Mittwoch, 21. November 2018

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Innovation ist kein Selbstläufer

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140 Besucher beim Bendorfer Wirtschaftstag

Bendorf. Wie kann man mit Kreativität und Innovation die Zukunft gestalten? Um diese Frage ging es am 25. Oktober beim 24. Bendorfer Wirtschaftstag in der Krupp’schen Halle.

Rund 140 Besucher waren zu dem jährlichen Treffen von Wirtschaft und Politik, Handel und Tourismus, Verwaltung und Medien gekommen, um sich fachliche Impulse einzuholen und sich auszutauschen.

„Auch in Bendorf haben wir Unternehmen, die hoch innovativ und kreativ arbeiten. Bei meinen Unternehmensbesuchen bin ich immer wieder begeistert, welche Entwicklungen vor Ort in den Firmengebäuden stattfinden“, erklärte Bürgermeister Michael Kessler in seiner Begrüßung. Dabei gebe es sicherlich noch weiteres Potenzial, den kreativ-innovativen Prozess weiterzuentwickeln.

Der Wirtschaftsstandort Bendorf habe geeignete Rahmenbedingungen, um Unternehmen zu binden: die guten Verkehrsanbindungen, die Vielzahl der Schulen und Kindertagesstätten, die demographische Stabilität, das kulturelle und touristische Angebot, aber auch die Fähigkeit zur Integration von Zuwanderern, die industrie-kulturelle Vergangenheit und Gegenwart sowie ein gutes regionales und lokales Netzwerk.

Auch Landrat Dr. Alexander Saftig hob die attraktiven Standortfaktoren der Region hervor. Der Landkreis Mayen-Koblenz sei ein starker Wirtschaftsstandort und Heimat von modernen und zukunftsorientierten Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Für ihn bedeute Innovation, „das Alte auf neue Weise zu tun.“

Dass man nicht in die Ferne schweifen muss, um kreative und innovative Köpfe zu finden, zeigt das Beispiel von Thomas Steinhardt. Der Bendorfer Architekt erhielt mit seinem Team kürzlich den international bedeutenden „Iconic Award – Innovative Architecture“ für die Gestaltung einer Vinothek des Weinguts Scheidgen in Hammerstein. Im Jahr 2019 folgt überdies der „German Design Award“. Eine großartige Leistung, die von Bürgermeister Kessler und dem Publikum des Wirtschaftstages im Vorfeld der Vorträge gewürdigt wurde.

Dass Innovation kein Selbstläufer ist, betonte Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und Innovationsforscher. Erneuern sei „unbequem“ und immer mit viel Arbeit und gegebenenfalls auch Rückschlägen verbunden.

„Es gibt nicht nur Gewinner. Innovation ist immer auch Substitution“, so der Wirtschaftsexperte. Neue Technologien und Produkte ersetzen Etabliertes - alte Strukturen und Privilegien lösen sich auf.

Zunächst gelte es für Unternehmen, eine eigene Orientierung zu finden. Dabei gehe es um Differenzierung und nicht darum, dem Mainstream zu folgen. Wie kann man Bestehendes besser machen? Wo liegen eigene Potenziale und wie kann man diese kreativ in neue Anwendungsfelder einbringen?

Bernd Kriegesmann betonte außerdem die Wichtigkeit der Kundenorientierung: „Nicht im Labor, sondern beim Kunden vor Ort erkennt man, worauf es ankommt, wie das Produkt im echten Leben funktioniert oder auch nicht“.

Scheitern sei bei Innovationsprozessen der Normalfall, nicht die Ausnahme. Bei der Umsetzung von neuen Ideen gelte es, Barrieren im technischen, organisatorischen und personellen Bereich abzubauen.

Nicht zuletzt müssen Unternehmen die richtigen Kräfte aktivieren – Leute, die für ein Thema brennen. Der Wirtschaftswissenschaftler rät: „Personifizieren Sie Innovationsprojekte“. Dabei dürfe man ruhig auch mal querdenken.

Ein solcher Querdenker, der mit seiner Erfindung weltweit erfolgreich ist, ist Christoph Rieser aus Obersteinebach. Der Kunsthandwerker, Sattlermeister, Goldschmiedemeister und Designer hat den Topographen EQUIscan entwickelt, der es ermöglicht, Pferderücken genau zu vermessen. Anhand der Daten kann anschließend ein passgenauer Sattel anfertigt werden.

Im Gespräch mit dem Leiter der Bendorfer Wirtschaftsförderung, Werner Prümm, bestätigte er viele Thesen, die Bernd Kriegemann in Hinblick auf Innovationen aufgestellt hatte. Bereits bei der Entwicklung von EQUIscan musste er Rückschläge hinnehmen und Durchhaltevermögen beweisen: „Es gab sehr viele Zwischenschritte“. Zunächst war das Messgerät noch aus Metall und nicht patentiert. Mitte der 2000er-Jahre unternahm Rieser schließlich erste Versuche, Pferderücken zu scannen. Mit dem skelettförmigen "Topograph Pro" aus Kunststoff gelang der Durchbruch, wobei die Patenterteilung auch wieder eine große Herausforderung darstellte. „Man braucht absolute Identifikation mit seinem Produkt und eine sehr gute Marktkenntnis, um sich durchzusetzen“, so Rieser.

Ellen Demuth unterstützt Bendorfs Bewerbung für die Laga 2026

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Bendorf. In der vergangenen Woche konnte Bürgermeister Michael Kessler Ellen Demuth in Bendorf begrüßen.

Die Vorsitzende der Enquete-Kommission Tourismus im rheinland-pfälzischen Landtag war der Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Josef Doetsch gefolgt und informierte sich über aktuelle Projekte der Stadt Bendorf - darunter die Baumaßnahmen auf dem Denkmalareal Sayner Hütte und die Pläne für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2026.

Sie zeigte sich von dem Vorhaben der Stadtverwaltung überzeugt und sicherte Michael Kessler und Wirtschaftsförderer Werner Prümm ihre Unterstützung für die Bewerbung zu.

„Herzwerk“ erhält Spendenscheck

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„Herzwerk“ – eine Herzensangelegenheit der Evangelischen Kirchengemeinde in der Bendorf und der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG

(Koblenz, den 25.10.2018) „Herzwerk“ ist ein Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Bendorf. Als Anlaufstelle für bedürftige Menschen bieten die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter Hilfe durch die Verteilung von Lebensmitteln und Kleidung sowie durch persönliche Zuwendung und Gespräche.

Jede Woche werden rund 300 Personen versorgt. Dazu gehören viele Familien mit Kindern, Rentner, Alleinerziehende und Singles. Über die reine Lebensmittelausgabe hinaus sind auch wertschätzende Beziehungen zu Menschen am Rande der Gesellschaft entstanden.

Neben der Tafel gibt es ein Herzwerk-Café im kleinen Gemeindesaal. Es ist als gemütlicher Aufenthaltsort und Treffpunkt gedacht. Kaffee, Kuchen gibt es umsonst, auch Gäste von außerhalb sind herzlich willkommen.

Marktbereichsleiter Ralf Weinand und Kundenberaterin Dagmar Kortevoß freuten sich, den Spendenscheck der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG in Höhe von 500 Euro überreichen zu können. Schließlich geht es jetzt mit Riesenschritten nicht nur in die kalte Jahreszeit, sondern auch Weihnachten steht wieder vor der Tür. Hier können die „Herzwerker“ finanzielle Unterstützung auch für Kinder-Weihnachtsgeschenke gut gebrauchen.

L 304, Erneuerung einer Stützwand zwischen Isenburg und Kausen

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Am 05.11.2018 beginnen im Auftrag des LBM Cochem-Koblenz die Arbeiten für die Erneuerung einer Stützwand zwischen Isenburg und Kausen. An der rund 90 Jahre alten Stützwand waren bei den regelmäßigen Bauwerksprüfungen zum Teil gravierende Schäden festgestellt worden. Auch der auf die Stützwand sich anschließende Randbalken ist aufgrund des schlechten Baugrunds abgesackt. Als Ersatz für die alten Bauwerke werden eine neue Spritzbetonwand und ein neuer Randbalken hergestellt, die mit Mikropfählen im Untergrund verankert werden.

Zusätzlich wird auch ein im Bereich der Stützwand vorhandener Durchlass erneuert.

Die Arbeiten werden von der Firma STRABAG aus Lahnstein ausgeführt. Die Kosten von voraussichtlich 710.000 € trägt das Land Rheinland-Pfalz.

Aufgrund der geringen Fahrbahnbreiten können die Arbeiten nur unter Vollsperrung ausgeführt werden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Sommer 2019 abgeschlossen sein.

Der Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die auftretenden Verkehrsbeeinträchtigungen.

Mit dem Abschluss des Projekts wird die verkehrliche Infrastruktur in der Region weiter systematisch verbessert.

„Herr, gib ihnen die ewige Ruhe“

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Bendorfer Marktmusik an Allerseelen

Bendorf. Die Bendorfer Marktmusik zum Abendläuten am Freitag, 2. November (Allerseelen) steht im Zeichen des Totengedenkens. Mit Werken von Heinrich von Herzogenberg und Johannes Brahms greifen die Medardus-Kantorei unter der Leitung von Max Künster und der ehemalige Kantor der Medardus-Gemeinde, Gisbert Wüst, das Thema „Herr, gib Ihnen die ewige Ruhe“ auf.

Herzogenberg und Brahms pflegten eine enge musikalische Freundschaft, nicht zuletzt in der Hinwendung zur geistlichen Musik. Ähnlich wie im „Deutschen Requiem“ von Brahms hat Herzogenberg Bibeltexte zu einem Kompositionszyklus mit dem Titel „Zum Totensonntag“ zusammengestellt.

Die Kantorei singt eine Auswahl dieser Motetten op. 92, begleitet von Gisbert Wüst an der Orgel, der die Gesänge mit Orgelwerken von Johannes Brahms ergänzt.

Erika Birk stellt einen Text von Marie Luise Kaschnitz vor, der die Frage des Lebens nach dem Tode aufgreift.

Diese zugleich letzte Marktmusik des Jahres 2018 beginnt wie immer um 19 Uhr im katholischen Teil der Bendorfer Medardus-Kirchen.

Die neuen Flyer für die fünfte Marktmusik-Staffel 2019 mit dem Jahresthema „Europa klingt und singt“ liegen an diesem Abend erstmalig aus. Ein Projektchor ehemaliger juka-Mitglieder startet am 4. Januar mit einem Programm, das die Vielfalt europäischer Weihnachtslieder vorstellt.

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