Reden statt Roden – RWE versucht Fakten zu schaffen

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Am vergangenen Wochenende begann die Räumung des Hambacher Waldes. Der Energiekonzern RWE will den verbliebenen Teil des uralten Walds roden, ohne auf das Ergebnis der Kohlekommission zu warten. Hierzu sagt die Landesvorsitzende Jutta Paulus:

„Es ist ein Skandal: Während in Berlin in einer Kommission daran gearbeitet wird, einen geregelten Ausstieg aus der Kohle zu verhandeln, will der Konzern RWE Fakten schaffen und den Rest des Hambacher Walds abholzen. Am Wochenende wurde unter massivem Polizeieinsatz mit der Räumung der Baumhäuser begonnen, es kam zur Einschränkung der Pressefreiheit und unnötiger Gewaltanwendung. Mehrere tausend Bürgerinnen und Bürger zeigten mit friedlichen Demonstrationen und Mahnwachen Solidarität mit den Menschen im Wald. Wie wenig auch wir in Rheinland-Pfalz von RWEs Vorgehen und dem Festhalten an der Kohleverstromung halten, kann in jeder Kommune gezeigt werden: Viele Kommunen und Stadtwerke halten noch Anteile an RWE. Verkaufen sie diese jetzt, kann das auch die Konzernführung zum Nachdenken bringen. Für zukünftige Ausschreibungen des Strombezugs können Kommunen festlegen, welche Kriterien Anbieter erfüllen müssen. Wir empfehlen, in den Ausschreibungen zum Strombezug bereits auf regenerative Energiequellen aus der Region zu setzen und Atom- und Kohlestrom explizit auszuschließen. Damit fördern die Kommunen die Nachfrage vor Ort und leisten einen Beitrag zur dezentralen Energiewende.
Die Aufrufe zum Waldspaziergang am 23. September um 11 Uhr 30 sowie zur Großdemonstration „Wald retten! Kohle stoppen!“ von BUND, Greenpeace, Campact und den Naturfreunden am 06. Oktober um 12 Uhr unterstützen wir ausdrücklich! Treffpunkt ist jeweils der S-Bahnhof Buir (Kerpen bei Köln).“