Montag, 21. Oktober 2019

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Hochschulgesetz stärkt Eigenverantwortung der Hochschulen

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Mehr Chancengleichheit und Flexibilität für Studierende

Zur heutigen Vorstellung des Entwurfs des neuen Hochschulgesetzes durch Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf erklärt der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Johannes Klomann:

„Rheinland-Pfalz verfügt über eine vielfältige, innovative und moderne Hochschullandschaft. Mit dem neuen Hochschulgesetz soll das Koordinatensystem der rheinland-pfälzischen Universitäten und Hochschulen nun in zentralen Punkten weiterentwickelt werden. Es schafft zeitgemäße Rahmenbedingungen für moderne Hochschulprozesse und veränderte Strukturen in der Hochschullandschaft. Der vorgelegte Gesetzesentwurf ist auf der Höhe der Zeit: Das Hochschulgesetz kann dazu beitragen, die Chancengleichheit an den Hochschulen zu verbessern, vielfältige Bildungswege in die Wissenschaft zu unterstützen und die Hochschulautonomie zu stärken. Im Zuge des anstehenden Gesetzgebungsverfahrens wird die SPD-Fraktion den engen Austausch mit allen Beteiligten an den Hochschulen suchen.

Die Novelle des Hochschulgesetzes sieht zahlreiche Verbesserungen für Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Beschäftigte vor. Die Chancengleichheit auf dem Bildungsweg und der Zugang zu akademischer Bildung werden mit dem neuen Hochschulgesetz weiter verbessert. Durch einen Anspruch auf Studienberatung sollen die Hochschulen in die Verantwortung genommen werden, Studierende dabei zu unterstützen, ihr Studium erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Die Einführung von Teilzeitstudiengängen sowie von dualen Master-Studiengängen sollen zur Flexibilisierung des Hochschulstudiums beitragen und sind zeitgemäße Antworten auf unterschiedliche Wege in die akademische Bildung. Gleiche Chancen soll es künftig auch für Absolventinnen und Absolventen der rheinland-pfälzischen Hochschulen geben: Sie sollen einen gleichberechtigten Zugang zur Promotion erhalten. Mit dem Hochschulgesetz sollen den Hochschulleitungen zudem mehr Spielräume eröffnet werden und die Eigenverantwortung der Hochschulen gestärkt werden. Zu begrüßen ist zudem, dass der partnerschaftliche Dialog zwischen den Hochschulen und mit der Landesregierung durch die Einrichtung eines Hochschulforums intensiviert werden soll. Bereits heute sind die rheinland-pfälzischen Hochschulen in ihren Regionen verankert, künftig sollen diese starken Wurzeln noch tiefer in die Regionen hineinragen und Kooperationen zwischen den Hochschulen und regionalen Partnern ermöglicht werden.“