„Nach so einem Gespräch geht man nicht einfach heim und seinem Alltag nach“.

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Landtagskandidat Holger Wolf besucht 66 Minuten Theater Adventures

Schwere Monate liegen hinter Oliver Grabus und seinem Team von 66 Minuten.

Die Kulturbranche war die erste, die von den Corona-Einschränkungen betroffen war und sie wird wohl auch die letzte sein, die wieder zu einer Normalisierung findet.

Dank bestehender Rücklagen und einem hohen persönlichen Einsatz der Mitglieder und Mitarbeiter*innen gelang es dem Verein, die ersten Monate in 2020 irgendwie zu überbrücken. „Über den Sommer haben wir immer geringere Besuchszahlen, da die Menschen eher anderweitig unterwegs sind. Die geringeren Einnahmen werden dann eigentlich durch die Herbst- / Wintersaison kompensiert. Doch der erneute Lockdown hat uns komplett den Boden unter den Füßen weggezogen. Wir standen unmittelbar vor dem Aus. Ende Dezember wären bei uns für immer die Lichter ausgegangen“, berichtet Oliver Grabus, Creative Director von 66 Minuten - Theater Adventures. Dabei bietet Alles nur Theater mit seinen Adventures ein hochklassiges Freizeiterlebnis für Jung und Alt. Story und Spielatmosphäre stehen im Vordergrund und auch Rätselfreunde kommen nicht zu kurz.

„Auf meinen Hilferuf in den sozialen Medien reagierte Herr Wolf als einer der ersten Politiker*innen und niemand anderes hat sich so viel Zeit für seinen Besuch bei uns genommen. Zweieinhalb Stunden hörte er zu und suchte nach Möglichkeiten, uns zu unterstützen“, so Grabus.

„Die Auswirkungen der Pandemie trifft viele Menschen. Doch es ist etwas ganz anderes, sich aus erster Hand davon berichten zu lassen. Lebensträume und ganze Existenzen stehen auf dem Spiel. In diesem Fall bei einem Projekt, das weit über die Grenzen von Neuwied hinaus bekannt und erfolgreich ist. 66 Minuten gehört zu den weltbesten Adventure Rooms. Kaum ein anderer bietet so viel Technik auf, arbeitet mit echten Schauspielern und steckt so viel Detailliebe in die Gestaltung“, berichtet Holger Wolf, der den Verein seit seinen ersten Projekten in der Neuwieder Kulturkuppel kennt und auch schon selbst Mitspieler im Escape Room gewesen ist. „Das vielseitige Angebot von Alles nur Theater zahlt sich auch für den Neuwieder Einzelhandel und die örtliche Gastronomie aus, denn die aus ganz Deutschland und auch dem Ausland anreisenden Besucher belassen es zumeist nicht nur bei einem Besuch bei 66 Minuten“, so Wolf.

Trotz der schwierigen Situation steckte das kreative Team den Kopf nicht in den Sand. Aus der Krise wurde die Idee geboren, die Teilnahme an einem Abenteuer auch online anzubieten. Ein Team kann einen Schauspieler per aufwendiger Livecam-Technik durch die Räume lenken, während die einzelnen Teammitglieder an den heimischen Rechnern sitzen. So eröffnet sich die Möglichkeit zur Teilnahme zukünftig sogar barrierefrei. Doch diese Idee erforderte eine aufwendige Neuplanung und somit Zeit und Aufwand, die Alles nur Theater nicht mehr hatte. Es fehlten mehrere Tausend Euro, um sowohl die Mitarbeiter*innen als auch die Unterhaltskosten für die Räume bezahlen zu können.

„Nach so einem Gespräch geht man nicht einfach heim und seinem Alltag nach. Das beschäftigt einen nachhaltig. So habe ich dann in den nächsten Tagen verschiedene Gespräche geführt, um auf die Situation des Vereins aufmerksam zu machen“.  Dafür ist Oliver Grabus sehr dankbar: „Dank des Engagements von Herrn Wolf ist einiges in Bewegung geraten. Seine Initiative hat uns wirklich geholfen, ohne Kündigungen durch den Monat zu kommen. Das waren nicht nur nette Worte, sondern eine wirkliche Hilfe“, berichtet Grabus anlässlich eines weiteren Besuchs des Landtagskandidaten zum Jahreswechsel. Über den Berg ist 66 Minuten damit aber noch nicht, denn die Kosten laufen unvermindert weiter: „Aber jetzt stehen wir kurz vor dem Start unseres Onlineangebots und hoffen, dass viele Menschen einen Termin unter www.66minuten.de buchen“, zeigt sich Grabus optimistisch. „Alle Probespieler*innen waren von unserem aufwendigen Konzept ganz begeistert“. „Ich freue mich schon darauf, das Abenteuer mit Freund*innen auszuprobieren“, ergänzt Wolf. Den Gutschein hierfür hatte er bereits bei seinem ersten Besuch Anfang Dezember gekauft.