Digitalisierung in den Schulen – Sven Lefkowitz zu Gast in Puderbach

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Gemeinsam mit Kreisbeigeordneten Michael Mahlert und Verbandsbürgermeister Volker Mendel besuchte Landtagsabgeordneter Sven Lefkowitz die Realschule plus in Puderbach. Dort wurden die Gäste von Schulleiter Ralf Waldgenbach und seiner Stellvertreterin Natanja Neitzert empfangen, die insgesamt mit rund 40 Kolleginnen und Kollegen 340 Schülerinnen und Schüler betreuen.

PUDERBACH. Im Fokus des Gesprächs standen die Herausforderungen für die Schulen bei der Umsetzung des Digitalpakts. So benötigen die Schulen zum Beispiel Unterstützung bei der notwendigen IT-Wartung, der Lizensierung benötigter Software oder dem Umgang mit dem Datenschutz. Mit der Fragestellung der Umsetzung wandte sich Sven Lefkowitz an das zuständige Ministerium, um die Einschätzung von Landesseite zu erfahren.

In der Antwort des Bildungsministeriums ist zu lesen, dass dem Land Rheinland-Pfalz aktuell ca. sechs Mio. Euro für die Anwendungsbetreuung zur Verfügung stehen. Sven Lefkowitz erklärt: „Zum laufenden Schuljahr wurde den Schulen erstmals die Möglichkeit gegeben, Koordinatorinnen und Koordinatoren in jeder Schule einzusetzen. Damit wird es zukünftig an jeder Schule eine Lehrkraft geben, die durch die Schulleitung für die Aufgaben im Kontext der digitalen Bildung bestimmt ist“.

Für den Bereich des IT-Supports gilt es noch eine Lösung für die technische Dienstleistung bei EDV-Problemen zu finden: „Hier müssen sich die Träger Gedanken um eine zeitnahe Lösung machen, beispielsweise über die Möglichkeit eines Fernzugriffs zur Problembehandlung“, so Lefkowitz. Dies seien aber nicht die einzigen Möglichkeiten, wie der Landtagsabgeordnete weiter ausführt: „Für eine möglichst effektive Umsetzung des Digitalpakts und eine bestmögliche digitale Bildung für unsere Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, dass den Schulen und Lehrkräften bei auftretenden EDV-Problemen in direkter Weise geholfen werden kann. Hier muss man sich ganz klar die Frage stellen, ob der IT-Support beispielsweise durch eine interkommunale Zusammenarbeit im Land besser und effektiver als nur durch Stadt und Kreis Neuwied organisiert und bewältigt werden kann. Ebenso, ob dieser IT-Support nicht auch durch eine Fremdvergabe bei externen Dienstleistern gut aufgehoben wäre.“

Das Ministerium teilte mit, dass die Lizensierungen benötigter Software im Schulbereich durch Anzahl und Laufzeit bestimmt werden. Wie Sven Lefkowitz erklärt, gibt es hier verschiedene Modelle: „Angeboten werden auch Schullizenzen, die dann für alle Geräte in der Schule gelten, unabhängig von der Anzahl. Ebenso besteht die Möglichkeit für eine Landeslizenz, bei der das Land für alle Schulen zentraler Lizenznehmer ist und die Software den Schulen zur Verfügung stellt.“

Da der Digitalpakt vor allem zur Erschließung der digitalen Infrastruktur gedacht ist, treibt die Schulvertreter ebenso die Frage nach der Ausstattung der Lehrräume um. Hierzu verweist das Bildungsministerium auf ihre Ausstattungsempfehlung „bring your own device“, was bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Endgeräte im Unterricht einbinden sollen. „Bei dieser Handhabung ist Obacht geboten, dass alle Schülerinnen und Schüler gleichwertig arbeiten können und es nicht zu sozialen Konflikten führt. Hier ist der Hinweis wichtig, dass die Ausstattungsempfehlung als Orientierung dient und Ausstattungsfragen, auch digitaler Art, letztlich in der Zuständigkeit des Schulträgers zu klären sind“, so Lefkowitz.

Zum Thema „Datenschutz an Schulen“ erhalten die rheinland-pfälzischen Lehrkräfte verschiedene Hilfestellungen, die als juristischer Wegweiser dienen und über die datenschutzrechtlichen Maßnahmen informieren sollen. Dafür ist auf dem Bildungsserver ein Ordner ‚Schulen.Medien.Recht‘ veröffentlich, der Antworten auf die Fragen zum schulischen Datenschutz bietet. Lefkowitz führt weiter aus: „Zudem bietet der Landesdatenschutz-Beauftragte Online-Fortbildungen an. Für neue Schulleiterinnen und Schulleiter ist außerdem die Fortbildung ‘Datenschutz in der Schule als Handlungsfeld für Schulleitung‘ verpflichtend. Mit diesen Hilfestellungen möchte das Land die Lehrkräfte für ihre neuen Aufgaben bestens vorbereiten.“

Hervorzuheben ist bei der Umsetzung des Digitalpakts der Kreis Neuwied. Dieser hat bereits 25 Schulkonzepte erstellt und ist damit führend in ganz Rheinland-Pfalz. „Die Arbeit des Kreises unter dem dafür zuständigen Kreisbeigeordneten Michael Mahlert ist vorbildlich und ein starkes Zeichen. Der Digitalpakt bietet große Chancen für die digitale Bildung, diese wollen wir möglichst effektiv nutzen. Hier gilt es am Ball zu bleiben. Die Umsetzung werde ich weiterhin eng begleiten“, so Lefkowitz abschließend.