Sonntag, 24. Mńrz 2019

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Kreis und Stadt Neuwied erhalten Fair-Trade-Zertifikat

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Auszeichnung f├╝r gro├čes Engagement im Fairen Handel

Wer das begehrte Fair-Trade-Zertifikat erhalten will, der muss eine Vielzahl von Voraussetzungen erf├╝llen. Kreis und Stadt Neuwied haben das in einer konzertierten Aktion geschafft.

Engagement f├╝r eine gerechtere Welt, Einsatz f├╝r eine nachhaltige Entwicklung: Das sind zwei Kernpunkte des Fair-Trade-Gedankens. Weltweit wollen immer mehr Kommunen Teil gerechterer Handelsbeziehungen sein. Mit Stolz k├Ânnen jetzt Kreis und Stadt Neuwied behaupten: Wir geh├Âren zur Fair-Trade-Gemeinde. Die entsprechenden Zertifikate nahmen nun Landrat Achim Hallerbach und Oberb├╝rgermeister Jan Einig im gut besetzten Amalie-Raiffeisen-Saal der Neuwieder Volkshochschule aus den H├Ąnden des Fair-Trade-Ehrenbotschafters Manfred Holz vom Verein TransFair entgegen. Die Anwesenden waren dabei┬á ├╝brigens Premiereng├Ąste, denn nie zuvor waren ein Kreis und eine dazugeh├Ârende Stadt gleichzeitig ausgezeichnet worden. Landrat und OB werteten das als Zeichen f├╝r eine gute Kooperation.

Holz hatte zuvor in pointierten Worten f├╝r eine solidarischere Welt geworben und eine Lanze f├╝r nachhaltigen Konsum gebrochen. ÔÇ×Man darf nicht das billig einkaufen, wof├╝r andere teuer bezahlenÔÇť, f├╝hrte Holz mit Blick auf die miserablen Arbeitsbedingungen aus, unter den viele Produzenten gerade in L├Ąndern der so genannten Dritten Welt leiden. Die Industrienationen st├╝nden in der Verantwortung, damit sich das ├Ąndere, so Holz weiter. Er zeigte sich beindruckt vom gro├čen Engagement der B├╝rger in Stadt und Kreis. Das habe daf├╝r gesorgt, dass alle Kriterien ÔÇ×mit BravourÔÇť erf├╝llt worden seien. Holz gab Landrat und Oberb├╝rgermeister sowie der Steuerungsgruppe, die mit ihrem Wirken das Feld f├╝r die Fair-Trade-Auszeichnung bereitet hatte, jedoch eines mit auf den Weg: ÔÇ×Die Auszeichnung ist nicht das Ende, sondern erst der Beginn f├╝r weitere Aktivit├Ąten.ÔÇť

An diesen beteiligen sich eine Vielzahl von Akteuren: Einzelhandel, Gastronomie, Verwaltungen, Vereine, Schulen und nicht zuletzt kirchliche Organisationen. Das viele von ihnen schon lange, teils mehr als drei Jahrzehnte, daf├╝r sorgen, den Fair-Trade-Gedanken zu verbreiten, wurde in einer kleinen Gespr├Ąchsrunde deutlich, die Eirene-Gesch├Ąftsf├╝hrerin Dr. Anthea Bethge kenntnisreich moderierte. Landrat Hallerbach und Oberb├╝rgermeister Einig outeten sich dabei als Verbraucher, die regelm├Ą├čig zu Fair-Trade-Produkten greifen. Ihr Wunsch f├╝r die Zukunft: das Fair-Trade-Netzwerk in Kreis und Stadt auszubauen. Die hoch motivierte Steuerungsgruppe um Priska Dreher, Alena Linke und Wolfgang Rahn will daf├╝r sorgen, dass dieser Wunsch Realit├Ąt wird.