Freitag, 28. Februar 2020

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Bürgermeister und Ortsvorsteher sehen Mittelrheinbrücke als kommunales Projekt mit großer Sorge!

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Appell von 88 Bürgermeistern und Ortsvorstehern an Landrat und Kreistag – Unterstützung für die Position von Landrat Dr. Marlon Bröhr

In einem gemeinsamen Appell von 88 Bürgermeistern und Ortsvorstehern aus dem gesamten Rhein-Hunsrück-Kreis an Landrat und Kreistag drücken diese ihre Sorge vor einer Mittelrheinbrücke in kommunaler Trägerschaft aus. Bürgermeister Tobias Vogt (Buch) überreichte Landrat Dr. Marlon Bröhr stellvertretend den auch von den Kreisbeigeordneten Reinhard Klauer und Manfred Kuhn unterstützten Aufruf. In diesem appellieren sie an Landrat und Kreistag, eine Kreisbrücke abzulehnen und offensiv bei der Landesregierung für eine Mittelrheinbrücke in Trägerschaft des Landes zu werben.

Als im Appell genannte Gründe führte Tobias Vogt die großen Risiken einer finanziellen Überforderung sowie die fehlende Anbindung einer etwaigen Kreisbrücke an die Autobahn an. „Uns Bürgermeistern geht es um die Sache. Daher gehören Bürgermeister und Ortsvorsteher aus dem gesamten Kreisgebiet zu den Unterzeichnern“, machte Vogt bei der Übergabe des Appells deutlich.

Positiv nahm Landrat Dr. Marlon Bröhr den Appell entgegen und bedankte sich bei den Bürgermeistern und Ortsvorstehern für ihr Engagement für den Rhein-Hunsrück-Kreis. Nach der großen Zustimmung zu seiner Position in Sachen Mittelrheinbrücke im Rahmen der kürzlich stattgefundenen Bürgermeisterkonferenz, bei der sich die überwältigende Mehrheit der anwesenden Bürgermeister und Ortsvorsteher bei der Abstimmung ausdrücklich gegen eine kommunale Brücke ausgesprochen hat, sieht Dr. Bröhr im Appell eine „weitere beeindruckende Unterstützung“.

Den Bürgermeistern und Ortsvorstehern sagte Landrat Dr. Marlon Bröhr jedenfalls seine volle Unterstützung zu: „Ich werde mich im Sinne unserer Städte und Gemeinden weiterhin mit Nachdruck für die Realisierung einer Landesbrücke stark machen“, betonte Landrat Dr. Marlon Bröhr.

Der Appell der Bürgermeister und Ortsvorsteher im Wortlaut:

 

„Die Mittelrheinbrücke ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt in Rheinland-Pfalz. Daher findet die Realisierung der Mittelrheinbrücke auch unsere grundsätzliche Unterstützung, um entsprechend den Beschlüssen der Kreistage des Rhein-Hunsrück-Kreises und des Rhein-Lahn-Kreises aus dem Jahr 2003 „die Erschließung des Mittelrheintales, den Ausbau der Ost-West-Verkehrsachse Taunus-Hunsrück, die Anbindung des Rhein-Lahn-Kreises an die BAB 61 und den Flughafen Frankfurt-Hahn sowie die Anbindung des Rhein-Hunsrück-Kreises an die A3 durch eine feste Rheinquerung bei St. Goarshausen / St. Goar“ herzustellen und damit besonders für den strukturschwachen rechtsrheinischen Rhein-Lahn-Kreis mit der Mittelrheinbrücke Entwicklungsperspektiven zu eröffnen.

Die aktuellen Bestrebungen der Realisierung der Mittelrheinbrücke als kommunales Projekt der beiden Landkreise sehen wir mit großer Sorge! Denn eine Kreisbrücke birgt große Gefahren für unseren Rhein-Hunsrück-Kreis.

Bei einer Mittelrheinbrücke in kommunaler Trägerschaft bestehen – selbst bei der aktuell avisierten Förderung des Landes in Höhe von 80 Prozent – die großen Risiken einer finanziellen Überforderung unseres Rhein-Hunsrück-Kreises. Unsere Städte und Gemeinden und letztlich unsere Bürgerinnen und Bürger bezahlen am Ende die Zeche – obwohl nach Aussagen aller Experten kein Aspekt für die Einstufung als kommunales Projekt spricht.

Beim Bau einer Mittelrheinbrücke als kommunales Projekt würde die Landesregierung zudem auf die notwendige Verbesserung der Anbindung einer Mittelrheinbrücke verzichten, sodass die Mittelrheinbrücke vor Ort keine Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern erfahren wird.

Daher appellieren wir an Landrat und Kreistag:

Bitte setzen Sie nicht die finanzielle Zukunftsfähigkeit unseres Rhein-HunsrückKreises und unserer Städte und Gemeinden auf‘s Spiel. Lehnen Sie angesichts der genannten Gründe eine Kreisbrücke ab und werben Sie offensiv bei der Landesregierung für eine Mittelrheinbrücke in Trägerschaft des Landes.“

Diese Bürgermeister und Ortsvorsteher unterstützen den Aufruf:

Thomas Bungert (Bürgermeister der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel), Peter Unkel (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Emmelshausen), Harald Rosenbaum (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchberg), Arno Imig (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rheinböllen), Dr. Andreas Nikolay (Bürgermeister der Stadt Simmern), Andrea Mallmann (Bürgermeisterin der Stadt Emmelshausen), Jürgen Port (Bürgermeister der Stadt Oberwesel), Horst Vogt (Bürgermeister der Stadt St. Goar), Bernadette Oberthür (Bürgermeisterin der Stadt Rheinböllen), Udo Kunz (Bürgermeister der Stadt Kirchberg), Christian Stahl (Bürgermeister der Gemeinde Damscheid), Michael Brennemann (Bürgermeister der Gemeinde Wiebelsheim), Hermann-Josef Klockner (Bürgermeister der Gemeinde Niederburg), Tobias Vogt (Bürgermeister der Gemeinde Buch), Jürgen Schneiders (Bürgermeister der Gemeinde Mastershausen), Dietmar Emmerich (Bürgermeister der Gemeinde Dommershausen), Hans-Peter Färber (Bürgermeister der Gemeinde Lahr), Hans Jürgen Härter (Bürgermeister der Gemeinde Michelbach), Georg Wagner (Bürgermeister der Gemeinde Korweiler), Werner Gaukler (Bürgermeister der Gemeinde Hasselbach), Hans-Herbert Laux (Bürgermeister der Gemeinde Uhler), Gerd Emmel (Bürgermeister der Gemeinde Gödenroth), Peter Christ (Bürgermeister der Gemeinde Hollnich), Robert Etges (Bürgermeirster der Gemeinde Zilshausen), Marcus Kirchhoff (Bürgermeister der Gemeinde Mörsdorf), Werner Kremer (Bürgermeister der Gemeinde Beulich), Heribert Müller (Bürgermeister der Gemeinde Bickenbach), Reiner Retz (Bürgermeister der Gemeinde Birkheim), Thomas Blum (Bürgermeister der Gemeinde Dörth), Rita Lenz (Bürgermeisterin der Gemeinde Halsenbach), Reinhold Lauderbach (Bürgermeister der Gemeinde Maisborn), Christian Busch (Bürgermeister der Gemeinde Mermuth), Hans-Peter Friedrich (Bürgermeister der Gemeinde Morshausen), Florian Kneip (Bürgermeister der Gemeinde Mühlpfad), Edmund Busch (Bürgermeister der Gemeinde Ney), Arno Morschhäuser (Bürgermeister der Gemeinde Norath), Jürgen Bode (Bürgermeister der Gemeinde Schwall), Marco Brück (Bürgermeister der Gemeinde Utzenhain), Markus Landsrath (Bürgermeister der Gemeinde Gondershausen), Thomas Stroschein (Bürgermeister der Gemeinde Hausbay), Michael Bender (Bürgermeister der Gemeinde Karbach), Frank Morschhäuser (Bürgermeister der Gemeinde Leinigen), Peter Hammes (Bürgermeister der Gemeinde Pfalzfeld), Thomas Kochhan (Bürgermeister der Gemeinde Thörlingen), Dirk Jost (Bürgermeister der Gemeinde Badenhard), Friedhelm Dämgen (Bürgermeister der Gemeinde Ellern), Heinz-Ludwig Kub (Bürgermeister der Gemeinde Kisselbach), Martin Huhn (Bürgermeister der Gemeinde Dichtelbach), Matthias Merscher (Bürgermeister der Gemeinde Liebshausen), Paul Schirra (Bürgermeister der Gemeinde Erbach), Michael Schubach (Bürgermeister der Gemeinde Steinbach), Dieter Kaiser (Bürgermeister der Gemeinde Gemünden), Günter Schumann (Bürgermeister der Gemeinde Heinzenbach), Klemens Hartig (Bürgermeister der Gemeinde Kappel), Volker Mähringer-Kunz (Bürgermeister der Gemeinde Niederweiler), Klaus Casper (Bürgermeister der Gemeinde Rödelhausen), Markus Bongard (Bürgermeister der Gemeinde Sohren), Alfred Elz (Bürgermeister der Gemeinde Hirschfeld), Rudi Schneider (Bürgermeister der Gemeinde Laufersweiler), Walter Kuhn (Bürgermeister der Gemeinde Kludenbach), Josef Winn (Bürgermeister der Gemeinde Rödern), Horst Möhringer (Bürgermeister der Gemeinde Raversbeuren), Alfred Schwebach (Bürgermeister der Gemeinde Wüschheim), Volker Berg (Bürgermeister der Gemeinde Altweidelbach), Elke Härter (Bürgermeisterin der Gemeinde Bubach), Achim Wolf (Bürgermeister der Gemeinde Nannhausen), Karl-Peter Breuer (Bürgermeister der Gemeinde Ravengiersburg), Klaus Imig (Bürgermeister der Gemeinde Tiefenbach), Christian Sixel (Bürgermeister der Gemeinde Bergenhausen), Ralf Auler (Bürgermeister der Gemeinde Niederkumbd), Klaus Nick (Bürgermeister der Gemeinde Klosterkumbd), Peter Graussen (Bürgermeister der Gemeinde Pleizenhausen), Rudolf Bersch (Ortsvorsteher von Boppard-Buchholz), Wolfgang Spitz (Ortsvorsteher von Boppard-Bad Salzig), Helmut Schröder (Ortsvorsteher von Boppard-Weiler), Hans-Josef Karbach (Ortsvorsteher von BoppardHirzenach), Michael Hubrath (Ortsvorsteher von St. Goar-Kernstadt), Dieter Langenbach (Ortsvorsteher von St. Goar-Werlau), Wilhelm Zimmermann (Ortsvorsteher von Oberwesel-Dellhofen), Roland Dietz (Ortsvorsteher von Oberwesel-Langscheid), Frido Persch (Ortsvorsteher von Oberwesel-Engehöll), Manfred Rothenbach (Ortsvorsteher von Rheinböllen-Kleinweidelbach), Stefanie Schneiders (Ortsvorsteherin von Buch-Mörz), Frank Rickus (Ortsvorsteher von Beltheim-Mannebach), Mike Schneider

(Ortsvorsteher von Beltheim-Heyweiler), Reiner Gewehr (Ortsvorsteher von BellLeideneck), Eugen Kochhan (Ortsvorsteher von Dommershausen-Dorweiler), Johannes Ternes (Ortsvorsteher von Dommershausen-Sabershausen).

Auf eigene Initiative unterstützen diese Personen den Aufruf:

Kreisbeigeordneter Reinhard Klauer (Sargenroth), Kreisbeigeordneter Manfred Kuhn (Dickenschied), Rudolf Römer (Liebshausen), Kurt Aßmann (Gehlweiler), Alois Willwerth (Nannhausen), Ben Kunz (Riegenroth).