Dienstag, 07. April 2020

Letztes Update:10:58:24 AM GMT

region-rhein.de

RSS

Corona-Krise: alle Unternehmen brauchen jetzt Hilfe:

Drucken

Drei Landräte appellieren an Wirtschaftsminister: dringender Korrekturbedarf für kleine und mittelständische Unternehmen

Unternehmen brauchen jetzt liquide Mittel – Kredite sind belastend für die Zeit nach Corona

In einem gemeinsamen Brief zum Thema „Unterstützung mittelständischer Unternehmen im Rahmen der Coronakrise“ haben sich die Landräte der Kreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald über die Gemeinschaftsinitiative „Wir Westerwälder“ an das Ministerium für Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Mainz gewendet. „Wir appellieren an Staatsminister Dr. Volker Wissing dringende Anpassungen im Sinne aller Unternehmen zügig anzugehen und umzusetzen, sowie auf eine Vereinheitlichung der Landesförderprogramme hinzuwirken“, so die drei Landräte der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis, Dr. Peter Enders (AK), Achim Hallerbach (NR) und Achim Schwickert (WW) einig.

Besonders in den Fokus rücken die drei Landräte die mittelständischen Unternehmen, welche mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz beschäftigen. „Hier fordern wir ein klares und unmissverständliches Bekenntnis des Landes zu den Mittelständlern und deren Belangen. Maßnahmen wie Stundungen und weitere Verschuldungen führen bei vielen Unternehmen lediglich zu einer zeitlichen Verlagerung, nicht aber zur Lösung der Probleme,“ unterstreichen Dr. Enders, Hallerbach und Schwickert.

Ganz besonders die Förderung für Unternehmen auf 30,0 Mitarbeitern zu begrenzen, wirkt gerade im Hinblick auf die Programme der Nachbarbundesländer, als zu klein gedacht.

Die drei Landkreise appellieren daher eindringlich an den Wirtschaftsminister, die Mitarbeitergrenze zur Erlangung einer Förderung auf mindestens 50 Mitarbeiter anzuheben und in Staffelungen auf den gesamten Mittelstand auszuweiten. Außerdem sollten die in Aussicht gestellten Kreditprogramme der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) zumindest mit ihrem hälftigen Anteil in Zuschussprogramme umgewandelt werden, die Kreditlinien, egal von welcher Förderbank, von der Haftung zu 100 Prozent freigestellt werden und eine ganz klare 0,0 Prozent Kreditzins-Politik ausgegeben werden.

"In Zeiten der Corona-Krise müssen wir die mittelständischen Unternehmen in der Region Westerwald unterstützen und sie mit ihren Fragen und Forderungen nicht alleine lassen," so die Landräte der drei kooperierenden Landkreise Altenkirchen, Neuwied und dem Westerwaldkreis, Dr. Peter Enders (AK), Achim Hallerbach (NR) und Achim Schwickert (WW).

In dem Schreiben an Wirtschaftsminister Wissing, weisen die drei Kreisspitzen deutlich auf die Herausforderungen hin, denen die heimische Wirtschaft in Moment ausgesetzt sind. „Als Landräte der Kreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis sind wir eng mit unseren Unternehmen verbunden“, beschreiben die drei Landräte Dr. Peter Enders, Achim Hallerbach und Achim Schwickert die aktuelle Situation. „Wir erhalten dazu persönlich und über unsere Wirtschaftsförderungseinheiten einen ungefilterten und sehr schnellen Rücklauf.“

„Positiv wurde seitens der Unternehmer aufgenommen, dass die Förderanträge für die Soforthilfen des Bundes bereits am Sonntagabend zur Verfügung standen. Für Unverständnis sorgt u.a. aber die Regelung und Argumentation gegenüber solchen Unternehmen, die es in den letzten Jahren geschafft haben, finanziell vorzusorgen und die keine Kredite und keine Miete mehr zahlen müssen. ,“ berichten die drei Vertreter der Wirtschaftsförderungen, Katharina Schlag (Westerwaldkreis), Lars Kober (Altenkirchen), Harald Schmillen (Neuwied).  Diese Unternehmen fühlen sich massiv benachteiligt und sehen aus ihrer sogfältigen und nachhaltigen Unternehmensführung inzwischen sogar einen Nachteil erwachsen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Unternehmen helfen Unternehmen in der Region Westerwald:

Drucken

Digitales Austausch-Netzwerk für innovative Ideen in der Corona Zeit

Das Portal der Gemeinschaftsinitiative "Wir Westerwälder" ist um einen neuen Service erweitert: Unternehmen tauschen sich untereinander aus, um ihre Produktion und Lieferketten an die Notwendigkeiten der Corona-Krise anzupassen.

Über 220 Unternehmen aus allen Branchen präsentieren derzeit schon auf dem Portal www.wir-westerwaelder.de ihre Angebote und spezielle Dienste. Ab sofort können sich alle heimischen Unternehmen, die den Austausch mit anderen Unternehmen suchen, auf einer "Corona Pinnwand" eintragen. Die Pinnwand soll eine Art „Such und Find“-Funktion übernehmen.

"In Zeiten der Corona-Krise möchten wir die Unternehmen in der Wirtschaftsregion Westerwald besser vernetzen, um Ihnen durch die Corona Pinnwand eine Möglichkeit zu geben sich gegenseitig zu unterstützen", so die Landräte der drei kooperierenden Landkreise Altenkirchen, Neuwied und dem Westerwaldkreis, Dr. Peter Enders (AK), Achim Hallerbach (NR) und Achim Schwickert (WW).

Einschränkungen aufgrund des Corona-Virus bekommen viele Unternehmen in den drei Kreisgebieten zu spüren. Deshalb ist es wichtig, über ein digitales Netzwerk schnell und unkompliziert miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Idee dazu kommt von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Altenkirchen und wird jetzt auf das Gebiet der drei Kreise AK, NR und WW ausgedehnt, um noch mehr Unternehmen zu erreichen.

Sie bieten spezielle Produkte oder eine spezielle Dienstleistung an, die in der aktuellen Lage auch für andere Unternehmen in der Region Westerwald interessant sein könnte, oder möchten sich mit anderen Unternehmen vernetzen und austauschen? Sie können Mitarbeiter freistellen oder derzeit häufig gesuchte Produkte fertigen? Dann nutzen Sie bitte das kostenlose Angebot auf der Homepage der Gemeinschaftsinitiative Wir Westerwälder.  Tragen Sie sich mit Ihrem Angebot auf der Corona-Pinnwand ein. In einer einfachen Eingabemaske haben Sie die Möglichkeit ihr Unternehmen und ihr Produkt oder ihre Dienstleistung vorzustellen.

"Wir möchten den Unternehmen in den drei kooperierenden Kreisen mit diesem Service ein Netzwerk zur Verfügung stellen, um schnell miteinander in Kontakt zu treten und getreu dem Motto „Such und Find“ schnell passende Angebote zu finden und  einzustellen", erklärt Sandra Köster, Vorständin der Wir Westerwälder gAöR das neue Angebot, "Im Vordergrund steht auch hier die Kooperation der Unternehmen."

Die Corona-Krise stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Aufträge brechen weg, Geschäfte müssen schließen, Mitarbeiter fallen aus. Mit dieser neuen Rubrik entsteht für die regionale Wirtschaft eine kostenfreie Plattform, um ihre unternehmerische Innovationskraft zu bündeln - zum Vernetzen, Austauschen, Ideen geben, Helfen und Mut machen.

"Eine solch belastende Situation haben wir noch nie erlebt. Aber gerade in dieser Situation zeigt sich, was unsere Unternehmerinnen und Unternehmer leisten können und welche Innovationskraft in ihnen steckt“, betonen die drei Landräte der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis, Dr. Peter Enders (AK), Achim Hallerbach (NR) und Achim Schwickert (WW) , „Unter den jetzt herrschenden schwierigen Bedingungen müssen wir uns mit unserem Können und unseren Ideen zusammenschließen und weitermachen. Auch um sicherzustellen, dass die vielen großartigen lokalen Produkte und Dienstleitungen auch weiterhin zu den Menschen vor Ort gelangen.“

Die „Wir Westerwälder“ Gemeinschaftsinitiative weist an dieser Stelle auch nochmals auf die Aktion "Wäller Helfen" hin.
Dies ist eine Kooperation der Facebook-Gruppe Wäller Helfen, Heimatliebe Westerwald und dem Wäller Bündnis. Aktuell unterstützen mehr als 6100 Helfer die Menschen in unserer Region. Es werden Gelder oder Sachspenden benötigt, um die Arbeit fortführen zu können. (Kontakt hier: Björn Flick erreichbar über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

„Ich empfehle es auf jeden Fall weiter!“

Drucken

Zwei diakonische Projekte in Waldbreitbach und Umgebung

Waldbreitbach – „Die Menschen freuen sich und sind sehr dankbar“, lautet die einhellige Begründung, warum sie sich ehrenamtlich für andere einsetzen. Die Frauen und Männer, die an diesem Nachmittag im katholischen Pfarrheim in Waldbreitbach zusammenkommen, engagieren sich im Besuchsdienst oder im „Sozialen Netz Waldbreitbach und Umgebung“. Zwei Projekte, die von der persönlichen Begegnung leben, doch in der aktuellen Zeit der Corona-Pandemie müssen die Ehrenamtlichen umdenken.

Seit rund 30, 40 Jahren gibt es den Besuchsdienst, sind sich die Frauen sicher; ein genaues Gründungsdatum gibt es aber nicht. In „normalen Zeiten“ besuchen Zweier-Teams Menschen aus den Pfarreien Waldbreitbach und Niederbreitbach, die in den umliegenden Krankenhäusern stationär behandelt werden. „Wir bieten ihnen ein Gespräch an oder auch ein Gebet“, erklärt Karin Boehme. „Aber wir akzeptieren es auch, wenn keiner groß sprechen will“. Dann übergeben die Besucherinnen einen Brief und ein Büchlein mit Impulsen als Gruß aus der Pfarrei.

Männer haben sich der Gruppe noch nicht angeschlossen. Das findet Toni Lay insbesondere für die männlichen Patienten sehr schade. Dabei erlebten sie in diesem Ehrenamt sehr viel Dankbarkeit und Freude. Zudem ist es zeitlich gut planbar: In der Regel ist man alle sechs Wochen bis zwei Monate mit einem Dienst an der Reihe. „Man muss sich also nur einen Nachmittag alle paar Wochen freihalten“, bringt es Maria Bungarten auf den Punkt. Sie ist mit ihrer besten Freundin Roswitha Neitzer in einem Team. „Im Anschluss gönnen wir uns immer noch etwas Schönes, um auch über das Erlebte zu sprechen und um uns auszutauschen“. Sie ist seit zwei Jahren dabei. „Da bin ich in Rente gegangen, da hat man mehr Zeit“, erklärt sie schmunzelnd. Auf der Suche nach einer ehrenamtlichen Aufgabe schlug ihre Freundin den Besuchsdienst vor. Bereut hat sie ihre Entscheidung Erkrankte zu besuchen nicht: „Es macht mir viel Freude“ und sie ergänzt; „Ich empfehle es auf jeden Fall weiter!“ Sobald das derzeitige Besuchsverbot in Krankenhäusern aufgehoben wird, werden die Ehrenamtlichen selbstverständlich wieder Patientinnen und Patienten besuchen.

Im Vergleich zum Besuchsdienst ist das „Soziale Netz Waldbreitbach und Umgebung“ ein junger Hüpfer. Seit etwa eineinhalb Jahren finden sich katholische und evangelische Gläubige zusammen, die älteren, einsamen und pflegebedürftigen Menschen Zeit schenken.

Dabei ist es dem Team wichtig, kein Ersatz für einen professionellen Pflegedienst zu sein. „Wir beginnen dort, wo der Pflegedienst aufhört“, betont Marino Engels. Die rund einstündigen Treffen können frei gestaltet werden: Von Gesprächen zum Tagesgeschehen über Vorlesen, Kaffeetrinken oder kleinen Erledigungen ist vieles machbar. Dabei haben die Ehrenamtlichen auch die zum Teil pflegenden Familienmitglieder im Blick. Der Besuch kann auch diesen eine kurze Auszeit bieten. Momentan sind solche Treffen nicht möglich, doch das „Soziale Netz“ ist trotzdem aktiv: Die Mitglieder gehen für Menschen aus der Risikogruppe einkaufen oder erledigen kleine Besorgungen.

„Auch die Angehörigen, die weiter weg wohnen, freuen sich, dass wir etwa nach der Mutter sehen“, weiß Brigitte Beck. Sie wird dann auch mal um eine ehrliche Einschätzung der gesundheitlichen und mentalen Lage gefragt. Bruder Josef von den Franziskanerbrüdern in Hausen wurde sogar schon einmal zu einer Familienfeier eingeladen. Das Verhältnis ist geprägt von Vertrauen, Diskretion und Sympathie.

Das Projekt wird getragen von der Evangelischen Kirchengemeinde Waldbreitbach und der katholischen Pfarreiengemeinschaft Waldbreitbach-Niederbreitbach-Kurtscheid. Einen guten Austausch gibt es zu den Pflegestützpunkten und Pflegediensten in der Region, die das Netzwerk kompetent unterstützen.

Wer Interesse hat, sich in einer der diakonischen Gruppen zu engagieren oder Hilfe benötigt, meldet sich bei Karin Boehme unter Tel.: 02638-5205.

Weitere Informationen zu diakonischen Projekten in Zeiten von Corona gibt es auf der Bistums-Homepage unter dem Kurzlink: t1p.de/diakonisch-handeln-corona.

Vallendar baut: Auch in Corona-Zeiten laufen die Bauarbeiten weiter.

Drucken
Zwar geht die Republik ins Home-Office, aber auf vielen Baustellen laufen die Arbeiten bisher weiter.

„Offensichtlich präsentieren sich Bauleute bislang immuner gegen die Krise als Beschäftigte in  anderen Branchen“, betonen die Architekten Prof. Henner Herrmanns und Holger Zimmermann.

Dennoch hat der Schutz der Bauleute selbstredend oberste Priorität. Jede Baufirma müsse hier ihren eigenen Plan haben.

Auf jeden Fall können die Hygienevorschriften eingehalten werden. Und noch hält man am Fertigstellungstermin August d. J. fest, sofern keine Engpässe beim Material sich ergeben.

Vollsperrung der L 267 zwischen Puderbach und Raubach

Drucken

Zur Durchführung im Interesse der Verkehrssicherung zwingend notwendiger Rodungsarbeiten muss die Landesstraße (L) 267 zwischen Puderbach und Raubach von Mittwoch, 08.04.2020, bis Samstag, 18.04.2020, voll  gesperrt werden. Die Umleitungsstrecke über Harschbach wird entsprechend ausgeschildert. Aus Fahrtrichtung Raubach ist die Strecke frei bis zur Einmündung der Kreisstraße (K) 142 Richtung Woldert.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL