Ohne Filter“. Jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginn haben Fans gegen einen kleinen Aufpreis die Möglichkeit, mit den Musikern ins Gespräch zu kommen.

Was sind „Neophyten“? Diese vom Menschen aus anderen Gebieten eingeführten Pflanzen, die sich ins Ökosystem am Silbersee integriert haben, werden am 7. August mit Dr. Lutz Neitzert gesucht, gefunden – und teilweise sogar gegessen. Geschmackvoll wird es auch am 10. August bei der Wanderung über den Streuobstwiesen-Lehrpfad, der am Schützenplatz Leutesdorf startet. Ebenfalls in Leutesdorf ist am 3. September Anpacken gefragt: Das Weingut Sturm aus Leutesdorf lädt ein, „Winzer für einen Tag“ zu sein.

„Neue Leidenschaften entdecken“ – unter diesem Titel gibt es im August mehrere Schnupperkurse. Am 8. August heißt es Golfen beim Golfclub Rhein-Wied und am 9. sowie 16. August ist Nordic Walking im angesagt. Ein zweistündiger Mal- und Zeichenkurs mit ruhigem Spaziergang für Anfänger und Geübte wird am 12. August im Schlosspark Neuwied angeboten. Am 18. August erkunden (Groß-)Eltern mit ihren (Enkel-)Kindern, wie vielseitig und bunt Kunst sein kann. Der Workshop „Malen und Erleben“ dauert etwa eineinhalb Stunden.

Anmeldung und Ticketkauf bis eine Woche vor der Veranstaltung über die Tourist-Information Neuwied unter 02631 / 802-5555 oder  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Alle Termine und Details zum „Deichstadturlaub 2021“ sind aufgelistet unter www.neuwied.de/deichstadturlaub.html.

Mit der neuen Assistierten Ausbildung gelingt der Berufsabschluss

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  • Die Assistierte Ausbildung gewährleistet eine enge Begleitung und individuelle Unterstützung während der Ausbildung

  • Die Agenturen für Arbeit und Jobcenter übernehmen die Kosten in voller Höhe

Viele Ausbildungsstellen könnten derzeit noch im Agenturbezirk der Arbeitsagentur Neuwied besetzt werden. Dennoch finden Jugendliche und Betriebe manchmal nicht zusammen, weil zum Beispiel Sprach- oder Lernschwierigkeiten dem Abschluss eines Ausbildungsvertrages im Wege stehen. In solchen Fällen kann die Ausbildungsförderung „Assistierte Ausbildung“ Abhilfe schaffen.

In der Vergangenheit gab es zwei Unterstützungsmöglichkeiten: die Assistierte Ausbildung und ausbildungsbegleitende Hilfen. Diese wurden nun zu einer Unterstützung, der neuen Assistierten Ausbildung zusammengeführt.

Die Assistierte Ausbildung kann Ausbildungsbetriebe und Jugendliche vor und während der Berufsausbildung unterstützen. Sie greift zum Beispiel, wenn ein Betrieb Bedenken hat, dass der junge Mann oder die junge Frau den fachlichen Anforderungen der Ausbildung nicht gewachsen sein könnte oder wenn während der Ausbildung Schwierigkeiten in der Berufsschule beziehungsweise im Betrieb auftreten. Auch im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung kann die Assistierte Ausbildung bereits genutzt werden.

Die Unterstützung richtet sich an die individuellen Bedürfnisse der Auszubildenden und der Betriebe. Konkret erhalten Jugendliche Stützunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten, Hilfen zur Förderung fachtheoretischer Kenntnisse und Fähigkeiten sowie sozialpädagogische Begleitung und Unterstützung bei Problemen im Betrieb oder zu Hause.

Unternehmen können Hilfestellungen bei der Verwaltung, Organisation und Durchführung der Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung beanspruchen wie zum Beispiel bei der Erstellung eines betrieblichen Ausbildungsplans. Auch eine Begleitung im Betriebsalltag zur Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses und eine Unterstützung des betrieblichen Ausbildungspersonals ist möglich.

„Wir möchten damit verhindern, dass Ausbildungen abgebrochen werden, weil die Jugendlichen überfordert sind“, so Sabine Busch, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit Neuwied und Ansprechpartnerin für die Assistierte Ausbildung. „Andererseits möchten wir die Betriebe damit unterstützen, auch Jugendliche einzustellen, bei denen es noch Defizite gibt, und damit natürlich auch den Fachkräftenachwuchs in der Region sichern.“

Die gesamten Kosten übernimmt die Agentur für Arbeit beziehungsweise das Jobcenter. Interessierte Unternehmen erhalten unter der kostenfreien Arbeitgeber-Hotline 0800 4 5555 20 oder auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit unter

https://arbeitsagentur-red.webapp.dst.baintern.de/content/1478930532897) weitere Informationen.

Jugendliche, die Unterstützung benötigen, können sich unter der Rufnummer (02631) 891 891 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit wenden oder sich auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit unter https://www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/assistierte-ausbildung-asa informieren.

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