Donnerstag, 09. Juli 2020

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Auswirkungen der Pandemie treffen den regionalen Arbeitsmarkt hart

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  • Arbeitslosenquote steigt auf 5,8 Prozent
  • Ein Drittel weniger Stellen vakant
  • Anzeigen über Kurzarbeit sinken
  • Prognosen bleiben schwierig

Erste Schritte wurden seit Anfang Mai aus dem Lockdown zurück in den Alltag gemacht. Langsam nimmt die Wirtschaft ihre Tätigkeit wieder auf. Dennoch: Von Normalität kann noch lange keine Rede sein. Dies schlägt sich auch im Mai auf den regionalen Arbeitsmarkt nieder. Die Arbeitslosenquote steigt im Agenturbezirk Neuwied auf 5,8 Prozent – mit 9.888 Menschen ohne Job verzeichneten die Statistiker im vergangenen Monat einen Anstieg um 692 Personen, im Vergleich zum Vorjahr sind es 2.357 Personen mehr. Damit liegt die Quote 1,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert und 0,4 Punkte über der Aprilquote.

„Wir spüren die Auswirkungen der Pandemie in vielen Bereichen unserer Agentur“, sagt Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Agentur für Arbeit Neuwied. „Nicht nur am Zuwachs der Arbeitslosen wird deutlich, wie schwerwiegend die Folgen der Krise sind. Es werden zudem fast ein Drittel weniger Stellen als im Vorjahr gemeldet. Hinzu kommen die historischen Zahlen in der Kurzarbeit. Erfreulich ist laut Starfeld hingegen, „dass die hiesigen Unternehmen ihre Ausbildungsstellen nicht zurückziehen, sondern Fachkräftesicherung durch Ausbildung auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr betreiben wollen.“

Die unmittelbaren Ausfälle von Wirtschaftstätigkeit gerade in Bereichen, die üblicherweise weniger von Konjunkturschwankungen betroffen sind – wie beispielsweise das Gastgewerbe, Dienstleistungen des öffentlichen Lebens oder Einzelhandel, haben dazu geführt, dass insbesondere eher kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitsplätze im Helferbereich und Minijobs, die in vielen der vom Lockdown betroffenen Bereichen stark vertreten sind, weggefallen sind. „Es ist zu beobachten, dass die regionale Wirtschaft noch immer robust genug ist, um ihre Fachkräfte weitgehend zu halten, und auch mit Hilfe von Instrumenten wie Kurzarbeit Arbeitslosigkeit abzuwenden“, so Starfeld.

Im Mai zeigten 173 weitere Unternehmen Kurzarbeit an. 71 Unternehmen sind im Kreis Altenkirchen, 102 im Kreis Neuwied ansässig. Im April waren es mit 1.616 Unternehmen, im März mit 1.176 deutlich mehr. „Die meisten Unternehmen, die vom Lockdown in ihrer Wirtschaftstätigkeit eingeschränkt waren und sind, haben in den vergangenen zwei Monaten Kurzarbeit angemeldet“, so Starfeld. Hier rechne man mit keinem weiteren explosionsartigen Anstieg mehr. Dennoch: „Zum jetzigen Zeitpunkt eine realistische Prognose zu stellen, bleibt schwierig“, sagt der Agenturleiter. „Wir appellieren weiterhin an die Unternehmen, den bisherigen Kurs fortzusetzen, langfristig zu planen und trotz der schwierigen Situation zu versuchen, Arbeitsplätze zu erhalten und die bereit gestellten Ausbildungsplätze den aktuellen Problemen zum Trotz zu besetzen, um die Fachkräfte von morgen zu sichern.“

Um passende Auszubildende und Betriebe auch in Corona-Zeiten in gewohnter Zuverlässigkeit zusammenzuführen und junge Menschen bei ihrem Start ins Erwerbsleben zu beraten und zu unterstützen, hat die Berufsberatung der Agentur spezielle Unterstützungsmöglichkeiten eingerichtet. Die regelmäßigen Sprechstunden in den Schulen fallen zwar den Schulschließungen zum Opfer und auch die Agentur selbst ist seit dem 18. März für den Publikumsverkehr geschlossen. „Wir stehen jedoch weiterhin für unsere Kundinnen und Kunden zur Verfügung und bieten neue Wege für die Beratung an “, sagt Dr. Marianne Wirth, Teamleiterin der Berufsberatung Neuwied. „Dafür haben wir eigens eine Hotline eingerichtet, an die die Jugendlichen sich wenden können und persönlichen Kontakt zu ihrem Berater herstellen können.“ Unter 02631-891 891 ist die Berufsberatung Neuwied täglich erreichbar. Auch Arbeitgeber werden gebeten, ihre Ausbildungsstellen an den Arbeitgeberservice zu melden. „Wir arbeiten auf Hochtouren, um auf gewohnt hohem Niveau passende Arbeitgeber und Auszubildende zusammenzubringen. Natürlich stehen wir auch beratend für alle Jugendlichen zur Verfügung, die ihren Abschluss nicht schaffen, ins Ausland gehen wollen oder ein Studium anstreben“, so Dr. Marianne Wirth.

Zum Schluss noch der separate Blick auf die beiden Landkreise, die von der Agentur für Arbeit Neuwied betreut werden.

Im Landkreis Neuwied liegt die Arbeitslosenquote mit 5,8 Prozent um 0,4 Punktüber dem Vormonatsniveau und 1,3 Punkte über dem Wert des Vorjahres. 5.762 Personen sind hier ohne Arbeit, das ist ein Anstieg um 435 Personen in den vergangenen vier Wochen.

Im Kreis Altenkirchen sind derzeit 4.126 Menschen ohne Job – 257 mehr als im April und 1.042 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,3 Punkte auf 5,7 Prozent, und übersteigt die Quote des Vorjahres damit um 1,4 Prozentpunkte.

Übersicht Arbeitsmarkt

aktueller

Monat

Mai 2020

Veränderung zum Vormonat

Veränderung zum Vorjahresmonat

gesamter Agenturbezirk

Arbeitslose insgesamt

9.888

692

2.357

Arbeitslose SGB III**

4.682

375

1.800

Arbeitslose SGB II*

5.206

317

557

Arbeitslosenquote insgesamt

5,8

0,4

1,4

Zugang Arbeitsstellen

320

125

-142

Bestand Arbeitsstellen

1.925

-377

-968

Landkreis Altenkirchen

Arbeitslose insgesamt

4.126

257

1.042

Arbeitslose SGB III**

2.128

149

798

Arbeitslose SGB II*

1.998

108

244

Arbeitslosenquote insgesamt

5,7

0,3

1,4

Zugang Arbeitsstellen

163

93

-15

Bestand Arbeitsstellen

581

-84

-356

Landkreis Neuwied

Arbeitslose insgesamt

5.762

435

1.315

Arbeitslose SGB III**

2.554

226

1.002

Arbeitslose SGB II*

3.208

209

313

Arbeitslosenquote insgesamt

5,8

0,4

1,3

Zugang Arbeitsstellen

157

32

-127

Bestand Arbeitsstellen

1.344

-293

-612


 

Gemeindeleitung in Windhagen wieder komplett.

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Im Rahmen der Sitzung des Ortsgemeinderates Windhagen am 28.05.2020 wurde ein neuer Beigeordneter gewählt. Damit ist die Gemeindeleitung der Ortsgemeinde Windhagen wieder komplett, freute sich Ortsbürgermeister Martin Buchholz.

Mit einem deutlichen Wahlergebnis von 12:7 Stimmen wurde Herr Eberhard Mandel auf Vorschlag der CDU/FDP Fraktion in geheimer Wahl zum Beigeordneten gewählt. Herrn Mandel wurde der Bereich „Hochbau“ und der Vorsitz im Bau-Ausschuss als Geschäftsbereich übertragen.

Das Bild zeigt die komplette Gemeindeleitung der Ortsgemeinde Windhagen mit Corona-Abstand.  Vlnr: Martin Buchholz (Ortsbürgermeister), Hans Dieter Geiger (1.Beigeordneter), Dr.Thomas Stumpf (Beigeordneter) und Eberhard Mandel (Beigeordneter).

Bildquelle: Sebastian Höller

B 42, Ausbau Leubsdorf – Wallen, Änderungen in der Verkehrsführung

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Die Arbeiten an der B 42 bei Leubsdorf konnten in den letzten Wochen wesentlich vorangebracht werden, so dass nun der Umbau für die letzte Bauphase ansteht.

Hierbei wechselt der Baubereich ab Dienstag, 02.06.2020, auf den Streckenabschnitt von Leubsdorf in Richtung Linz.

Von der neuen Bushaltestelle bis zum Ende der Baustrecke wird zunächst eine provisorische Umfahrung angebaut, hiernach beginnt dann der Ausbau der B 42.

Die Verkehrsführung erfolgt wiederum mit Hilfe einer Ampel, da der Baubereich nur einstreifig befahren werden kann.

Bei planmäßigem Verlauf sollen die Bauarbeiten bis Mitte September 2020 fertig gestellt werden.

Der LBM Cochem- Koblenz bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die unumgänglichen Einschränkungen.

Bendorf radelt erstmalig für ein gutes Klima

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Jetzt anmelden und Kilometer sammeln

Bendorf. Bereits seit einigen Jahren treten Kommunalpolitiker*innen und Bürger*innen bei der Klima-Bündnis-Kampagne „STADTRADELN“ für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. In diesem Jahr nimmt auch die Stadt Bendorf erstmalig an der Aktion teil.

Einzeln oder in Teams geht es darum, vom 14. Juni bis zum 4. Juli mit Fahrrad, Rennrad oder Pedelec so viele Kilometer wie möglich für Bendorf zu sammeln.

Alle, die in Bendorf wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen, sind eingeladen, drei Wochen lang möglichst viele Wege umweltfreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen – jede noch so kurze Strecke zählt. Wer eine eigene Gruppe gründen oder sich alleine anmelden möchte, findet alle Informationen unter stadtradeln.de/bendorf.

Bürgermeister Michael Kessler wirbt fürs Mitmachen: „Beim Wettbewerb STADTRADELN geht es um Spaß am Fahrradfahren, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Alle Teilnehmer*innen können sich einem bereits bestehenden Team anschließen und gemeinsam Kilometer sammeln. Auch ein eigenes Team kann gebildet werden.

Als besonders beispielhafte Vorbilder sucht die Stadt Bendorf STADTRADELN-Stars, die in den 21 STADTRADELN-Tagen kein Auto von innen sehen und komplett auf das Fahrrad umsteigen. Während der Aktionsphase berichten sie über ihre Erfahrungen im STADTRADELN-Blog. Wer Interesse hat, STADTRADEL-Star zu werden, meldet sich einfach bei den Koordinatorinnen.

Auf stadtradeln.de/bendorf finden die Bürger*innen zudem auch die Meldeplattform RADar! Mit diesem Tool haben Radelnde die Möglichkeit, via Internet oder über die STADTRADELN-App die Verwaltung auf fehlende und gefährliche Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam zu machen.

Das gemeinsame Sammeln von Kilometern in digitalen Teams ist auch in Corona-Zeiten möglich, entspricht den Vorgaben der Kontaktbeschränkungen und gibt ein „Wir-Gefühl“.

Also heißt es: Radeln für die Gesundheit, gegen den Corona-Blues und dabei einen guten Beitrag zum Klimaschutz leisten!

Mit gutem Beispiel voran gehen Volker Gelhard und seine Familie. Der Mitorganisator der Benefiz-Radsportveranstaltung VOR-TOUR der Hoffnung unterstützt die Aktion und hofft, dass viele andere Radfreunde sich anschließen.

Wer mehr erfahren möchte, kommt am 29. Mai und 12. Juni von 15.00 – 19.00 Uhr zum Infostand auf dem Bendorfer Wochenmarkt oder meldet sich einfach bei Margret Heinrich, 02622 703 179: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und Nadine De Bock Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , 02622 703 105 vom Fachbereich 4 der Stadtverwaltung Bendorf.

Mehr Informationen unter:

stadtradeln.de

facebook.com/stadtradeln

twitter.com/stadtradeln

instagram.com/stadtradeln

Spielplatz in Windhagen-Hohn hat ein neues Spielgerät

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Nachdem die Balancier-Rolle auf dem Spielplatz in Windhagen-Hohn vor einiger Zeit entfernt werden musste, da sie in die Jahre gekommen war, hatte der zuständige Ausschuss die Anschaffung eines neuen Spielgerätes beschlossen. Klar war, dass das neue Spielgerät auch wieder das Thema „Geschicklichkeit“ bedienen sollte.

Während der Schließung der Spielplätze wegen der Corona-Pandemie hat dann der Windhagener Bauhof die Vorarbeiten durchgeführt, so dass nun das neue Spielgerät in Betrieb genommen werden konnte. Ortsbürgermeister Martin Buchholz, der zugleich auch Vorsitzender des zuständigen Ausschusses ist und 1.Beigeordneter Hans Dieter Geiger, der für die Unterhaltung der gemeindlichen Spielplätze verantwortlich ist, besichtigten das neue Spielgerät vor Ort.

Beide wünschen den Kindern viel Freude mit dem neuen Spielgerät.

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