Montag, 21. Oktober 2019

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AfD-Landtagsfraktion zum Gutenberg-Bürgerentscheid in Mainz: Bibelturm ist nicht alternativlos

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„Wir sind ganz klar für einen zukunftsgerichteten, offensiven Umgang mit dem großen, auch musealen Kulturerbe von Johannes Gutenberg in Mainz. Doch genau deshalb lehnen wir den keineswegs alternativlosen Neubau des sogenannten Bibelturms ab, über den am 15. April erfreulicherweise die Bürger der Stadt entscheiden dürfen. „Mit diesen Worten kommentiert der kulturpolitische Sprecher der rheinland-pfälzischen AfD-Landtagsfraktion, Martin Louis Schmidt, die weit über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus bedeutsame Entscheidung am kommenden Sonntag.

Gemeinsam mit Michael Frisch, dem kommunal- und familienpolitischen Sprecher der AfD im Landtag, und Mitarbeitern der Fraktion, hat sich der Kulturpolitiker Schmidt eigens noch dieser Tage in und um das Gutenberg-Museum ein genaues Bild der Ausgangslage gemacht. „Anschließend lagen die Schlussfolgerungen für uns klar auf der Hand und decken sich mit der bereits vom Mainzer Kreisverband der Alternative für Deutschland empfohlenen Ablehnung des Bibelturm-Neubaus“, so Schmidt. „Dieser unästhetische Klotz gefährdet das städtebaulich besonders wertvolle Areal des Liebfrauenplatzes und zerstört Grünflächen. Außerdem ist er eine fünf Millionen Euro teure Verlegenheitslösung, die der ohnehin rekordverschuldeten Landeshauptstadt zusätzliche finanzielle Lasten aufbürdet, ohne die überfällige Grundsanierung und baulich-methodische Erneuerung des Gutenberg-Museums nachhaltig voranzubringen.“

„Ein Nein der Mainzer Bürgerschaft zur verantwortungs- und konzeptionslosen Stadtplanung von SPD-Bürgermeister Ebling & Co. könnte ein wichtiger Denkzettel sein und dem von der AfD grundsätzlich befürworteten politischen Mitwirkungsinstrument des Bürgerentscheids überregional Schwung verleihen“, ergänzt MdL Frisch.