Freitag, 15. Oktober 2021

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Neue Klinikstandorte sind nicht die Lösung für die medizinische Versorgung in der ländlichen Region

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CDU-Politiker: „Vorhandene Krankenhaus-Standorte sichern und stärken!“

Region. „Das Krankenhaus in Dierdorf ist ein wichtiger Standort für die medizinische Versorgung in der Region, der gesichert und weiter gestärkt werden muss“, betont CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis Neuwied/Dierdorf/Puderbach Pascal Badziong und ergänzt: „Das Evangelische Krankenhaus Dierdorf-Selters hat in den letzten Jahren durch intelligentes Management sowie die Nutzung vieler Synergien die Weichen für die Zukunft sinnvoll gestellt und eine tolle Entwicklung absolviert. Diese dezentralen Standorte für die ländliche Region müssen wir sichern!“

Unterstützung erhält Badziong vom heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel, der mit Blick auf die Krankenhausstruktur festhält: „Die Aussagen des Geschäftsführers der DRK Trägergesellschaft, Bernd Decker, für die Krankenhäuser in Altenkirchen und Hachenburg, in Bezug auf den geplanten zentralen Krankenhausneubau in Müschenbach lassen tief blicken. Wer im eigenen Unternehmen Doppelstrukturen öffentlich anprangert, sollte diesen Vorwurf nicht an die Politik richten, sondern diese Managementherausforderungen selbst lösen.“

Der Christdemokrat empfiehlt, falls in diesem Zusammenhang Knowhow im eigenen Unternehmen fehlt, sich einmal beim Evangelischen Krankenhaus Dierdorf-Selters umzusehen. „Hier wird seit Jahren erfolgreich ein Krankenhaus an zwei Standorten geführt. Bevor nun das Land viel Geld in ein neues Projekt in Müschenbach steckt, sollte man sicher sein, dass alle notwendigen Managementaufgaben für die jetzigen Standorte vollumfänglich erledigt wurden“, mahnt Rüddel.

Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel und Landtagskandidat Pascal Badziong wollen von der Ministerpräsidentin eine Bestandsgarantie für die bestehenden Krankenhäuser in der Region, wenn dann der Neubau in Müschenbach realisiert wird. Rüddel weist explizit darauf hin, dass der Neubau nur eine Realisierungschance hat, wenn das Land mindestens 40 Prozent der Kosten übernimmt und für die 50 Prozent Bundesanteil die Erklärung abgibt, dass für gut zwei Jahre kein anderes Krankenhaus in Rheinland-Pfalz Geld aus diesem Bundestopf erhalten kann.

„Entsetzt bin ich über die unprofessionellen Planungsvorgaben durch das Land. Wenn man 50 Millionen Euro vom Bund als Hauptfinanzier erwartet, dann muss man auch eine regionale Versorgungsplanung vorlegen, die nicht am Ende mehr Krankenhäuser in Gefahr bringt, als sie rettet“, fordert Erwin Rüddel, der dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages vorsitzt.

„Mit dem Neubau in Müschenbach will man eine wirtschaftliche Baustelle überwinden und schafft stattdessen jedoch mehrere neue. Hingegen müsste aber gerade bei einer Investition von 100 Millionen Euro, mit der man zwei Millionen jährliche Defizite beseitigen will, eine langfristige Perspektive gegeben sein“, kritisiert Rüddel „die kurzsichtige Planung aus Mainz“.

Die derzeitige Planung entspricht nach Meinung des erfahrenen Gesundheitspolitikers auch nicht den aktuellen Standards für ein gestuftes System von notwendigen Notfallstrukturen: „Hiernach braucht ein Krankenhaus in dieser Lage neben der Inneren Medizin, Chirurgie und Anästhesie zusätzlich weitere Fachabteilungen. Für die Vereinbarung von gestaffelten Zuschlägen für diese Kliniken sind besondere Mindestanforderungen zu erfüllen.“

Rüddel und Badziong befürchten, dass sich das 100-Millionen-Projekt mit einer 262-Bettenplanung nicht nur selbst mittelfristig in Gefahr bringt sondern darüber hinaus durch die Doppelstrukturen auch die anderen Kliniken in der Region gefährdet. Stattdessen raten die Unionspolitiker dringend dazu, mit den anderen Krankenhausträgern in der Region einvernehmliche Projekt- und Zukunftslösungen zu finden oder aber sich auf die Sanierung der beiden Standorte in Altenkirchen und Hachenburg zu konzentrieren. „Hier unterstütze ich den Krankenhausträger gerne“, betont Erwin Rüddel.

„Der Ausbau der ambulanten Bereiche und ein Medizinisches Versorgungszentrum vor Ort, sind unterstützenswerte Projekte für die Menschen“, ist sich Pascal Badziong sicher, der sich ausdrücklich für die Stärkung heimatnaher medizinischer Versorgung einsetzt. „Zentrale medizinische Großstandorte alleine, werden unsere ländliche Region abhängen und wenig attraktiv machen“, gibt Badziong zu bedenken.

Der Westerwald sei nicht vergleichbar mit Köln oder Berlin. Einen Kahlschlag in der regionalen Kliniklandschaft dürfe es auf keinen Fall geben. „Deshalb müssen auch für kleinere Krankenhäuser Perspektiven eröffnet werden. Ein Zentralkrankenhaus zur Versorgung der gesamten Region halten wir für äußerst fahrlässig, da dadurch die Gesundheitsversorgung im Westerwald gefährdet wird“, konstatieren beide Politiker.

Dr. Matthias Reuber und Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach, die Kandidaten aus dem Landkreis Altenkirchen, verweisen auf das Regierungsprogramm der CDU-Landtagsfraktion und die notwendige flächendeckende Gesundheitsversorgung in ländlicher Region. Die Zusagen zum Standort Altenkirchen müssten gehalten werden. Auch das Krankenhaus in Kirchen dürfe in dieser Debatte nicht aus dem Blick geraten und es sollten auch keine Doppelstrukturen im neuen Haus zu Lasten von Kirchen errichtet werden.

„Geprüft werden muss ebenfalls kleinere Krankenhäuser unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur zu multifunktionalen Versorgungszentren weiterzuentwickeln, damit der Standort, die Versorgung und die Arbeitsplätze in der Region erhalten bleiben. Diese Versorgungszentren können ambulante und stationäre Versorgung bieten, aber auch Angebote der Kurz-und Langzeitpflege – besonders im Bereich der Intensivpflege von Wachkoma- und Beatmungspatienten – zur Verfügung stellen“, bekräftigen Erwin Rüddel, Pascal Badziong, Michael Wäschenbach und Dr. Matthias Reuber.

Stadtwerke führen Kanalarbeiten in Heinzenweg und Hellenpfad durch

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Maßnahme soll Ende August abgeschlossen sein

Bendorf-Sayn. Im vergangenen Jahr gaben Werkausschuss und Stadtrat der Stadt Bendorf grünes Licht für die erstmalige Kanalisierung eines Teils des unteren Heinzenwegs und des Hellenpfads in Richtung Alt-Sayn bis zum Haus Hellenpfad 108.

In diesen Tagen beginnt die Firma Kolle mit der Ausführung der Baumaßnahme.

Auf einer Länge von 430 Metern werden die Kanalrohre verlegt. Im Zuge der Kanalbaumaßnahme muss im Heinzenweg auch eine neue Wasserleitung verlegt werden.

Im Heinzenweg befinden sich sehr viele Leitungen und Kabel. Von daher galt es lange Zeit als unmöglich, hier eine ausreichend dimensionierte Abwasserleitung verlegen zu können. Die größte Herausforderung stellt dabei eine Hochdruck-Ferngasleitung der Firma Open Grid Europe dar, die in den 1950er Jahren verlegt wurde. Es gibt von der Achse der Leitung nach jeder Seite einen Schutzstreifen von fünf Metern, in dem ohne die Zustimmung des Eigentümers keine Eingriffe ins Erdreich durchgeführt werden können.

Aufgrund dieser Ausgangslage ist eine gute Zusammenarbeit der Stadtwerke Bendorf mit Open Grid erforderlich: „Durch einen regen Austausch konnten bereits größere Ausbauprobleme gelöst werden“, berichtete der stellvertretende Werkleiter Siegfried Pösch bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Christoph Mohr und dem Ersten Beigeordneten Bernhard Wiemer.

Die Stadtwerke Bendorf investieren rund 650.000 Euro in die Baumaßname, die bis Ende August abgeschlossen sein soll.

Im Laufe der Arbeiten müssen die Anlieger mit erheblichen Einschränkungen rechnen, denn es ist nicht möglich, bei den engen örtlichen Verhältnissen Wasser- und Abwasserleitungen zu verlegen und gleichzeitig den Fahrzeugverkehr in vollem Umfang aufrecht zu erhalten. Die Stadtwerke Bendorf danken den Anwohnerinnen und Anwohnern daher für ihr Verständnis.

Petition: Keine Schließung der Geburtshilfe in Bad Honnef!

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Grundversorgung muss gewährleistet bleiben Landrat fordert Zeitkorridor für Gespräche

Kreis Neuwied/Stadt Bad Honnef – „Die Geburtshilfe im Bad Honnefer Cura-Krankenhaus muss erhalten bleiben!“, so der dringende Appell der Landräte des Rhein-Sieg-Kreises und des Nachbarlandkreises Neuwied, Sebastian Schuster und Achim Hallerbach, dem Bürgermeister der Stadt Bad Honnef, Otto Neuhoff, den benachbarten rheinland-pfälzischen Kommunen des Kreises Neuwied und den regionalen Landtagsabgeordneten aus Rheinland-Pfalz und NRW. Der Sprecher der Initiative „Rettet die Geburtshilfestation in Bad Honnef“, Carsten Krause, überreichte am Freitag in Bad Honnef der Geschäftsführung des Krankenhauses eine Petition mit hunderten von Unterstützerunterschriften für den Erhalt der Geburtsstation.

Bürgermeister Otto Neuhoff betonte die zentrale Bedeutung des Bad Honnefer Krankenhauses und die Rolle der Geburtshilfe. Auch in Zukunft müssten frühzeitig Gespräche geführt und Entwicklungen beleuchtet werden.

Unterstützung und großen Zuspruch erhalten die Initiatoren der Petition auch von Achim Hallerbach, Landrat des Nachbarkreises Neuwied: „In Zeiten wo wir die Menschen darin unterstützen wollen, nicht nur in Ballungsräume zu ziehen und wieder die Liebe zum Wohnen in ländlichen Regionen entwickeln sollen, kann es nicht angehen, die dezentrale medizinische Versorgung abzubauen. Gerade jungen Familien müssen wir Anreize schaffen, hierhin zu kommen und zu bleiben. Wir brauchen deshalb die Geburtshilfestation des Cura-Krankenhauses in Bad Honnef. Er forderte eine mindestens zweijährige Fortsetzung der Geburtshilfe, um in der Zeitschiene Gespräche mit NRW und Rheinland-Pfalz zu führen, damit eine Kostendeckung in den Krankenhausbedarfsplänen erzielt werden könne. Ferner forderte er für kleinere Krankenhäuser eine geänderte Finanzierungsstruktur von Bund und Länder, damit die Grundversorgungsstruktur in der Fläche erhalten bleiben könne. „Wer gleichwertige Lebensbedingungen im ländlichen Raum skizziere und in den Mittelpunkt des politischen Handelns stelle, der muss auch für die Finanzausstattung sorgen,“ so Landrat Hallerbach.

Die rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Ellen Demuth appellierte ebenfalls für einen Erhalt der Geburtshilfe. „Der Kostendruck und die Optimierung scheinen das vordringliche Ziel zu sein für die Schließung. Wenn das so weiter geht, gibt es nur noch wenige Geburtskliniken mit sehr hohem Umschlag,“ so Ellen Demuth. Sie stellte die Frage in den Raum, ob die Gesellschaft überhaupt diesen Kulturwandel für zentrale Entbindungen möchte. Sie sehe darin einen falschen Ansatz und forderte ein Umdenken in der Gesundheitspolitik. Der Unkeler Stadtbürgermeister Gerhard Hausen überreichte ebenfalls eine Resolution und warb dringend für den Erhalt.

Die Geburtsstation in Bad Honnef ist seit „Generationen“ auch für viele werdende Eltern aus dem nördlichen Teil des Landkreises Neuwied eine wichtige Anlaufstelle. "Viele Kinder aus unserem Landkreis sind dort geboren. Unsere beiden Kinder wurden ebenfalls in Bad Honnef geboren. Beste Betreuung und eine hervorragende medizinische Qualität., die fast familiäre Atmosphäre sind ein besondere Qualitätsmerkmale dieses Krankenhauses,“ betont Landrat Achim Hallerbach.

Der Standort dient darüber hinaus der Versorgung des gesamten rechtsrheinischen Bereiches zwischen Bonn und Neuwied mit einem enormen Umland von Siebengebirge und Rheinischem Westerwald.

Und Hallerbach argumentiert weiter: "Es ist unseren jungen Menschen nicht zuzumuten, gerade bei der Geburt ihrer Kinder derart große Strecken nach Bonn oder Neuwied zurückzulegen. Und da dürfen ökonomische Gründe wahrlich keine Rolle spielen. So kann keine sozial verantwortungsbewusste Bevölkerungspolitik gelingen. Hier geht es nicht um ein Wohlfühlgefühl, sondern um einen wichtigen medizinischen Versorgungsfaktor. Ich appelliere an alle Verantwortlichen, sich dieser Verantwortung zu stellen und die Station unbedingt zu erhalten."

"Und auch der Bund muss gerade und insbesondere aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie die künftigen Strukturen der Gesundheitspolitik überprüfen. Gerade jetzt haben sich auch die kleineren Krankenhäuser als Grundversorger bewährt. „Neben den hochspezialisierten Kliniken brauchen wir die medizinische Grundversorgung in der Fläche. Da sind die Häuser in Bad Honnef, Linz, Asbach und Dierdorf wichtige Satelliten und Anlaufstellen. Es kann nicht das alleinige Ziel sein, alles unter das Diktat der Ökonomie zu stellen. Gesundheit und Pflege ist auch ein Bestandteil der Daseinsvorsorge. Hier erwarte ich klare Signale und neue Konzepte, um gleichwertige Lebensbedingungen im ländlichen Raum zu gewährleisten,“ betont Landrat Achim Hallerbach.

Neues Jahr – Neue Reihe: „Wäller Spitzen“ stellt Führungspersonen im Westerwaldkreis vor

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Im Rahmen einer Kooperation zwischen der DRF Deutschland Fernsehen Produktions GmbH & Co. KG, also dem regionalen Fernsehsender wwtv, und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg) werden seit 2017 Sendereihen entwickelt, die 14-tägig ausgestrahlt und über verschiedene Social-Media-Kanäle veröffentlicht werden. Den Anfang in den ersten zwei Jahren machte das Format „100 Sekunden WW“, bei dem über verschiedene wirtschaftsrelevante Aktionen, Veranstaltungen und Projekte im Kreis berichtet wurde. Es folgten die Themen Zukunft Handwerk und Gute GründeR. Zukunft Handwerk zeigte junge Auszubildende und deren Handwerksberufe, um so auf die vielseitigen Chancen für junge Menschen, die das Westerwälder Handwerk bietet, aufmerksam zu machen. Gute GründeR konzentrierte sich auf junge Unternehmerinnen und Unternehmer, die klassisch gegründet oder einen Betrieb im Westerwaldkreis übernommen haben. Nach diesen vier abwechslungsreichen Serien war für die wfg-Geschäftsführerin schnell klar, was der Schwerpunkt in 2021 sein soll:

„In den nunmehr knapp drei Jahren als Geschäftsführerin der wfg, habe ich viele Geschichten von bemerkenswerten Unternehmerinnen gehört und diese zum Teil auch schon persönlich kennengelernt. Ich bin sehr beeindruckt und es ist mir ein Anliegen diese „weibliche Seite“ der Westerwälder Wirtschaft sichtbarer zu machen“, beginnt Katharina Schlag die Vorstellung der diesjährigen Reihe.
Unter der Überschrift „Wäller Spitzen“ werden zwölf Unternehmerinnen und ihre Geschichten vorgestellt. Schlag erläutert weiter, dass ihr aufgefallen sei, dass Frauen seltener „die Bühne“ suchen um sich, ihr Unternehmen und ihre Kompetenzen zu zeigen. Da setze die Idee an und biete eine Plattform, um sich sichtbarer zu machen.

Ein weiterer Grund für den Fokus auf die „Spitzen“ ist, dass in Unternehmenspräsentationen oft die Produkte und deren Leistungsfähigkeit im Zentrum stehen. Allerdings sind die Menschen, und insbesondere die Führungskräfte, ein wesentlicher, prägender Faktor für die Stimmung, das Herz und die Seele des Betriebes und geben ihm ein Gesicht. Auch für potentielle Fachkräfte sind das Miteinander im Unternehmen sowie die Unternehmenskultur inzwischen ein wichtiges Entscheidungskriterium, bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers.

„In der Sendereihe bei wwtv stehen diesmal die Unternehmerinnen im Fokus, allerdings werden unter der Überschrift „Wäller Spitzen“ auch weitere Führungspersonen für unsere Medien, also unseren Blog, Facebook, Instagram und LinkedIn, portraitiert. Ein Aspekt wird dabei auch sein, dass z.B. Führungskräfte, die in Wohn- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Verwaltungen oder Verbänden Verantwortung übernehmen, nicht als Unternehmer oder Unternehmerinnen bezeichnet werden, sich aber in ihren Aufgaben und Herausforderungen oft gar nicht unterscheiden“, führt Frau Schlag weiter aus.
Die Sendereihe mit Unternehmerinnen ist bis auf einen Platz besetzt, aber Personen, in erster Linie aus den vorgenannten Bereichen, die aus ihrem Führungsalltag berichten möchten, können sich gerne an Marvin Kraus, 02602 124-333, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. wenden.

Alle Folgen der vergangenen Reihen „100 Sekunden WW“, „Zukunft Handwerk“ und „Gute GründeR“ können kostenfrei auf dem YouTube Kanal der Wirtschaftsförderungsgesellschaft wfg Westerwaldkreis angesehen werden.

Trauer um Joachim Hörster

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Die CDU im Rhein-Lahn-Kreis und im Westerwald trauert um Joachim Hörster, der am 30. Dezember 2020 im Alter von 75 Jahren nach längerer Krankheit verstorben ist.

Über 26 Jahre lang vertrat er die Bürgerinnen und Bürger im Westerwaldkreis und Rhein-Lahn-Kreis als Abgeordneter für den Wahlkreis Montabaur im Deutschen Bundestag. Als Parlamentarischer Geschäftsführer von 1992-2000 (davon 1994-98 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und als Vorsitzender der Landesgruppe Rheinland-Pfalz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion von 1995 bis 2013 und Sprecher der Landesgruppen-Vorsitzenden von 2009-2013 sowie als Vorsitzender des Vermittlungsausschusses von 2002-2009 nahm er über lange Jahre Schlüsselaufgaben für die Funktionsfähigkeit unserer parlamentarischen Demokratie wahr. Von 1995 bis 2011 war er Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen. Hohes internationales Ansehen erwarb er sich als Vizepräsident und Leiter der deutschen Delegation in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats von 2005 bis 2013 und als Vorsitzender der Parlamentariergruppe für die Arabischsprachigen Staaten des Nahen Ostens von 2002 bis 2013.

Dr. Andreas Nick MdB, Hörsters Nachfolger als Wahlkreis-Abgeordneter und CDU-Kreisvorsitzender im Westerwald, erklärte: „Joachim Hörster hat sich um unser Land und um unsere Heimat bleibende Verdienste erworben. Er hat seine politische Arbeit stets als Dienst verstanden, als Dienst an den Menschen und unserer Heimat, als Dienst vor allem an der Sache und für unser Land. Für mich persönlich war er über fast vier Jahrzehnte zentraler Wegbegleiter und kluger Ratgeber, politisches Vorbild und wirklicher Freund. In seiner Nachfolge zu arbeiten, war mir stets besondere Ehre und bleibende Verpflichtung.“

Joachim Hörster wurde 1945 in Lautzenbrücken geboren. 1965 trat er in die CDU ein und war von 1969-1973 Kreisvorsitzender der Jungen Union im Oberwesterwald. Nach dem Jura-Studium in Mainz und Freiburg wurde er 1972 mit 27 Jahren zum ersten Bürgermeister der neu gebildeten Verbandsgemeinde Westerburg gewählt. Von 1974 bis 1994 gehörte er dem Westerwälder Kreistag an, von 1983 bis 1991 als Fraktionsvorsitzender der CDU. Von 1983 bis 1987 war er Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags. Von 1993 bis 2005 war er Bezirksvorsitzender der CDU Koblenz-Montabaur.

Auch Matthias Lammert blickt auf eine sehr gute Zusammenarbeit und viele Projekte, die er gemeinsam mit Joachim Hörster erfolgreich umgesetzt hat, zurück. „Joachim Hörster hatte die Interessen des Rhein-Lahn Kreises immer im Blick und war für sein verlässliches Wort über die Parteigrenzen hinaus beliebt und anerkannt“. Darüber hinaus schaut Matthias Lammert mit Lob und Anerkennung auf die Arbeit von Joachim Hörster als Bezirksvorsitzender der CDU Koblenz-Montabaur zurück: „Von 1993 bis 2005 war Joachim Hörster an der Spitze des Bezirks und leistete hervorragende Arbeit. Als einer seiner Nachfolger bin ich stolz auf sein nachhaltiges Engagement in unserer Partei“

Joachim Hörster wurde 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet, 2014 erhielt er das Offizierkreuz des ungarischen Verdienstordens. 2015 hat die CDU Westerwald Joachim Hörster die Konrad-Adenauer-Gedenkplakette für besondere Verdienste um den Westerwald verliehen.

Abschließend erklärten Andreas Nick und Matthias Lammert im Namen der beiden CDU-Kreisverbände: „Wir verneigen uns in tiefer Trauer und großer Dankbarkeit vor einer großartigen politischen Lebensleistung und vor einem besonderen Menschen. Wir werden Joachim Hörster ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie."

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