Freitag, 15. Oktober 2021

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Eberhard Mandel ist neuer Präsident des Lions Clubs Rhein-Wied

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Turnusgemäß endet bei allen Lions Clubs zum 30. Juni die Amtszeit des jeweils amtierenden Präsidenten. Bei der diesjährigen Präsidentschaftsübergabe des Lions Clubs Rhein-Wied übergab der scheidende Präsident Lothar Röser sein Amt an Eberhard Mandel. Nach vielen Monaten, in denen pandemiebedingt keine Präsenztreffen stattfinden konnten, freuten sich die Mitglieder des Clubs über ein Wiedersehen im feierlichen Rahmen.

Der scheidende Präsident Lothar Röser blickte zunächst auf ein pandemiebedingt schwieriges Jahr zurück, in dem viele Aktivitäten und Treffen abgesagt werden und ausfallen mussten. Jedoch war es möglich, mittels Videokonferenzen, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt wurden, die Arbeit des LC Rhein-Wied zu koordinieren und fortzusetzen. Besonders hervorzuheben ist dabei die Aktivität „Leergut tut gut“, die unvermindert großen Zuspruch seitens der Bevölkerung erfährt und eine wichtige Grundlage für die Arbeit des Clubs darstellt. Viel Zuspruch erfuhren auch Melanie Bernhardt und Lars Flügge, die in einigen Senioreneinrichtungen in der Umgebung kleine Konzerte gaben und so zur Unterhaltung der Bewohnerinnen und Bewohner einen Beitrag leisteten.

Der neue Präsident Eberhard Mandel dankte seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit in dieser schwierigen Zeit und stellte im Anschluss sein Programm für das kommende Jahr vor. Dieses enthält zahlreiche und ausgesprochen vielseitige Vorträge, zu denen auch Gäste immer willkommen sind. Nähere Informationen dazu finden sich auf der Website des Clubs unter https://www.lions.de/web/lc-rhein-wied. „Nach dem vergangenen so schwierigen Jahr ist es mir ein besonderes Anliegen, dass wir Clubmitglieder uns wieder häufig und regelmäßig treffen, um so engagiert und schlagkräftig unsere Arbeit fortsetzen zu können“, so der neue Präsident Eberhard Mandel. Dazu gehören beispielsweise die Teilnahme an Tafeln am Strom in Leutesdorf oder auch eine Clubreise nach Trier und in das Moseltal.

Ungewöhnliche Patenschaft

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Ungewöhnliche Patenschaft eines älteren Bewohners der Senioren- Residenz Humboldthöhe Vallendar und ein Besuch mit 22 Kindern im Neuwieder Zoo

Simon Birrenbach (im 93 Lebensjahr) wohnt seit einigen Jahren in der Residenz Humboldthöhe. Vorher hat er fast sein ganzes Leben in  Heimbach-Weis gewohnt und als Gärtnermeister u.a. für die Stadt Neuwied gearbeitet.

Die Kindertagesstätte St. Margarete in Heimbach-Weis lag in seiner Nachbarschaft. Die Erzieherin Alexandra Reiner griff die Idee einer früheren Kollegin auf und suchte den Kontakt mit älteren Bewohnern aus dem Ort, um „älteren alleinlebenden Menschen ein wenig Freude in den Tagesablauf zu bringen“. So entstand sozusagen eine „Patenschaft“ zwischen der Kindertagesstätte und dem dort in seinem Haus alleinlebenden Senior. Man besuchte sich gegenseitig und lud zu Kaffee und Kakao, Kuchen und Plätzchen ein. Das funktionierte zur Freude aller Beteiligten sehr gut.

Doch irgendwann wollte Herr Birrenbach seinen Wohnsitz wechseln, weil das alleine leben im Alter einfach zu beschwerlich wurde. Somit zog er in die Residenz Humboldthöhe in Vallendar.

Ein großes „Oh je – was wird nun mit der „Patenschaft“ stand im Raum. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Beide Seiten waren gewillt, die Patenschaft fortzuführen. Die Tagesstätten Kinder halfen dann sogar bei den Umzugsvorbereitungen.

Das Sprichwort: „Aus den Augen – aus dem Sinn“ wurde für künftige Zeiten auf den Kopf gestellt – denn regelmäßiger Kontakt mit Kindern, Erzieherinnen und dem Senior fanden weiterhin statt.

In Abständen und zu besonderen Anlässen, wie Geburtstag, Weihnachten oder Karneval erhielt der rüstige fast 94jährige Senior liebevolle Überraschungspost in Form von einem Briefen oder einem Paket. Da ist die Freude auf beiden Seiten jedes Mal groß.

Vor der Corona Zeit konnten einige Kinder auf Einladung des Seniors die Residenz Humboldthöhe sogar besuchen. Das war, wie uns Erzieherin Alexandra Reiner erzählt, ein „echtes Abenteuer“. Die Kinder schauten sich nicht nur die Wohnung des Seniors in der 12. Etage an, sondern sie schauten sich nach Nutzung der schnellen Fahrstühle das nähere Umfeld von Vallendar und Umgebung von ganz oben an. Sie fütterten die Fische im hauseigenen Teich, lernten den freundlichen verspielten Hund Bullie aus der 17. Etage kennen. Im Dachgarten entdeckten und schmeckten aus dem Kräuterbeet und lernten weitere Bewohner beim Spaziergang kennen. Ja der Dachgarten lädt auch zu Ball spielen und grillen ein. Eine große Anlage.

Weiterhin staunten die Kinder über das hauseigene große Restaurant und entdeckten die dazugehörige Küche mit den großen Kochgeräten. Zum Abschluss fuhren die Kinder mit dem hauseigenen Bus zum wartenden Rückreisebus Richtung Heimbach-Weis.

Dann kam die Corona Pandemie und die persönlichen Kontaktmöglichkeiten waren leider unmöglich. Weitere Post und Pakete überbrückten die Zeit und Simon Birrenbach dachte mit seinen Helfern darüber nach wie er „seinen“ Kindern für Post und Pakete herzlich persönlich Dankeschön sagen könnte und seine Verbundenheit mit der Kita zum Ausdruck bringen könnte.

Nun endlich, da sich in der letzten Woche die Corona Ausgangsbeschränkungen gelockert wurden, schmiedete Herr Birrenbach mit seinen Helfern einen sicheren Begegnungsplan. Alles wurde detailliert mit der Kita und dem Zoo abgesprochen. So trafen sich die Kinder der „Wackelzahngruppe“ mit dem Senior in der letzten Woche endlich im Neuwieder Zoo. Es wurde ein herzliches Wiedersehen – das von allen Beteiligten gut durchdacht und organisiert war.

Herr Birrenbach kam nicht mit leeren Händen und damit sind nicht nur die Tütchen mit Gummibärchen gemeint, die er dabei hatte, sondern insbesondere der an Erzieherin Alexandra Reiner überreichte Spendenscheck von 500.- Euro die der gesamten Hortarbeit zu Gute kommen soll. Mit einem fröhlichen Dankeschön und der Aussicht auf ein baldiges Wiedersehen endete dieser schöne Vormittag und einer Begegnung von 22 Kita Kindern mit „ihrem Senior“.

MausMobil-Koblenz freut sich über die gelungene Begleitung der Aktion.

1.049.556 Euro an Bundeswaldprämie für Waldeigentümer im Kreis Neuwied

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Erwin Rüddel: „Honorierung der vielfältigen Ökosystemleistungen der Wälder“

Berlin / Kreis Altenkirchen. „Der Bund unterstützt bislang 43 kommunale und private Waldeigentümer im Kreis Neuwied mit 1.049.556 Euro aus der Bundeswaldprämie. Das entsprechende Konjunktur- und Zukunftspaket hat das zuständige Bundesministerium unter Federführung von Bundesministerin Julia Klöckner bereitgestellt“, informiert aktuell der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Davon werden im NR-Kreis 46 Kommunen profitieren. Die Bundeswaldprämie soll zum Erhalt und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder beitragen. Dürre, Borkenkäferbefall, Stürme und vermehrt Waldbrände haben, wie überall in Deutschland, auch den heimischen Wäldern immens geschadet. Deshalb hat die Bundesregierung ein 500-Millionen-Euro Paket geschnürt.

„Mit einem Prämiensystem sollen und müssen die vielfältigen Ökosystemleistungen der Wälder dauerhaft honoriert werden. Schließlich ist ein nachhaltig bewirtschafteter Wald, aus dem der klimafreundliche Rohstoff Holz gewonnen wird, gelebter Klimaschutz. Zudem sind unsere Wälder Sauerstofflieferant und als Klimaschützer von existenzieller Bedeutung“, betont der Parlamentarier.

Er teilt die Auffassung der Bundesministerin, dass „der Wald unser bester Mitkämpfer gegen den Klimawandelt ist: Land- und Forstwirtschaft sind die beiden einzigen Sektoren, die CO2 speichern können. Jährlich entlastet der deutsche Wald die Atmosphäre um etwa 62 Millionen Tonnen Kohlenstoff, das sind sieben Prozent aller Emissionen in Deutschland. Wenn wir CO2-Emissionen einen Preis geben, dann müssen wir umgekehrt auch diejenigen unterstützen, die unseren Wald als maßgeblichen Klimaschützer erhalten, pflegen und bewirtschaften“.

Fakt ist, dass sich der Zustand unserer Wälder bedrohlich verschlimmert hat, wie die Waldzustandserhebung 2020 bestätigt: Den Wäldern geht es schlecht – so schlecht, wie seit Jahrzenten nicht. Noch nie waren so viele Erhebungs-Bäume abgestorben. 80 Prozent der Bäumer haben lichte Kronen. Ein wichtiger Indikator dafür, wie stark ein Baum unter Stress steht.

„Die Waldzustandserhebung ist eine traurige Bestätigung dessen, was wir seit längerem wissen. Sie ist aber auch Motivation und Verpflichtung zugleich. Wir werden nicht nachlassen, in unserem Engagement für die Wälder“, fügt der heimische Bundestagsabgeordnete hinzu.

Eine schnelle und unbürokratische Hilfe für den Kommunal- und Privatwald biete die Bundeswaldprämie, die an eine forstliche Zertifizierung geknüpft ist, die über den gesetzlichen Standard hinausgeht. Rüddel: „Mit der Bundeswaldprämie geben wir privaten wie kommunalen Waldeigentümern eine Perspektive und sorgen für einen deutlichen Anstieg zertifizierter Waldfläche.“

Schließlich gelte es die Wälder verstärkt an den Klimawandel anzupassen und die Leistungen der Waldbesitzer zum Klimaschutz zu honorieren: „Durch deren Arbeit am und im Wald wird der Klimaschutz erst möglich. Unser Ziel ist die langfristige Anpassung in Richtung Resilienz und Klimastabilität, die aktive Bindung von CO2 aus der Atmosphäre sowie die Speicherung in Wäldern und langlebigen Holzprodukten.“

Dies sieht der Abgeordnete auch mit besonderem Blick auf die Waldsituation im Kreis Neuwied. „Mir geht es insbesondere darum, zukunftsorientierte Hilfen den betroffenen Waldbesitzern und Forstbetrieben zukommen zu lassen, denn die haben massive wirtschaftliche Schäden erlitten oder sind sogar in ihrer Existenz bedroht. Deshalb kann diese Prämienausschüttung auch nur ein erster Schritt sein. Demzufolge mache ich mich stark für weitere Unterstützungen der Forstbesitzer um einen nachhaltigen Waldbestand“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Neue Homepage der Stadt ist online

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Modern, informativ und intuitiv

Bendorf. Moderner, nutzerfreundlicher und mit zusätzlichen Inhalten - die Internetseite der Stadt Bendorf www.bendorf.de präsentiert sich ab sofort in neuem Design sowie mit einer verbesserten Menüführung und neuen Funktionen.

So haben Nutzer über die Suchfunktion nun einen direkten Zugriff auf die Inhalte der Bürgerinformations-Plattform rlpDirekt. Diese vereint sämtliche verwaltungs- und regionalspezifischen Informationen aus Bund, Land und Kommunen in einem zentralen Portal und ist damit bevorzugte Anlaufstelle in unterschiedlichsten Fragen und Lebenssituationen. Mit dem Zugang zu Formularen und Online-Diensten macht die Stadtverwaltung einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung der Verwaltungsleistungen.

Bürgerinnen und Bürger können ihren Behördengang besser vorbereiten und Anträge zum Teil online einreichen.

Der Zugang zum Bürgerinfoportal mit Terminen und Unterlagen aus Rat- und Ausschusssitzungen, wurde prominent auf der Startseite platziert, um mehr Transparenz zu schaffen. Auch die Online-Jobbörse und die aktuellen Ausschreibungen sind mit einem Klick zu erreichen.

Um die Orientierung noch weiter zu erleichtern, gibt es durch die Einbindung der neuen Rubrik „Schnell gefunden" im unteren Teil der Startseite jetzt auch die Möglichkeit, direkten Zugriff auf häufig gesuchte Themen zu nehmen.

Je nach Verwendung des Endgerätes erscheinen am linken Bildschirmrand der Hauptnavigation sechs Icons zur schnellen Auffindbarkeit von Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei der Verwaltung, wichtigen Notrufnummern, dem Mängelmelder, Veranstaltungs- und Unterkunftsübersicht und dem Formularserver.

Direkte Verlinkungen zu den städtischen Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube sind ebenfalls auf der Startseite zu finden.

Weitestgehend unverändert geblieben ist die Menüstruktur. Unter den vier Hauptnavigationspunkten „Stadt und Bürger“, „Tourismus“, „Kultur“, „Wirtschaft und Verkehr“ und „Verwaltung und Rat“ öffnen sich sogenanntes Megamenüs, in denen sich der User schnell orientieren kann.

Wer auf Anhieb doch nicht das Gewünschte findet, kann seine Suchanfrage im entsprechenden Feld am oberen Rand der Homepage eingeben.

Das Informations- und Reservierungssystem Deskline zur Suche von Veranstaltungen, Unterkünften und touristischen Einrichtungen wurde in die Website eingebettet, so dass die Inhalte direkt abrufbar sind.

Es gibt zudem eine Schnittstelle zum Amtsblatt Kleeblatt des Linus-Wittich-Verlages, so dass die neuesten Artikel auch auf www.bendorf.de ausgespielt werden.

Im Zuge des Website-Relaunches wurden auch die Inhalte überarbeitet, so z.B. im Bereich Kitas. Die städtischen Kindertagesstätten sind jetzt alle mit einer eigenen Unterseite vertreten, auf der sie ihre Einrichtungen für interessierte Familien sowie mögliche Bewerberinnen und Bewerber vorstellen.

Auch ästhetisch ist die neue Website ein großer Schritt nach vorne: Denn die Online-Präsenz ist das digitale Aushängeschild einer Stadt. Für viele Besucherinnen und Besucher und Personen, die sich für einen touristischen Aufenthalt oder einen Zuzug interessieren, ist sie der erste Anlaufpunkt. Gerade beim Bereich Tourismus und der Präsentation der Sehenswürdigkeiten setzt die Stadtverwaltung auf großflächige attraktive Bilder im beweglichen Slider-Format.

„Vor allem in Zeiten der Digitalisierung ist eine anwenderfreundliche und attraktive Homepage unabdingbar, denn schließlich ist sie sowohl für unsere Bürgerinnen und Bürger als auch für unsere Gäste eine wichtige Plattform", erklärt Bürgermeister Christoph Mohr, der den 23. Juni als „Tag des öffentlichen Dienstes“ zum als Veröffentlichungstermin für die Homepage machte und Funktionen und Besonderheiten in einem YouTube-Video präsentierte.

Die Darstellung der Website passt sich automatisch den zahlreichen Endgeräten an – egal ob Smartphone, Tablet oder Desktop-PC, zudem gibt es barrierefreie Elemente wie die Möglichkeit, die Schriftgröße anzupassen. Künftig soll auch das Thema Leichte Sprache eine Rolle spielen.

Mit der Veröffentlichung der Homepage werden die Arbeiten daran nicht abgeschlossen sein. Im laufenden Betrieb werden sicher noch die ein oder anderen Anpassungen nötig – Hinweise und Anregungen nimmt die Stadtverwaltung gerne per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. entgegen.

Kommunale Klimaanpassung im Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Gemeinsame Studie der HS Koblenz, der TH Bingen und der HS Geisenheim

REGION MITTELRHEIN. Der Klimawandel stellt auch für das Welterbe Oberes Mittelrheintal eine enorme Herausforderung dar. Sowohl die in 2029 geplante Gartenschau als auch die Kommunen, ihre Bewohnerinnen und Bewohner müssen sich auf mögliche Extremereignisse wie Hitze, Dürre, Stürme, Starkregen und Sturzfluten, Niedrig- und Hochwasser einstellen. Vor diesem Hintergrund haben drei Hochschulen aus dem Welterbe Oberes Mittelrheintal – die Hochschule Koblenz, die Technische Hochschule Bingen und die Hochschule Geisenheim – eine Studie zur Klimaanpassung im Welterbe Oberes Mittelrheintal erstellt und veröffentlicht.

„Die Art und Weise, wie sich die Kommunen in der Region auf den Klimawandel vorbereiten, ihn in ihren Planungen vorausschauend berücksichtigen und ihre Kommunen schützend stärken, wird ein wesentlicher Erfolgsfaktor sein. Dabei geht es aber nicht nur um die Gartenschau, sondern vor allem um die Vorsorge für gesunde Lebens- und Existenzbedingungen für die Menschen, die hier auch nach der BUGA dauerhaft leben und arbeiten wollen“, betont Prof. Ulrike Kirchner aus dem Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe der Hochschule Koblenz. Gemeinsam mit Prof. Dr. Dörte Ziegler, Leiterin des Studiengangs Umwelt-, Wasser- und Infrastrukturmanagement, betreut sie das Projekt von Seiten der Hochschule Koblenz.

„Die Studie richtet sich in ihren Aussagen und Empfehlungen sowohl an die Kommunalverwaltungen als auch an politische Vertreterinnen und Vertreter sowie an die Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Prof. Dr. Eckhard Jedicke vom Institut für Landschaftsplanung und Naturschutz der Hochschule Geisenheim. „Im Fokus der Studie steht nicht der Klimaschutz, sondern die Klimaanpassung durch die Kommunen. Ziele der Studie sind dabei, sowohl den aktuellen Stand zu Klimawandelfolgen im Welterbe-Gebiet Oberes Mittelrheintal zu beleuchten als auch für einzelne Handlungsfelder konkrete Vorschläge zu entwickeln.“

Vier erkenntnisleitende Fragestellungen führen durch die Studie: Wie sind Kommunen im Mittelrheintal vom Klimawandel betroffen? Was können Kommunen tun, um sich an den Klimawandel anzupassen? Welche Herausforderungen bestehen und welche positiven Beispiele gibt es? Welche Möglichkeiten der Steuerung und Umsetzung gibt es? Dazu gibt die Studie zunächst einen Überblick zum Stand des globalen Klimawandels und stellt Zusammenhänge zum Stand in Deutschland, in Rheinland-Pfalz sowie vertiefend im Bereich des Oberen Mittelrheintals dar. „Es ist sehr wichtig sowohl die laufenden, als auch die möglichen zukünftigen klimatischen Veränderungen direkt vor Ort zu analysieren, um die tatsächliche Betroffenheit der konkreten Standorte festzustellen“, sagt Prof. Dr. Oleg Panferov von der TH Bingen. Die Schwerpunkte der Studie sind die Entwicklung der Lufttemperatur, der Niederschläge und der relevanten Extreme, wie Hitzetage und Starkregenereignisse sowie die Folgen der Klimaveränderungen und Anpassungserfordernisse für das Obere Mittelrheintal. In Folge werden insbesondere die Bedeutung von Grünstrukturen, Gewässern, Boden und Kaltluftentstehungsgebieten und -abflussbahnen sowie ihr jeweiliger Anteil am Einfluss auf das (Klein-)Klima näher betrachtet.

Die Betroffenheit der Kommunen durch den Klimawandel und konkrete Problemfelder im Oberen Mittelrheintal werden anhand ausgewählter Teilräume für exemplarische Kommunen identifiziert. „Dabei haben wir konkrete Hitze- und Risikopotenziale durch die exemplarischen mikroklimatischen Messungen und Betrachtung von Grünbestand, Zustand der Gewässer, Kaltluftentstehungsgebieten und -bahnen sowie dem Versiegelungsgrad des Bodens festgestellt. In der Folge finden sich exemplarische, übertragbare kommunale Handlungsvorschläge zur Klimaanpassung, bei denen die Schwerpunkte ebenfalls auf den Handlungsfeldern Grünstrukturen, Gewässer, Boden und Sicherung der Kaltluftentstehung und -ableitung liegen“, so Prof. Dr. Elke Hietel vom Fachbereich Life Sciences and Engineering der Technischen Hochschule Bingen.

Abschließend zeigt die Studie Möglichkeiten auf, die Klimaanpassungsmaßnahmen durch passende Steuerungsinstrumente – beispielsweise in der Bauleitplanung – und entsprechende Fördermöglichkeiten zu unterstützen.

An der Studie waren auch die Studierenden der Hochschulen intensiv beteiligt. So wurden die wissenschaftlichen und praktischen Ergebnisse der Studie direkt im Lehrprozess integriert. Die Studie steht unter www.hs-koblenz.de/klimaanpassung wie auch auf den Webseiten der beiden anderen Hochschulen zum Download zur Verfügung.

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