Freitag, 23. August 2019

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Regionalisierung der Medizinerausbildung in Trier nimmt Form an

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Der Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Demografie hat heute über den Stand der Regionalisierung der Medizinerausbildung beraten. Dazu erklärt Kathrin Anklam-Trapp, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion:

„Mit der Regionalisierung der Medizinerausbildung nimmt nun ein wichtiger Baustein der Landarzt-Offensive der Landesregierung konkrete Formen an. Medizinstudierende sollen künftig die Möglichkeit erhalten, den klinischen Teil ihrer Ausbildung am geplanten „Medizincampus Trier der Universitätsmedizin Mainz“ zu durchlaufen. Ein entsprechendes Konzept werde derzeit von der Universitätsmedizin Mainz sowie den beiden kooperierenden Trierer Kliniken, dem Mutterhaus der Borromäerinnen und dem Brüderkrankenhaus, erarbeitet, wie Wissenschaftsstaatssekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro heute im Gesundheitsausschuss berichtete. Nach dem Willen der drei Kooperationspartner sollen die ersten Studierenden zum Wintersemester 2020/2021 ihre klinische Ausbildung am Trierer Medizincampus beginnen.“

Sven Teuber, sozialpolitischer Sprecher und örtlicher SPD-Abgeordneter, ergänzt: „Wichtig ist, dass die Regionalisierung der Medizinerausbildung und die weiteren Maßnahmen der Landarzt-Offensive zur Sicherung der wohnortnahen ärztlichen Versorgung passgenau ineinandergreifen. Weitere Bausteine im Maßnahmenbündel der Landesregierung sind die Einführung einer Landarztquote, die Erhöhung der Medizinstudienplätze sowie die Öffnung des Medizinstudiums für Bewerberinnen und Bewerber ohne Spitzenabitur. Um Nachwuchsärztinnen und -ärzte langfristig an die Region zu binden, sollte Studierenden zudem die Möglichkeit eröffnet werden, weitere Ausbildungsabschnitte in Trier zu absolvieren. So sollte etwa nach Wegen gesucht werden, an die klinische Ausbildung am Standort Trier auch das Praktische Jahr anzuschließen.“