Montag, 18. November 2019

Letztes Update:08:24:16 PM GMT

region-rhein.de

Leserbrief zu „Neuwieder Stadtrat wählt Ralf Seemann zum Beigeordneten“

Drucken

Als Ich tu's-Stadtratsmitglied Jutta Etscheidt in der Stadtratssitzung den Antrag stellte, den Tagesordnungspunkt Beigeordnetenwahl abzusetzen, um in Ruhe zu prüfen, ob es nicht eine erneute Ausschreibung geben könnte, zeigte das eigentlich nicht erlaubte, aber in der Botschaft heftig-eindeutige Klatschen von Zuschauern, wie klar es ist, dass hier in Neuwied etwas schief läuft.

Beeindruckten die Grünen zunächst noch mit einer sympathisch anmutenden und gegen Politik- und Politikerverdrossenheit hilfreichen Absichtserklärung, so ist es dann, als sie offenbar an ihrer erstmals möglichen Machtoption in der Stadt Neuwied Gefallen fanden, zu einem eklatanten Wortbruch gekommen, wie CDU-Stadtratsmitglied Christoph Menzenbach richtig herausgestellt hat, der auch konsequent gehandelt hat und sich der Linie seiner Partei verweigert hat.

Das Verhalten der vom Wähler anscheinend aufgrund einer illusionären Verkennung zu Unrecht aufgeblähten Grünen-Stadtratsfraktion wirkt so, als hätten diese Ex-Idealisten einen Schnellkurs zur frühestmöglichen Korrumpierbarkeit erfolgreich absolviert.

Es ist insbesondere auch nach der Wirkung eines Zeitungsinterviews mit Ralf Seemann auf den kritischen Leser wohl nachvollziehbar, dass die erfolgte Wahl dieses zweiten Beigeordneten die Fantasie anregt, wie denn künftig die grün-alternativ-vegane Variation auf die Gänsekeulenaffäre aussehen könnte.

Siegfried Kowallek, Neuwied