Mittwoch, 29. Januar 2020

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Tag des offenen Denkmals in Bendorf

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Freier Eintritt bei vielen Sehenswürdigkeiten

Bendorf.  Am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 9. September, öffnen historische Bauten unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ ihre Tore für Kultur- und Geschichtsfans. Auch der Kulturpark Sayn ist mit seinen vielseitigen Sehenswürdigkeiten vertreten.

So wird auf der Sayner Hütte die eiserne Geschichte des Denkmalareals bei öffentlichen Führungen wieder lebendig. Die Rundgänge finden von 11 bis 16 Uhr stündlich statt und bringen interessierten Gästen die beinahe 250-jährige Historie des Industriedenkmals von europäischem Rang näher. Die 1830 vollendete Gießhalle war Vorreiter für den Bau von Bahnhöfen oder des weltbekannten Kristallpalastes in London.

Einen etwas anderen Rundgang bietet die Themenführung „Zeitgeister“ um 15 Uhr. Die Teilnehmer erfahren überraschende Zusammenhänge zwischen der Geschichte Europas und der Entwicklungsgeschichte der Sayner Hütte. Was hat Napoleon mit dem Industriedenkmal zu tun?

Die Stiftung Sayner Hütte öffnet die Tore des Denkmalareals von 10 bis 18 Uhr. Neben den kostenlosen Führungen dürfen sich die Besucher auf Schaugießen von und mit Maschinenbaumeister Volker Allexi freuen. Beim „Hüttenfest“ des Freundeskreises Sayner Hütte gibt es von 11 bis 16 Uhr Kaffee und Kuchen.

Natürlich lohnt sich auch ein Besuch im Schloss Sayn. Das dort ansässige Rheinische Eisenkunstgussmuseum mit seiner aktuellen Ausstellung „Preußens schwarzer Glanz“ hat von 10 bis 18 Uhr bei normalem Eintritt geöffnet. Auf Anfrage können einzelne Gruppen auch die fürstlichen Salons besichtigen oder sich von Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn persönlich durch das Schloss führen lassen. Um 15 und 16 Uhr spricht er bei kostenlosen Führungen über seine Vorfahrin „Fürstin Leonilla (1816-1918) – Eine Europäerin in Sayn“. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt - Anfragen bei Katharina Jasper, Tel.: 02622 / 9024-0, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Die im 12. Jahrhundert erbaute Burg Sayn öffnet ihre Türen ebenfalls von 10 bis 18 Uhr. Interessierte Besucher können sich mit Ritter Hermann über die bewegte Geschichte des Denkmals unterhalten.

Inmitten des historischen Alt-Sayn klappert am rauschenden Brexbach die Hein's Mühle. Sie ist von 11 bis 17 Uhr zugänglich. Bei Interesse werden von 14 bis 17 Uhr Führungen durch den Förderverein angeboten.

Von 10 bis 18 Uhr können Besucher außerdem die Abtei Sayn besichtigen. Dort wird eine Ausstellung in der Prälatur eröffnet, welche vor 300 Jahren erbaut wurde. Präsentiert werden sakrale Kunst, Messgewänder, historische Urkunden und Bücher. Dietrich Schabow und Jürgen Mosen vom Förderkreis bieten außerdem um 11, 13 und 15 Uhr Führungen an.

Der Römerturm am UNESCO Welterbe Limes im Bendorfer Stadtwald ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und geschichtsinteressiertes Publikum. Am 9. September ist er von ebenfalls von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Susanne Syré ist vor Ort und lädt von 14 bis 17 Uhr, als Tavernenwirtin Silvana Sylvestra ein, die Welt der Römer kennenzulernen.

Neben den Denkmälern in Sayn kann am Tag des offenen Denkmals übrigens auch die Bendorfer Doppelkirche St. Medardus besichtigt werden. In wohl einmaliger Konstellation sind hier die evangelische und die katholische Kirche unter einem Dach vereint.

Tolle Leistungen beim Schwimmfest der Grundschulen

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Zwei Teams teilen sich Sieg bei der Schwimmstaffel

Bendorf.  Auch wenn die Wettkämpfe ausgerechnet auf den ersten regnerischen Tag seit Wochen fielen, ließ sich der Bendorfer Nachwuchs nicht die Stimmung vermiesen. Das Schwimmfest der Bendorfer Grundschulen am vergangenen Freitag war trotz mäßiger Temperaturen und Nieselregen geprägt von Spaß und hervorragenden sportlichen Leistungen.

Die Organisation lag in diesem Jahr in den Händen der Mülhofener Lehrerinnen und Lehrer. Unterstützt von Lehrerkollegen der Medardus-Schule und der Grundschule Stromberg, von einigen Eltern und natürlich von den Schwimmmeistern des Bades nahm der Schwimmwettbewerb einen reibungslosen Verlauf.

Strahlende Gesichter gab es bei der Siegerehrung mit Gaby Zils, die den drei erstplatzierten Mädchen und Jungen aus den Jahrgängen 2008 bis 2011 eine Urkunde für ihre Leistungen im Brustschwimmen überreichte. Die Beigeordnete lobte die Teilnehmer für ihren tollen Einsatz und hob hervor, wie wichtig es ist, dass Kinder schwimmen lernen.

„Es ist wirklich toll, dass ihr alle schwimmen könnt und vor allem kann man sehen, dass ihr auch viel Spaß daran habt“, so Zils.

Zum Abschluss gab es wie immer eine Schwimmstaffel um den Pokal des Fördervereins „Bad Sayn“. Diese war an Spannung nicht zu überbieten und endete mit einem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen.

Am Ende durften zum ersten Mal gleich zwei Teams jubeln: Bodelschwingh- und Medardus-Schule wurden beide zum Sieger ernannt. Eine Premiere, mit der der Förderverein nicht gerechnet hat. Damit sich auch beide Schulen eine große Trophäe in die Vitrine stellen können, wird nun noch ein zweiter Pokal bestellt. Bei der Siegerehrung musste ein Provisorium her, was dem gut gelaunten Schwimm-Nachwuchs allerdings gar nichts ausmachte.

Vermittlungsgespräch zwischen Ortsgemeinde, Bauämtern und Gary Blackburn ergab:

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„Little Britain“ ist illegal

Ausstellungsgelände widerspricht aktuell gesetzlichen Grundlagen

Beim Vermittlungsgespräch zwischen der Ortsgemeinde Erpel, dem Betreiber von „Little Britain“ in Kretzhaus, Gary Blackburn, und den Bauämtern der Kreisverwaltung Neuwied und der Verbandsgemeinde Unkel stellten alle Teilnehmer unzweifelhaft fest, dass die baulichen Anlagen von „Little Britain“ auf dem Grundstück der Familie Blackburn insgesamt illegal errichtet wurden. Das Projekt sorgt bereits seit einiger Zeit für reichlich Diskussionen. Fakt ist – und hieran ließen die Behördenvertreter keinen Zweifel aufkommen: „Little Britain“ widerspricht aktuell den gesetzlichen Grundlagen.

Gleich zu Beginn stellten Landrat Achim Hallerbach und der 1. Kreisbeigeordnete und Kreisbaudezernent Michael Mahlert auch klar: „Die Kreisverwaltung hat nicht darüber zu entscheiden, ob Little Britain als Kleinod oder Schandfleck, abstoßend oder bezaubernd, geschmacklos oder wertvoll einzustufen ist. Wir haben dafür zu sorgen, dass das Gesetz eingehalten wird. Der ganze Konflikt ist grotesk und hätte bei Einhaltung gewisser Grundregeln viel sachlicher verlaufen können. Wer auch nur eine Terrassenüberdachung am Haus anbringen will und sich unsicher ist, ob dafür eine Genehmigung notwendig ist, fragt doch logischerweise beim Bürgermeister oder beim Bauamt vorher nach. Das gehört zu deren Alltag und wird von den Bürgerinnen und Bürgern reichlich genutzt.“ Damit liegt der Schwarze Peter ganz klar in Blackburns Händen; was ihm aber nicht neu sein dürfte. Dieser lenkte bei dem Gespräch auch ein und sagte zu, die illegalen Bauten zu beseitigen und insgesamt ein Konzept für eine Legalisierung seines Projekts zu einem späteren Zeitpunkt vorlegen zu wollen. Inzwischen meldete Blackburn, dass er alle nicht rechtmäßig aufgestellten Figuren und Pflanzen beseitigt habe. Auch die Busse hat er wie gefordert von den Flächen der Gemeinde entfernt. Nun hofft er, dass seine Sachen in Zukunft wieder an ihren Platz zurückkehren können.

Vor diesem Hintergrund der Illegalität war es erforderlich, dass die Nutzung aller baurechtswidrig errichteten baulichen Anlagen, wie z. B. Panzer, halboffene Hütte, geschlossene Hütte, Telefonzelle, diverse Fahrzeuge, mit sofortiger Wirkung untersagt wurde. Weiterhin wurde angeordnet, dass die zur Deko- und Ausstellungszwecken in und auf den von der Nutzungsuntersagung betroffenen Anlagen eingebrachten Gegenstände bzw. Figuren sofort zu entfernen sind.

Weiterhin wurde mit sofortiger Wirkung untersagt, Besuchern zum Zwecke der Besichtigung der Ausstellung „Little Britain“ den Zutritt zu gewähren. Der Zutritt ist durch Sperrung der Zuwegung für unbefugte Dritte mittels geeigneter Maßnahmen, wie z. B. Anbringung einer entsprechenden Beschilderung, Errichtung einer Absperrung bzw. Schrank- und Toranlage, zu verhindern. Außerdem wurde mit sofortiger Wirkung untersagt, die Ausstellung zu bewerben. Bereits angebrachte Werbeschilder und Plakate sind sofort zu entfernen. Landrat Hallerbach wies ausdrücklich darauf hin, dass die bisherige Verfügung weiterhin gelte.

Im Gespräch erläuterten die Behördenvertreter nochmals das baurechtliche Verfahren, welches klar und deutlich regelt, wie bei Baugenehmigungen zu verfahren ist. Zu den Aufgaben einer Ortsgemeinde gehört die Erstellung eines Bebauungsplanes (verbindlicher Bauleitplan). Hier wird geregelt wo, was und wie in einem Dorf oder einer Stadt gebaut werden soll und kann. Natürlich muss diese dem Flächennutzungsplan (vorbereitender Bauleitplan) der Verbandsgemeinde bzw. der Stadt und den überörtlichen Bestimmungen entsprechen.

Das heißt im Normalfall: der Flächennutzungsplan legt fest, wo Bauflächen und Versorgungsanlagen, Straßen entstehen sollen, Waldflächen oder auch Flächen für die Landwirtschaft erhalten bleiben oder entstehen; ob für Industrie oder Handwerk Flächen zur Verfügung stehen oder Wohnhäuser gebaut werden sollen etc. Im Bebauungsplan wird dies dann konkretisiert, z.B. Größe der Baufeldern, Zuwegungen, Geschoßzahl der Häuser usw.

Da kein Rechtsanspruch darauf besteht, dass eine Verbandsgemeinde einen Flächennutzungsplan oder die Ortsgemeinde einen Bebauungsplan, gar mit bestimmten Parametern aufstellen oder ändern muss, empfiehlt es sich natürlich erst einen Bauantrag für ein bestimmtes Bauvorhaben zu stellen, wenn diese sog. Bauleitplanung abgeschlossen ist. Zumal das ganze Planungsverfahren ergebnisoffen ist und unter Umständen nicht zu Ende geführt werden kann, wenn andere Belange überwiegen.

In dieser Bauleitplanung werden viele Fragen geklärt, die für das konkrete Objekt von Bedeutung sind: Welche Flächen dürfen wie bebaut werden – und welche nicht? Wie ist die Zufahrt zu den Grundstücken geregelt? Die Flächen müssen gut von den Rettungsdiensten und allen Nutzern erreicht werden können. Wie ist die Wasser-, Löschwasserver- und Abwasserentsorgung sichergestellt? etc. Aber auch Gutachten zum Artenschutz, möglichen Altlasten, Versickerungsfähigkeit des Bodens oder zum Immissionsschutz  müssen gegebenenfalls erstellt werden. Neben der Bauleitplanung können z.B. Anträge zu Änderung der Bodennutzung, z.B. wenn aus dem Wald ein Baugebiet werden soll kommen oder nachbarschaftliche Einigungen, Grunddienstbarkeiten müssen vorher geklärt werden.

Soweit der Sachverhalt wie ihn das Gesetz vorsieht. Werden jedoch Fakten seitens der Grundstückbesitzer geschaffen, ohne dass ein beschlossener Bebauungs- und Flächennutzungsplan vorliegt oder ein Bauantrag gestellt wurde, kann die Gemeinde bzw. die Verbandsgemeinde nachträglich die Bauleitplanung ändern. Jedoch mit dem Risiko, dass die geschaffenen Fakten trotz alledem nicht, oder nicht in jedem Punkt, rechtens werden, was konkret Ab- oder Rückbau bedeutet.

„Dies gilt für alle Bürgerinnen und Bürger, ganz gleich ob sie ein Einfamilienhaus planen, Stallungen aus dem elterlichen Betrieb in Wohnungen verwandeln wollen, eine Industrieanlage oder ein Museum planen. Je nach Vorhaben sind spezielle Regelungen zu treffen. Bei musealen Ausstellungsflächen, sind eventuelle Vorbehalte des Tourismus, Besucher- und Kundenverkehr und -parkplätze oder Immissionen etc. betroffen, bei Planungen am Ortsrand sind Einwände von z.B. Naturschutzverbände zu hören. „Diese ganzen Verfahren sind kompliziert, aber zu einem Rechtsstaat gehört auch, dass sich an Recht gehalten und dies auch durchgesetzt wird, dass Interessen gegeneinander abgewogen werden und bei Entscheidungen der Blick auf das Ganze und nicht nur auf die Einzelinteressen gerichtet wird. Herr Blackburn ist nun am Zuge die Bedingungen für einen genehmigungsfähigen Antrag zu schaffen. Erst danach kann über den Fortbestand des Projektes gesprochen werden“, stellen Hallerbach und Mahlert abschließend fest.

Infostand der AfD in Dierdorf und in Neustadt an der Wied

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Dierdorf/ Neustadt (Wied). Am Samstag, den 1. September, wird die Alternative für Deutschland (AfD) ab 10 Uhr mit Infoständen über ihr Parteiprogramm auf dem Dierdorfer Marktplatz und in Neustadt an der Wied informieren. Dabei werden die Positionen der AfD zu direkter Demokratie, Familienpolitik, innerer Sicherheit und anderen Themenfeldern vorgestellt. Die Mitglieder der AfD freuen sich auf viele anregende Gespräche, spannende Themen, neue Anreize und interessante Diskussionen.


Ort: Dierdorf – Marktplatz (Rondell) u. Neustadt an der Wied - Hauptstraße/ Ecke Raiffeisenstraße

Zeit: ab 10:00 Uhr

Starke Saison im Sayner Freibad

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Hitzewelle lockte zahlreiche Besucher an

Bendorf.  Auf der Liegewiese entspannen, zwischendurch ein paar Bahnen ziehen und vor allem die nötige Abkühlung bei den heißen Temperaturen genießen: Der rekordverdächtige Sommer lockte in den vergangenen Wochen zahlreiche Besucher ins Freibad in Bendorf-Sayn.

Alleine im Juli strömten 21.692 Menschen zum Schwimmen ins Sayntal - das ist für diesen Monat der höchste Wert seit 2010.

Bereits am 22. August wurde eine Gesamtbesucherzahl von 43.362 verzeichnet. Damit ist das Jahr 2018 schon vor dem offiziellen Saisonende eines der besucherreichsten Jahre der letzten beiden Jahrzehnte. Zum Vergleich: Im nasskalten Jahr 2017 zählte das Bad zum Saisonende 28.945 Gäste, 2016 waren es 31.590. Dementsprechend glücklich ist der Erste städtische Beigeordnete Bernhard Wiemer mit der Bilanz: „Mit der Badesaison kann man mehr als zufrieden sein. Gerade für Familien mit Kindern, aber auch für jüngere Besucher ist das Freibad sehr attraktiv. Wenn das Wetter gut ist, stimmen auch die Besucherzahlen.“

Den diesjährigen Besucherrekord verzeichnete das Bad am 25. Juli, als 1.528 zahlende Gäste in den 2009 renovierten Schwimmbecken Abkühlung suchten.

Wiemers Dank gilt dem Förderverein Bad Sayn, der mit erheblichen Investitionen zur Verschönerung des Bades beiträgt:  „Das Engagement des Fördervereins führt aber auch dazu, dass eine persönliche Verbundenheit vieler Besucher mit dem Bad entstanden ist.“

Der Leiter der Stadtwerke Klaus Kux hofft noch auf ein paar sonnige Wochen im September:  „Wann im Freibad die Saison 2018 endgültig endet, machen wir vom Wetter abhängig.“

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