Mittwoch, 26. Februar 2020

Letztes Update:04:13:36 AM GMT

region-rhein.de

Sven Lefkowitz besuchte 85. Bahnlärm-Demo in Neuwied

Drucken

Seit über sieben Jahren trifft sich die Interessengemeinschaft „Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen“ e.V. Bad Hönningen in Zusammenarbeit mit den Bürgerinitiativen im unteren Mittelrhein- und Moseltal jeden zweiten Dienstag im Monat um 19:00 Uhr vor dem Bahnhof Neuwied. Zur 85. Bahnlärm-Demo war der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Lefkowitz eingeladen, der als Gastredner zu den Teilnehmern sprach.

NEUWIED. Verantwortliche der Deutschen Bahn AG und der Politik sollen durch die Dienstag-Demos an ihre Fürsorgepflicht gegenüber Bewohnern in der unmittelbaren Nähe von Bahnstrecken erinnert werden. Bahnlärm, Erschütterungen und Feinstaubbelastungen seien die großen Faktoren, die es im Sinne der Gesundheit der betroffenen Menschen endlich zu verbessern gelte: Denn Bahnlärm mache krank, wie die Demo-Teilnehmenden ihr Anliegen auch an jenem Dienstag wieder deutlich vertraten.

Bei seinem Besuch lobte der Abgeordnete Sven Lefkowitz den unermüdlichen Einsatz und das beispielhafte Engagement der Bahnlärm-Betroffenen. In seinem Redebeitrag verwies Lefkowitz auf die belastende Problematik: „Lärm macht krank. Aber Bahnlärm mit einem Pegel von oft über 100 Dezibel hat eine besonders heftige Qualität. Er gefährdet damit in besonderem Maße die Gesundheit der Menschen. Von der Beeinträchtigung der Lebensqualität einmal ganz abgesehen“.

Der SPD-Politiker zeigte die vielen Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation für die unter dem Bahnlärm leidenden Menschen auf und machte sich in seiner Rede für die potenziellen Maßnahmen stark, die den Ausbau von passivem Lärmschutz ebenso betreffen wie den erweiterten Einsatz von Flüsterbremsen. Ferner bezog sich Lefkowitz auf die Sinnhaftigkeit einer Einführung von Tempolimits und Nachtfahrverboten für laute Güterzüge sowie den Einsatz moderner Schienen- und Weichentechnik zur Lärmreduzierung.

„Wir brauchen moderne Züge und Gleisanlagen und eine Alternativtrasse zum Mittelrheintal. Es muss massiv investiert werden. Das bedeutet nicht nur Geld zur Verfügung zu stellen, sondern auch für die Umsetzung zu sorgen. Denn auch da hapert es an vielen Stellen. Dabei muss der Schutz der Gesundheit und die Unversehrtheit der Menschen immer im Zentrum der Überlegungen stehen“, schilderte Sven Lefkowitz den Anwesenden seine Überzeugungen. Der SPD-Landtagsabgeordnete sicherte der Interessengemeinschaft für den zukünftigen Verlauf auch weiterhin seine Unterstützung zu und machte abschließend deutlich: „Die notwendigen Entwicklungen können und dürfen nicht zu Lasten der Menschen in unserer Region gehen. Es ist wirklich ‚höchste Eisenbahn‘ bei den Herausforderungen den Lärmschutz und die Alternativtrasse entscheidend voran zu bringen.“