Montag, 21. Oktober 2019

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Zukunftsweisende Begegnungsstätte im Wiedtal mit „Spaßfaktor“ lädt ein

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Franziskus-Garten aus Dornröschenschlaf erweckt

Landrat Hallerbach hat die Schirmherrschaft übernommen

Hausen. Für die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz ist der heilige Franziskus von Assisi nicht nur Ordensvater, sondern zentrale Person ihrer Spiritualität. Inspirierende Aktualität hat dieser italienische Heilige durch den in seinem berühmten Sonnengesang beworbenen, liebevollen Umgang mit der Natur, sein Engagement für Religionsfrieden und seine authentisch gelebte Nächstenliebe. Auf dieser Grundlage sollen nun auf dem Gelände der „Alten Gärtnerei“ der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in Hausen unter dem Motto „Begegnen, Begreifen, Besinnen“ integrative Angebote für Kinder, Jugendliche, Behinderte und ältere Menschen entstehen. Besonders wichtig ist allen Beteiligten die Einbindung interessierter Akteure und Organisationen in der Gemeinde.

„Der Franziskus-Garten wird ein Ort sein, in dem wir diese so wichtigen Botschaften  erlebbar machen wollen“, erklärt Bruder Alexander Zabelberg, Ideengeber und Projektleiter für dieses neue Ordensprojekt. „Dies geschieht durch Begegnungen zwischen Menschen und mit Natur - spielerisch, liebevoll und kreativ.“

Landrat Achim Hallerbach, der die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hat, ist überzeugt von dem Vorhaben: „Nicht nur aus Sicht der unteren Naturschutzbehörde stellt die Wiederbelebung und Erhaltung der alten Anlage eine wesentliche Bereicherung für Flora und Fauna im Wiedtal dar. Ich könnte mir gut vorstellen, dass viele Menschen – besonders auch Touristen Gefallen an dem Projekt finden und sich von der angebotenen Vielfalt überzeugen lassen. Darüber hinaus finde ich es großartig, dass hier der Inklusionsgedanke durch die gemeinsame Arbeit mit behinderten Menschen eine wesentliche Rolle spielt.

Das großzügige und abwechslungsreiche Freigelände, auf dem sich Gewächshäuser, Schnittblumen-Beete, Streuobstwiesen, Tiergehege und Waldgebiete abwechseln, bietet außerdem einen wunderschönen Blick über das Wiedtal und eine direkte Anbindung an den Westerwald-Steig.

Die ersten Schritte hin zum Franziskus-Garten sind gemacht. Das Gelände ist aus seinem Dornröschenschlaf erweckt, Beete und Kompostierungsanlage sind vorbereitet, Kooperationspartner angesprochen und ein vorläufiges Gartendesign-Konzept ist entwickelt worden. Außerdem haben Schülerinnen und Schüler der Grundschule Waldbreitbach in einer ersten Pilotphase bereits Klein-Gärten angelegt, Pflanzprozesse von der Saat bis zur Blume kennengelernt und sich regelmäßig mit Bewohnern des St. Josefshauses getroffen. Die gemeinsame Arbeit im Garten hat nicht nur einen sozialen Aspekt, indem man unmittelbar sehen und fühlen kann, was man zusammen geleistet hat, sondern fördert auch die Kreativität, das Bewusstsein für die Natur und die Inklusion durch das gemeinsame Arbeiten mit behinderten Menschen.

Generalsuperior Bruder John Francis Tyrrell freut sich, dass es mit dem Projekt so gut vorangeht: „Wir möchten den Franziskus-Garten wirklich zu einem Projekt der gesamten Region machen, an dem sich gesellschaftliche Gruppen, Firmen und andere Organisationen gleichermaßen beteiligen. Der Garten ist ein lebendiger Ausdruck unserer Spiritualität und unseres Ordensauftrags.“

Wer weitere Fragen zum Projekt hat oder sich gerne ehrenamtlich dafür engagieren möchte, kann unter der Telefonnummer (0151) 74107444 direkten Kontakt zu Bruder Alexander Zabelberg aufnehmen.

Neben Eigenmitteln des Ordens und Fördermitteln der LEADER Region Rhein/Wied und der „Aktion Mensch“ ist das Projekt auch auf Spenden angewiesen. Wer diese Idee unterstützen möchte, kann unter folgender Bankverbindung einen Beitrag leisten:

Franziskanerbrüder vom Hl. Kreuz e.V.

Stichwort Franziskus-Garten

Pax Bank Trier

IBAN: DE69 3706 0193 3013 3320 10

BIC: GENODED1PAX

Clemens Wenzeslaus und die Sayner Hütte – die Gründungszeit ab 1769

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Vortrag zur Gründungszeit der Sayner Hütte wird verschoben

Bendorf. Der für Freitag, 19. Juli, 20 Uhr geplante Vortrag von Dr. Hildegard Brog "Clemens Wenzeslaus und die Sayner Hütte" auf dem Denkmalareal Sayner Hütte muss verschoben werden.

Sobald ein Nachholtermin im Herbst feststeht, wird dieser von Stiftung Sayner Hütte und Freundeskreis Sayner Hütte bekanntgegeben.


Vortrag von Dr. Hildegard Brog

Seit 250 Jahren steht sie im Sayntal: Die Sayner Hütte – gegründet im Jahre 1769 durch den Trierer Erzbischof und Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen. Es gibt viele Publikationen zu dem bedeutenden Industriedenkmal. Dennoch fehlten zu den bisherigen Betrachtungen der kurtrierischen Zeit wesentliche Untersuchungen. Der Freundeskreis Sayner Hütte e.V. hat daher zum 250-jährigen Jubiläum die Historikerin Dr. Hildegard Brog beauftragt, Quellen der Gründungszeit der Eisenhütte in Sayn einzusehen, vorhandene Dokumente näher zu beleuchten und Wissenslücken zu schließen. Im Rahmen der Schriftenreihe des Freundeskreis Sayner Hütte e.V. erscheint nun Band 5: „Clemens Wenzeslaus und die Sayner Hütte“.

Am Freitag, 19. Juli, um 20 Uhr laden die Stiftung Sayner Hütte und der Freundeskreis Sayner Hütte e.V. zu einem Vortrag auf dem Denkmalareal: Dr. Hildegard Brog stellt das Ergebnis ihrer umfassenden Recherchearbeit zur Gründungszeit der Sayner Hütte im Jahre des 250-jährigen Jubiläums der Öffentlichkeit vor. Der Eintritt ist frei.

Mit dem vorliegenden Werk hat Dr. Hildegard Brog umfassende Arbeit geleistet. Der Freundeskreis dankt ihr für intensives Quellenstudium, für die Beschäftigung mit historischen Schriften und zahlreichen Bau- und Konstruktionsplänen. Mit ihrer Arbeit schafft sie die spannende Darstellung der Übergangszeit von mittelalterlicher Eisenverarbeitung zur Entwicklung industrieller Fertigung.

Zugleich beleuchtet die Schrift Fragen der Bautätigkeit, der Rohstoffbeschaffung, der Wirtschaftlichkeit und der Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen jener Zeit.

In seiner fast 30-jährigen Regierungszeit versuchte der reform- und kunstfreudige letzte Trierer Kurfürst, Bildung und Wohlstand in seinem Kurstaat zu heben. Die Gegebenheiten für die Gründung einer Eisenhütte in Sayn, seit 1928 ein Stadtteil von Bendorf/Rhein, waren strategisch ideal. Unmittelbar am Nordhang des Sayner Burgberges, boten das Wasser des Saynbachs, viel Wald und reiche Eisenerzvorkommen in der Umgebung und im unteren Westerwald alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Eisenverhüttung. Es entstanden zunächst ein Hochofen und ein Hammer.

Sein auf Repräsentation angelegtes Ensemble ammerHversorgte schon bald  das Rheinland mit Roheisen und einfachen Gusserzeugnissen.

Kurfürst Clemens Wenzeslaus hatte in Sayn in barocker Bauauffassung eine schlossartige Anlage mit axialer Symmetrie entstehen lassen, deren dominierende Mitte die Hüttenverwaltung darstellte. Das sogenannte „Erste Beamtenhaus“ oder „Comptoir“ blieb bis heute erhalten.

Im Rahmen der Neuausrichtung des Denkmalensembles Sayner Hütte seit 2010 kommt dem Comptoir besondere Bedeutung zu. Nach 250 Jahren wird das „Erste Beamtenhaus“ durch umfassende Erhaltungsmaßnahmen durch die Eigentümerin Stadt Bendorf auf seine künftige Aufgabe vorbereitet. Als Sitz der Stiftung Sayner Hütte soll es wieder das geistige Zentrum und der städtebauliche Mittelpunkt des herausragenden Denkmal-Ensembles werden. In diesem Gebäude werden die Kräfte gebündelt, die die kulturhistorische Arbeit leisten und die zugleich die kulturwirtschaftliche Aufgabe der Sayner Hütte in Zukunft gestalten und gewährleisten sollen.

Wertschätzung und Respekt sind wichtigste Maxime

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Schulleiter Becker von Realschule plus in Asbach verabschiedet

Mit einer emotionalen und sehr persönlichen Feier, wurde Berthold Becker, Schulleiter der Realschule plus in Asbach, in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Landrat Achim Hallerbach bezeichnete Becker als Pädagogen, in dessen Arbeit immer der Schüler als Mensch stand: „Seine Tür stand für alle Schüler, Eltern und Lehrerkollegen offen. Wertschätzung und Respekt sind seine wichtigste Maxime.“

Der Landrat dankte Becker im Namen des Landkreises und der Kreisverwaltung für seine Leistung, seinen Einsatz, seine Beharrlichkeit, sein Engagement, verbunden mit Fachkompetenz und tiefer Menschlichkeit und sagte in seiner Ansprache: „Berthold Becker hat unserer Realschule plus ein eigenes Format und ein besonderes Gesicht gegeben.“

2001 stieg Becker als Konrektor und zeitweise kommissarischer Leiter in die damalige Regionalschule Asbach ein. 2011 wurde er Rektor der Realschule plus. Bewegte Zeiten prägten seine Zeit als Schulleiter: Wechsel der Trägerschaft auf den Landkreis, Einrichtung der Fachoberschule Fachrichtung Technik, zwischendurch sanken die Schülerzahlen in der Oberstufe, Standortsicherung und Stärkung der Fachoberschule sowie Aufbau einer dauerhaften Kooperation mit dem Nachbarlandkreis Altenkirchen.

Berthold Becker ist Pädagoge mit Leib und Seele. Neben dem „Kerngeschäft“ war ihm der Blick über den Tellerrand und das Engagement in der Region und für die Region sehr wichtig. Zahlreiche Kooperationen mit der Wirtschaft und sozialen Einrichtungen entstanden. Seine musikalische Leidenschaft als Keyboarder und Allrounder spiegelte sich auch in der Schule wider. Bläserklassen, Schulband und die „Asbach Revival-Band“ mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern tragen seine Handschrift.

Digitale Welt: Workshop für Kinder und Jugendliche

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Fluch und Segen von Chats und Co.

Bendorf. Digitale Medien gehören heute ganz selbstverständlich zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Smartphones, Tablets und andere digitale Geräte bieten ihnen die Möglichkeit, sich Videos anzuschauen, Musik zu hören, sich in sozialen Netzwerken auszutauschen und nach Informationen zu suchen. Faszination und Spaß lassen aber manchmal vergessen, dass es bei der Mediennutzung auch Risiken gibt.

Am Donnerstag, 25. Juli, 16 bis 19 Uhr, erfahren Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren in einem praktisch orientierten Seminar der Jugendförderung der Stadt Bendorf, wie sie sich stolperfrei durch die digitale Welt bewegen können, was zu beachten und eventuell rechtlich fraglich ist.

Gemeinsam mit Medienpädagogin Corinna Schaffranek vom Institut für Medien und Pädagogik widmen sich die Teilnehmer im Bendorfer Jugendtreff (An der Seilerbahn 1) dem Thema „Fluch und Segen von Chats und Co“.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, erleichtert aber die Organisation. Infos und Anmeldung bei Ines Lindemann-Günther, Tel. 02622/922 835, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Cool – Jazz an einem heißen Tag

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Die Phoenix Foundation zu Gast bei der Stommel Stiftung

Bigbandsound von der Westküste der USA hatte die Phoenix Foundation für ihren Auftritt am 23.06.2019 im Bürgerhaus Urbar im Gepäck. Und damit lag sie genau richtig: Jazz aus Kalifornien, der sogenannte Westcoast – Jazz, ist eine Spielart des Cool Jazz – und hat damit gewissermaßen eine eingebaute Klimaautomatik: Entspannt, lässig, dabei aber auch virtuos, witzig, mit einem „Augenzwinkern“ und mit understatement kommt diese Musik daher und das bestens aufgelegte Ensemble sorgte mit viel Spielfreude dafür, dass das Publikum für zwei Stunden die Hitze des Tages vergessen konnte.

Mit Kompositionen z.B. von Gordon Goodwin, Charlie Parker und Johny Hodges sowie Arrangements von Michael Mossman, Bill Holman, Mark Taylor u.a. spielten sich die Phoenix-Musiker unter Leitung von Frank Reichert auf Anhieb in die Herzen des Publikums. Perfekte Einsätze, strahlende Blechbläserakzente und vor allem die vielen gekonnt vorgetragenen Soli aus allen Registern, insbesondere auch vom Schlagzeug, sorgten für tosenden Applaus nach jedem Stück.

Ein schöneres Jubiläum hätte sich die Stommel Stiftung als Veranstalterin des Konzerts nicht wünschen können: Bereits im 5. Jahr richtet sie nun Konzerte gemeinsam mit der Phoenix Foundation aus, bei der es sich übrigens um das LandesJugendJazzOrchester Rheinland-Pfalz unter Trägerschaft des Landesmusikrats handelt. Hier können junge Musiker, die eine Profikarriere anstreben, Erfahrungen sammeln, wozu auch gehört, dass die Foundation als musik-kulturelle Botschafterin des Landes um die Welt tourt. 2019 waren es die USA. Die reiche Ernte dieser Reise konnte das Publikum in Urbar genießen. Das nächste gemeinsame Bigband-Konzertprojekt in Urbar ist für 2020 angedacht und wird wieder eine besonders interessante Seite des Jazz präsentieren.

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