Donnerstag, 22. August 2019

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Ein Beispiel für aktives Bürgerengagement

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Fußballvereine übernehmen Pflege des Kunstrasenplatzes in Sayn

Bendorf. Für die Bendorfer Fußballvereine ging im letzten Jahr ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: der Tennenplatz in Sayn wurde in einen Kunstrasenplatz umgewandelt.

Die Stadt hat von den Gesamtkosten von 550.000 Euro rund 400.000 Euro übernommen, um einen Fußballplatz für ganz Bendorf zu schaffen und den zahlreichen Kinder und Jugendlichen optimale Trainings- und Spielbedingungen zu bieten. Im Gegenzug erklärten sich der SV Blau-Weiß Sayn, der Fußballverein Mülhofen und die Spvgg. Bendorf bereit, künftig die Platzpflege zu übernehmen, um den städtischen Haushalt zu entlasten.

„Diese Bereitschaft der Vereine ist nicht selbstverständlich. Hier haben wir ein gutes Beispiel für aktives Bürgerengagement“, lobte Bürgermeister Michael Kessler, als er die entsprechende Vereinbarung am vergangenen Donnerstag offiziell mit den Vereinsvorsitzenden Frank Matthies, Michael Eifler und Stefan Zöller auf dem Spielfeld in Sayn besiegelte.

Bereits bei der Errichtung des Platzes habe die Zusammenarbeit von Stadt und Sportvereinen bestens funktioniert, der rege Austausch und die enge Verbundenheit sollen auch weiterhin bestehen bleiben.

Die Vereine übernehmen künftig die Pflege des Platzes und der Fläche innerhalb der Umzäunung, alles was außerhalb liegt, fällt in die Zuständigkeit des städtischen Bauhofs.

Bei der symbolischen Übergabe der Pflegeeinheit für den Kunstrasen, bestehend aus Kompakttraktor und Pfleganhänger, wurde außerdem ein Rahmen-Belegungsplan unterzeichnet, der die Trainings- und Spielzeiten auf der begehrten Sportanlage regelt. Innerhalb dieses Rahmenplans wird der Trainingsplan im Einzelnen von den drei Vereinen festgelegt. „Es ist natürlich schwierig, bei der Platzbelegung 100 Prozent Zufriedenheit zu erreichen, aber wenn wir weiterhin viel miteinander reden, können wir die richtigen Lösungen finden“, ist der Rathauschef überzeugt.

50 Jahre im Dienst der Stadt Bendorf

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Helmut Gelhardt feierte besonderes Jubiläum

Bendorf.  In Zeiten von regem Personalwechsel und Neubesetzungen bildet er eine große Ausnahme: Helmut Gelhardt feierte am 1. August sein 50-jähriges Dienstjubiläum bei der Stadtverwaltung Bendorf.

In einer kleinen Feierstunde gratulierte Bürgermeister Kessler dem „Unikat“ und sprach ihm seine Anerkennung für die geleisteten Dienste aus. Neben der Urkunde der Ministerpräsidentin gab es auch ein Schreiben und den gusseisernen Ehrenteller der Stadt Bendorf. „Sie sind dafür ein würdiger Empfänger“, betonte der Rathauschef.

Helmut Gelhardt habe sich seit dem Beginn seiner Lehre immer weiterqualifiziert und in neue Bereiche eingearbeitet. In seinem Fachgebiet Umwelt sei er dank seiner Kompetenz ein über die Stadtgrenzen hinaus geschätzter Ansprechpartner.

Nach acht Jahren auf der Volksschule begann Gelhardt im Alter von 14 seine Angestelltenlehre im Bendorfer Rathaus. Nach über 35 Jahren bei der Stadtkasse wechselte er 2006 ins Bauamt, wo er einen Arbeitsbereich zugewiesen bekam, der seiner Art zu arbeiten sehr entgegenkam.

„Ich mag es, Dinge von Grund auf selbst zu entwickeln. Wenn mich etwas interessiert, fällt mir die Arbeit leicht“, erklärte Gelhardt. Das weiß auch Bauamtsleiter Karl-Rudolf Goergen, der seinem langjährigen Kollegen viele Freiheiten lässt und seine Kompetenz bei den Themen Umweltschutz, Landespflege oder Windkraft schätzt.

Obwohl er sich bislang nicht lange mit der Zahl 50 und ihrer Tragweite befasst hat, kamen Helmut Gelhardt am Tag des Jubiläums doch viele alte Erinnerungen in den Sinn. Als sei es gestern gewesen, hat er noch an seine ersten Arbeitstage vor Augen und auch aus der Ausbildungszeit hatte er für die Anwesenden noch die ein oder andere amüsante Anekdote auf Lager.

Bis Dezember ist der 64-Jährige, der sich auch privat stark für den Umweltschutz engagiert, noch Mitarbeiter der Stadt Bendorf, dann beginnt für ihn nach einem halben Jahrhundert bei der Verwaltung ein neuer spannender Lebensabschnitt.

Senioren-Union und Junge Union vertiefen Zusammenarbeit im Bezirk Koblenz-Montabaur

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Kommunalwahllisten sollen JU und Senioren-Union mit eigenen Listenplätzen berücksichtigen

Im Zuge einer Intensivierung der Beziehungen zwischen Senioren-Union und Junger Union im Bezirk Koblenz-Montabaur konsultierten sich die Vorstandsgremien zuletzt in Dieblich an der Mosel, um gemeinsam über die „Union der Generationen“ und die Kommunalwahl im kommenden Frühjahr zu sprechen.

Schon die Diskussion zu Beginn zeigte, dass die häufig Jahrzehnte lange politische Arbeit der Senioren sich als Erfahrungsschatz für die jungen Teilnehmer herausstellte. Besonders Ratschläge zur Arbeit in kommunalen Gremien waren für die Jungpolitiker im Hinblick auf eine eventuelle Kandidatur sehr interessant.

Andererseits profitierten die Teilnehmer der Senioren-Union von der frischen Herangehensweise und neuen Ideen, die die Jungen zum Beispiel im Bereich der Digitalisierung einbrachten.

Eine besondere Chance aber liegt für beide Vereinigungen in der Kommunalwahl im nächsten Frühjahr. Es sei nötig, dass in jedem Gremium auf kommunaler Ebene sowohl junge Menschen als auch Senioren repräsentiert seien. Daher fordern die Vorstände die Berücksichtigung von Kandidaten der Senioren-Union und Jungen Union auf den Kommunalwahllisten. Die Wahllisten der CDU im gesamten Bezirksverband sollen für Verbandsgemeinderäte, Stadträte und Kreistage  unter den ersten 9 Plätzen mindestens einen JU-Kandidaten und unter den ersten 11 Plätzen mindestens einen Kandidaten der Senioren-Union beinhalten. "Es ist unerlässlich, dass bei einer im Durchschnitt älter werdenden Partei ein besonderer Wert auf die Nachwuchsförderung gelegt wird. Zusätzlich ist aber auch die Lebenserfahrung der Senioren in Gremien unverzichtbar", so Karl-Heinz Totz, Bezirks- und stv. Landesvorsitzender der Senioren-Union. Die Beschlüsse des Treffens sollen den Kreisverbänden von JU, SU und CDU sowie dem CDU Bezirksverband vorgestellt werden.

Für eine strategische Zusammenarbeit zur Vorbereitung der Kommunalwahl kämen laut den Teilnehmern Zukunftsthemen wie ärztliche Versorgung und Rente in Frage.

„Das Treffen der beiden Vorstände bestätigt", resümierte der JU Bezirksvorsitzende Torsten Welling, "dass sich die gute Beziehung zwischen JU und SU, unter anderem durch den Einsatz von Philipp Mißfelder und Prof. Dr. Otto Wulf, zu einer nachhaltigen Kooperation entwickelt hat."

Ernte 2018

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Durchschnittliche Getreideernte, Viehversorgung gefährdet

Gemünden/WW. Im Rahmen der jährlichen Erntepressekonferenz erläuterte der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, in der Hessenmühle in Gemünden im Westerwald die Erntesituation im nördlichen Rheinland-Pfalz. Die Ernte 2018 war von widrigen Witterungsbedingungen geprägt. Die Niederschlagsmengen lagen im gesamten Frühling und Frühsommer unter dem langjährigen Mittel. Lediglich der Mai sorgte in weiten Teilen des Landes dafür, dass es keine Missernte gab. Dennoch, so machte der Präsident deutlich, sei die Niederschlagsverteilung nicht einheitlich gewesen, so dass es Regionen gebe, die unter Wassermangel gelitten hätten. In Jahren mit wenig Niederschlägen sei die Wasserhaltefähigkeit der Böden ausschlaggebend für die Ertrags- und Qualitätsentwicklung. Daher hätten Regionen mit leichteren, d. h. sandigeren Böden, deutlich unterdurchschnittliche Erntemengen eingefahren. Im Vergleich zu den nördlichen und östlichen Bundesländern seien die rheinland-pfälzischen Bauern bisher mit einem „blauen Auge“ davon gekommen. Wenn es aber in den nächsten Tagen nicht regnen würde, seien neben Einbußen im Grünland und Mais auch Mindererträge bei Zuckerrüben oder Kartoffeln zu erwarten.

Die Wintergerste, die überwiegend als Futtergetreide genutzt werde, habe gute Erträge erzielt. Auch die Qualitäten seien insgesamt zufriedenstellend. Die Erzeugerpreise für Wintergerste lägen zur Zeit um zehn Prozent über dem Vorjahresniveau. Anlass zur Freude gebe auch die Braugerste, da der Mairegen für eine gute Vollkornausbildung gesorgt habe. Mit über 55 dt/ha liege der Durchschnittsertrag um ca. 7 dt/ha über dem Vorjahr. Da keine negativen Überraschungen bei den Eiweißgehalten zu erwarten seien, seien die Qualitäten überwiegend zufriedenstellend. Auch die Preise hätten ein Niveau erreicht, das die Landwirte nach all den Jahren niedriger Erzeugerpreise zufriedenstelle.

Der Winterweizen, so Horper, wartet 2018 mit durchschnittlichen Erntemengen 70 dt/ha auf. Die Eiweißgehalte würden voraussichtlich den Qualitätsnormen für Brotweizen entsprechen. Die aktuellen Erzeugerpreise seien ebenfalls zufriedenstellend, erklärte der Präsident.

Problematisch sei die Rapsernte gewesen. Hier gebe es einen merklichen Ertragsrückgang, der einerseits auf die Witterungsschwankungen und andererseits auf fehlende Pflanzenschutzmittel zurückzuführen sei. Der zu nasse Spätsommer habe die Aussaat negativ beeinflusst, während der frostige Februar und der darauffolgende warme März bei den Rapspflanzen zu Stress geführt hätten. Darüber hinaus hätten der Rapserdfloh und der Rapsglanzkäfer nicht optimal bekämpft werden können, sodass auch wirtschaftliche Schäden durch Schädlinge eingetreten seien. Trotz gegenüber dem Vorjahr gesunkene Erträge um 32 dt/ha, würden die Erzeugerpreise enttäuschend niedrig, um 340 €/t, liegen. Raps sei daher für Horper in 2018 eine enttäuschende Kultur.

Viel problematischer sehe die Situation in der Viehhaltung und somit im Futterbau aus. Nach ersten akzeptablen bis guten Schnitten, seien zur Zeit keine weiteren Grünguternten mehr einzufahren. Den Betrieben fehle häufig der dritte Schnitt und somit 25 bis 30 Prozent des Gesamtjahresertrages des Grünlandes. Auch der Mais leide unter der aktuellen Trockenheit und Hitze. Wenn es nicht baldmöglichst regne, werde es in einigen Regionen bereits ab Mitte August Noternten geben. Er begrüße daher die Entscheidung des Landwirtschaftsministers Dr. Volker Wissing, der eine Ausnahmegenehmigung für einzelne Regionen zur Futternutzung und Beweidung von ökologischen Vorrangflächen erteilt habe. Horper begrüßte, dass sich Rheinland-Pfalz auch für die Nutzung von Zwischenfrüchten auf ökologischen Vorrangflächen im kommenden Herbst stark mache. Sollte der Bund eine Freigabe ermöglichen, würde dies vielen Betrieben bei der Ernährung ihrer Tiere helfen.

Horper: „Die Trockenheit trifft viele landwirtschaftliche Unternehmen hart. Vor allem die Betriebe im Norden und Osten Deutschlands leiden sehr unter den Auswirkungen der Dürre. Wir fordern daher, den betroffenen Unternehmerfamilien Liquiditätshilfen anzubieten. Ebenso ist eine Senkung der Steuervorauszahlung anzustreben. Für die Zukunft muss endlich eine steuerfreie Rücklage für Katastrophen, bzw. höhere Gewalt eingeführt werden. Außerdem würde eine Erhöhung der Bundesmittel für die Beiträge zur Unfallversicherung die Betriebe ebenfalls entlasten. Eine vorzeitige Auszahlung der Betriebsprämien macht hingegen nur Sinn, wenn neben dieser auch die Restzahlung noch vor Jahresende getätigt wird.“ Außerdem forderte Horper das Land auf, zu berücksichtigen, dass vereinzelt die Stickstoffbilanzsalden der Betriebe höher ausfallen könnten als geplant. Dies hätten allerdings nicht die Betriebe zu vertreten, sondern das sei nun einmal höhere Gewalt durch die fehlenden Niederschläge. Die Folgekulturen im kommenden Jahr müssten dennoch entsprechend ihrer Entzugswerte gedüngt werden.

Scharf kritisierte Horper die Aussage der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt, die die Landwirtschaft für die Hitzewelle verantwortlich mache. Die Landwirtschaft insgesamt und auch die ökologisch wirtschaftenden Betriebe seien die Leidtragenden der Hitzewelle. Die Landwirtschaft insgesamt kämpfe gegen den Klimawandel und setze sich intensiv für den Umweltschutz ein. Beispielhaft nannte er die Klimastrategie 2.0 des Deutschen Bauernverbandes, die in diesem Jahr verabschiedet worden sei und die über 200.000 Hektar, die alleine in Rheinland-Pfalz nach besonderen Umweltgesichtspunkten bewirtschaftet würden. Die Kritik Göring-Eckhardts sei populistisch und in Anbetracht der Situation, in der sich viele Betriebe befänden, völlig gefühl- und instinktlos.

Während des Erntegesprächs führten die Landfrauen des Kreisverbandes Westerwald unter der Leitung der Landfrauenvorsitzenden Gudrun Franz-Greiß eine Aktion gegen Nahrungsmittelverschwendung durch. Mit dem vom Umweltministerium zur Verfügung gestellten Kochbus erläuterten die Landfrauen den anwesenden Politikern und Medienvertretern die Möglichkeiten der Nutzung von Nahrungsmitteln, die vom Lebensmitteleinzelhandel für die Vernichtung vorgesehen seien.

Erfolgreiches Bürgertreffen der AfD in Dierdorf

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Dierdorf. Der Kreisverband der Bürgerpartei Alternative für Deutschland (AfD) richtet jeden dritten Freitag im Monat sein offenes Bürgertreffen in Dierdorf aus. Die Regionalverantwortliche und Beisitzerin des Neuwieder Kreisvorstandes der AfD, Gerlinde Seidel sprach nach dem Grußwort über die im Dezember anberaumte Ratifizierung des UN Paktes für Migration und Flüchtlinge. Im „Globalen Pakt für Migration“ verpflichten sich die UN-Mitgliedstaaten zum Beispiel, Flüchtlinge und Migranten unabhängig von ihrem legalen Status gleichzustellen. In der Praxis kann das bedeuten, dass selbst illegale Migranten nicht in ihre Herkunftsländer ausgewiesen werden. Das könnte nach den neuen UN-Richtlinien gegen die Menschenrechte verstoßen. Je nach rechtlicher Auslegung könnten dann sogar illegale Grenzübertritte nicht mehr kriminalisiert werden. Dazu Gerlinde Seidel: „Selbst die USA bangen um ihre Souveränität und haben sich rechtzeitig, aus gut nachvollziehbaren Gründen, von diesem Migrationspakt distanziert. Ungarn wird den USA folgen. Wenn wir unser Sozialsystem retten wollen, dann darf Deutschland dieses Abkommen nicht unterzeichnen! Bund, Länder und vor allem die Kommunen sind jetzt schon überlastet.“ Nach dem Vortrag fand, so wie es bei den Veranstaltungen der AfD üblich ist, eine angeregte Diskussion statt. Im Anschluss konnte Gerlinde Seidel mehrere Mitgliedsanträge an interessierte Bürger aushändigen.
Kreisverband der AfD Neuwied

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